Data ethics using the example of traffic algorithms

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Red bus on the street in daylight, photographed by Alin Andersen in Bern, a symbol of the urban transportation system in Germany.

Verkehrsalgorithmen entscheiden längst mit, wie wir durch die Stadt kommen – doch wer entscheidet eigentlich, nach welchen Regeln? Datenethik ist kein abstraktes Feuilleton-Thema mehr, sondern Alltag in der Stadtentwicklung. Wer Algorithmen für den urbanen Verkehr baut und nutzt, gestaltet nicht nur Mobilität, sondern auch Gerechtigkeit, Transparenz und Vertrauen. Willkommen im Maschinenraum der Stadt: Hier stellen sich heute die ethischen Fragen, die morgen den Verkehr lenken.

  • Definition und Bedeutung von Datenethik im Kontext urbaner Verkehrsalgorithmen
  • Wie Verkehrsalgorithmen funktionieren und warum sie immer häufiger eingesetzt werden
  • Chancen und Risiken datengetriebener Verkehrssteuerung für Städte
  • Konkrete Anwendungsbeispiele aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Rechtliche und gesellschaftliche Herausforderungen: Datenschutz, Bias, Diskriminierung
  • Governance, Transparenz und Partizipation als Grundpfeiler ethischer Algorithmen
  • Best Practices für die Entwicklung und Implementierung fairer Verkehrsalgorithmen
  • Die Rolle von Open Data, Open Source und öffentlicher Kontrolle
  • Ausblick: Wie sieht die ethisch verantwortungsvolle Mobilität von morgen aus?

Datenethik und Verkehrsalgorithmen: Wer lenkt, wer wird gelenkt?

Datenethik ist in aller Munde – doch was bedeutet sie eigentlich, wenn es um Verkehrsalgorithmen im urbanen Raum geht? Während der Begriff häufig auf große Plattformen, Künstliche Intelligenz oder Datenschutzdebatten beschränkt wird, betrifft Datenethik im Verkehr jeden, der sich durch die Stadt bewegt. Verkehrsalgorithmen entscheiden heute, welche Ampel wann grün schaltet, wie Buslinien optimiert werden und welche Baustelle wie umfahren wird. Sie beeinflussen, ob ein Quartier vom Stau geplagt oder zur Fahrradzone wird, ob Rettungswagen schnell durchkommen oder Pendler im Berufsverkehr stranden. Wer die Logik dieser Algorithmen versteht, versteht auch, wie tief sie in unser tägliches Leben eingreifen.

Doch genau hier lauern die ethischen Dilemmata. Denn Algorithmen sind weder neutral noch unfehlbar. Sie werden von Menschen programmiert, mit Daten trainiert und von Institutionen gesteuert, die jeweils eigene Interessen verfolgen. Wer entscheidet, welche Verkehrsflüsse priorisiert werden? Auf welchen Datengrundlagen werden Staus vorhergesagt oder Umleitungen empfohlen? Und wie transparent sind die Entscheidungen, die im Hintergrund automatisiert getroffen werden? Datenethik im Verkehr bedeutet, diese Fragen offen zu verhandeln – und die Technik nicht als Black Box zu akzeptieren.

Gerade im urbanen Raum sind die Auswirkungen besonders sichtbar. Wenn ein Verkehrsalgorithmus beispielsweise nur die Interessen des motorisierten Individualverkehrs berücksichtigt, geraten Fußgänger, Radfahrer oder öffentlicher Nahverkehr schnell ins Hintertreffen. Werden historische Daten genutzt, die bestehende Ungleichheiten abbilden, können diese durch die Algorithmen fortgeschrieben oder sogar verstärkt werden. Datenethik bedeutet daher auch, den gesellschaftlichen Kontext als Teil der technischen Lösung zu begreifen und aktiv gegen Diskriminierung, Ungerechtigkeit und Intransparenz vorzugehen.

