Combining culture and climate: How Seoul uses temple gardens to reduce heat

Building design
a-city-with-a-river-and-a-pressure-G04KSJ5fzfw

The outdoor area of the Asia Culture Center in Seoul offers the perfect place to relax in the middle of the city. Photo by ASIA CULTURECENTER.

Seoul vereint scheinbar Gegensätzliches: Jahrtausendealte Tempelgärten werden hier zur Hightech-Waffe gegen urbane Hitzewellen. Was als spirituelles Refugium begann, ist heute ein Paradebeispiel für klimarobuste Stadtplanung – und liefert Impulse, die Europas Metropolen dringend brauchen. Wer wissen will, wie Kultur und Klima in Asien verschmelzen, wird in Seoul fündig. Ein Blick hinter die Kulissen der koreanischen Hauptstadt zeigt: Tempelgärten sind mehr als grüne Oasen – sie sind urbanes Klimawerkzeug, Experimentierfeld und Identitätsanker in einem.

  • Warum Seoul Tempelgärten gezielt für die Hitzeminderung einsetzt – und welche Tradition dahintersteckt.
  • Wie die Kombination aus historischer Gartenkultur und moderner Stadtplanung funktioniert.
  • Welche klimatischen Effekte wissenschaftlich nachgewiesen sind und wie sie gemessen werden.
  • Welche Rolle multisensorische Gestaltung und Biodiversität in den Tempelgärten spielen.
  • Wie Seoul Tempelgärten als Katalysatoren für soziale Resilienz, Community-Building und kulturelle Identität nutzt.
  • Welche Governance-Modelle, Förderstrukturen und Partnerschaften die Transformation ermöglichen.
  • Welche konkreten Lehren deutsche, österreichische und schweizer Städte daraus ziehen können.
  • Wie sich die Zukunft der Tempelgärten als urbane Klima-Hotspots weiterentwickeln wird.

Seouls Tempelgärten: Kulturerbe trifft Klimaanpassung

Seoul, eine Megastadt, in der Tradition und Innovation einander nicht im Weg stehen, sondern sich gegenseitig beflügeln. In kaum einer anderen Metropole Ostasiens sind historische Tempelgärten derart präsent im urbanen Gefüge wie in der südkoreanischen Hauptstadt. Was auf den ersten Blick wie eine Reminiszenz an alte Zeiten wirkt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als hochmoderner Baustein der städtischen Klimaanpassung. Die Tempelgärten, oft im Schatten buddhistischer und konfuzianischer Heiligtümer gelegen, fungieren nicht nur als Rückzugsorte inmitten des urbanen Trubels, sondern als grüne, mikroklimatische Pufferzonen im Kampf gegen die immer drängenderen Hitzewellen.

Die Wurzeln dieser Gartenkunst reichen Jahrhunderte zurück. Ursprünglich als meditative Landschaften konzipiert, in denen Mensch und Natur in Einklang treten, zeichnen sich die Anlagen durch differenzierte Vegetationsstruktur, Wasserläufe, beschattete Wege und sorgfältig gestaltete Aufenthaltsbereiche aus. Was sie für die heutige Stadtplanung besonders wertvoll macht: Die Tempelgärten wurden traditionell so angelegt, dass sie mikroklimatische Vorteile maximieren – etwa durch die gezielte Platzierung von Teichen, Steinen und Bäumen, die Luftströme lenken und Verdunstungskühle erzeugen.

Dieses Wissen ist in Seoul nie verlorengegangen, sondern wird heute gezielt weiterentwickelt. Die Stadtverwaltung arbeitet eng mit Tempelgemeinschaften, Landschaftsarchitekten und Universitäten zusammen, um die Gärten in ihrer ursprünglichen Funktion zu erhalten – und sie zugleich als Blaupause für klimarobuste Freiräume im städtischen Kontext zu nutzen. Im Fokus steht dabei nicht nur der Erhalt des kulturellen Erbes, sondern die pragmatische Nutzung der Gärten zur Senkung der Umgebungstemperaturen und zur Verbesserung der Luftqualität.

