Fleet management systems for urban e-mobility

Building design
red-bus-tagsuber-on-the-road-21HKIGtU9Xk

A red bus drives on a city street in Switzerland in daylight. Photo by Alin Andersen.

E-Mobilität ist in der Stadt angekommen – doch ohne intelligentes Fleet-Management droht das Chaos statt Fortschritt. Wie können Städte, Planer und Betreiber den elektrischen Fuhrpark effizient steuern, Ladeinfrastruktur optimal nutzen und urbane Mobilität nachhaltig gestalten? Die Antwort liegt in modernen Fleet-Management-Systemen, die weit mehr bieten als nur ein digitales Fahrtenbuch. Zeit für einen tiefen Blick ins Betriebssystem der urbanen E-Zukunft.

  • Was Fleet-Management-Systeme für urbane E-Mobilität leisten – und warum sie unverzichtbar werden.
  • Die wichtigsten Komponenten: Ladeinfrastruktur, Echtzeitdaten, Energieoptimierung, Softwareintegration.
  • Herausforderungen: Stromnetzbelastung, Lastmanagement, Interoperabilität, Datenschutz.
  • Praxiserfahrungen aus deutschsprachigen Städten und aktuelle Projekte.
  • Wie Fleet-Management die Transformation zur nachhaltigen, multimodalen Stadt beschleunigen kann.
  • Rechtliche und organisatorische Stolpersteine – und wie sie zu überwinden sind.
  • Zukunftstrends: Künstliche Intelligenz, Vehicle-to-Grid, autonome Flotten und datenbasierte Stadtplanung.
  • Wie Planer, Betreiber und Verwaltung von Fleet-Management-Systemen profitieren.

Fleet-Management-Systeme: Das digitale Rückgrat urbaner E-Mobilität

Die Elektrifizierung der urbanen Mobilität ist längst kein Zukunftsszenario mehr, sondern Realität auf deutschen, österreichischen und Schweizer Straßen. Öffentliche Fuhrparks, Carsharing-Flotten, Lieferdienste und ÖPNV-Betreiber rüsten ihre Fahrzeuge auf Elektroantriebe um – ein ambitionierter Schritt, aber noch kein Selbstläufer. Denn während der Austausch von Verbrennern durch E-Fahrzeuge technisch vergleichsweise einfach erscheint, beginnt die eigentliche Herausforderung erst im Betrieb: Wie lassen sich hunderte oder gar tausende E-Fahrzeuge effizient verwalten, ihre Energieversorgung steuern und die Ladeinfrastruktur optimal auslasten? Genau hier setzen moderne Fleet-Management-Systeme an.

Fleet-Management-Systeme sind weit mehr als digitale Fahrtenbücher oder Ortungsdienste. Sie sind die Schaltzentralen, die den gesamten Lebenszyklus von E-Fahrzeugen in der Stadt abbilden, steuern und optimieren. Dazu zählen die Echtzeitüberwachung von Fahrzeugstandorten, Ladezuständen und Energieverbrauch ebenso wie die intelligente Planung von Ladestopps, die Integration in betriebliche Prozesse und die Steuerung der benötigten Energie aus dem Stromnetz. Besonders relevant wird dies, wenn die Flotte nicht nur aus Pkws, sondern auch aus E-Bussen, Transportern oder Mikromobilitätslösungen besteht – und wenn verschiedene Betreiber, Stadtwerke oder Dienstleister miteinander vernetzt werden müssen.

Im Zentrum stehen dabei digitale Plattformen, die per Telematik, IoT-Sensorik und Softwareintegration sämtliche relevanten Daten in Echtzeit erfassen und auswerten. Sie ermöglichen es, Auslastung, Wartungsbedarf, Energieflüsse und Nutzerverhalten transparent zu machen und auf Basis dieser Daten fundierte Entscheidungen zu treffen. Für den urbanen Raum ist das ein Gamechanger: Denn nur durch intelligentes Management lässt sich das volle Potenzial der E-Mobilität heben, von der Reduktion von Emissionen über die Verbesserung der Luftqualität bis hin zur Entlastung des Verkehrsnetzes.

