Digital zone management for traffic and residence

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Heavy traffic on a city street next to modern high-rise buildings in Chengdu - Photo by Bin White

Wer wissen will, wie Städte künftig auf Verkehrschaos, Klimastress und Flächenkonkurrenz reagieren, kommt an digitalem Zonenmanagement nicht mehr vorbei. Was bislang als visionäre Utopie galt, wird nun zum urbanen Werkzeugkasten: Mit digitalen Zonenmodellen lassen sich Verkehrsströme und Aufenthaltsqualitäten in Echtzeit steuern, Konflikte entschärfen – und die Stadtplanung erhält ein Update, das sogar den berühmten Blick über den Tellerrand wagt. Wie funktioniert das? Wer profitiert? Und warum ist Deutschland noch nicht ganz vorne mit dabei?

  • Definition und Grundlagen: Was genau versteht man unter digitalem Zonenmanagement für Verkehr und Aufenthalt?
  • Technologische Bausteine: Sensorik, Urban Digital Twins, Datenplattformen und ihre Rolle in der Stadtentwicklung.
  • Anwendungsbeispiele aus Europa und der DACH-Region: Von Singapur bis Wien, von Zürich bis Hamburg.
  • Vorteile, Herausforderungen und Risiken: Chancen für Klimaresilienz, Mobilitätswende, Aufenthaltsqualität – aber auch Datenschutz, Governance und soziale Gerechtigkeit.
  • Prozessveränderungen für Planer, Verwaltung und Politik: Neue Kompetenzen, neue Rollen, neue Verantwortlichkeiten.
  • Interaktive Partizipation: Wie digitale Tools Beteiligung und Akzeptanz für Verkehrs- und Aufenthaltszonen stärken können.
  • Der deutsche Sonderweg: Hemmnisse, Innovationsbremsen und Potenziale im deutschsprachigen Raum.
  • Fazit: Warum digitales Zonenmanagement weit mehr ist als nur eine technische Spielerei – und wie es das Planen und Leben in der Stadt der Zukunft prägt.

Digitale Zonen: Von der Vision zur urbanen Realität

Das Konzept des Zonenmanagements ist so alt wie die urbane Planung selbst. Schon im antiken Rom wurden Märkte, Wohnquartiere und Verkehrsachsen mit klaren Nutzungsregeln belegt, um Konflikte zu vermeiden und Effizienz zu steigern. Im 21. Jahrhundert erhält dieses Prinzip ein digitales Upgrade: Sensoren, Kameras, Mobilitätsdaten und Echtzeit-Feedback geben Planern heute die Chance, Zonen nicht mehr statisch, sondern dynamisch zu steuern. Dabei entsteht ein neues Verständnis von Stadtraum – nicht mehr als unveränderliche Fläche, sondern als flexibles, datengetriebenes System.

Im Zentrum des digitalen Zonenmanagements steht die Idee, den städtischen Raum bedarfsgerecht und situativ zu organisieren. Das beginnt bei temporären Lieferzonen, reicht über dynamische Parkraumbewirtschaftung bis hin zu adaptiven Aufenthaltsbereichen, die je nach Wetter, Tageszeit oder Veranstaltung neu zugeschnitten werden können. Möglich machen das eine Vielzahl von Technologien: Geofencing, das digitale Grenzen setzt; Echtzeitanalysen, die Verkehrs- und Besucherströme erfassen; und Urban Digital Twins, die als urbane Schaltzentralen dienen.

Der Clou: Diese Systeme liefern nicht nur Daten, sondern ermöglichen erstmals, unterschiedlichste städtebauliche Ziele gleichzeitig zu verfolgen. Wo früher komplexe Zielkonflikte ausgetragen wurden – etwa zwischen Verkehrsfluss, Luftqualität, Lärmschutz und urbaner Lebensqualität – können Planer heute mit Simulationen und adaptiven Steuerungen experimentieren. Das eröffnet neue Wege für die Umsetzung von Umweltzonen, autofreien Quartieren oder temporären Spielstraßen, ohne aufwändige Um- und Rückbauten.

Städte wie Wien, Zürich und Rotterdam zeigen, wie digitale Zonenmodelle eingesetzt werden, um etwa emissionsfreie Lieferfenster zu schaffen, Sharing-Angebote punktgenau zu platzieren oder die Aufenthaltsqualität in Innenstädten flexibel zu erhöhen. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Verkehrsmanagement im klassischen Sinne, sondern um eine datenbasierte Balance zwischen Mobilität, Umwelt, Wirtschaft und sozialem Zusammenhalt.