Die strategische Integration der Tempelgärten in die städtische Klimapolitik ist ein Paradebeispiel für das Zusammenspiel von weicher (kultureller) und harter (infrastruktureller) Stadtplanung. Die Gärten werden als Knotenpunkte grüner Infrastruktur betrachtet, die Frischluftschneisen ergänzen, Biodiversität fördern und als Testfelder für neue Bepflanzungsstrategien dienen. Sie sind damit nicht nur Denkmäler, sondern lebendige Labore im Dienst des Stadtklimas.

Bemerkenswert ist, dass die Bevölkerung diese Transformation nicht nur akzeptiert, sondern aktiv mitgestaltet. Tempelgärten in Seoul sind keine abgeschotteten Refugien, sondern offene Räume, die von Anwohnern, Schülern und Stadtplanern gleichermaßen genutzt werden. Das Ergebnis: eine neue, resiliente Stadtkultur, die Tradition und Innovation verbindet – und dabei ein Vorbild für mitteleuropäische Städte liefert, die noch nach Strategien zur urbanen Hitzeminderung suchen.

Wissenschaftliche Evidenz: Mikroklima-Magie zwischen Pagode und Pinie

Die Wirkung der Tempelgärten auf das Stadtklima Seouls ist kein Mythos, sondern gut dokumentiert. Stadtklimatische Studien der Seoul National University und diverser Umweltinstitute belegen, dass die Temperaturunterschiede zwischen dicht bebauten Arealen und Tempelgärten im Sommer regelmäßig vier bis sechs Grad Celsius betragen. Sensorbasierte Messungen zeigen, dass besonders an Hitzetagen die kühlenden Effekte der Gärten deutlich messbar werden. Verantwortlich dafür sind verschiedene mikroklimatische Prozesse, die geschickt kombiniert werden: Schattenwurf von Altbäumen, Verdunstungskühlung durch Wasserflächen, Bodenbedeckung mit widerstandsfähigen Gräsern und Moose sowie komplexe Windführungen durch gezielte Bepflanzung.

Die vegetationsreiche Struktur der Tempelgärten dient als natürlicher Filter für Feinstaub und Schadstoffe. Die dichte, mehrschichtige Bepflanzung – von alten Ginkgos über Kiefern bis hin zu Bambus und Rhododendren – sorgt nicht nur für Biodiversität, sondern auch für eine effektive Reduktion von Luftschadstoffen. Studien beziffern die Feinstaubbindung in Tempelgärten auf das Zwei- bis Dreifache dessen, was in herkömmlichen Stadtparks gemessen wird. Hinzu kommt die Rolle der Wasserflächen, die, wenn sie als durchlässige Systeme mit Brunnen, kleinen Bächen und Teichen gestaltet sind, Verdunstungsraten und Luftfeuchtigkeit gezielt regulieren.

Ein weiteres, oft unterschätztes Element ist die multisensorische Gestaltung der Gärten. Duftende Pinien, rauschende Wasserläufe und schattige Wandelgänge sorgen nicht nur für physische Abkühlung, sondern haben auch psychologische Effekte auf die Besucher. Untersuchungen zeigen, dass der Aufenthalt in Tempelgärten das subjektive Hitzeempfinden deutlich senkt und Stress reduziert. Damit tragen die Gärten indirekt zur sozialen Resilienz bei – ein Aspekt, der im Kontext zunehmender urbaner Hitzebelastung immer wichtiger wird.

Für Planer besonders relevant: Die Wirkung der Tempelgärten beschränkt sich nicht auf ihre unmittelbare Umgebung. Luftbildanalysen und Simulationsmodelle belegen, dass von größeren Tempelgärten ausgehende Kaltluftströme bis zu 500 Meter ins Stadtgefüge hineinreichen können. In dicht besiedelten Vierteln entstehen so „Kühlinseln“, die das lokale Mikroklima stabilisieren und Hitzespitzen abfedern.

Nicht zuletzt fungieren die Gärten als Biodiversitätsreservoirs. Viele Tempelgärten beherbergen seltene Pflanzenarten, die im städtischen Kontext ansonsten kaum überleben würden. Diese biologische Vielfalt ist ein zusätzlicher Baustein für klimatische Resilienz: Sie erhöht die Widerstandsfähigkeit der Gärten gegenüber Extremwetterereignissen und sorgt für ein stabiles, sich selbst regulierendes Ökosystem.

