Automated turning assistance systems in urban traffic

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Red bus on the road in daylight in Switzerland, photographed by Alin Andersen

Automatisierte Abbiegeassistenzsysteme sind längst mehr als ein nettes Software-Upgrade für Lkw. Sie markieren den Beginn einer Verkehrswende, bei der Sensorik, Algorithmen und urbane Infrastruktur ineinandergreifen. Doch wie revolutionär sind diese Systeme wirklich? Und sind sie der Schlüssel zu mehr Sicherheit, weniger Stress und – Hand aufs Herz – einer Stadt, in der der Radfahrer nicht mehr zittern muss?

  • Begriff und Funktionsweise automatisierter Abbiegeassistenzsysteme im Stadtraum
  • Rechtlicher Rahmen, Normen und aktuelle Vorschriften in Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Technische Komponenten: Sensorik, Algorithmen und Schnittstellen zu städtischer Infrastruktur
  • Praxisbeispiele und Pilotprojekte aus DACH-Städten
  • Potenziale für Verkehrssicherheit, Klimaschutz und die Gestaltung urbaner Mobilitätsräume
  • Herausforderungen bei Implementierung und Betrieb: Kosten, Wartung, Akzeptanz
  • Datenschutz, Ethik und Governance-Fragen rund um automatisierte Assistenzsysteme
  • Wechselwirkungen mit Stadtgestaltung, Radverkehrsförderung und multimodaler Mobilität
  • Perspektiven: Wie automatisierte Systeme das urbane Verkehrsmanagement verändern könnten

Was sind automatisierte Abbiegeassistenzsysteme – und warum sind sie plötzlich Stadtgespräch?

Vielleicht erinnern Sie sich an die Debatten der letzten Jahre: Wieder ein tödlicher Abbiegeunfall, wieder ein Aufschrei, wieder die Frage, ob Technik nicht längst helfen könnte, Leben zu retten. Genau hier setzen automatisierte Abbiegeassistenzsysteme an. Sie sind spezialisierte, elektronische Helfer, die beim Abbiegen – vor allem von Lkw, Bussen und zunehmend auch Transportern – potenziell gefährdete Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer oder Fußgänger erkennen und den Fahrer warnen oder sogar aktiv eingreifen. Im Kern kombinieren diese Systeme verschiedene Sensortechnologien, etwa Radar, Lidar oder Kameras, mit komplexen Algorithmen zur Mustererkennung und Entscheidungsfindung. Im Idealfall werden so Kollisionen verhindert, bevor sie überhaupt entstehen können.

Doch warum ist das Thema insbesondere im urbanen Kontext so brisant? Städte sind dicht, unübersichtlich und voller Bewegung – genau die Umgebung, in der der klassische tote Winkel zum Risikofaktor wird. Die Zahl der schweren Unfälle beim Rechtsabbiegen von Lkw mit Radfahrern, die sich im toten Winkel befinden, ist nach wie vor erschreckend hoch. Und je mehr Städte für Radverkehr und nachhaltige Mobilität umrüsten, desto dringlicher wird die Frage nach technischen Lösungen, die Sicherheit für alle schaffen. Die Automatisierung verspricht nicht weniger als den Schritt weg vom reinen Vertrauen auf die Aufmerksamkeit des Fahrers hin zu einem System, das potenzielle Gefahren im wahrsten Sinne des Wortes „auf dem Schirm“ hat.

Der mediale Hype rund um Abbiegeassistenten hat zudem eine politische Dimension: In vielen Städten der DACH-Region sind verpflichtende Nachrüstungen für kommunale Fuhrparks oder gewerbliche Flotten bereits beschlossen oder in Planung. Das Thema ist so präsent, weil es an der Schnittstelle von Verkehrssicherheit, technischer Innovation und Stadtgestaltung sitzt. Die oft hitzigen Diskussionen in Planungsämtern, Verkehrsausschüssen und Radlerforen zeigen: Es geht nicht mehr nur um einzelne Fahrzeuge, sondern um ein Umdenken in der urbanen Mobilitätsarchitektur.

