Gray colossus

Building design

Worth more than a glance: the ceiling painting

Having barely arrived in Rotterdam, Baumeister Academy winner Maxi Graber shares a photo of the Cornucopia painting in the Markthal on the Academy Instagram account. In 2014, Maxi’s internship office MVRDV built the first market hall in the Netherlands. Reason enough for us to take another look at the gray colossus.

Having barely arrived in Rotterdam, Baumeister Academy winner Maxi Graber shares a photo of the Cornucopia painting in the Markthal on the Academy Instagram account. The post literally goes through the roof. In 2014, Maxi’s internship office MVRDV built the first Markthal in the Netherlands and covered it with a large arch and 200 apartments. Reason enough for us to take another look at the gray colossus. Our editor Sabine Schneider traveled to Rotterdam in 2015 and reported on her visit in the Baumeister March issue. Here is an excerpt from her report.

It won’t be easy. I start my journey to Rotterdam with tense anticipation. I know the market hall in Rotterdam well from publications, and my opinion is clear: it’s a monstrous construction that obviously wants to make itself smaller than it is on the outside with its cladding of camouflage gray granite slabs, but screams all the louder on the inside with a kitschy sky of giant fruits. In cross-section, the building forms a half-baked horseshoe, a tunnel that leads nowhere, an oversized fairground stall with apartments on the hump. A new typology, as the architects are promoting the project? Save us from that.

In fact, my criticism of the façade and form is now far less important when I am on site: the ribbon-like square of the Binnenrotte in the center, under which the tracks run and which therefore cannot be built on, appears cheerless, empty, draughty and not well defined on five out of seven days when there is no weekly market. The large, gray market hall has the same problem as the surrounding buildings: it is an island between islands – it lacks urban density. It does not appear permeable, but stands slightly elevated a few steps above the square, its reflective panes closing off the huge gate, sealing it off. It can only be entered through three narrow revolving doors that you have to squeeze through.

MVRDV have set up simple steel scaffolding as market stalls in Hall 96 on an area roughly the size of a soccer pitch. It’s fun to look, try, stroll and buy here. There is everything from currywurst to exclusive steak, from Dutch cheese to Turkish sweets. A good idea is to set up a terrace on the roof of the stalls, creating a “tasting room” on the roof. Something like this is often missing in traditional markets, because you work up an appetite while strolling around. However, it also brings the market closer to one of the usual “food courts” in shopping malls.

Restaurants, cafés, a cookery school, a household goods store and a wine shop have moved into the first two floors of the long sides of the tunnel. The interior façades of the 102 rental apartments and 126 condominiums, all of which have windows overlooking the market and a terrace to the outside, curve above. The higher you climb in the building, the more oblique the view of the market becomes, until at the very top of the 24 penthouses on the eleventh and last floor you can look straight down vertically.

Concept and compromises

But how did this design come about? Rotterdam is planning to renovate the former old town district and held an investor competition in 2004. The developer Provast submitted the design by MVRDV and won first prize, as the architects were able to combine the two specified residential slabs with a market. Priority was given to housing; there was no budget for a market hall. This resulted in the horseshoe shape, as the upper apartments, which close the arch, were too deep for good lighting – so the shape was slanted at the top. Towards the first floor, the storeys widen again in order to enlarge the retail space as required by the developer. In this way, the constraints did not shape the architectural idea, but deformed it like chewing gum.

You can find the full report here!

And you can find out more about Baumeister Academy there!

The Baumeister Academy is supported by GRAPHISOFT, BAU 2019 and Schöck Bauteile GmbH.

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How Luanda uses land management as a resilience strategy

Building design
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Green plants on a white concrete fence, photographed by Danist Soh, illustrate innovative urban greening and sustainable design.

Luanda – eine Stadt, die sich im Spannungsfeld zwischen rasantem Wachstum und Klimarisiken bewegt, setzt auf ein hochmodernes Flächenmanagement, das weit über klassische Kataster hinausgeht. Hier wird Resilienz nicht zum Modewort, sondern zur Überlebensstrategie. Wie gelingt es der angolanischen Metropole, aus städtischer Not eine Tugend zu machen? Ein tiefer Blick in die Werkstatt urbaner Anpassungsfähigkeit, die europäischen Planern einiges beibringen kann.