Doch Fleet-Management-Systeme sind nicht nur ein Instrument für Betreiber. Sie werden zunehmend zum strategischen Werkzeug für Stadtplaner, Verkehrsbehörden und Energieversorger. Denn sie liefern wertvolle Erkenntnisse darüber, wie Mobilität tatsächlich funktioniert: Wo entstehen Ladeengpässe? Wie lassen sich Spitzen im Stromverbrauch glätten? Welche Fahrzeuge sind wann und wo am effizientesten einsetzbar? Wer diese Fragen beantworten kann, gestaltet nicht nur den Betrieb, sondern auch die Zukunft der urbanen Mobilität mit.

Angesichts der ambitionierten Ziele bei Klimaschutz und Luftreinhaltung wird deutlich: Ohne leistungsfähige, interoperable und datengestützte Fleet-Management-Systeme bleibt die E-Mobilitätswende Stückwerk. Die Herausforderung besteht darin, die technischen Möglichkeiten mit den Anforderungen einer lebendigen, dynamischen Stadt zu verbinden – und dabei die Interessen aller Akteure unter einen Hut zu bringen.

Die Bausteine moderner Fleet-Management-Systeme: Von der Ladeinfrastruktur bis zur Datenintelligenz

Ein leistungsfähiges Fleet-Management-System setzt sich aus einer Vielzahl technischer und organisatorischer Komponenten zusammen, die in Summe das Rückgrat der urbanen E-Flottensteuerung bilden. Im Zentrum steht die Integration der Ladeinfrastruktur: Ohne eine intelligente Steuerung der Ladevorgänge drohen Überlastungen von Stromnetzen, lange Standzeiten und ineffiziente Betriebsabläufe. Hier setzen Systeme auf dynamisches Lastmanagement, das Ladevorgänge in Echtzeit an den aktuellen Energiebedarf, verfügbare Kapazitäten und Netzbelastungen anpasst. Besonders in dichtbesiedelten Stadtquartieren, wo zahlreiche Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden müssen, ist dies unverzichtbar.

Ein weiteres zentrales Element ist die Echtzeitdatenerfassung. Über Telematik-Einheiten in den Fahrzeugen, Sensoren an den Ladesäulen und Schnittstellen zu betrieblichen IT-Systemen werden kontinuierlich Daten zu Ladezustand, Fahrleistung, Standort und Energieverbrauch gesammelt. Diese Daten fließen in zentrale Dashboards ein, die den Betreibern einen umfassenden Überblick über die gesamte Flotte ermöglichen – inklusive Auswertung und Prognosefunktionen. So lassen sich Wartungsintervalle, Routenplanung und Energiebedarf vorausschauend steuern.

Die Softwareintegration bildet das Rückgrat der Systemarchitektur. Moderne Fleet-Management-Lösungen setzen auf offene Schnittstellen (APIs), um eine nahtlose Verbindung zu Buchungssystemen, Abrechnungstools, Verkehrsmanagement und externen Plattformen zu ermöglichen. Besonders relevant wird dies im Kontext multimodaler Mobilitätsangebote, bei denen E-Flotten mit ÖPNV, Sharing-Diensten und Logistiklösungen zusammenspielen. Ziel ist es, den Nutzerfluss so effizient, komfortabel und umweltfreundlich wie möglich zu gestalten – und dabei jederzeit die Kontrolle über die Ressourcennutzung zu behalten.

Nicht zu unterschätzen ist die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz und datenbasierter Optimierung. Moderne Systeme analysieren nicht nur Ist-Daten, sondern lernen aus historischen Mustern, simulieren verschiedene Betriebszenarien und schlagen automatisch Optimierungen vor. So können beispielsweise Ladefenster intelligent auf Niedrigtarifzeiten gelegt, Fahrzeuge vorausschauend für bestimmte Routen eingeplant oder Ausfälle frühzeitig erkannt werden. Das Resultat: Weniger Kosten, höhere Verfügbarkeit und ein nachhaltiger Betrieb.

