A battle for the bedroom

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gen. Starnina (detail). Photo: Lindenau-Museum Altenburg

The Lindenau Museum in Altenburg has restored its Cassone panel by Gherardo Starnina and published an extremely interesting bulletin about it Bernhard August von Lindenau (1779-1854) was an important astronomer and Saxon statesman. Even though a moon crater has borne his name since 1935 and the Saxon constitution was formulated by him, he is best known for his last […]

The Lindenau Museum in Altenburg has restored its Cassone panel by Gherardo Starnina and published an extremely interesting bulletin about it

Bernhard August von Lindenau (1779-1854) was an important astronomer and Saxon statesman. Even though a moon crater has borne his name since 1935 and the Saxon constitution was formulated by him, it is his last life’s work that is best known. Lindenau amassed a large art collection, which was intended to serve the education, training and instruction of young people. His collection therefore included copies of paintings, plaster casts, an art history library and early Italian paintings. Altenburg’s fame as the owner of one of the most important and largest collections of early Italian panel paintings from the 13th to 16th centuries north of the Alps is based on works by Fra Angelico, Fra Filippo Lippi, Masaccio, Pietro Perugino, Sandro Botticelli and many others.

The museum is now dedicating a richly illustrated publication to one of the lesser-known paintings by the rarely mentioned artist Gherardo Starnina. It focuses on the history, art-historical classification and recently completed restoration of the so-called Cassone panel with the “Battle of the Oriental Horsemen”, which was created in the early years of the 15th century.

For a long time, the reworked decorative painting of a bridal chest (Cassone) was attributed to a Maestro del Bambino Vispo. Since 1979, this painter has been identified as Gherardo Starnina, born in Tuscany in 1360 and died in Florence in 1413. Starnina is known to have lived and worked in Spain, which he left in 1401, probably fleeing the plague. The Altenburg Chest Painting was created shortly after his return.

At an unspecified time, the painting was removed from the chest. Changes followed. The thickness of the wooden panel was reduced by planing, the chest lock was removed and the missing part closed, and the frame and gilding were added. When and where is unknown. The only thing that is certain is that Bernhard von Lindenau bought the panel for his collection in 1845. Even though it has not left Altenburg since then, its story does not end there, because as the comprehensive examination and subsequent restoration (funded by the Freundeskreis der Kulturstiftung der Länder) showed, various damages had not always been repaired to the painting’s advantage. The restorer’s main task was to “arrange color areas, define picture planes and correct lost forms,” according to painting restorer Johannes Schaefer, who repeatedly coordinated the various steps of the restoration together with a scientific team. For example, the strongly colored spandrels no longer harmonized with the colors of the painting after the restoration. It was therefore decided to gild these areas again, as in their original state.

The clever publication shines in all its texts with the highest level of comprehensibility, so that the booklet can be recommended to any interested reader. This is not the standard of scientific writing, but it should be.

Reading tip: Bulletin N°4, Early Italian Painting in the Lindenau-Museum Altenburg “Gherardo Starnina: Cassone Panel with the Battle of Oriental Horsemen” Restoration and Research 18 euros, available from the Lindenau-Museum

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Breathtaking valley view with mountain panorama, photographed by Artem Shuba.

Raumplanung im ländlichen Raum – klingt nach viel Landschaft, wenig Dynamik und ganz viel Verwaltung? Weit gefehlt! Wer glaubt, jenseits der Metropolen würden raumplanerische Innovationen an der Kirchturmkante enden, unterschätzt das Potenzial und die aktuellen Herausforderungen des ländlichen Raums. Hier entscheidet sich, wie zukunftsfähig unsere Regionen sind – und wie wir jenseits von Großstadtzentriertheit nachhaltige Entwicklung, Lebensqualität und kluge Flächennutzung gestalten. Zeit, mit den alten Mythen aufzuräumen und einen frischen Blick auf die Raumplanung im ländlichen Raum zu werfen.