In der Praxis zeigt sich, dass viele Städte erst am Anfang stehen, wenn es um ethische Leitplanken für Verkehrsalgorithmen geht. Häufig werden technische Lösungen implementiert, ohne vorher eine gesellschaftliche Debatte zu führen. Dabei ist gerade die Entwicklung von Verkehrsalgorithmen eine Gelegenheit, Werte wie Nachhaltigkeit, Inklusion und Transparenz fest im urbanen Alltag zu verankern. Datenethik ist somit kein Hemmschuh für Innovation, sondern der Schlüssel zu zukunftsfähiger, akzeptierter Mobilität.

Die Verantwortung liegt dabei nicht nur bei den Entwicklern und Behörden, sondern auch bei allen, die Daten bereitstellen, Algorithmen verwenden oder von ihren Ergebnissen betroffen sind. Datenethik fordert ein neues Rollenverständnis: Verkehrsplaner und Informatiker werden zu Ethikern, Bürger zu Mitgestaltern, Algorithmen zu Werkzeugen, die immer wieder überprüft und verbessert werden müssen. Wer heute Verkehrsalgorithmen einsetzt, gestaltet die Stadt von morgen – und trägt Verantwortung für einen ethisch tragfähigen Verkehrsdialog.

Wie funktionieren Verkehrsalgorithmen – und wo lauern die Fallstricke?

Verkehrsalgorithmen sind das Rückgrat moderner Mobilitätskonzepte. Sie analysieren Daten, erkennen Muster und steuern in Echtzeit Ampeln, Verkehrsschilder, Verkehrsströme oder Mitfahrsysteme. Die technische Bandbreite reicht von klassischen Regelwerken, wie sie in adaptiven Lichtsignalanlagen seit Jahrzehnten eingesetzt werden, bis hin zu komplexen, selbstlernenden Systemen auf Basis neuronaler Netze. Allen gemein ist: Sie verarbeiten riesige Mengen an Daten – von Sensoren, Kameras, Mobiltelefonen, Navigationssystemen, Social Media oder Wetterdiensten. Die Aufgabe ist klar: Verkehrsflüsse optimieren, Staus vermeiden, Emissionen senken und Sicherheit erhöhen.

Doch der Teufel steckt im Detail. Schon die Datenauswahl entscheidet darüber, welche Aspekte des Verkehrs abgebildet werden – und welche nicht. Werden beispielsweise nur Kfz-Verkehrsdaten erfasst, bleiben Fußgänger und Radfahrer unsichtbar. KI-gestützte Systeme sind zudem anfällig für Verzerrungen, sogenannte Biases. Sie übernehmen Vorurteile aus den Trainingsdaten oder spiegeln bestehende gesellschaftliche Ungleichheiten wider. Ein Algorithmus, der in einer autofokussierten Stadt trainiert wird, wird vermutlich auch Fußgänger und Radfahrer benachteiligen – selbst wenn das Ziel nachhaltige Mobilität lautet.

Ein weiteres Problem ist die Intransparenz vieler Systeme. Selbst für Fachleute ist es oft nicht nachvollziehbar, warum ein Verkehrsalgorithmus bestimmte Entscheidungen trifft. Gerade bei Black-Box-Modellen, wie sie in Deep-Learning-Algorithmen eingesetzt werden, ist die Nachvollziehbarkeit der Entscheidungsfindung ein zentrales ethisches Problem. Wer kann erklären, warum eine Ampel für eine bestimmte Route länger grün bleibt? Wer übernimmt Verantwortung, wenn der Algorithmus Fehler macht oder Diskriminierung verstärkt?

Auch der Datenschutz ist ein kritischer Punkt. Verkehrsalgorithmen benötigen oft personenbezogene oder zumindest personenbeziehbare Daten, um präzise Analysen und Prognosen zu erstellen. Standortdaten, Bewegungsprofile, Kennzeichen oder Nutzungsgewohnheiten sind hochsensible Informationen. Ihre Verarbeitung muss nicht nur rechtlich sauber, sondern auch gesellschaftlich akzeptiert sein. Hier kollidieren technische Möglichkeiten oft mit den berechtigten Erwartungen der Bürger an Privatsphäre und Selbstbestimmung.