  • Einführung in die Herausforderungen und Besonderheiten von Luandas Stadtentwicklung
  • Strategische Bedeutung des Flächenmanagements für urbane Resilienz
  • Instrumente, Methoden und digitale Werkzeuge im Einsatz
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Wissenschaft und Bevölkerung
  • Umgang mit informellen Siedlungen und Flächenkonflikten
  • Integration von Klimaanpassung, Wassermanagement und Grünflächen
  • Fallbeispiele und Lessons Learned für deutschsprachige Städte
  • Chancen und Risiken eines resilienten Flächenmanagements
  • Fazit: Was deutsche Planer von Luanda lernen können

Luanda im Fokus: Urbanes Wachstum und die Kunst der Flächensteuerung

Luanda, die Hauptstadt Angolas, ist mit ihren über acht Millionen Einwohnern ein Paradebeispiel für die Herausforderungen einer schnell wachsenden Megacity im Globalen Süden. Seit Jahrzehnten erlebt die Stadt eine rasante Urbanisierung, ausgelöst durch Binnenmigration, wirtschaftlichen Wandel und die Hoffnung auf ein besseres Leben. Doch was auf den ersten Blick wie ein klassisches Szenario aus Lehrbüchern der Entwicklungszusammenarbeit wirkt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Laboratorium für innovative Stadtstrategien.

Die Stadtfläche Luandas ist ein Flickenteppich aus geplanten Quartieren, informellen Siedlungen, Industriearealen und Flächen, die dem Meer oder Mangrovensümpfen abgerungen wurden. Wer hier Flächenmanagement betreibt, jongliert mit konkurrierenden Ansprüchen: Wohnraum, Infrastruktur, Verkehr, Grün, Gewerbe und – nicht zu vergessen – die Notwendigkeit, die Stadt widerstandsfähig gegen Überschwemmungen, Hitze und soziale Krisen zu machen. Herkömmliche Planungsverfahren geraten dabei schnell an ihre Grenzen. Denn Luandas Dynamik ist weniger durch Paragrafen als vielmehr durch Pragmatismus, Improvisation und die permanente Suche nach Lösungen geprägt.

Hinzu kommt die besondere Topographie der Stadt: Die weiten Ebenen werden von Flussläufen, Lagunen und sandigen Höhenzügen durchzogen, die das Risiko von Überschwemmungen und Hangrutschungen erhöhen. In dieser Gemengelage ist Flächenmanagement mehr als Verwaltung von Parzellen. Es ist ein kreativer Aushandlungsprozess, der städtebauliche, ökologische und soziale Anforderungen miteinander verknüpft. Die Resilienzstrategie Luandas setzt genau hier an: Flächen werden nicht statisch betrachtet, sondern als multifunktionale Ressource, die flexibel auf Krisen und Chancen reagieren kann.

Die Verwaltung Luandas hat aus der Not eine Tugend gemacht und setzt auf eine Kombination aus raumplanerischen Instrumenten, digital gestützter Datenerhebung und partizipativen Verfahren. Während in Europa oft jahrelang an Flächennutzungsplänen gefeilt wird, agiert man in Luanda mit einer erstaunlichen Reaktionsgeschwindigkeit. Dies ist weniger Ausdruck von Chaos als vielmehr ein Zeichen für adaptives Management, das auf den ständigen Wandel der urbanen Realität antwortet. Der Leitsatz: Wer zu langsam ist, verliert die Kontrolle über die Stadtentwicklung.

Bemerkenswert ist, wie sich dabei klassische Planungsideale mit improvisierten Praktiken vermischen. Offizielle Stadtentwicklungspläne existieren durchaus, werden jedoch regelmäßig durch kleinmaßstäbige, informelle Anpassungen ergänzt. Diese Flexibilität ist kein Makel, sondern ein entscheidender Faktor für die Resilienz der Stadt. Denn Luanda muss nicht nur auf kurzfristige Herausforderungen wie Starkregen oder wirtschaftliche Schocks reagieren, sondern auch langfristige Ziele wie Klimaschutz und soziale Integration im Blick behalten.

So entsteht ein Flächenmanagement, das aus der Balance zwischen formellen und informellen Strukturen lebt. Es ist gerade diese hybride Herangehensweise, die Luanda zur Vorreiterin einer neuen urbanen Resilienzstrategie macht – und die europäische Stadtplaner zum Umdenken anregen könnte.