Interessant ist dabei auch die Frage, wie automatisierte Assistenzsysteme ins Gesamtbild smarter Städte passen. Sie sind ein Baustein in der Vision vernetzter, digital gesteuerter Mobilität – und könnten mittelfristig Schnittstellen zu Ampeln, Verkehrsleitzentralen und anderen Fahrzeugen aufbauen. Damit wächst ihre Relevanz nicht nur für die Verkehrsplanung, sondern auch für die strategische Stadtentwicklung. Sie sind kein Add-on, sondern zunehmend Teil der DNA moderner urbaner Räume.

In der Praxis erfordern Abbiegeassistenzsysteme ein Umdenken bei Herstellern, Betreibern und Kommunen. Die Umrüstung ganzer Fuhrparks ist organisatorisch wie technisch komplex – und noch ist nicht jede Lösung gleich ausgereift. Doch die Richtung ist klar: Wer heute städtische Mobilität plant, kommt an automatisierten Assistenzsystemen nicht mehr vorbei.

Das alles ist Grund genug, genauer hinzusehen: Was können Abbiegeassistenten tatsächlich leisten? Wo liegen ihre Grenzen? Und wie können sie in ein zukunftsfähiges, sicheres und lebenswertes Stadtbild integriert werden?

Technik, Vorschriften und Realität: Wie funktionieren Abbiegeassistenten – und was verlangt das Gesetz?

Automatisierte Abbiegeassistenzsysteme sind ein Paradebeispiel für angewandte Sensorfusion im urbanen Straßenverkehr. Ihr Herzstück sind verschiedene Sensortypen, die in Echtzeit die Umgebung des Fahrzeugs scannen. Radarsensoren erfassen Bewegungen auch bei widrigen Wetterbedingungen, Lidarsensoren messen Entfernungen extrem präzise, Kameras liefern Bilddaten zur Objekterkennung. Moderne Systeme nutzen eine Kombination dieser Technologien, um tote Winkel abzudecken und gleichzeitig zwischen Radfahrern, Fußgängern oder festen Hindernissen zu unterscheiden.

Die Verarbeitung der Sensordaten erfolgt durch spezialisierte Steuergeräte, die mit fortschrittlichen Algorithmen ausgestattet sind. Diese Algorithmen analysieren Bewegungsmuster, Geschwindigkeit und Abstand potenzieller Kollisionspartner. Droht eine Kollision, warnt das System den Fahrer akustisch und visuell. In weiterentwickelten Varianten kann das Fahrzeug sogar eine automatische Notbremsung einleiten oder die Lenkbewegung beeinflussen. Letzteres ist bislang allerdings rechtlich heikel und technisch aufwendig, weshalb die meisten Systeme aktuell auf Warnfunktionen setzen.

In Deutschland wurde mit der „Aktion Abbiegeassistent“ des Bundesverkehrsministeriums und der Einführung des Förderprogramms für Nachrüstungen ein wichtiger Impuls gesetzt. Seit Juli 2022 sind Abbiegeassistenzsysteme für alle neu zugelassenen schweren Nutzfahrzeuge in der EU verpflichtend. Der Rechtsrahmen ist also klar – aber die Realität bleibt komplex: Bestandsfahrzeuge müssen nachgerüstet werden, Kommunen definieren eigene Vorgaben, und viele Betreiber stehen vor der Frage, welche Systeme den Anforderungen der UN/ECE-Regelung 151 oder der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift Straßenverkehrs-Ordnung tatsächlich entsprechen.

Die Normenlandschaft ist vielschichtig: Neben den EU-weiten Vorschriften gibt es nationale Empfehlungen, etwa die „Leitlinie für die Nachrüstung von Abbiegeassistenzsystemen“ in Deutschland oder spezifische Vorgaben in Österreich und der Schweiz. Für Planer bedeutet das: Es reicht nicht, ein beliebiges System zu verbauen. Kompatibilität, Nachrüstbarkeit, Wartungsfreundlichkeit und – nicht zu vergessen – die Akzeptanz bei den Fahrern sind entscheidende Faktoren. Hier zeigt sich oft, dass die beste Technik wenig nützt, wenn sie im Alltag nicht praktikabel ist.