Für Planer und Verwaltung bedeutet das einen Paradigmenwechsel. Entscheidungen werden nicht mehr allein auf der Grundlage von Prognosen und statischen Plänen getroffen, sondern durch fortlaufende Analysen und partizipative Rückkopplung. Die Stadt wird zum lernenden System – und das Zonenmanagement zum zentralen Hebel für zukunftsfähige Urbanität.

Doch bei aller Euphorie: Die Implementierung digitaler Zonen ist kein Selbstläufer. Sie erfordert ein tiefes Verständnis für Technik, Recht, Governance und Kommunikation. Ohne interdisziplinäre Zusammenarbeit und klare Verantwortlichkeiten drohen Insellösungen, Akzeptanzprobleme und letztlich das Scheitern an der Wirklichkeit der Stadtgesellschaft.

Technologie, Daten und Governance: Was digitales Zonenmanagement möglich macht

Wer heute digitales Zonenmanagement in der Stadt etablieren will, betritt ein hochkomplexes Feld, in dem Technologie, Datenkompetenz und Governance eine symbiotische Beziehung eingehen. Im Zentrum stehen Sensorik und Datenerfassung: Verkehrszählungen, Luftqualitätsmessungen, Mobilitätsprofile und sogar Wetterdaten werden in urbanen Datenplattformen gebündelt und in Echtzeit ausgewertet. Hier kommen auch die Urban Digital Twins ins Spiel, die als virtuelle Abbilder der Stadt sämtliche Zoneninformationen, Verkehrsflüsse und Aufenthaltsqualitäten visualisieren und analysieren.

Ein besonders relevanter Baustein sind Geofencing-Technologien, mit denen digitale Grenzen für bestimmte Nutzungen gesetzt werden. So lassen sich beispielsweise temporäre Parkverbote bei Großveranstaltungen oder Baustellen automatisiert steuern. Auch Lieferzeiten für gewerbliche Fahrzeuge können flexibel nach Tageszeit, Verkehrsaufkommen oder Luftbelastung angepasst werden. Die Integration von IoT-Geräten – also Sensoren und Aktoren, die vernetzt kommunizieren – schafft die Grundlage für adaptive Ampelschaltungen, dynamische Umweltzonen und passgenaue Sharing-Angebote.

Die Steuerung und Auswertung dieser Datenflüsse erfordert leistungsfähige Urban Data Platforms, die nicht nur als Datenspeicher dienen, sondern auch Schnittstellen für Simulationen, Visualisierungen und automatisierte Entscheidungsprozesse bereitstellen. Hier entscheidet sich, ob digitales Zonenmanagement skalierbar und interoperabel funktioniert – oder in einer Flut von Insellösungen untergeht. Offene Standards und interoperable APIs sind dabei ebenso entscheidend wie Datenschutz, IT-Sicherheit und eine transparente Governance-Struktur.

Ein kritischer Punkt ist die Frage der Datenhoheit. Wer kontrolliert die Plattformen, wer darf zugreifen, und wie werden sensible Informationen geschützt? In vielen deutschen Städten ist diese Frage noch nicht abschließend geklärt, was den flächendeckenden Einsatz digitaler Zonen massiv bremst. Ein weiteres Hindernis: die mangelnde Standardisierung von Datenformaten, die Zusammenarbeit über Kommunalgrenzen hinweg erschwert und Innovationen ausbremst.

Doch die Potenziale sind enorm: Mit KI-gestützten Modellen lassen sich bereits heute Verkehrsflüsse in Echtzeit prognostizieren, Aufenthaltszonen je nach Wetterlage oder Nutzerprofil anpassen und neue Nutzungsszenarien blitzschnell simulieren. Die Stadt wird so zum dynamischen System, das auf Veränderungen flexibel reagieren kann – und damit nicht nur effizienter, sondern auch lebenswerter wird.

Governance bleibt dabei der Schlüssel zum Erfolg. Ohne klare Verantwortlichkeiten, offene Beteiligungsformate und nachvollziehbare Entscheidungswege droht das digitale Zonenmanagement zum technokratischen Selbstzweck zu verkommen. Erst wenn Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam an einem Strang ziehen, entsteht ein System, das die Herausforderungen der Stadt von morgen wirklich bewältigen kann.