Flächenmanagement als Resilienzstrategie: Methoden, Werkzeuge und Innovationen

Das Rückgrat von Luandas Resilienz ist ein Flächenmanagement, das weit über das klassische Katasterwesen hinausgeht. Hier wird Fläche nicht nur registriert und parzelliert, sondern als strategische Ressource betrachtet, die auf vielfältige Weise zum Überleben und zur Anpassungsfähigkeit der Stadt beiträgt. Die Methoden reichen von raumbezogenen Analysen bis hin zu innovativen digitalen Tools, die in enger Kooperation mit internationalen Partnern entwickelt wurden.

Ein zentrales Element ist die kontinuierliche Erfassung und Bewertung von Flächennutzungspotenzialen. Dabei werden nicht nur bestehende Siedlungsflächen, sondern auch Brachflächen, Grünräume, Überschwemmungsgebiete und Areale mit hohem Transformationspotenzial systematisch kartiert. Moderne Geoinformationssysteme und Drohnenaufnahmen liefern dabei die Datengrundlage für schnelle Entscheidungsprozesse. Diese digitale Offensive ist nicht Selbstzweck, sondern ermöglicht es, Risiken wie Überflutungen, Flächenkonflikte oder unkontrollierte Ausbreitung informeller Siedlungen frühzeitig zu erkennen und zu steuern.

Doch das eigentliche Innovationspotenzial liegt in der Verknüpfung von Flächendaten mit Szenarien der Stadtentwicklung. Simulationsmodelle, die in Zusammenarbeit mit Universitäten aus Portugal und Südafrika entwickelt wurden, ermöglichen es, zukünftige Landnutzungskonflikte, Risiken durch den Klimawandel oder den Bedarf an Infrastruktur vorausschauend zu analysieren. Diese Modelle fließen direkt in die Entscheidungsprozesse der Stadtverwaltung ein – eine bemerkenswerte Integration von Wissenschaft und Praxis, die in vielen europäischen Kontexten allenfalls als Pilotprojekt existiert.

Ein weiterer Baustein ist die partizipative Einbindung der Bevölkerung. In Luanda ist es gängige Praxis, dass Bewohner bei der Neugestaltung von Stadtteilen aktiv beteiligt werden. Mobile Plattformen, die per Smartphone nutzbar sind, ermöglichen es, Flächenbedarf, Nutzungswünsche und lokale Risiken direkt zu melden und zu dokumentieren. Das schafft nicht nur Akzeptanz, sondern erhöht auch die Resilienz der Stadt, weil lokale Wissensbestände systematisch in die Planung einfließen.

Die Verwaltung arbeitet dabei eng mit zivilgesellschaftlichen Gruppen, internationalen Organisationen und privaten Akteuren zusammen. Diese Kooperationen sorgen für eine breite Wissensbasis und eröffnen Zugang zu technischer Expertise, Finanzierung und innovativen Lösungsansätzen. Besonders im Bereich des Katastrophenschutzes und der Klimaanpassung wird so eine Resilienzstrategie etabliert, die auf mehreren Ebenen wirkt: von der Parzelle bis zur gesamten Metropolregion.

Bemerkenswert ist auch die Fähigkeit Luandas, aus Krisen zu lernen und Innovationen pragmatisch einzuführen. Nach den verheerenden Überschwemmungen der letzten Jahre wurden etwa in Rekordzeit flächenbezogene Frühwarnsysteme und Notfallpläne implementiert. Diese Maßnahmen zeigen: Resilienz entsteht dort, wo Flächenmanagement nicht als Verwaltungshandeln, sondern als lernendes System verstanden wird.

Zwischen informeller Dynamik und formeller Ordnung: Der Umgang mit Nutzungskonflikten

Ein zentrales Spannungsfeld in Luandas Flächenmanagement ist der Umgang mit informellen Siedlungen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in sogenannten „Musseques“, Siedlungen, die ohne formale Baugenehmigung, oft aber mit viel Eigeninitiative und sozialer Vernetzung entstanden sind. Diese Quartiere sind nicht nur Ausdruck von Wohnungsnot, sondern auch von urbaner Kreativität und Anpassungsfähigkeit – Eigenschaften, die für eine resiliente Stadtentwicklung essenziell sind.