Mit der zunehmenden Digitalisierung urbaner Infrastruktur eröffnen sich neue Möglichkeiten für die Vernetzung von Abbiegeassistenten mit Ampelschaltungen, intelligenten Kreuzungen und zentralen Verkehrsmanagementsystemen. In Pilotprojekten etwa in Hamburg oder Zürich wird erprobt, wie Assistenzsysteme in Echtzeit auf städtische Verkehrsdaten zugreifen und so noch präziser auf Gefahrensituationen reagieren können. Das Ziel: Nicht nur der einzelne Lkw soll „sehen“ – sondern die gesamte Stadt soll „mitdenken“.

Für Stadtplaner und Landschaftsarchitekten ergeben sich daraus neue Aufgaben: Die Gestaltung von Kreuzungen, Radwegen und Sichtachsen muss künftig die Potenziale und Grenzen automatisierter Systeme berücksichtigen. Wo Sensorik nicht „um die Ecke sehen“ kann, sind bauliche Anpassungen gefragt. Die Zukunft des urbanen Verkehrs ist also nicht nur eine Frage der Software – sondern auch kluger, integrativer Gestaltung.

Praxis und Perspektiven: Was leisten Abbiegeassistenten im Stadtverkehr wirklich?

Die Praxisberichte aus deutschen, österreichischen und Schweizer Städten sind vielversprechend – aber auch ernüchternd ehrlich. In Hamburg etwa wurden sämtliche städtische Lkw mit zertifizierten Abbiegeassistenten ausgestattet. Das Ergebnis: Die Zahl der schweren Abbiegeunfälle sank signifikant. Ähnliche Erfolge melden Städte wie München und Zürich, wo die Systeme im Rahmen von Pilotprojekten getestet und wissenschaftlich begleitet werden. Besonders auffällig ist, dass die Akzeptanz der Technik bei Fahrern steigt, sobald sie erleben, wie oft das System tatsächlich relevante Warnungen ausspricht – und wie sehr es den Stress im dicht befahrenen Stadtgebiet reduziert.

Doch es gibt auch Schattenseiten. Nicht alle Systeme arbeiten gleich zuverlässig. Fehlalarme, etwa durch parkende Fahrzeuge oder Baustellenabsperrungen, können die Fahrer irritieren oder im schlimmsten Fall dazu führen, dass Warnungen ignoriert werden. Die Technik ist also kein Allheilmittel, sondern muss kontinuierlich weiterentwickelt und an die spezifischen Anforderungen urbaner Räume angepasst werden. Hier sind Software-Updates, Schulungen und ein enges Monitoring unverzichtbar.

Ein weiteres Praxisproblem: Die Nachrüstung älterer Fahrzeuge ist technisch anspruchsvoll und kostspielig. Gerade kleinere Fuhrunternehmen und Kommunen stoßen hier schnell an finanzielle Grenzen. Förderprogramme helfen, reichen aber oft nicht aus, um die komplette Flotte zeitnah umzurüsten. Für Planer und Verwaltung bleibt daher die Herausforderung, Prioritäten zu setzen und möglichst effiziente Lösungen zu finden.

Die Systeme eröffnen aber auch völlig neue Perspektiven für die urbane Mobilitätsplanung. So können die über die Assistenzsysteme generierten Daten genutzt werden, um gefährliche Kreuzungen oder besonders unübersichtliche Abbiegesituationen zu identifizieren. In Wien etwa werden die Warnmeldungen anonymisiert ausgewertet, um gezielt bauliche Verbesserungen an Hotspots vorzunehmen. Die Digitalisierung des Verkehrs liefert somit nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung des Stadtbilds.

Langfristig könnten automatisierte Abbiegeassistenzsysteme ein Baustein einer umfassenden Verkehrswende sein. In Kombination mit vernetzten Ampeln, Radverkehrszählern und smarten Verkehrsleitsystemen entsteht eine Stadt, in der Technik, Raum und Mensch besser zusammenspielen. Das Ziel: Weniger Unfälle, mehr Aufenthaltsqualität und eine neue Kultur der Rücksichtnahme – unterstützt, aber nicht ersetzt durch intelligente Systeme.