  • Definition und Besonderheiten des ländlichen Raums im deutschsprachigen Kontext
  • Herausforderungen und Chancen: Demografie, Infrastruktur, Digitalisierung und Klimaanpassung
  • Innovative Ansätze in der Flächen- und Siedlungsentwicklung
  • Partizipation, Governance und regionale Kooperation als Erfolgsfaktoren
  • Tools und Methoden: Von GIS bis Regionalmanagement
  • Fallbeispiele aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Kritik an der Metropolenzentriertheit der Raumplanung
  • Zukunftsperspektiven und Handlungsempfehlungen für Fachleute

Der ländliche Raum: Definitionen, Klischees und echte Potenziale

Beginnen wir mit einem Blick auf das, was wir eigentlich meinen, wenn wir vom ländlichen Raum sprechen. In Fachkreisen ist längst klar, dass es „den“ ländlichen Raum nicht gibt. Was als ländlich gilt, schwankt je nach Klassifikation zwischen den dicht besiedelten Umlandgemeinden großer Städte und dünn besiedelten Regionen in den Mittelgebirgen oder Alpen. Statistische Ämter, Raumordnungsexperten und Kommunalpolitiker ringen regelmäßig um die präzise Definition – mal steht die Einwohnerdichte im Vordergrund, mal die Erreichbarkeit urbaner Zentren, mal die wirtschaftliche Struktur. Doch so unterschiedlich die ländlichen Räume in Deutschland, Österreich und der Schweiz auch sein mögen, eines eint sie: Sie sind weit mehr als das „Hinterland“ der Metropolen.

Das klassische Bild vom ländlichen Raum – viel Grün, wenig Menschen, Landwirtschaft, Streusiedlungen, Dorfkneipe – hält sich zwar hartnäckig, ist aber in Zeiten von Digitalisierung, Mobilitätswandel und Klimaanpassung längst überholt. Viele ländliche Regionen sind heute Innovationsräume: Sie experimentieren mit neuen Mobilitätskonzepten, erneuerbaren Energien, dezentralen Versorgungsstrukturen und regionalen Wertschöpfungsketten. Sie entwickeln neue Formen der Bürgerbeteiligung, kooperieren über Gemeindegrenzen hinweg und bauen auf regionale Identität als Standortfaktor.

Dennoch bleibt der ländliche Raum planerisch oft ein blinder Fleck. Raumplanung, Regionalentwicklung und Förderpolitik sind in der Praxis noch immer stark auf urbane Ballungsräume fokussiert. Förderprogramme, Forschungsprojekte und politische Aufmerksamkeit sammeln sich in den Metropolregionen. Die Konsequenz: Ländliche Räume müssen sich ihre Bedeutung immer wieder neu erkämpfen. Dabei entscheidet sich gerade hier, wie wir mit Flächenverbrauch, demografischem Wandel, Infrastrukturkosten und Biodiversität umgehen.

Wer den ländlichen Raum ernst nimmt, muss seine Vielfalt anerkennen – von der prosperierenden Agglomeration im Umland Münchens bis zur strukturschwachen Grenzregion im Bayerischen Wald, von der Vorarlberger Talschaft bis zur Luzerner Seenlandschaft. Raumplanung im ländlichen Raum ist alles, nur nicht eindimensional. Sie ist Scharnier zwischen Tradition und Moderne, zwischen Ortsidentität und globaler Transformation. Und sie ist überraschend vielschichtig: Hier treffen landwirtschaftliche Produktion auf Hightech-Cluster, dörfliche Milieus auf Rückkehrer aus der Großstadt, Naturschutz auf Bauwünsche – kurzum, die ganze Palette gesellschaftlicher Zielkonflikte.

Das verlangt nach maßgeschneiderten Lösungen, nach einem planerischen Werkzeugkasten, der die Besonderheiten des ländlichen Raums nicht als Defizit, sondern als Ressource begreift. Der ländliche Raum ist längst keine statische Kulisse mehr für urbanes Freizeitvergnügen und landwirtschaftliche Idylle. Er ist ein Labor für nachhaltige Entwicklung und resiliente Raumnutzung – wenn man ihn lässt.

Herausforderungen und Chancen: Demografie, Infrastruktur und Klima

Wer über Raumplanung im ländlichen Raum spricht, landet früher oder später bei der Demografie. Sinkende Bevölkerungszahlen, Überalterung, Abwanderung junger Menschen – die Liste der Sorgenkinder ist lang. Doch so düster das Narrativ oft gezeichnet wird, so differenziert muss man hinschauen. Es gibt Regionen, die wachsen, weil Städter das Landleben als neue Qualität entdecken. Andere stabilisieren sich durch Zuzug aus dem Ausland. Und wieder andere kämpfen tatsächlich mit Leerstand, Infrastrukturverfall und schwindender Daseinsvorsorge. Hier entscheidet die Raumplanung, ob Schrumpfung zur Abwärtsspirale oder zum kreativen Neuanfang wird.