Last but not least muss das Thema Datenschutz und IT-Sicherheit in den Mittelpunkt rücken. Die Vielzahl sensibler Daten – von Nutzerbewegungen über Ladeprofile bis zu Wartungsdaten – erfordert robuste Sicherheitskonzepte, klare Berechtigungsstrukturen und die Einhaltung aller datenschutzrechtlichen Vorgaben. Gerade im urbanen Kontext, wo verschiedene Betreiber, öffentliche Stellen und Dienstleister zusammenarbeiten, ist Transparenz und Vertrauensbildung entscheidend für die Akzeptanz und Nutzung der Systeme.

Herausforderungen und Stolpersteine: Stromnetz, Interoperabilität und Organisation

So vielversprechend die Technologie ist – in der Praxis stoßen Fleet-Management-Systeme in der urbanen E-Mobilität auf eine Reihe von Herausforderungen, die es zu adressieren gilt. Ein zentrales Problem ist die Belastung des Stromnetzes. Während der klassische Fuhrpark planbare Tankvorgänge kannte, verlangt die E-Flotte eine kontinuierliche Energieversorgung, die sich an Fahrplänen, Einsatzzeiten und Netzauslastung orientiert. Spätestens, wenn mehrere Schnellladestationen gleichzeitig betrieben werden, geraten lokale Netze an ihre Grenzen. Hier braucht es nicht nur smarte Software, sondern eine enge Zusammenarbeit mit Netzbetreibern, Energieversorgern und Stadtwerken – Stichwort: Sektorkopplung und Smart Grids.

Die Interoperabilität der Systeme ist ein weiteres Dauerthema. Unterschiedliche Hersteller, proprietäre Schnittstellen und fehlende Standards erschweren die Integration von Fahrzeugen, Ladesäulen und Softwarelösungen. Gerade in heterogenen Flotten mit unterschiedlichen Fahrzeugtypen, Einsatzprofilen und Betreiberstrukturen drohen Insellösungen und Medienbrüche. Die Antwort darauf sind offene Plattformen, standardisierte Protokolle wie OCPP (Open Charge Point Protocol) oder ISO 15118 und einheitliche Datenmodelle. Nur so lässt sich eine skalierbare, zukunftsfähige Infrastruktur aufbauen, die auch künftige Entwicklungen wie Vehicle-to-Grid oder autonome Fahrzeuge einbinden kann.

Organisatorische Herausforderungen werden oft unterschätzt. Der Umstieg auf E-Mobilität und damit auf digitale Fleet-Management-Systeme bedeutet auch einen kulturellen Wandel im Betrieb. Prozesse müssen neu gedacht, Mitarbeitende geschult und Verantwortlichkeiten klar definiert werden. Wer sich nur auf die Technik verlässt, wird schnell von der Komplexität des Alltagsbetriebs eingeholt. Erfolgreiche Projekte setzen deshalb auf Change-Management, frühzeitige Einbindung aller Stakeholder und ein klares Zielbild für den Betrieb der Flotte.

Auch rechtliche Fragen spielen eine zunehmende Rolle. Die Integration von Fleet-Management-Systemen tangiert Themen wie Datenschutz (Stichwort: Bewegungsprofile), Arbeitsrecht (z. B. Überwachung von Dienstfahrten) und Vergaberecht bei der Ausschreibung von Softwarelösungen. Gerade für öffentliche Betreiber in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind hier Transparenz, Compliance und eine enge Abstimmung mit den zuständigen Stellen unabdingbar.

Zuletzt müssen die Systeme auch mit Blick auf die Nutzerfreundlichkeit überzeugen. Bedienerfreundliche Oberflächen, responsive Apps, transparente Buchungs- und Abrechnungsprozesse sind ausschlaggebend für die Akzeptanz bei Fahrern, Disponenten und Endkunden. Eine Flotte, die zwar technisch perfekt, aber im Alltag schwer nutzbar ist, wird schnell zum Ladenhüter – im wortwörtlichen wie im übertragenen Sinn.