Schließlich sind Verkehrsalgorithmen niemals neutral. Sie spiegeln, welche Ziele die Stadt, der Entwickler oder der Betreiber verfolgt. Soll der Autoverkehr bevorzugt werden, der öffentliche Nahverkehr beschleunigt, der Radverkehr sicherer gemacht oder die Aufenthaltsqualität im Stadtraum erhöht werden? Jede dieser Zielsetzungen erfordert andere Daten, andere Logiken, andere Gewichtungen. Wer das Steuer der Algorithmen in der Hand hält, lenkt nicht nur den Verkehr, sondern auch die Stadtentwicklung als Ganzes.

Chancen und Risiken: Verkehrsalgorithmen als Hebel für nachhaltige Mobilität?

Verkehrsalgorithmen bieten enorme Chancen für Städte, die Mobilität effizienter, nachhaltiger und lebenswerter gestalten wollen. Intelligente Ampelschaltungen können Staus reduzieren, Emissionen senken und den Verkehrsfluss optimieren. Öffentliche Verkehrsmittel lassen sich dank Echtzeitdaten besser auf Nachfrage und Verspätungen abstimmen. Routenempfehlungen ermöglichen es, Verkehrsströme gezielt zu lenken und sensible Bereiche wie Schulen oder Wohnviertel zu entlasten. Für die Verkehrssicherheit bieten Algorithmen ebenfalls Potenzial: Sie erkennen Gefahrensituationen schneller, warnen vor Unfällen oder optimieren die Priorisierung von Rettungskräften.

Auch für die Planung eröffnen sich neue Möglichkeiten. Verkehrsalgorithmen liefern wertvolle Daten für Verkehrsmodelle, Prognosen und Szenarien. Sie helfen, die Auswirkungen neuer Bauprojekte, Baustellen oder Großveranstaltungen vorab zu simulieren und in die Planung einzubeziehen. Für die Quartiersentwicklung sind solche Simulationen Gold wert: Sie machen sichtbar, wie Änderungen im Straßenraum, neue Radwege oder veränderte Buslinien das Mobilitätsverhalten beeinflussen könnten. So werden Planungsfehler minimiert und Investitionen zielgerichtet gesteuert.

Doch die Risiken sind ebenso groß. Werden Verkehrsalgorithmen unreflektiert eingesetzt, drohen Fehlsteuerungen, Diskriminierungen und ein Vertrauensverlust in die Stadtverwaltung. Wenn nur bestimmte Gruppen vom optimierten Verkehr profitieren – etwa Autofahrer auf Hauptachsen –, während andere benachteiligt werden, verschärft sich die soziale Spaltung der Stadt. Werden Daten missbraucht oder schlecht gesichert, drohen Datenschutzskandale, die das Vertrauen in datenbasierte Planung nachhaltig erschüttern. Und wenn Algorithmen intransparent bleiben, entsteht das Gefühl, dass die Stadt von unsichtbaren Mächten gesteuert wird – ein fatales Signal für Demokratie und Teilhabe.

Zudem besteht die Gefahr, dass Algorithmen zur Kommerzialisierung des öffentlichen Raums beitragen. Private Anbieter kontrollieren immer häufiger die Infrastruktur, auf deren Daten die städtische Verkehrsplanung angewiesen ist. Wer entscheidet dann, welche Daten geteilt werden, welche Routen priorisiert werden, welche Ziele verfolgt werden? Die Abhängigkeit von privaten Akteuren kann die Souveränität der Städte gefährden – und den Einfluss demokratischer Kontrolle schwächen.

Schließlich kann die technokratische Sichtweise dazu führen, dass komplexe soziale Fragen allein technisch gelöst werden sollen. Verkehrsalgorithmen sind mächtige Werkzeuge, aber sie ersetzen nicht den politischen Diskurs über die Zukunft der Mobilität. Sie müssen eingebettet sein in eine breite gesellschaftliche Debatte, die Werte, Ziele und Prioritäten offen verhandelt. Nur so wird aus datengetriebener Verkehrsplanung ein Hebel für nachhaltige, gerechte Mobilität.