Infrastrukturen sind dabei das große Thema. Breitband, Mobilfunk, ÖPNV, Gesundheitsversorgung, Bildung – die Liste der Herausforderungen liest sich wie ein Pflichtprogramm für Planer und Lokalpolitiker. Doch während in Metropolen oft die Verdichtung und Überlastung im Zentrum stehen, geht es im ländlichen Raum um Erreichbarkeit, Grundversorgung und die Sicherung von Lebensqualität. Das erfordert innovative Konzepte: Von Rufbussen über digitale Gesundheitsangebote bis zu dezentralen Versorgungszentren reicht die Palette. Raumplanung muss hier zum Vermittler zwischen Technik, Nutzererwartung und Finanzierbarkeit werden – und dabei stets die regionale Identität im Blick behalten.

Schließlich ist auch die Klimaanpassung ein zentrales Spielfeld der Raumplanung im ländlichen Raum. Die Herausforderungen reichen von Hochwasser- und Hitzeschutz über die Sicherung landwirtschaftlicher Produktionsgrundlagen bis hin zur Förderung erneuerbarer Energien. Gerade die Energiewende spielt sich oft abseits der Städte ab: Windparks, Photovoltaik-Freiflächen, Biomasseanlagen – sie prägen vielerorts das Landschaftsbild und sorgen für Zielkonflikte zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und Energieversorgung. Hier braucht es Vermittlung, Partizipation und eine kluge Steuerung auf regionaler Ebene.

In all diesen Feldern zeigt sich: Der ländliche Raum ist kein Defizitraum. Er ist Experimentierfeld und Innovationslabor, wenn die planerischen Rahmenbedingungen stimmen. Raumplanung kann hier zur Brücke werden – zwischen Alt und Jung, zwischen Tradition und Fortschritt, zwischen Ökonomie und Ökologie. Und sie kann Vorbild sein für nachhaltige Entwicklung, die jenseits von Metropolenzentriertheit funktioniert.

Die Chancen sind enorm: Neue Wohnformen, multifunktionale Flächennutzung, regionale Kreislaufwirtschaft, dezentrale Energieversorgung, digitale Daseinsvorsorge – all das sind Trends, die im ländlichen Raum an Relevanz gewinnen. Der Schlüssel ist eine Raumplanung, die nicht nur reagiert, sondern gestaltet. Die Chancen erkennt, statt nur Risiken zu verwalten. Und die den ländlichen Raum als eigenständigen Akteur im Geflecht der Raumstrukturen versteht.

Innovative Planungsansätze und Werkzeuge für die Siedlungs- und Flächenentwicklung

Die Zeiten, in denen Raumplanung im ländlichen Raum auf Flächennutzungspläne, Bebauungspläne und klassische Bauleitplanung reduziert werden konnte, sind endgültig vorbei. Heute verlangt die Komplexität der Aufgaben nach innovativen Ansätzen, vernetzten Tools und interdisziplinärer Zusammenarbeit. An erster Stelle steht dabei die integrierte Entwicklungsplanung, die Siedlungsentwicklung, Infrastruktur, Mobilität, Landschaft und wirtschaftliche Entwicklung als Ganzes betrachtet. Das klingt nach planerischem Standard – ist in der Praxis aber oft ein Kraftakt, weil Zuständigkeiten, Förderlogiken und Interessenlagen selten synchron laufen.

Ein zentrales Werkzeug ist das Regionale Entwicklungskonzept, das – oft auf Ebene von Landkreisen oder regionalen Kooperationen – Leitbilder, Ziele und Maßnahmen für die Entwicklung der gesamten Region definiert. Solche Konzepte sind mehr als bunte Broschüren: Sie bilden die Grundlage für Fördermittel, geben Orientierung für Investoren und dienen als Plattform für die Abstimmung zwischen Gemeinden, Unternehmen und Bürgern.