Anwendungsbeispiele, Chancen und Risiken: Die Stadt im digitalen Zonenmodus

Wie sieht das in der Praxis aus? Ein Blick nach Europa zeigt, dass digitales Zonenmanagement kein bloßes Schlagwort ist, sondern bereits vielerorts erprobt wird. In Wien etwa werden Umweltzonen mithilfe digitaler Echtzeitdaten adaptiv gesteuert: Je nach Luftbelastung, Verkehrsdichte oder Hitzewelle werden Straßen temporär für den Autoverkehr gesperrt oder Lieferverkehre umgeleitet. Das Ergebnis: signifikante Verbesserungen der Luftqualität, weniger Stau und eine höhere Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum.

In Zürich kommt ein digitaler Zwilling zum Einsatz, um das Verkehrsaufkommen und die Verteilung von Aufenthaltsnutzungen im Quartier zu simulieren. Neue Bauprojekte oder Events werden im Vorfeld auf ihre Auswirkungen getestet, und die Ergebnisse fließen direkt in die Planung ein. So können etwa Flächen für Pop-up-Parks, Außengastronomie oder temporäre Mobilitätsangebote passgenau ausgewiesen und bei Bedarf wieder angepasst werden.

Hamburg experimentiert mit digitalen Parkraummanagementsystemen, die die Nachfrage in Echtzeit analysieren und so den Parksuchverkehr deutlich reduzieren. In Rotterdam wird ein flexibles Zonenmanagement eingesetzt, um das Nebeneinander von Rad-, Fuß- und Autoverkehr in der Innenstadt situationsabhängig zu gestalten. Besonders spannend: In Singapur steuert ein umfassendes digitales Zonenmodell nicht nur den Verkehr, sondern auch die Nutzung von Grün-, Freizeit- und Gewerbeflächen adaptiv – immer mit dem Ziel, Effizienz und Lebensqualität gleichermaßen zu erhöhen.

All diese Beispiele zeigen, dass digitales Zonenmanagement nicht nur Verkehrsflüsse optimiert, sondern auch einen Beitrag zur Klimaanpassung, Ressourcenschonung und sozialen Gerechtigkeit leisten kann. Mit intelligenten Algorithmen lassen sich etwa Hitzeinseln im Sommer gezielt entschärfen, indem temporäre Schattenflächen oder Wassernebelzonen aktiviert werden. Gleichzeitig eröffnet die datenbasierte Steuerung neue Möglichkeiten für die Integration von Sharing-Angeboten, On-Demand-Mobilität oder barrierefreien Aufenthaltsbereichen.

Doch die Risiken liegen auf der Hand: Wo viel Daten gesammelt und automatisiert gesteuert wird, steigt die Gefahr von Überwachung, Diskriminierung und digitaler Spaltung. Besonders kritisch ist die Frage, wie algorithmische Entscheidungen kontrolliert und hinterfragt werden können. Ohne Transparenz droht das Zonenmanagement zur Black Box zu werden, in der technokratische Interessen und kommerzielle Anbieter den Ton angeben. Auch Fragen der sozialen Gerechtigkeit dürfen nicht ausgeblendet werden: Wer profitiert von flexiblen Zonen – und wer wird ausgeschlossen?

Schließlich bleibt der Spagat zwischen Innovation und Akzeptanz eine zentrale Herausforderung. Digitale Steuerung allein löst keine urbanen Zielkonflikte, sondern muss durch breite Beteiligung, verständliche Kommunikation und eine kontinuierliche Evaluation flankiert werden. Wer das unterschätzt, riskiert nicht nur Widerstand, sondern auch das Scheitern vielversprechender Projekte an der Realität der Stadtbewohner.

Planungskultur, Partizipation und der deutsche Weg: Zwischen Vorsicht und Vision

Warum tun sich deutsche Städte mit digitalem Zonenmanagement oft schwerer als ihre europäischen Nachbarn? Die Antwort ist so vielschichtig wie das Thema selbst. Einer der Hauptgründe liegt in der Planungskultur: Während in Ländern wie Finnland oder den Niederlanden der offene Umgang mit digitalen Experimenten und Fehlern zum Alltag gehört, regiert hierzulande oft die Angst vor Kontrollverlust. Planung wird noch immer als hoheitlicher Akt verstanden – mit klaren Zuständigkeiten, langen Verfahren und wenig Raum für Echtzeit-Feedback.