Die Verwaltung Luandas hat erkannt, dass eine rein repressive Strategie gegenüber informellen Siedlungen kontraproduktiv ist. Stattdessen setzt man verstärkt auf eine Integration dieser Quartiere in die formale Stadtstruktur. Das bedeutet: Flächen werden regularisiert, Infrastruktur schrittweise ausgebaut und Bewohner an der Neugestaltung beteiligt. Dieser Ansatz ist nicht ohne Konflikte, etwa wenn bestehende Nutzungen umgewandelt oder neue Flächennutzungspläne eingeführt werden. Doch die Erfahrung zeigt, dass Resilienz dort wächst, wo Planung und soziale Realität miteinander in Dialog treten.

Besonders herausfordernd ist die Steuerung von Flächenkonflikten zwischen Wohnbebauung, Gewerbe und öffentlichem Raum. In einem Umfeld, in dem Flächen ein knappes Gut sind, konkurrieren verschiedene Akteure um die besten Lagen. Die Verwaltung setzt deshalb auf eine flexible Nutzungsmischung und temporäre Nutzungsformen, die es erlauben, Flächen bedarfsgerecht und situationsangepasst zu vergeben. So entstehen urbane Räume, die sich schnell an neue Anforderungen anpassen können – ein entscheidender Vorteil in Zeiten multipler Krisen.

Ein weiteres Feld ist der Umgang mit den ökologischen Risiken, die aus der Expansion der Stadt in sensible Gebiete resultieren. Viele der jüngeren Stadtteile Luandas sind auf ehemaligen Mangrovenflächen oder in Überschwemmungsgebieten entstanden. Hier zeigt sich die Notwendigkeit, Flächenmanagement als Instrument der Katastrophenvorsorge und Klimaanpassung zu begreifen. Die Integration von Grünflächen, Retentionsräumen und naturnahen Parks ist daher kein Luxus, sondern Teil der städtischen Überlebensstrategie.

All diese praktischen Erfahrungen machen deutlich: Die Fähigkeit, Nutzungskonflikte konstruktiv zu lösen, ist eine Schlüsselkompetenz für resiliente Städte. Luanda beweist, dass es dabei nicht auf perfekte Ordnung, sondern auf adaptive Steuerung und die Bereitschaft zu Kompromissen ankommt. Europäische Städte, die mit zunehmenden Flächenkonkurrenzen und sozialem Wandel ringen, können von diesen Ansätzen viel lernen.

Klimaanpassung, Grünflächen und Wassermanagement: Multifunktionale Flächennutzung als Resilienzmotor

Die Verwundbarkeit Luandas gegenüber Klimarisiken ist kein Randthema, sondern prägt das gesamte Flächenmanagement. Überschwemmungen, Hitzewellen und Wasserknappheit sind allgegenwärtige Herausforderungen, die innovative Lösungen verlangen. Besonders im Fokus steht die Entwicklung multifunktionaler Flächen, die mehrere Aufgaben gleichzeitig erfüllen: Sie dienen als Wohnraum, Grünfläche, Wasserspeicher und Rückzugsort für die Bevölkerung.

Ein Paradebeispiel ist die Umgestaltung von Überschwemmungsgebieten zu urbanen Parks, die nicht nur als Naherholungsraum, sondern zugleich als Retentionsflächen bei Starkregen dienen. Diese Parks sind so gestaltet, dass sie im Ernstfall gezielt geflutet werden können, um angrenzende Stadtteile zu schützen. In Zusammenarbeit mit internationalen Experten wurden hier Wasserbilanzen, Vegetationskonzepte und Wegeführungen entwickelt, die eine maximale Resilienz gewährleisten.

Auch das urbane Wassermanagement ist eng mit dem Flächenmanagement verzahnt. In Luanda werden Regenwasserspeicher, Bewässerungssysteme und dezentrale Versickerungsflächen gezielt in die Stadtstruktur integriert. Ziel ist es, sowohl Wasserknappheit als auch Überflutungen entgegenzuwirken. Diese Lösungen sind meist kostengünstig, robust und an die lokalen Bedingungen angepasst – ein Beweis dafür, dass Resilienz nicht zwangsläufig Hightech braucht, sondern vor allem kluges Flächenmanagement.