Best Practices, Governance und Transparenz: Wie Städte ethische Verkehrsalgorithmen umsetzen

Wer ethisch verantwortungsvolle Verkehrsalgorithmen entwickeln will, muss Governance großschreiben. Städte wie Wien, Zürich oder Hamburg zeigen, wie es gehen kann: Sie setzen auf offene Datenplattformen, transparente Entscheidungsprozesse und klare Verantwortlichkeiten. Schon bei der Entwicklung der Algorithmen werden verschiedene Stakeholder eingebunden – von Verkehrsplanern über Informatiker bis zu Bürgerinitiativen. Ziel ist es, die Technik nicht im Elfenbeinturm zu entwickeln, sondern als Teil einer gemeinsamen, urbanen Strategie.

Ein zentraler Baustein ist die Transparenz der Algorithmen. Ihre Funktionsweise, die genutzten Datenquellen und die Zielsetzungen müssen offen gelegt werden. Nur so können Bürger, Planer und Kontrolleure nachvollziehen, wie Entscheidungen zustande kommen – und gegebenenfalls eingreifen, wenn Fehlentwicklungen drohen. Open-Source-Ansätze und offene Schnittstellen erleichtern die Kontrolle und Weiterentwicklung der Systeme. Sie ermöglichen es, dass Algorithmen von unabhängigen Dritten geprüft und verbessert werden können.

Auch der Datenschutz muss von Anfang an mitgedacht werden. Eine datensparsame Erhebung, die Anonymisierung sensibler Informationen und eine klare Zweckbindung sind Pflicht. Bürger müssen wissen, welche Daten wofür verwendet werden – und wie lange sie gespeichert bleiben. Die Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung ist dabei nur das Minimum. Ethische Verkehrsalgorithmen gehen weiter: Sie setzen auf Freiwilligkeit, informieren aktiv und bieten Widerspruchsmöglichkeiten an.

Partizipation ist ein weiterer Schlüssel zum Erfolg. Wer Bürger frühzeitig einbindet, gewinnt Vertrauen und wertvolles Wissen. In Zürich werden beispielsweise regelmäßig Workshops durchgeführt, in denen Bürger Rückmeldung zu Verkehrsalgorithmen geben und Verbesserungsvorschläge einbringen können. In Wien gibt es digitale Beteiligungsplattformen, auf denen Algorithmen diskutiert und Vorschläge eingereicht werden können. Solche Prozesse stärken nicht nur die Akzeptanz, sondern sorgen auch dafür, dass Algorithmen wirklich den Bedürfnissen der Stadtgesellschaft entsprechen.

Schließlich ist die kontinuierliche Evaluation unerlässlich. Verkehrsalgorithmen müssen regelmäßig überprüft und angepasst werden. Neue Daten, veränderte Mobilitätsbedürfnisse oder gesellschaftliche Trends erfordern flexible Systeme, die mitlernen und sich weiterentwickeln. Eine unabhängige Überprüfung durch Ethikräte oder externe Experten kann helfen, blinde Flecken aufzudecken und Missbrauch vorzubeugen. Wer Verkehrsalgorithmen verantwortungsvoll einsetzen will, braucht Mut zur Offenheit, Lust auf Beteiligung und die Bereitschaft, Technik als gesellschaftliches Projekt zu denken.

Ausblick: Datenethik als Fundament urbaner Mobilität von morgen

Die Zukunft des urbanen Verkehrs ist datengetrieben – aber sie darf nicht nur von Daten und Algorithmen bestimmt werden. Datenethik ist das Fundament, auf dem smarte, nachhaltige und gerechte Mobilität gebaut werden kann. Wer Verkehrsalgorithmen entwickelt, implementiert und nutzt, muss Verantwortung übernehmen: für Transparenz, Gerechtigkeit, Datenschutz und Teilhabe. Städte stehen vor der Aufgabe, Technik, Gesellschaft und Politik in einen produktiven Dialog zu bringen – und dabei neue Formen der Governance zu erproben.