Praxiserfahrungen: Urbane E-Flotten im Realbetrieb

Wie schlagen sich Fleet-Management-Systeme im urbanen Alltag? Ein Blick auf Projekte in deutschsprachigen Städten zeigt: Der Weg zur perfekten E-Flotte ist steinig, aber machbar. In München beispielsweise betreibt die Stadtwerke-Tochter SWM eine der größten E-Carsharing-Flotten Deutschlands. Hier sorgt ein cloudbasiertes Fleet-Management-System für die Koordination von mehr als 300 Fahrzeugen, steuert Ladevorgänge standortübergreifend und analysiert kontinuierlich die Auslastung der Ladepunkte. Die Erfahrung zeigt: Ohne vorausschauende Ladeplanung und automatisierte Fehlererkennung würde der Betrieb schnell ins Stocken geraten – gerade in Spitzenzeiten.

In Wien setzt die Wiener Linien auf ein spezialisiertes System zur Steuerung der wachsenden E-Bus-Flotte. Hier werden nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch die gesamte Ladeinfrastruktur, Fahrpläne und Wartungszyklen integriert überwacht. Besonders spannend: Das System prognostiziert anhand historischer Daten und Wetterinformationen, wann und wo welche Busse am besten geladen werden – und sorgt so für eine optimale Auslastung des Stromnetzes.

Auch kleinere Städte experimentieren mit innovativen Ansätzen. In Ulm etwa vernetzt das städtische E-Flottenmanagement Carsharing, Lieferdienste und kommunale Fahrzeuge auf einer gemeinsamen Plattform. Ziel ist es, Synergieeffekte zu heben, Standzeiten zu reduzieren und Lastspitzen im Netz zu vermeiden. Die ersten Erkenntnisse: Je besser die Systeme miteinander sprechen, desto effizienter und nachhaltiger wird der Betrieb.

Doch nicht nur die öffentlichen Betreiber sind aktiv. Immer mehr private Anbieter, Logistikunternehmen und Sharing-Dienste setzen auf moderne Fleet-Management-Lösungen, um ihre Prozesse zu digitalisieren und die E-Mobilität profitabel zu machen. Erfolgsentscheidend ist dabei die Fähigkeit, schnell auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren – etwa neue Ladesäulenstandorte, geänderte Einsatzprofile oder kurzfristige Wartungsbedarfe. Die Flexibilität und Skalierbarkeit der Systeme sind deshalb zentrale Kriterien bei der Auswahl.

Aus den Praxiserfahrungen lassen sich drei Lehren ziehen: Erstens, die Integration von Lade-, Fahrzeug- und Betriebsdaten ist unverzichtbar für einen stabilen Betrieb. Zweitens, offene Schnittstellen und Standardisierung sind der Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit. Und drittens, ohne die Einbindung aller Akteure – von Fahrern über Disponenten bis zu Energieversorgern – bleibt das Potenzial der Systeme weitgehend ungenutzt.

Zukunftstrends und Ausblick: Fleet-Management als Baustein der smarten Stadt

Fleet-Management-Systeme stehen am Beginn einer rasanten Entwicklung, die weit über die reine Verwaltung von E-Fahrzeugen hinausgeht. Bereits heute arbeiten Anbieter und Städte an der Integration von Künstlicher Intelligenz, die nicht nur operative Prozesse automatisiert, sondern auch strategische Entscheidungen unterstützt: Wann lohnt es sich, neue Fahrzeuge zu beschaffen? Welche Ladepunkte müssen ausgebaut werden? Wie können Flotten als flexible Speicher ins Stromnetz eingebunden werden (Stichwort: Vehicle-to-Grid)?

Ein weiterer Trend ist die Vernetzung mit anderen urbanen Systemen. Fleet-Management wird zunehmend Teil der städtischen Digitalstrategie, verknüpft sich mit Verkehrssteuerung, Energieversorgung und Stadtplanung. So entstehen datengetriebene Plattformen, die nicht nur den Betrieb optimieren, sondern auch Planungsprozesse mit Echtzeitdaten versorgen – etwa zur Entwicklung neuer Quartiere, zur Reduktion von Emissionen oder zur Erhöhung der Lebensqualität.

Die nächste Evolutionsstufe zeichnet sich bereits ab: autonome E-Flotten, die selbstständig Fahrzeuge nachladen, Standorte wechseln und Routen anpassen. Hier werden Fleet-Management-Systeme zum Betriebssystem der urbanen Mobilität – und eröffnen völlig neue Möglichkeiten für eine flexible, bedarfsgerechte und ressourcenschonende Verkehrssteuerung.