Governance und Partizipation: Wie Seoul Tempelgärten für alle öffnet

Die Transformation der Tempelgärten von rein spirituellen Anlagen zu multifunktionalen Klimaräumen ist kein Selbstläufer – sie ist das Ergebnis einer vorausschauenden Governance-Strategie. Die Stadt Seoul hat in den vergangenen Jahren gezielt Rahmenbedingungen geschaffen, die es Tempelgemeinschaften ermöglichen, ihre Gärten zu öffnen, zu pflegen und weiterzuentwickeln. Grundlage dafür sind Kooperationsverträge, die klare Verantwortlichkeiten und Nutzungsrechte definieren. Die städtische Verwaltung bringt Expertise in Sachen Grünflächenmanagement, Wassermanagement und Biodiversität ein, während die Tempel ihr traditionelles Wissen und ihre Pflegekompetenz beisteuern.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist die Einbindung der Zivilgesellschaft. In Seoul werden Tempelgärten nicht als abgeschottete Anlagen verstanden, sondern als öffentliche Räume, die im Sinne des Gemeinwohls gestaltet werden. Nachbarschaftsinitiativen, Schulklassen und lokale Vereine sind regelmäßig in Pflege, Monitoring und Nutzung eingebunden. Insbesondere die Zusammenarbeit mit Schulen hat sich bewährt: Schulgärten in Tempelanlagen vermitteln nicht nur ökologische Bildung, sondern fördern auch den respektvollen Umgang mit kulturellem Erbe.

Die Finanzierung erfolgt über einen Mix aus öffentlichen Mitteln, Stiftungen und privaten Spenden. Besonders innovativ ist der Ansatz, Fördergelder an konkrete Klimaziele zu koppeln: Tempel erhalten finanzielle Unterstützung für investive Maßnahmen wie die Renaturierung von Wasserläufen, die Pflanzung hitzeresistenter Bäume oder die Einrichtung von Messstationen zur Klimadaten-Erhebung. Die Ergebnisse werden transparent dokumentiert und stehen der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Technologisch setzt die Stadt auf smarte Monitoring-Systeme. Sensoren in den Tempelgärten erfassen Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Verdunstung und Biodiversität in Echtzeit. Die Daten fließen in städtische Urban Data Platforms ein, die klimatische Hotspots identifizieren und gezielte Interventionen ermöglichen. Dieser datengetriebene Ansatz stellt sicher, dass die Wirkung der Gärten messbar bleibt – und Nachsteuerungen schnell erfolgen können.

Nicht zu unterschätzen ist die kommunikative Dimension: Die Stadt Seoul nutzt die Tempelgärten als Schaufenster für innovative Klimapolitik. Regelmäßige Führungen, Ausstellungen und Medienkampagnen machen die Erfolge sichtbar und fördern die Akzeptanz in der Bevölkerung. Das Resultat: Eine Stadtgesellschaft, die sich mit „ihren“ Tempelgärten identifiziert – und diese als gemeinsame Ressource für das Stadtklima begreift.

Von Seoul lernen: Transferpotenziale für den deutschsprachigen Raum

Seouls Ansatz lässt sich nicht eins zu eins auf mitteleuropäische Städte übertragen, doch die Prinzipien sind universell. Die gezielte Nutzung historischer und kultureller Grünstrukturen als Bausteine der Klimaanpassung bietet großes Potenzial – auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Viele Städte verfügen über Klostergärten, Friedhöfe, Parkanlagen oder kirchliche Grünflächen mit ähnlichen Eigenschaften wie die Tempelgärten Seouls. Diese zu öffnen, weiterzuentwickeln und in die städtische Klimapolitik einzubinden, ist eine Chance, die bislang nur zögerlich genutzt wird.

Ein erster Schritt wäre die systematische Erhebung und Bewertung dieser Flächen hinsichtlich ihres mikroklimatischen Potenzials. Modernes Monitoring mittels Sensorik, Drohnen und GIS-Analyse ermöglicht es, die Wirkung auf Temperatur, Luftqualität und Biodiversität präzise zu erfassen. Die gewonnenen Daten sollten in städtische Entscheidungsprozesse einfließen und als Grundlage für gezielte Förderprogramme dienen.

Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die enge Zusammenarbeit zwischen Eigentümern, Stadtverwaltungen und Zivilgesellschaft. Kooperationsmodelle nach Seouler Vorbild – inklusive klarer Governance-Strukturen, transparenter Finanzierung und partizipativer Nutzung – können auch in Deutschland neue Dynamik entfalten. Entscheidend ist, dass die Nutzung nicht nur temporär, sondern dauerhaft und strategisch erfolgt.

Auch in puncto Gestaltung lässt sich viel lernen: Die multisensorische, biodiversitätsorientierte Planung der koreanischen Tempelgärten sollte als Inspiration für die Weiterentwicklung europäischer Stadtgrünflächen dienen. Der gezielte Einsatz von Wasser, Schatten, resilienten Pflanzenarten und räumlicher Staffelung schafft nicht nur bessere Mikroklimata, sondern steigert auch die Aufenthaltsqualität und soziale Akzeptanz.

Nicht zuletzt ist ein Mentalitätswandel gefragt. Seoul zeigt, dass kulturelles Erbe und Klimaanpassung kein Widerspruch sind, sondern sich gegenseitig verstärken können. Wer historische Grünflächen als Zukunftslabore für die resiliente Stadtentwicklung begreift, gewinnt nicht nur an Identität, sondern auch an Widerstandsfähigkeit im Umgang mit dem Klimawandel.

Ausblick: Die Zukunft der Tempelgärten – Urbanes Labor gegen die Hitze

Die Tempelgärten Seouls sind längst mehr als stille Rückzugsorte – sie sind zu urbanen Klima-Hotspots geworden, die das Stadtbild und den Umgang mit Klimarisiken grundlegend verändert haben. Die Stadt plant, das Netzwerk dieser Gärten weiter auszubauen und mit anderen grünen Infrastrukturen zu verknüpfen. Ziel ist ein multifunktionales, resilient vernetztes Stadtgrün, das sowohl der Erholung als auch dem Klimaschutz dient.

Neue Projekte setzen dabei verstärkt auf digitale Tools: Sensorik, Drohnenüberwachung und KI-basierte Analysen sollen die Wirksamkeit weiter optimieren. Gleichzeitig werden die Gärten als Experimentierfelder für innovative Bepflanzungskonzepte und nachhaltige Wasserbewirtschaftung genutzt. Die Integration von Urban Farming, Permakultur und Bildungskomponenten macht sie zu lebendigen Laboren für nachhaltige Stadtentwicklung.

Die Stadtverwaltung sieht in den Tempelgärten auch einen Schlüssel zur sozialen Transformation. Sie fördern Begegnung, Austausch und gemeinsames Lernen – und stärken so das soziale Gefüge in einer zunehmend fragmentierten Stadtgesellschaft. Die gelebte Verbindung von Tradition und Innovation schafft eine neue Identität für Seoul, die weit über die Stadtgrenzen hinausstrahlt.

Für europäische Städte, die mit ähnlichen Herausforderungen kämpfen, ist Seoul ein inspirierendes Beispiel. Die zentrale Botschaft: Wer Klimaresilienz ernst meint, muss kulturelle Ressourcen und urbane Innovation zusammendenken. Die Zukunft der Stadt liegt im kreativen Umgang mit dem Erbe und dem Mut, neue, hybride Lösungen zu erproben.

Seouls Tempelgärten zeigen: Die heißeste Innovation gegen urbane Hitzewellen kann aus den ältesten Wurzeln wachsen – wenn Stadtplanung, Kultur und Klima zu einem lebendigen, lernenden System verschmelzen. Die nächsten Jahrzehnte werden zeigen, wie weit dieses Modell trägt. Sicher ist: Die Welt schaut nach Seoul.

Fazit: Seouls Tempelgärten sind mehr als schön gepflegte Relikte einer vergangenen Zeit. Sie sind hochfunktionale, wissenschaftlich belegte Klimaanlagen im Maßstab der Stadt, die durch ihr einzigartiges Zusammenspiel aus kulturellem Erbe, Biodiversität und moderner Stadtplanung neue Maßstäbe setzen. Die gezielte Öffnung und Weiterentwicklung dieser Gärten ist ein Lehrstück dafür, wie Tradition und Innovation Hand in Hand gehen können, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Für Städte im deutschsprachigen Raum bieten die Erfahrungen aus Seoul eine wertvolle Inspirationsquelle. Wer den Mut hat, kulturelle Identität und Klimaanpassung als Einheit zu denken, kann aus grünen Oasen urbane Zukunftslabore machen – und damit Stadtklima, Lebensqualität und Gemeinsinn gleichermaßen stärken. Kein Wunder, dass Seoul heute als Labor für die Stadt von morgen gilt.