Der Weg dahin ist herausfordernd, aber lohnend. Verkehrsalgorithmen bieten die Chance, Mobilität effizienter, sicherer und ressourcenschonender zu gestalten. Sie ermöglichen eine präzisere, datenbasierte Planung und eröffnen neue Beteiligungsformate für Bürger. Gleichzeitig stellen sie hohe Anforderungen an Verantwortlichkeit, Transparenz und ethische Reflexion. Städte, die diese Herausforderungen aktiv angehen, werden zu Vorreitern der urbanen Mobilität – und schaffen Vertrauen in eine digitale Stadt, die für alle funktioniert.

Die ethische Gestaltung von Verkehrsalgorithmen ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Sie entscheidet darüber, ob Technik zum Werkzeug für Gemeinwohl und Nachhaltigkeit wird – oder zum Motor sozialer Spaltung und Intransparenz. Wer heute mutig neue Wege geht, legt den Grundstein für eine Mobilität, die nicht nur smart, sondern auch gerecht und lebenswert ist. Datenethik ist der Kompass, der die Stadtentwicklung ins digitale Zeitalter führt – und dafür sorgt, dass niemand auf der Strecke bleibt.

Zum Abschluss bleibt festzuhalten: Verkehrsalgorithmen sind gekommen, um zu bleiben. Die Frage ist nicht, ob wir sie nutzen, sondern wie. Mit klarem Wertekompass, offener Kommunikation und der Bereitschaft, Fehler einzugestehen und zu korrigieren, kann aus der datengetriebenen Mobilität von morgen ein Erfolgsmodell für alle werden. Die Stadt der Zukunft wird nicht nur effizient, sondern auch ethisch navigiert – wenn wir es wollen.

Zusammenfassung: Verkehrsalgorithmen sind längst Teil des urbanen Alltags und gestalten unsere Mobilität maßgeblich mit. Doch mit ihrer Verbreitung wachsen auch die ethischen Herausforderungen: Transparenz, Datenschutz, Diskriminierungsfreiheit und Partizipation sind zentrale Anforderungen, um Vertrauen in datengetriebene Verkehrsplanung zu sichern. Städte, die Datenethik ernst nehmen, nutzen Algorithmen als Werkzeuge für nachhaltige, gerechte und smarte Mobilität – und schaffen so die Grundlage für lebenswerte, zukunftsfähige Städte. Die Verantwortung liegt bei allen Beteiligten: Planern, Entwicklern, Verwaltungen und Bürgern. Nur gemeinsam gelingt der Sprung von der Black Box zur offenen, ethisch fundierten Verkehrssteuerung.

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Shared mobility: how digital platforms are redefining public transport

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Shared mobility is becoming increasingly important in the modern city: digital platforms enable residents to use vehicles such as car-sharing cars, e-scooters and bicycles quickly and flexibly. These solutions relieve the burden on cities and contribute to sustainable urban mobility. Matthew Archuleta | Unsplash

Cities today face major challenges when it comes to mobility. Private transport leads to traffic jams, air pollution and land consumption. Shared mobility offers a solution that relies on the shared use of vehicles and thus relieves both the environment and the roads. Digital platforms and apps allow people to use vehicles flexibly without having to own a car. These new mobility models are not only an environmentally friendly alternative, but also an important step towards a more sustainable and liveable city. […]

Cities today face major challenges when it comes to mobility. Private transport leads to traffic jams, air pollution and land consumption. Shared mobility offers a solution that relies on the shared use of vehicles and thus relieves both the environment and the roads. Digital platforms and apps allow people to use vehicles flexibly without having to own a car. These new mobility models are not only an environmentally friendly alternative, but also an important step towards a more sustainable and liveable city.

Fun fact: According to a study by McKinsey, shared mobility solutions could reduce the need for private cars in cities by up to 30% by 2030.

Shared mobility is based on a combination of several technologies that work together seamlessly to provide users with a simple and convenient experience.

Digital platforms

Digital platforms such as Uber, Lyft, Free Now and Share Now connect users and vehicles in real time. These platforms offer features such as booking, payment and route optimization that allow users to use a vehicle immediately and without much effort.

Internet of Things (IoT)

The IoT is an integral part of shared mobility. Vehicles are often equipped with GPS and sensors that report their location and status in real time. This data helps to optimize operations by providing information on availability, maintenance and routes.