Die Gretchenfrage bleibt: Wie viel Verantwortung kann und darf man an die Technik abgeben? Der Konsens in der Fachwelt ist klar: Abbiegeassistenten sind ein mächtiges Werkzeug, aber kein Ersatz für Aufmerksamkeit, Umsicht und eine durchdachte Stadtgestaltung. Erst das Zusammenspiel aller Komponenten macht den urbanen Raum sicherer.

Herausforderungen und Chancen: Wie beeinflussen automatisierte Systeme die Zukunft der Stadt?

Die Einführung automatisierter Abbiegeassistenzsysteme wirft nicht nur technische, sondern auch gesellschaftliche und ethische Fragen auf. Datenschutz ist ein zentrales Thema: Die Systeme erfassen Bewegungsdaten, filmen Straßenräume und speichern potenziell personenbezogene Informationen. Hier sind klare Regeln, transparente Algorithmen und strenge Zugriffsrechte unverzichtbar. Nur so bleibt das Vertrauen der Bevölkerung in die Technik erhalten – ein Aspekt, der gerade in deutschen Städten mit ihrer Tradition der informationellen Selbstbestimmung von entscheidender Bedeutung ist.

Für Stadtplaner ergeben sich neue Spielräume, aber auch neue Verantwortlichkeiten. Die Daten, die durch Abbiegeassistenten generiert werden, ermöglichen eine bislang ungeahnte Analyse urbaner Verkehrsströme. Sie können helfen, Unfallschwerpunkte zu entschärfen, die Planung neuer Radwege zu optimieren und die Effektivität von Verkehrsberuhigungsmaßnahmen zu überprüfen. Doch sie bergen auch Risiken: Wer bestimmt, welche Daten wie genutzt werden? Wie lassen sich algorithmische Verzerrungen vermeiden, die bestimmte Gruppen systematisch benachteiligen?

Ein weiteres Spannungsfeld ist die Kommerzialisierung der Technik. Viele Abbiegeassistenzsysteme werden von großen Automobilzulieferern entwickelt, die ihre eigenen Standards und Geschäftsmodelle verfolgen. Für Städte und Kommunen bedeutet das: Sie müssen genau hinschauen, welche Systeme wirklich interoperabel und zukunftssicher sind – und welche Lösungen langfristig in eine offene, gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung passen.

Die Integration automatisierter Systeme eröffnet aber auch neue Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung. In einigen Pilotprojekten werden die durch Assistenzsysteme gewonnenen Daten öffentlich zugänglich gemacht, sodass Bürger, Initiativen und Wissenschaft gemeinsam an der Verbesserung des Stadtverkehrs arbeiten können. Das fördert Akzeptanz und sorgt dafür, dass Technik nicht als Black Box, sondern als transparentes Werkzeug wahrgenommen wird.

Schließlich ist die Frage der Governance entscheidend: Wer trägt die Verantwortung für die Sicherheit, Wartung und Weiterentwicklung der Systeme? Wie werden Fehlerquellen identifiziert und behoben? Und wie lassen sich die Interessen von Stadt, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in Einklang bringen? Die Antworten darauf werden maßgeblich bestimmen, ob automatisierte Abbiegeassistenzsysteme zu einem echten Gamechanger für die urbane Mobilität werden – oder im Dickicht widersprüchlicher Zuständigkeiten steckenbleiben.

Die Herausforderungen sind komplex, doch die Chancen überwiegen: Wenn Städte den Mut haben, Technik, Recht und Gestaltung ganzheitlich zu denken, können automatisierte Systeme zu einem Motor für mehr Sicherheit, Lebensqualität und Innovationskraft werden. Der Schlüssel dazu liegt in kluger Planung, offener Kommunikation und dem Willen, aus Technik mehr zu machen als nur ein weiteres Feature auf der Liste urbaner Lösungen.