Hinzu kommen rechtliche Unsicherheiten. Datenschutz, Vergaberecht, IT-Sicherheit und kommunale Selbstverwaltung stehen oft in einem Spannungsverhältnis zu offenen, agilen Digitalprojekten. Viele Kommunen fürchten, mit der Einführung von Sensorik und Plattformen ein Einfallstor für Kommerzialisierung oder Kontrolle durch externe Anbieter zu öffnen. Gleichzeitig mangelt es an Ressourcen, technischen Kompetenzen und personeller Ausstattung, um digitale Zonenprojekte konsequent umzusetzen und zu betreiben.

Ein weiteres Hemmnis ist die Fragmentierung der Zuständigkeiten. Verkehrsplanung, Stadtentwicklung, Umwelt, IT und Bürgerbeteiligung arbeiten häufig in getrennten Silos – mit eigenen Daten, Prozessen und Zielsetzungen. Ohne eine koordinierende Instanz oder ein gemeinsames Datenfundament bleibt digitales Zonenmanagement Stückwerk. Erst in jüngster Zeit entstehen mit Urban Data Offices oder Smart City Koordinationsstellen Strukturen, die bereichsübergreifende Zusammenarbeit ermöglichen.

Doch es gibt Hoffnungsschimmer: Städte wie Hamburg, München oder Ulm wagen erste Schritte mit Pilotprojekten, Reallaboren und Bürgerdialogen. Besonders spannend sind Ansätze, bei denen digitale Tools gezielt für die Beteiligung eingesetzt werden – etwa durch interaktive Karten, Echtzeitfeedback oder Simulationen, die unterschiedliche Nutzungsszenarien erlebbar machen. So wird das Zonenmanagement nicht nur effizienter, sondern auch demokratischer und akzeptanzfähiger.

Die entscheidende Frage bleibt: Wie gelingt der Kulturwandel vom klassischen Planungsverständnis hin zu einer offenen, lernenden Stadt? Die Antwort liegt in der Kombination von technischer Exzellenz, partizipativer Governance und einem neuen Rollenverständnis für Planer, Verwaltung und Politik. Wer es schafft, digitale Zonen nicht als Bedrohung, sondern als Chance für flexible, resiliente und lebenswerte Städte zu begreifen, wird den urbanen Wandel aktiv gestalten – statt ihm hinterherzulaufen.

Am Ende sind es Mut, Experimentierfreude und ein langer Atem, die den Unterschied machen. Digitale Zonen sind kein Allheilmittel – aber sie sind ein mächtiges Instrument für alle, die Stadt nicht nur verwalten, sondern gestalten wollen.

Fazit: Digitales Zonenmanagement als Schlüssel zur dynamischen Stadt

Digitales Zonenmanagement ist weit mehr als ein technisches Update für Verkehrs- und Aufenthaltsregelungen. Es ist ein Paradigmenwechsel, der Planung, Betrieb und Beteiligung neu zusammendenkt. Mit intelligenten Datenmodellen, Urban Digital Twins und partizipativen Tools lassen sich Zielkonflikte entschärfen, Flächen smarter nutzen und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum nachhaltig verbessern. Dabei zeigt sich: Die Stadt ist kein starres Gebilde, sondern ein lernendes System – offen für Experimente, Rückkopplung und kontinuierliche Anpassung.

Für Planer, Verwaltung und Politik bedeutet das eine doppelte Herausforderung. Einerseits gilt es, technologische und rechtliche Hürden zu überwinden, Datenhoheit und Governance zu sichern und Silos aufzubrechen. Andererseits müssen neue Kompetenzen, partizipative Formate und eine dialogorientierte Planungskultur etabliert werden. Der Erfolg hängt davon ab, wie es gelingt, Technik und Mensch, Daten und Erfahrungswissen, Effizienz und Teilhabe in Einklang zu bringen.

Die Beispiele aus Wien, Zürich, Rotterdam oder Singapur zeigen, wie digitale Zonenmodelle schon heute den urbanen Alltag prägen – und welche Chancen sie für Klimaresilienz, soziale Gerechtigkeit und Lebensqualität bieten. Doch auch die Risiken sind real: Ohne Transparenz, Nachvollziehbarkeit und demokratische Kontrolle droht digitales Zonenmanagement zur Black Box zu werden, in der technokratische oder kommerzielle Interessen dominieren.