Gleichzeitig wächst die Bedeutung von Standards und regulatorischen Rahmenbedingungen. Initiativen wie die Nationale Plattform Zukunft der Mobilität (NPM) oder die europäischen Normungsprojekte treiben die Entwicklung interoperabler, skalierbarer Systeme voran. Für Städte und Betreiber bedeutet dies: Wer frühzeitig auf offene, zukunftsfähige Lösungen setzt, sichert sich einen Wettbewerbsvorteil – und kann auf kommende Herausforderungen flexibel reagieren.

Schließlich sind Fleet-Management-Systeme auch ein Hebel für mehr Nachhaltigkeit, Transparenz und Teilhabe. Sie ermöglichen die gezielte Steuerung von Emissionen, die bedarfsgerechte Auslastung von Ressourcen und die Integration neuer Mobilitätsformen. Für Stadtplaner, Betreiber und Verwaltung bieten sie die Chance, die Mobilitätswende aktiv zu gestalten – statt von ihr überrollt zu werden.

Fazit: Fleet-Management-Systeme sind das Betriebssystem der urbanen E-Mobilität

Fleet-Management-Systeme sind weit mehr als technische Spielerei – sie sind das Herzstück einer zukunftsfähigen, nachhaltigen urbanen Mobilität. Sie verbinden Technik, Betrieb und Stadtentwicklung zu einem datengetriebenen Gesamtsystem, das nicht nur den Fuhrpark, sondern die gesamte Stadt in Bewegung hält. Wer die Transformation zur E-Mobilität erfolgreich gestalten will, kommt an professionellen, offenen und intelligenten Fleet-Management-Lösungen nicht vorbei.

Die Herausforderungen sind groß: von der Integration der Ladeinfrastruktur über die Standardisierung der Daten bis hin zur Organisation im Betrieb. Doch die Chancen überwiegen. Denn Fleet-Management-Systeme eröffnen neue Wege zu mehr Effizienz, Nachhaltigkeit und Lebensqualität in der Stadt. Sie machen Mobilität planbar, steuern Energie intelligent und verbinden die Akteure zu einer echten urbanen Gemeinschaft. Die Zukunft der E-Mobilität ist digital, vernetzt – und beginnt genau hier. Wer klug plant, mutig ausprobiert und auf offene Systeme setzt, wird zum Vorreiter der urbanen Mobilitätswende. Für alle anderen bleibt die Zukunft – elektrisch, aber chaotisch.

POTREBBE INTERESSARTI ANCHE

Shared mobility: how digital platforms are redefining public transport

Building design

Shared mobility is becoming increasingly important in the modern city: digital platforms enable residents to use vehicles such as car-sharing cars, e-scooters and bicycles quickly and flexibly. These solutions relieve the burden on cities and contribute to sustainable urban mobility. Matthew Archuleta | Unsplash

Cities today face major challenges when it comes to mobility. Private transport leads to traffic jams, air pollution and land consumption. Shared mobility offers a solution that relies on the shared use of vehicles and thus relieves both the environment and the roads. Digital platforms and apps allow people to use vehicles flexibly without having to own a car. These new mobility models are not only an environmentally friendly alternative, but also an important step towards a more sustainable and liveable city. […]

Cities today face major challenges when it comes to mobility. Private transport leads to traffic jams, air pollution and land consumption. Shared mobility offers a solution that relies on the shared use of vehicles and thus relieves both the environment and the roads. Digital platforms and apps allow people to use vehicles flexibly without having to own a car. These new mobility models are not only an environmentally friendly alternative, but also an important step towards a more sustainable and liveable city.

Fun fact: According to a study by McKinsey, shared mobility solutions could reduce the need for private cars in cities by up to 30% by 2030.

Shared mobility is based on a combination of several technologies that work together seamlessly to provide users with a simple and convenient experience.

Digital platforms

Digital platforms such as Uber, Lyft, Free Now and Share Now connect users and vehicles in real time. These platforms offer features such as booking, payment and route optimization that allow users to use a vehicle immediately and without much effort.