Fazit: Mehr als ein Helferlein – Abbiegeassistenten als Wegbereiter einer neuen urbanen Mobilität

Automatisierte Abbiegeassistenzsysteme sind gekommen, um zu bleiben. Sie sind Ausdruck einer neuen Phase urbaner Verkehrssicherheit, in der Technik, Daten und Gestaltung immer enger zusammenrücken. Ihre Potenziale sind enorm: Sie retten Leben, entlasten Fahrer, liefern wertvolle Daten für die Stadtplanung und sind ein wichtiger Baustein nachhaltiger, multimodaler Mobilitätskonzepte. Doch ihr Erfolg hängt davon ab, wie mutig, klug und verantwortungsvoll Städte, Planer und Betreiber mit ihnen umgehen.

Die Technik allein wird den urbanen Verkehr nicht sicher machen. Erst im Zusammenspiel mit durchdachter Infrastruktur, klaren Regeln, transparenter Governance und aktiver Bürgerbeteiligung entfalten Abbiegeassistenten ihr volles Potenzial. Sie sind kein Ersatz für die Sorgfalt des Menschen, aber eine mächtige Ergänzung im Arsenal moderner Stadtentwicklung.

Für Planer, Architekten und Stadtentwickler bedeutet das: Die Zukunft der Mobilität ist vernetzt, datengetrieben und prozessorientiert. Wer heute innovative Lösungen einsetzt, schafft Sicherheit, fördert nachhaltige Mobilität und gestaltet Städte, in denen sich Menschen auf allen Wegen sicher bewegen können. Abbiegeassistenzsysteme sind dabei nur der Anfang – die Reise zur intelligenten, menschengerechten Stadt hat gerade erst begonnen.

Zusammengefasst ist klar: Die Integration automatisierter Systeme in den urbanen Kontext fordert alle Akteure heraus, eröffnet aber auch ungeahnte Chancen. Wer sich traut, Technik, Recht und Gestaltung als Ganzes zu denken, wird erleben, wie aus Assistenz echte Transformation wird – für mehr Sicherheit, Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit im Herzen der Stadt.

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UNESCO World Heritage Sites 2021

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on the banks of the Lahn. Photo: W. Bulach

UNESCO met until July 31 to decide on the new World Heritage Sites for 2021, awarding the three spa towns of Baden-Baden, Bad Ems and Bad Kissingen as well as the Mathildenhöhe in Darmstadt. But there are also losers. You can find everything about the new World Heritage Sites here.

UNESCO met until July 31 to decide on the new World Heritage Sites for 2021, awarding the three German spa towns of Baden-Baden, Bad Ems and Bad Kissingen as well as the Mathildenhöhe in Darmstadt. But there were also losers. For the third time in history, the UN organization has withdrawn the title from a city – namely Liverpool. You can find everything about the UNESCO World Heritage Sites 2021 here.

The UNESCO World Heritage Committee met in 2021 from July 16 to 31. This year, the 44th session was chaired by those responsible in Fuzhou, China. The meeting was broadcast live on the internet. The topics and responsibilities of the committee are firstly the nominations for the World Heritage List, secondly the state of conservation and protection of numerous sites and thirdly the further development of the World Heritage program. More than 40 sites were nominated in 2021. These included, for example, the rainforests and wetlands of the Colchis region in Georgia, as well as the mining landscape of Roșia Montană in Romania and the estate of landscape architect Roberto Burle Marx in Rio de Janeiro, Brazil. Germany, on the other hand, was involved with these five nominations:

The committee also reviewed the state of conservation of 258 World Heritage sites. 53 of these sites are officially endangered World Heritage sites. Armed conflicts, climate change, natural disasters and construction projects threaten the United Nations World Heritage Sites. The Committee therefore discussed individual measures, programs and international funding projects to support these World Heritage sites.

The World Heritage Committee discussed the situation of the following sites:

In addition, the Committee is addressing the question of whether the Selous Game Reserve (Tanzania) and the maritime trading town of Liverpool should be removed from the World Heritage List.