Digitale Werkzeuge gewinnen auch im ländlichen Raum rasant an Bedeutung. Geoinformationssysteme (GIS) ermöglichen es, Flächenpotenziale, Risiken und Nutzungsoptionen auf Knopfdruck zu analysieren. Innovative Plattformen wie digitale Dorfkarten, Flächenmanagement-Tools oder Online-Beteiligungsformate erleichtern den Dialog zwischen Verwaltung, Fachplanern und Bevölkerung. Sie machen komplexe Zusammenhänge sichtbar und fördern die Akzeptanz für planerische Entscheidungen – ein echter Gewinn für Beteiligung und Transparenz.

Multifunktionalität ist ein weiterer Schlüsselbegriff: Flächen sollen und müssen heute mehreren Nutzungen gleichzeitig dienen. Das reicht von Agroforstsystemen über gemeinschaftlich genutzte Dorfplätze bis zu Gewerbegebieten, die auch für Naturschutz und Freizeit offenstehen. Diese neue Multifunktionalität verlangt nach planerischer Kreativität, Mut zur Umnutzung und einer intensiven Abstimmung aller Akteure.

Innovativ sind auch die Ansätze, Leerstände und Konversionsflächen zu aktivieren: Alte Bauernhöfe werden zu Coworking-Spaces, aufgegebene Industrieareale zu Bildungszentren, leerstehende Gasthäuser zu Kulturorten. Solche Projekte erfordern nicht nur bauliches Know-how, sondern auch kluges Regionalmanagement und eine neue Kultur der Zusammenarbeit. Raumplanung im ländlichen Raum ist heute weit mehr als Paragrafenreiterei – sie ist Prozessmoderation, Netzwerkarbeit und Zukunftsdesign in einem.

Governance, Partizipation und regionale Kooperation – Erfolgsfaktoren der Raumplanung

Viele Herausforderungen der Raumplanung im ländlichen Raum lassen sich nicht mehr von einzelnen Gemeinden oder Fachämtern allein lösen. Gefragt ist regionale Kooperation: Gemeinden, Landkreise, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Fachleute müssen gemeinsam an einem Strang ziehen. Die klassische Kirchturmpolitik hat ausgedient – heute braucht es Netzwerke, interkommunale Modelle und regionale Steuerungsgremien. Beispiele wie die LEADER-Regionen, Regionalparks oder Energiegenossenschaften zeigen, wie Kooperation gelingt und neue Synergien entstehen.

Partizipation ist dabei kein Luxus, sondern Voraussetzung für erfolgreiche Raumplanung. Gerade im ländlichen Raum, wo die soziale Nähe groß und die Identifikation mit dem Ort stark ist, entscheidet die Einbindung der Bevölkerung über das Gelingen von Projekten. Moderne Beteiligungsformate – von Zukunftswerkstätten über digitale Beteiligungsplattformen bis zu partizipativen Planungsverfahren – setzen neue Maßstäbe. Sie holen Wissen, Wünsche und Sorgen der Menschen ab und machen sie zum Teil des planerischen Prozesses. Das schafft Akzeptanz, fördert Innovation und verhindert Planungsdesaster à la „Wutbürger“.

Governance – das heißt Steuerung und Koordination zwischen den verschiedensten Akteuren – ist im ländlichen Raum oft anspruchsvoller als in der Stadt. Die Strukturen sind kleinteiliger, die Ressourcen begrenzter, die Wege länger. Erfolgreiche Raumplanung braucht deshalb starke regionale Institutionen, ein gemeinsames Leitbild und vor allem eine Kultur des Miteinanders. Wer Governance nur als Kontrolle versteht, wird scheitern. Es geht um Vertrauen, Transparenz und echte Mitgestaltung.

Ein unterschätzter Erfolgsfaktor ist das Regionalmanagement. Es sorgt dafür, dass Projekte nicht im Sande verlaufen, dass Fördermittel effizient eingesetzt werden und dass die verschiedenen Fachdisziplinen zusammenarbeiten. Regionalmanager sind Netzwerker, Moderatoren, Macher – sie bringen Planung, Politik und Praxis zusammen. Ohne sie bleibt viele gute Idee auf halber Strecke stecken.

Schließlich darf die Kritik an der Metropolenzentriertheit der Raumplanung nicht fehlen. Ländliche Räume sind keine Anhängsel der Städte, sondern eigenständige Entwicklungsräume mit eigenen Stärken und Herausforderungen. Wer sie nur durch die Brille der urbanen Nachfrage betrachtet, verpasst die Chance auf innovative, nachhaltige Lösungen. Es braucht eine neue Balance zwischen Stadt und Land – planerisch, politisch und gesellschaftlich.