Internet of Things (IoT)

The IoT is an integral part of shared mobility. Vehicles are often equipped with GPS and sensors that report their location and status in real time. This data helps to optimize operations by providing information on availability, maintenance and routes.

Mobile apps

Mobile apps are the main tool through which users access shared mobility services. They enable the booking of rides, payment and provide access to information such as the location of the next available vehicle and estimated arrival times.

Practical example: In Amsterdam, the car-sharing company Share Now uses a platform that provides real-time information on available vehicles and allows users to unlock the cars via an app.

Shared mobility comprises various models that are tailored to the different needs of users.

Car sharing

Car sharing enables users to rent a car for short periods of time. Models such as station-based car sharing (e.g. Zipcar) and free-floating car sharing (e.g. Share Now) offer flexibility and reduce the need for private car ownership.

Bike sharing

Bike sharing systems offer an environmentally friendly alternative for short distances. Users can find and use bikes at special stations or via GPS using an app. This promotes healthy, emission-free mobility.

Ridesharing and ride-hailing

Ridesharing (e.g. BlaBlaCar) and ride-hailing (e.g. Uber) offer users the opportunity to share journeys or order a vehicle with a driver. This optimizes traffic flow and reduces environmental pollution.

Scooter sharing

Electric scooters, which can be rented via an app, have established themselves as a popular option for short journeys. They are space-saving and emission-free and complement other means of transportation in the urban environment.

Practical example: Lime offers scooter sharing in many cities around the world and is a practical solution for the so-called “last mile”, which is often difficult to cover with public transport.

Shared mobility offers numerous advantages that have a positive impact on cities, the environment and users.

Reduction of emissions

As fewer people own their own car, the number of vehicles on the roads is reduced. Shared mobility promotes the use of electric and low-emission vehicles and thus helps to reduce CO₂ emissions.

Less traffic and congestion

When people share vehicles, traffic is reduced. Fewer vehicles on the roads means less congestion, better air quality and an overall more pleasant urban environment.

Lower costs for users

Shared mobility is often cheaper than owning a car, as users only pay for what they actually use. Maintenance, insurance and other fixed costs are eliminated.

Flexible mobility

Shared mobility models offer users a flexible and convenient way to get around without having to worry about finding a parking space or vehicle maintenance.

Expert opinion: According to a study by Deloitte, 55% of millennials prefer shared mobility solutions to owning their own car as they offer flexibility and cost efficiency.

Despite its advantages, shared mobility faces various challenges that need to be overcome.

Infrastructure and space requirements

Shared mobility requires special parking spaces and parking areas for bicycles and scooters, which can lead to conflicts in public spaces. Cities need to provide space for these vehicles without interfering with pedestrian traffic.

Safety concerns

Scooters and bikes can pose a safety risk, especially in busy areas. Accidents and lack of helmet use are common problems that jeopardize the safety of users.

Legal and regulatory issues

The regulation of shared mobility services is complex and varies from city to city. Providers must adhere to local regulations, which can increase operating costs and limit availability.

User acceptance and habits

Although shared mobility offers many advantages, some people still prefer to own their own car. It takes time and education to increase the acceptance of shared mobility solutions.

Example: In San Francisco, the rapid growth of scooter sharing has led to problems with poorly parked scooters on sidewalks, resulting in complaints from citizens and the need for stricter regulations.

Amsterdam: Car sharing integration with public transport

In Amsterdam, car sharing providers work closely with public transport to offer integrated mobility solutions. Users can use car-sharing vehicles as a supplement to public transport and thus increase flexibility.

San Francisco: Scooter sharing

San Francisco has successfully integrated scooter sharing and introduced strict regulations to ensure that the vehicles are parked properly and the safety of users is guaranteed.

Copenhagen: Bikesharing

Copenhagen, known as a bike-friendly city, has developed a comprehensive bike-sharing program that is used by locals and tourists alike. This has reduced the use of cars in the city center.

The future of shared mobility will be shaped by the integration of new technologies and business models.