Grünflächen spielen eine zentrale Rolle für das städtische Mikroklima. Sie reduzieren Hitzeinseln, verbessern die Luftqualität und bieten Schutzräume bei extremen Wetterlagen. In Luanda werden selbst kleinste Restflächen begrünt und mit Schatten spendenden Bäumen bepflanzt. Diese Maßnahmen entstehen oft in Kooperation mit Schulen, Anwohnergruppen und Unternehmen – ein partizipativer Ansatz, der nicht nur die Resilienz, sondern auch das soziale Miteinander stärkt.

Neben den physischen Maßnahmen ist auch die Bewusstseinsbildung ein wichtiger Bestandteil der Resilienzstrategie. Durch Bildungsprogramme, Informationskampagnen und partizipative Planungswerkstätten wird das Wissen um die Bedeutung multifunktionaler Flächen breit gestreut. Das fördert die Akzeptanz von Veränderungen und sorgt dafür, dass die Bevölkerung zu einem aktiven Teil der Resilienzstrategie wird.

Die Erfahrung aus Luanda zeigt: Flächenmanagement ist dann am wirksamsten, wenn es als Querschnittsaufgabe verstanden wird. Es verbindet Infrastruktur, Ökologie, Soziales und Governance zu einem lernenden System, das in der Lage ist, auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen flexibel zu reagieren. Das macht Luanda zu einer spannenden Referenz für Städte weltweit, die auf der Suche nach resilienten Lösungen sind.

Fazit: Was deutsche Städte von Luandas Flächenmanagement lernen können

Luanda mag auf den ersten Blick als ferner, vielleicht sogar exotischer Referenzrahmen für europäische Städte erscheinen. Doch ein genauer Blick auf die dortigen Praktiken im Flächenmanagement eröffnet überraschende Perspektiven für die Resilienz urbaner Räume. Die angolanische Metropole zeigt, dass Resilienz nicht aus dem Lehrbuch kommt, sondern aus der Fähigkeit, flächendeckend flexibel, partizipativ und lernbereit zu agieren.

Die Kombination aus digital gestütztem Flächenmonitoring, partizipativer Einbindung und adaptiven Steuerungsmechanismen macht Luanda zu einem Vorbild für einen neuen Typus urbaner Resilienz. Hier wird nicht auf Perfektion, sondern auf Anpassungsfähigkeit gesetzt. Die Bereitschaft, informelle Strukturen als Ressource zu begreifen, Nutzungskonflikte konstruktiv zu lösen und Flächen multifunktional zu gestalten, ist ein Erfolgsfaktor, der auch im deutschen Sprachraum zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Besonders bemerkenswert ist die Einbindung von Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Verwaltung in gemeinsame Entscheidungsprozesse. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit sorgt dafür, dass Flächenmanagement nicht im Elfenbeinturm der Experten verbleibt, sondern als lebendiger Bestandteil der Stadtgesellschaft wirkt. Es ist diese Offenheit für Innovation und Dialog, die Luanda zu einem echten Labor für resiliente Stadtentwicklung macht.

Natürlich sind nicht alle Lösungen direkt übertragbar. Die spezifischen Herausforderungen Luandas – von informellen Siedlungen bis zu extremen Klimarisiken – unterscheiden sich von den Bedingungen in Mitteleuropa. Doch die Prinzipien hinter dem Flächenmanagement haben universelle Gültigkeit: Flexibilität, Integration, Partizipation und der Mut, auch in Krisenzeiten neue Wege zu gehen.

Für deutsche, österreichische und schweizerische Städte bedeutet das: Wer Resilienz ernst meint, muss Flächenmanagement als dynamischen, gesellschaftlichen Prozess begreifen. Die Zukunft urbaner Räume entscheidet sich nicht im Planungsbüro, sondern im Zusammenspiel von Daten, Menschen und Orten. Luanda macht vor, wie das gehen kann – mit Mut, Kreativität und einer großen Portion urbaner Intelligenz.

“The pandemic will change the profession”

Building design
Ben van Berkel is a Dutch architect and founder of the architecture firm UNStudio. Photo: ©Els Zweerink

Ben van Berkel is a Dutch architect and founder of the architecture firm UNStudio. Photo: ©Els Zweerink

UNStudio stands for “United Network Studio” and is based in Amsterdam. We spoke to founder Ben van Berkel about networking in times of corona, resilient architecture and future scenarios.