POTREBBE INTERESSARTI ANCHE

Local rainwater management “Kirkebjerg”

Building design

Photo: Group F

In the approximately 10-hectare housing estate “Kirkebjerg” in Ballerup, Denmark, there have been repeated problems with flooding and damp cellars in the past. At the same time, the local waste disposal companies had an interest in relieving the local sewer system in order to reduce sewer overflows in the wider sewer network. This resulted in a project for local rainwater management and heavy rainfall prevention […]

In the approximately 10-hectare housing estate “Kirkebjerg” in Ballerup, Denmark, there have been repeated problems with flooding and damp cellars in the past. At the same time, the local waste disposal companies had an interest in relieving the local sewer system in order to reduce sewer overflows in the wider sewer network. This resulted in a project for local rainwater management and heavy rainfall prevention in the extensive lawns of the housing estate.

Where the local height and space conditions allowed, the downpipes were decoupled from the sewer system and the rainwater was directed into the open spaces for evaporation and infiltration. A large part of the project was financed via a repayment scheme for connection fees. For every square meter of sealed surface that discharges less into the sewage system, the landowner, the housing association “Brøndby Boligselskab”, received a grant from the waste disposal company “HOFOR” and was thus able to realize the project.

Together with a residents’ working group, gruppe F Landschaftsarchitekten from Berlin developed a design concept for the areas over the course of several workshops. Inspiration for this came from the image of water droplets on a smooth surface. The excess soil from the excavation of infiltration troughs was modeled into circular mounds of various sizes. In this way, no soil had to be removed and a simple green lawn landscape with small pools and mounds was created, which changes its appearance depending on the water level. Small “puddles of water” in a green lawn landscape turn into large blue “lakes” with round green islands during heavy rainfall.

Scattered throughout this landscape are small “oases” for the residents with simple play elements, planting and recreational areas.

The project was developed by gruppe F Landschaftsarchitekten together with the Danish office Gaihede a/s and has been gradually implemented on site by the Danish office since 2018.

You can find the article on the Kurt-Schumacher Quartier in Berlin in G+L 04/2019.

In slow motion

Building design

by creating a subtle

Work on the central station in the Dutch city of Arnhem has now been going on for 20 years. As a result, skaters have appropriated the space.

Work on the central station in the Dutch city of Arnhem has now been going on for 20 years. Despite ongoing construction work, the area has been appropriated by a user group that the planner considers unpredictable and often finds no space: skaters. A success for the responsible landscape architects from Bureau B+B. But where did it come from?

Images: ©Hufton+Crow

The design of Arnhem station is the result of more than two decades of collaboration between the architects UNStudio and the landscape architects from Bureau B+B. It presented the planners with various challenges. Topographically alone: the station is located on the slope of the Veluwe massif and the planners had to overcome a height difference of 20 meters. They achieved this by creating a subtle, constantly changing landscape. The folded, undulating natural stone surfaces largely trace the terrain below, linking visitor flows and ensuring a smooth transition between the different elevation levels.

Pictures: Frank Hanswijk

If you are not continuing your journey immediately, you can also make yourself comfortable on the wooden benches that emerge from the edges of the sloping natural stone surfaces in the quiet corners of the station grounds. You don’t have to buy anything, as there is no obligation to buy anything to sit down in the rooms outside the station. This is one of the reasons why the Arnhem station forecourt is so lively. And it is in turn an explanation for the fact that these local people tend to belong to those population groups that are otherwise often pushed out of public spaces – such as older people, young people, skaters or homeless people.

The Arnhem train station shows this: The less the purpose of a public space is defined, the more opportunities users have to implement their own ideas. This is of particular benefit to population groups that are often deliberately excluded when planning public spaces. The square design also benefited from the fact that it took around two decades to implement. This allowed the user groups, who tend to be marginalized, to appropriate the space in the long term.

Curious? You can find the full article on Arnhem station in the February 2019 issue of G+L.

Translated from the English by Sigrid Ehrmann