Mobile apps

Mobile apps are the main tool through which users access shared mobility services. They enable the booking of rides, payment and provide access to information such as the location of the next available vehicle and estimated arrival times.

Practical example: In Amsterdam, the car-sharing company Share Now uses a platform that provides real-time information on available vehicles and allows users to unlock the cars via an app.

Shared mobility comprises various models that are tailored to the different needs of users.

Car sharing

Car sharing enables users to rent a car for short periods of time. Models such as station-based car sharing (e.g. Zipcar) and free-floating car sharing (e.g. Share Now) offer flexibility and reduce the need for private car ownership.

Bike sharing

Bike sharing systems offer an environmentally friendly alternative for short distances. Users can find and use bikes at special stations or via GPS using an app. This promotes healthy, emission-free mobility.

Ridesharing and ride-hailing

Ridesharing (e.g. BlaBlaCar) and ride-hailing (e.g. Uber) offer users the opportunity to share journeys or order a vehicle with a driver. This optimizes traffic flow and reduces environmental pollution.

Scooter sharing

Electric scooters, which can be rented via an app, have established themselves as a popular option for short journeys. They are space-saving and emission-free and complement other means of transportation in the urban environment.

Practical example: Lime offers scooter sharing in many cities around the world and is a practical solution for the so-called “last mile”, which is often difficult to cover with public transport.

Shared mobility offers numerous advantages that have a positive impact on cities, the environment and users.

Reduction of emissions

As fewer people own their own car, the number of vehicles on the roads is reduced. Shared mobility promotes the use of electric and low-emission vehicles and thus helps to reduce CO₂ emissions.

Less traffic and congestion

When people share vehicles, traffic is reduced. Fewer vehicles on the roads means less congestion, better air quality and an overall more pleasant urban environment.

Lower costs for users

Shared mobility is often cheaper than owning a car, as users only pay for what they actually use. Maintenance, insurance and other fixed costs are eliminated.

Flexible mobility

Shared mobility models offer users a flexible and convenient way to get around without having to worry about finding a parking space or vehicle maintenance.

Expert opinion: According to a study by Deloitte, 55% of millennials prefer shared mobility solutions to owning their own car as they offer flexibility and cost efficiency.

Despite its advantages, shared mobility faces various challenges that need to be overcome.

Infrastructure and space requirements

Shared mobility requires special parking spaces and parking areas for bicycles and scooters, which can lead to conflicts in public spaces. Cities need to provide space for these vehicles without interfering with pedestrian traffic.

Safety concerns

Scooters and bikes can pose a safety risk, especially in busy areas. Accidents and lack of helmet use are common problems that jeopardize the safety of users.

Legal and regulatory issues

The regulation of shared mobility services is complex and varies from city to city. Providers must adhere to local regulations, which can increase operating costs and limit availability.

User acceptance and habits

Although shared mobility offers many advantages, some people still prefer to own their own car. It takes time and education to increase the acceptance of shared mobility solutions.

Example: In San Francisco, the rapid growth of scooter sharing has led to problems with poorly parked scooters on sidewalks, resulting in complaints from citizens and the need for stricter regulations.

Amsterdam: Car sharing integration with public transport

In Amsterdam, car sharing providers work closely with public transport to offer integrated mobility solutions. Users can use car-sharing vehicles as a supplement to public transport and thus increase flexibility.

San Francisco: Scooter sharing

San Francisco has successfully integrated scooter sharing and introduced strict regulations to ensure that the vehicles are parked properly and the safety of users is guaranteed.

Copenhagen: Bikesharing

Copenhagen, known as a bike-friendly city, has developed a comprehensive bike-sharing program that is used by locals and tourists alike. This has reduced the use of cars in the city center.

The future of shared mobility will be shaped by the integration of new technologies and business models.