An overview of the new UNESCO World Heritage Sites

Ancient beech forests and primeval beech forests of the Carpathians and other regions of Europe (Bosnia and Herzegovina, France, Italy, Montenegro, North Macedonia, Poland, Switzerland, Serbia, Slovakia, Czech Republic)

Archaeoastronomical complex of Chanquillo (Peru)

Arslan Tepe (Turkey)

As-Salt – a place of tolerance and urban hospitality (Jordan)

Mining landscape Roșia Montană (Romania)

The work of Jože Plečnik in Ljubljana – people-oriented urban design (Slovenia)

Dholavira: A city of Harappan culture (India)

The arcades of Bologna (Italy)

The engineering of Eladio Dieste: Church of Atlántida (Uruguay)

The islands of Amami-Oshima, Tokunoshima, Iriomote and the northern part of the island of Okinawa (Japan)

Franciscan missions in the Sierra Gorda in Querétaro (Mexico)

Getbol, the Korean tidal flats (Republic of Korea)

Frontiers of the Roman Empire – Lower Germanic Limes (Germany, Netherlands)

Dutch water defense lines (Netherlands)

Ivindo National Park (Gabon)

Cordouan Lighthouse (France)

Mathildenhöhe Darmstadt (Germany)

Nice, winter resort of the Riviera (France)

Padua’s fresco cycles from the 14th century (Italy)

Paseo del Prado and Buen Retiro, Landscape of Arts and Sciences (Spain)

Prehistoric sites of the Jomon in northern Japan (Japan)

SchUM sites Speyer, Worms and Mainz (Germany)

Spa (Belgium), Bad Ems, Baden-Baden and Bad Kissingen (Germany), Vichy (France), Montecatini Terme (Italy), Baden near Vienna (Austria), Karlovy Vary, Františkovy Lázně and Mariánské Lázně (Czech Republic) and Bath (United Kingdom).

Temple of Kakatiya Rudreshwara (Ramappa), Telangana (India)

Trans-Iranian Railway (Iran)

Kaeng Krachan forest complex (Thailand)

Rock carvings on Lake Onega and the White Sea (Russian Federation)

Cultural area of Ḥimā (Saudi Arabia)

Quanzhou: market and trading center of the Song-Yuan dynasty (China)

Colchian rainforests and wetlands (Georgia)

Colonies of Mercy (Belgium, Netherlands)

Slate Landscape of North West Wales (United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland)

Lower Germanic Limes

Settlements and artificial mummification of the Chinchorro culture in Arica y Parinacota (Chile)

Roberto Burle Marx site (Brazil)

Hawraman/Uramanat cultural landscape (Iran)

Sudanese-style mosques in the northern Ivory Coast (Côte d’Ivoire)

UNESCO World Heritage: Important spa towns in Europe

A total of eleven European cities have now been added to the UNESCO World Heritage List in 2021 with the new title of “Important European Spa Towns”. Their special significance is due to their architectural opulence and choice of materials, which today define the framework of an urban planning type of spa town. Places developed around healing springs that today are witnesses to a once flourishing spa culture. We present these places in this article and also take a look at other towns that have been awarded the title of UNESCO World Heritage Site.

Bad Ems

The Rhineland-Palatinate town on the River Lahn was once considered one of the most famous bathing resorts in Germany. Tsar Alexander II and the later German Emperor Wilhelm I are two of the illustrious guests who exchanged their uniforms for bathing robes here. The insignia of the spa town – Kurhaus, Colonnades, Kursaal, Casino and Kurpark – line the banks of the Lahn like a cast of water, according to the UN organization.

Baden-Baden

Impressive buildings of outstanding importance for spa architecture were erected in the town on the River Oos during the heyday of spa culture. These include the Trinkhalle, designed by Heinrich Hübsch, with its richly decorated lobby. The casino, redesigned in the French neo-baroque style by patron Jacques Bénazet in the 19th century, is also one of them. The Bénazet family’s donations made Baden-Baden “the summer capital of Europe” at the time, according to Lisa Poetschki, Site Manager of the World Heritage Site.

Bad Kissingen

Similar to entering a church, the sublimity of Max Littmann’s Trink- und Wandelhalle slows you down, writes the UN organization. As a result, the building broke a few of the superlatives of the time. After all, it was the largest reinforced concrete building of its kind, the first enclosed drinking hall. It is still the largest drinking hall in Europe today. The central landmark of the town and further evidence of the spa culture of the 20th century is the Regentenbau, the most magnificent building in Bad Kissingen.