  1. Autonomous driving: Autonomous vehicles could make shared mobility even more efficient and safer as they are continuously available and can move autonomously.
  2. Artificial intelligence (AI): AI can help to better manage traffic flows and vehicle availability in order to maximize efficiency and adapt the service to the needs of users.
  3. Mobility as a Service (MaaS): MaaS platforms combine different modes of transportation in a single app that integrates all mobility services from public transport to car sharing and offers a seamless user experience.
  4. Sustainability and electric drives: The introduction of electric shared mobility vehicles will help reduce emissions and improve air quality in cities.

Future outlook: A pilot project in Helsinki is testing autonomous, electric car sharing vehicles that can be booked via a MaaS app and offer users a complete, sustainable mobility solution.

Shared mobility is fundamentally changing the way people travel in cities. Through the use of digital platforms and innovative business models, it offers a sustainable alternative to private car ownership and contributes to solving urban challenges. Despite the challenges, particularly in terms of infrastructure and user acceptance, it is clear that shared mobility has the potential to make urban mobility more efficient, environmentally friendly and flexible.

Concluding thought: Shared mobility is more than just a technology – it is a vision for sustainable mobility that conserves resources and creates quality of life. If cities and providers work together, shared mobility could become an essential part of urban life in the future.

Read more: The European Garden Award 2024 went to a total of ten projects this year. The focus was on the topic of “Green Oasis”.

National Arena Bucharest – Stadiums of the European Championship 2021

Building design

Lia Manoliu Stadium

If you take a closer look at the national arena in the Romanian capital Bucharest, you are instinctively reminded of a Bundesliga stadium. This is no coincidence, as the roots of the arena lie in Germany. The Romanian national arena in Bucharest has German genes: the 55,000-seat soccer stadium was designed by Hamburg architects Gerkan, Marg […]

If you take a closer look at the national arena in the Romanian capital Bucharest, you are instinctively reminded of a Bundesliga stadium. This is no coincidence, as the roots of the arena lie in Germany.

The Romanian national arena in Bucharest has German genes: the 55,000-seat soccer stadium was designed by Hamburg architects Gerkan, Marg & Partner (gmp), the structural design was carried out by the engineering firms Schlaich Bergermann & Partner from Stuttgart and Krebs und Kiefer from Karlsruhe, and the general contractor was the construction company Max Bögl from Sengenthal in the Upper Palatinate.

Although it is a soccer stadium, the building is named after a female discus thrower: Lia Manoliu won the gold medal at the 1968 Olympic Games in Mexico City. However, the stadium is now known exclusively as the “Arena Națională”, i.e. the “National Arena”. The new building was named after Lia Manoliu after its predecessor, the “Stadionul Național Lia Manoliu”, the old national stadium. It previously stood on the same site and was demolished in 2008.

Unlike the arena, it was a multi-purpose stadium. Its stands were not covered and the athletics facilities were located between the pitch and the stands. This meant that at the beginning of the millennium it no longer met the requirements for a venue for international soccer matches. In 2006, Max Bögl won the tender for the construction of the new national arena – which, however, had been planned quite differently at the time. However, the German company submitted an alternative project to the client, the city of Bucharest, which was much simpler and cheaper to build.

The National Arena bears unmistakable similarities to Frankfurt’s Waldstadion. This is no coincidence: the same team of general contractors, architects and engineers built the stadium on the Main between 2002 and 2005. The closable membrane roof in particular is almost a one-to-one replica of the construction in Frankfurt. As there, the roof is located in the large video cube above the pitch when folded up. It extends within 15 minutes when required. It then spans the area between the grandstand roofs. The stand roofs themselves are supported by a so-called pressure ring, which towers over the stadium like a crown. The ring rests on 40 steel pillars, which sit on the concrete construction of the grandstand ring.

The stands have two tiers. The architects designed the spectator area with seating shells in different shades of red, blue and yellow, the national colors of Romania. On the outside of the stadium, the verticality of the concrete columns supporting the stands defines the appearance of the building. The grassy embankment on which the arena stands is still a relic of the old national stadium. It mediates between the new building and the historic sports park that surrounds it. Large steps lead up the rampart. They make a visit to the National Arena a bit of a pilgrimage.

Find out more about the National Stadium Budapest. Here you can find an overview of the EURO 2021 stadiums.