  1. Autonomous driving: Autonomous vehicles could make shared mobility even more efficient and safer as they are continuously available and can move autonomously.
  2. Artificial intelligence (AI): AI can help to better manage traffic flows and vehicle availability in order to maximize efficiency and adapt the service to the needs of users.
  3. Mobility as a Service (MaaS): MaaS platforms combine different modes of transportation in a single app that integrates all mobility services from public transport to car sharing and offers a seamless user experience.
  4. Sustainability and electric drives: The introduction of electric shared mobility vehicles will help reduce emissions and improve air quality in cities.

Future outlook: A pilot project in Helsinki is testing autonomous, electric car sharing vehicles that can be booked via a MaaS app and offer users a complete, sustainable mobility solution.

Shared mobility is fundamentally changing the way people travel in cities. Through the use of digital platforms and innovative business models, it offers a sustainable alternative to private car ownership and contributes to solving urban challenges. Despite the challenges, particularly in terms of infrastructure and user acceptance, it is clear that shared mobility has the potential to make urban mobility more efficient, environmentally friendly and flexible.

Concluding thought: Shared mobility is more than just a technology – it is a vision for sustainable mobility that conserves resources and creates quality of life. If cities and providers work together, shared mobility could become an essential part of urban life in the future.

Read more: The European Garden Award 2024 went to a total of ten projects this year. The focus was on the topic of “Green Oasis”.

National Arena Bucharest – Stadiums of the European Championship 2021

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Lia Manoliu Stadium

If you take a closer look at the national arena in the Romanian capital Bucharest, you are instinctively reminded of a Bundesliga stadium. This is no coincidence, as the roots of the arena lie in Germany. The Romanian national arena in Bucharest has German genes: the 55,000-seat soccer stadium was designed by Hamburg architects Gerkan, Marg […]

If you take a closer look at the national arena in the Romanian capital Bucharest, you are instinctively reminded of a Bundesliga stadium. This is no coincidence, as the roots of the arena lie in Germany.

The Romanian national arena in Bucharest has German genes: the 55,000-seat soccer stadium was designed by Hamburg architects Gerkan, Marg & Partner (gmp), the structural design was carried out by the engineering firms Schlaich Bergermann & Partner from Stuttgart and Krebs und Kiefer from Karlsruhe, and the general contractor was the construction company Max Bögl from Sengenthal in the Upper Palatinate.

Although it is a soccer stadium, the building is named after a female discus thrower: Lia Manoliu won the gold medal at the 1968 Olympic Games in Mexico City. However, the stadium is now known exclusively as the “Arena Națională”, i.e. the “National Arena”. The new building was named after Lia Manoliu after its predecessor, the “Stadionul Național Lia Manoliu”, the old national stadium. It previously stood on the same site and was demolished in 2008.

Unlike the arena, it was a multi-purpose stadium. Its stands were not covered and the athletics facilities were located between the pitch and the stands. This meant that at the beginning of the millennium it no longer met the requirements for a venue for international soccer matches. In 2006, Max Bögl won the tender for the construction of the new national arena – which, however, had been planned quite differently at the time. However, the German company submitted an alternative project to the client, the city of Bucharest, which was much simpler and cheaper to build.

The National Arena bears unmistakable similarities to Frankfurt’s Waldstadion. This is no coincidence: the same team of general contractors, architects and engineers built the stadium on the Main between 2002 and 2005. The closable membrane roof in particular is almost a one-to-one replica of the construction in Frankfurt. As there, the roof is located in the large video cube above the pitch when folded up. It extends within 15 minutes when required. It then spans the area between the grandstand roofs. The stand roofs themselves are supported by a so-called pressure ring, which towers over the stadium like a crown. The ring rests on 40 steel pillars, which sit on the concrete construction of the grandstand ring.

The stands have two tiers. The architects designed the spectator area with seating shells in different shades of red, blue and yellow, the national colors of Romania. On the outside of the stadium, the verticality of the concrete columns supporting the stands defines the appearance of the building. The grassy embankment on which the arena stands is still a relic of the old national stadium. It mediates between the new building and the historic sports park that surrounds it. Large steps lead up the rampart. They make a visit to the National Arena a bit of a pilgrimage.

Find out more about the National Stadium Budapest. Here you can find an overview of the EURO 2021 stadiums.