Baden near Vienna in Austria, Bath in England, Montecatini in Italy, Vichy in France, Spa in Belgium and the Czech towns of Karlsbad, Franzensbad and Marienbad are also among the eleven important spa towns in Europe listed by UNESCO.

Other artistically and architecturally significant cities in Germany have also been awarded the UNESCO seal:

Darmstadt

An early 20th century ensemble is located on a hill on the edge of Darmstadt’s city center. The buildings erected by artists are described by the director of the Mathildenhöhe Darmstadt Institute as the “cradle of the Bauhaus”. Between 1901 and 1914, the Mathildenhöhe provided internationally influential impulses in architecture and modern art. Here in Darmstadt were the first buildings to break away from the ornate Art Nouveau style. Clear lines and minimalist decoration thus led the way into a new age of architecture.

SchUM cities on the Rhine

Due to their outstanding importance for European Jewry in the Middle Ages, the cities of Speyer, Worms and Mainz – Shpira, Warmaisa and Magenza in Hebrew – have been declared World Heritage Sites by UNESCO. Some of the oldest evidence of Jewish life in Germany can be found here. The history of the synagogues, Talmud schools, women’s schools, ritual baths and cemeteries in the ShUM cities dates back to the 10th century. The design of the buildings shaped the architecture of Jewish buildings in large parts of Europe.

Since the last meeting of the UNESCO World Heritage Committee, however, the historic port city of Liverpool can no longer call itself a World Heritage Site. Planned construction projects such as “Liverpool Waters” and the development of the Bramley Moore Dock since the nomination in 2004 would endanger the historic character of the port area too much. In the history of UNESCO World Heritage, the title has only been withdrawn twice before: Oman was removed from the list in 2007 for reducing the size of an antelope sanctuary by 90 percent, and the cultural landscape of Dresden’s Elbe Valley in 2009 due to the construction of the Waldschlösschen Bridge.

Also interesting: Find out why the planned highway tunnel under one of the UK’s most famous sights – the UNESCO World Heritage Site Stonehenge – will not be built here.

Experience Berlin architecture of the 1980s

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The Gendarmenmarkt plays a role in the Audiowalk Route 3. The reconstruction of the square and the peripheral buildings was carried out by the architects Manfred Prasser and Dieter Bankert. Photo: Ludger Paffrath

The Gendarmenmarkt plays a role in the Audiowalk Route 3. The reconstruction of the square and the peripheral buildings was carried out by the architects Manfred Prasser and Dieter Bankert. Photo: Ludger Paffrath

A new audio walk app from the Berlinische Galerie now makes it possible to discover Berlin architecture from the 1980s Berlin has a unique density of buildings from the 1980s, the significance of which needs to be examined after more than 30 years. Their diverse and colorful architectural language challenged previous notions of a modern living environment. Often labeled […]

A new audio walk app from the Berlinische Galerie now allows you to discover Berlin architecture from the 1980s

Berlin has a unique density of buildings from the 1980s whose significance needs to be reviewed after more than 30 years. Their diverse and colorful architectural language challenged previous notions of a modern living environment. Often labeled “postmodernism”, it is characterized by the use of building types and stylistic devices from the past as well as the testing of alternative lifestyles in the big city.

Since March, the Berlinische Galerie has been showing the exhibition “Anything Goes? Berlin architecture of the 1980s”. For the first time, the show examines what and who shaped the buildings and visions developed for East and West Berlin in the last decade before the fall of the Wall. As many of the locations are in the immediate vicinity of the Berlinische Galerie, the museum has developed a free audio walk app that brings the exhibition to life in the urban space.

The app tells the stories of the buildings at their original locations. Under the motto “Out into the city”, three routes lead to the important buildings of the International Building Exhibition Berlin 1987 (IBA 87) in Kreuzberg and to the postmodern buildings in West and East Berlin along Friedrichstrasse. The three 30-minute routes are marked on a digital map for easy navigation. The audio contributions can be listened to from any location and are available in German and English.

The Berlinische Galerie’s audio walks on Berlin architecture of the 1980s can be found here.