Deutschland steht an der Schwelle zu einer neuen Ära der Stadtplanung. Noch überwiegen Vorsicht und Fragmentierung, doch die Potenziale sind enorm. Wer jetzt investiert – in Systeme, Kompetenzen und Beteiligung – kann die Gestaltungshoheit über die Stadt von morgen sichern. Wer abwartet, wird von der Dynamik digitaler Stadtmodelle überrollt.

Fest steht: Die Stadt der Zukunft wird nicht nur gebaut, sondern in Echtzeit orchestriert. Digitales Zonenmanagement ist dabei kein Selbstzweck, sondern ein Schlüssel, um urbane Komplexität zu meistern und das Leben in der Stadt für alle besser zu machen. Ein bisschen Science-Fiction steckt immer noch darin – aber vor allem jede Menge Zukunft.

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IBA Basel Specialist publication from the G+L editorial team

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With the end of the IBA Basel Expo at the beginning of June 2021, the International Building Exhibition Basel 2020 officially came to an end and with it what was effectively the first International Building Exhibition in the border triangle between Germany, France and Switzerland. A closing film now summarizes the goals and developments of IBA Basel 2020.

The IBA Basel was the first International Building Exhibition to address the topic of spatial planning in border regions. International Building Exhibitions are a special format for urban and regional development. They are a hallmark of national building and planning culture. For more than a century, these experimental fields have brought current issues of planning and building to the forefront of national and international debate.

The origins of the IBA Basel date back to 2008, when everything began with the so-called first “draft memorandum”. This was drawn up by the Department of Construction and Transport of the Canton of Basel-Stadt together with the Trinational Eurodistict Basel TEB. In 2009, the TEB worked out the challenges and opportunities of trinational fragmentation and published these in the 2020 development strategy “A Future for Three”. In the strategy, it identified the main spatial planning objectives of “settlement development”, “transport development” and “landscape planning” as well as the “interactions with the areas of economic and population development” and “governance” and “financing of major metropolitan projects”. In 2010, the political players in the region jointly proclaimed the Basel International Building Exhibition.

2020: 20 projects with the IBA Basel label

In the ten years that followed, the IBA Basel put the shared responsibility for the agglomeration into concrete terms in projects, buildings, infrastructure and landscapes and provided impetus for a cross-border culture of cooperation, in line with the official IBA motto “Au-delà des frontières, ensemble – Growing together across borders”. Under the direction of Monica Linder-Guarnaccia, the IBA in the border triangle saw itself as an instrument of change. From 130 project proposals, the IBA team and a large number of stakeholders from the administration and interest groups launched 43 cross-border projects. A total of 20 of these were officially labeled as IBA projects in 2020.

To the memorandum of the IBA Basel

The memorandum of the IBA Expert Council describes the basis for implementing an IBA in ten recommendations. Precisely because the IBAs have no fixed regulations, their significance for building culture and urban development in a regional, national and international context must be constantly reviewed.

About the IBA Expert Council

The IBA Expert Council supports and advises the current IBAs and ensures that the developments, structures and content of the IBAs are in line with the quality criteria set out in the Memorandum. It also accompanies the preparatory phases of the IBA initiatives. The IBA Expert Council was appointed by the Federal Ministry of Building. Read more about the Expert Council here.

The initial situation of the International Building Exhibition Basel was that of a fragmented agglomeration. The central IBA task was to harmonize the different submission rights, legal bases, internal administrative processes, decision-making powers and financing models of the three participating countries and, last but not least, to build up intercultural competence. This was no easy task and without an understanding of the different mentalities and hierarchies, the implementation of real cross-border projects on an equal footing with the other party would not have been possible. In the course of the IBA in the border triangle, a paradigm shift took place in cross-border cooperation between German, French and Swiss stakeholders. The border region grew together on a political, economic and cultural level during the IBA years.

A budget of twelve million euros instead of one billion

Getting there was an adventure and many a stone had to be cleared away. The IBA in the three countries had to work with the different cultural influences of the three countries, the economic discrepancy between the flourishing economic metropolis of Basel and the agglomeration and the bilingualism – German and French. Above all, however, financing was a constant problem. Despite the support of 27 financing municipalities, the available budget remained far underfunded. The IBA Basel worked with twelve million, while the IBA Hamburg received one billion euros.
The planned three-year financing of the IBA Basel office and its project development fund placed additional demands on the ten-year project throughout its entire duration. This also became part of a recurring search for consensus, added value and return on investment.