Fallbeispiele, Ausblick und Empfehlungen für die Praxis

Wer nach Best-Practice-Beispielen sucht, wird im deutschsprachigen Raum schnell fündig. Im Allgäu etwa setzen Landkreise auf eine kluge Kombination aus Tourismus, Landwirtschaft und regionaler Wertschöpfung – mit einer aktiven Beteiligung der Bevölkerung und innovativen Mobilitätskonzepten. In der Schweiz ist das Regionalmanagement vielerorts institutionell verankert und sorgt dafür, dass Gemeinden gemeinsam Flächennutzung, Infrastruktur und Siedlungsentwicklung steuern. In Niederösterreich sind digitale Werkzeuge längst Standard, wenn es um Flächenpotenziale, Leerstände und die Koordination von Neubauprojekten geht.

Ein weiteres Beispiel ist die Region Emscher-Lippe in Nordrhein-Westfalen, wo ein ambitioniertes Flächenmanagement Leerstände und Brachflächen systematisch erfasst, bewertet und reaktiviert. Hier arbeiten Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft Hand in Hand – unterstützt von modernen GIS-Tools und regionalen Fördersystemen. Auch die ländlichen Räume rund um Wien zeigen, wie interkommunale Kooperation gelingt: Gemeinsame Planung, abgestimmte Infrastruktur und eine klare Strategie für Wohn- und Gewerbeflächen schaffen Mehrwert für alle Beteiligten.

Für die Praxis ergeben sich daraus klare Empfehlungen: Erstens, die Vielfalt des ländlichen Raums als Stärke begreifen und maßgeschneiderte Lösungen entwickeln. Zweitens, regionale Kooperation und Governance ausbauen – nicht nur auf dem Papier, sondern in der täglichen Arbeit. Drittens, digitale Werkzeuge konsequent nutzen und innovative Beteiligungsformate etablieren. Viertens, Leerstände und Konversionsflächen als Chance für neue Nutzungsideen verstehen. Und fünftens, Mut zum Experimentieren: Ländliche Räume sind Labore für nachhaltige Entwicklung, nicht bloß Kulisse für urbane Ausflüge.

Der Ausblick ist klar: Die Herausforderungen werden nicht kleiner – im Gegenteil. Klimawandel, Digitalisierung, demografische Umbrüche und gesellschaftliche Erwartungen erfordern neue Antworten. Raumplanung im ländlichen Raum muss flexibel, lernfähig und offen für Neues sein. Sie muss die Balance schaffen zwischen Bewahren und Gestalten, zwischen Eigenständigkeit und Vernetzung, zwischen Tradition und Innovation.

Wer bereit ist, alte Denkmuster zu hinterfragen und neue Wege zu gehen, findet im ländlichen Raum ein schier endloses Potenzial. Nicht als Gegenmodell zur Stadt, sondern als eigenständiger, gleichberechtigter Partner in der Entwicklung unserer Lebensräume. Die Zukunft gehört den Regionen, die mutig, vernetzt und kreativ planen – jenseits von Metropolenzentriertheit.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Raumplanung im ländlichen Raum ist heute weit mehr als die Verwaltung der Fläche zwischen den Städten. Sie ist Treiber für Innovation, Knotenpunkt für Kooperation und Kompass für nachhaltige Entwicklung. Wer die Chancen erkennt, die Herausforderungen annimmt und neue Werkzeuge klug einsetzt, kann den ländlichen Raum zum Zukunftslabor machen. Es ist Zeit, die Planungsbrille neu zu justieren – und jenseits von Metropolenzentriertheit echte Perspektiven zu schaffen. G+L bleibt dabei Ihr verlässlicher Kompass für exzellente, mutige und praxisnahe Raumplanung.

Helsinki train station – Snøhetta wins

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In the foreground is the plaza of the winning design for Helsinki's railroad station. KLYYGA was developed by Snohetta. The open plaza is framed by several buildings. The glazed volumes of the new station can be seen in the center. Elielinaukion kehitys Oy

Helsinki Central Station

The urban space at the historic railroad station in the Finnish capital is to be given a rebrush. Snøhetta were able to convince the jury with their design “Klyyga”. Read all about the project here.

The urban space at the historic railroad station in the Finnish capital is getting a new coat of paint. The architecture firm Snøhetta won over the jury with its “Klyyga” design. Read all about the project near Helsinki railroad station here.

The Norwegian architecture firm Snøhetta has won a competition to redesign the area west of Helsinki’s railroad station. The winning design is called Klyyga, which means “intersection”. Snøhetta aims to create a sustainable concept that combines the surrounding architecture with modern design.

At the center of Klyyga is Eliel and Asema Square in Helsinki, a public square near the city’s historic train station. Currently, the square is somewhat neglected and dominated by concrete structures and traffic. Together with the Finnish offices Davisson Tarkela Oy and WSP, Snøhetta wants to transform the square into a lively, central hub.

The new square is intended to contribute to the city’s green mobility strategy. It will reconnect the surrounding urban fabric with the station by creating a permeable new city block that promotes a diverse range of indoor and outdoor activities.

Klyyga is a Finnish word that means “crossroads” in the colloquial language of Helsinki. Two city blocks meet at Eliel Square and Asema Square. However, they are currently not very well connected. Therefore, Snøhetta aims to create a system of intersections that reconnect city, landscape and people. The result is a dynamic, liveable square design next to Helsinki’s train station that invites more social interaction, openness and creativity.

In addition to redesigning the square, the architects also proposed a mixed-use building opposite the historic Vltava building, which currently houses a restaurant. It will feature a hybrid timber construction and a granite façade that reflects the materials of the station.

As a forward-looking urban building block, Klyyga will adapt to its surroundings and at the same time make the area west of Helsinki station more permeable. The new square and multi-purpose building will invite many new indoor and outdoor activities, creating a lively, popular square.

Snøhetta’s design includes plans for renewable energy, environmentally friendly materials and green mobility. The square will become more attractive for cyclists and pedestrians. Passive façade design will help regulate the temperature inside the building, which is intended as a flexible space for different purposes.

Snøhetta’s proposal is both contemporary and respectful of its historic surroundings. The building’s hybrid timber structure will create a warm interior with plenty of natural light, while also blocking direct sunlight to prevent overheating. Vertical elements made of granite and clear glass support passive temperature regulation and communicate with the station’s façade.

According to Snøhetta’s proposal, the new building will house offices, a hotel, cultural facilities, stores and meeting places. The architects have planned green spaces for the new square to make it more attractive for pedestrians and cyclists. Their vision for an attractive cityscape includes opportunities for social interaction, safety, openness and equality. This will ensure that the new Klyyga Square works well with future urban dynamics.

Transportation revolution in Helsinki

Helsinki’s urban strategy is updated every legislative period. The current Vision 2021 – 2025 focuses on enabling growth and environmentally friendly mobility for the more than 630,000 inhabitants of the Finnish capital.

Helsinki is already known as one of the smartest and greenest cities in the world. It is focused on implementing the United Nations Sustainable Development Goals. At the same time, it wants to combat persistent inequalities and the dangers of social isolation.

A transportation revolution is underway in Helsinki. The capital wants to become a 15-minute city where the most important services are just a short walk, bike ride or public transportation ride away. Klyyga is contributing to this vision by making the area around Helsinki railroad station more attractive and accessible. This will encourage more people to use environmentally friendly mobility options instead of taking the car.

Snøhetta has proposed a revitalization of public space that is in line with Helsinki’s urban strategy and inspired by ideas such as “cities for people” from nearby Scandinavian countries such as Denmark. This, combined with a focus on green mobility and innovative architectural ideas, led the jury to award Snøhetta the contract for the project.

“With Klyyga, Eliel and Asema Square will make a clear contribution to the city of Helsinki’s urban strategy. The revitalization of the area through new development, the expansion of pedestrian zones with green mobility and urban programs will make Eliel and Asema Square a vibrant, exciting place to stay, work or play. Now we look forward to the next steps in detailing the project to ensure that this urban space becomes the center we all want for the vibrant city of Helsinki.” – Jenny B. Osuldsen, partner and lead architect of Snøhetta

Want to know more about Snøhetta? The Norwegian architecture firm not only masters tasks in an urban context, but also impresses with its architecture in nature. For this, the office was awarded the LILA Honor Award 2021. By the way: Snøhetta guest-curatedan issue with our colleagues from Baumeister in2021. Find out more at snohetta.baumeister.de.