The IBA in the border triangle is not an architectural showcase in the traditional sense and has therefore been criticized several times in the past. According to critics, the lighthouse projects traditionally built for an IBA are missing. And yes, the International Building Exhibition Basel is not characterized by building construction projects. Rather, it defines a new era for the format of the International Building Exhibition itself. The background: unlike its predecessors – such as the IBA Stadtumbau in Saxony-Anhalt, the IBA See in Lusatia or the IBA Emscher Park – the Basel International Building Exhibition is not taking place in a traditionally structurally weak area.

The IBA of processes

The Basel region has been flourishing for decades with financially strong companies such as Novartis and Roche. The IBA in the border triangle did not arise out of an emergency situation. The challenge of the International Building Exhibition Basel was to establish a tri-national planning culture between more than 64 regional authorities and numerous private stakeholders over ten IBA years and to launch outstanding cross-border projects in a rolling process. The International Building Exhibition Basel is therefore an IBA of processes. This difference has not made it easy for it. In contrast to building construction projects, process innovation is difficult to present.

Out of 130, 20 projects prevailed

An International Building Exhibition puts social, future living environments up for discussion. It must have a message and this must be significant for other regions, it must be transferable. The International Building Exhibition Basel has shown internationally how measures to strengthen and develop a border region can be implemented together. The Basel International Building Exhibition shows how beneficial it is to take the needs of the other party into account. It has shown how participation and an interdisciplinary approach can increase project quality, even if they take more time and are more complex. The 20 labeled IBA projects together with the IBA project groups and the nominated projects speak for themselves.

IBA Basel closing film

The finissage on June 4, 2021 marked the official end of the IBA Basel Expo and with it the International Building Exhibition Basel. Together with the IBA Presidium, IBA Basel Managing Director Monica Linder-Guarnaccia invited guests to reflect on the findings of ten years of the IBA process and look ahead to the future development of the region.

Spatial planning development across national borders was the focus of the International Building Exhibition Basel. No IBA before the IBA Basel had ever dealt with this topic in this way. The special focus, objectives and developments of the IBA Basel are now summarized in a closing film for the IBA Basel 2020.

Garten + Landschaft provided information online about the projects, their creators and the IBA’s goals. The findings of the first cross-border International Building Exhibition in the border triangle of Germany, France and Switzerland have resulted in the publication “IBA Basel 2020. Crossing borders together” in German and French, which is well worth reading. Find out more here.

Our colleagues at Baumeister also celebrated with a special Baumeister issue on IBA Basel 2020 in May.

Observation tower at Lake Seljord

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At Lake Seljord in the Norwegian province of Telemark, home to a sea monster called Selma, landscape architects and architects planned a “sea snake tower” as part of the “Seljord and its legends” project.

Building in a picturesque landscape is a delightful task. The planners set the scene, the landscape accentuates small buildings. On October 18, a new observation tower, the “Sea Snake Tower”, was opened on Lake Seljord in Norway. It is part of the Skiensvassdraget river system and the culmination of a series of landscape-based interventions placed around the lake as part of the “Seljord and its Legends” project by Feste Landscape Architects, Rintala Eggertson Architects and Springer Kulturstudio, all from Norway. The 15-meter-high tower opens up to the surrounding landscape at different heights. Viewing platforms on the various levels offer views of the landscape. The municipality of Seljord has just under 3,000 inhabitants and is located in the Norwegian province of Telemark. A sea monster called Selma is said to have been sighted for the first time in Seljordsvatn, a lake that lies partly within the municipality, as early as 1750. This is why the coat of arms of Seljord, developed in 1989, shows a yellow sea serpent on a red background. The creature in Lake Seljord is said to be between four and 50 meters long, have a horse or crocodile-like head and appear pitch black. There is also talk of a pair of front fins and humps. The projects of “Seljord and its legends” are documented in Topos 74.Buildings in special places are also the theme of the November issue of Garten + Landschaft. The magazine presents a selection of successful buildings as well as viewing platforms, towers, footbridges and bridges.


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Photos: Dag Jenssen