There are architecture firms and there is UNStudio. In 1988, Ben van Berkel and Caroline Bos, who met in London in 1987, founded the architecture and design office UNStudio. UNStudio stands for “United Network Studio” and is based in Amsterdam. The name says it all: the network, consisting of 300 employees from 27 different countries, is responsible for over 100 construction projects worldwide. Over 80 projects are currently in planning and under construction. However, UNS’ field of activity goes far beyond traditional architecture: there are units called UNSx and UNSFutures. These deal with topics such as user experience design and forecasting. We spoke to Ben van Berkel about networking in times of corona, resilient architecture and future scenarios.

It all started at a kitchen table. Here you and Caroline Bos sketched out your first designs. The idea of United Network Studio was born. Today, over 30 years later, UNStudio is operating from four international offices – Amsterdam, Shanghai, Hong Kong and Frankfurt – across two continents, and designing in over 30 countries. What does Covid-19 mean to a global company like yours?

With an epidemic, a global design firm has a distinct advantage, but once it becomes a pandemic, the advantage quickly slips away. For UNStudio, the recent pandemic and subsequent lockdowns meant that, like most design firms, we had to switch very suddenly to working from home. Everybody at UNStudio was up and running in their home offices within a couple of days, so in that respect, it actually caused very little disruption. But we did have the advantage that our Shanghai office had just been through the same situation, so we could learn from them.

We have also been very fortunate in that we have experienced little disruption to business as yet. In fact, two of our largest projects have just received planning permission and will now go full steam ahead with construction. We have also won a number of competitions recently, so on the whole, things are looking good in that respect.

How is creativity affected?

However, now that we have all been working in this new way for ten weeks [at the time of writing], we are starting to assess the benefits and drawbacks, and using this information to plan how we will start to return to working at the office. Like most, we have seen the benefits of communicating with each other, our consultants and our clients digitally, but we have also been made aware of the pitfalls.

As such, we are asking questions about to what extent creativity is affected by our not being able to carry out design sessions and brainstorms face-to-face, or about what facets we miss about not being able to meet our clients in person. As such, we are now assessing, not only which measures we need to take to ensure we can return to the office safely, but also what improvements can be made to how we work and how we collaborate; how to apply what we have learnt from this experience to better our working practices.

“Travel time is valuable thinking time.”

“Our past, present and future is all about connecting people to places and to each other” is the motto of UNS. What does networking look like in times of corona?

Networking is currently 100% digital, which is a very interesting experience. That has its advantages and disadvantages. On the one hand scheduling is easier and you don’t have to allow for travel time between appointments; meetings can be carried out one after the other with people across the globe, which means you can get a great deal done in a lot less time. But on the other hand, not only can this be very energy draining, but you also realize the importance of seeing and speaking to people face-to-face. I do believe this is extremely important for building relationships and trust. Another disadvantage, if you fill your agenda with back-to-back to back meetings, is that you don’t make time for contemplation. Travel time is actually very valuable thinking time, so we should probably all be planning static ‘travel time’ into our days during lock-down, as a means of staying creative.

“Perhaps we can learn from shifting our routines.”

OnApril 30th, a Covid-19 update was released on the UNStudio website. It said: “We have switched from an average of 40 hours of travel a week, to 17 videos calls a day. And instead of hands-on design sessions, we are now using sharing platforms.” What else has changed in your daily routines?

This varies from person to person and very much depends on their individual situations. The lockdown is of course much harder on people who have had to not only help their children with school work, but also entertain them, whilst trying to work at the same time. There are also some people who feel very isolated, while others are thriving and are perfectly happy to work remotely. So, it’s both a personality thing and the family or living situation that effects how people organize or experience their days.

Thankfully many people are very focussed on staying fit and healthy and are making sure to get out or to exercise daily. But that is no longer during a set lunch hour, they do it when it suits their workload, or flow, to take a break. That is a big shift from the routine they may have been used to at the office, and perhaps another thing we can learn from.

“We have to design our buildings to be flexible.”

“Personally I have shifted my thinking from ‘What can we build?’ to ‘How can we be more resilient?“, is another statement of yours. What do you mean by that? And does architecture have to be resilient nowadays?

Yes. For some time now we have been talking about the need for the resiliency of cities in urban planning, but the recent pandemic has shown us that we also have to design our buildings in such a way that they are flexible enough to recover from disruptions. This may be a disruption like a pandemic, but it could also relate to sociopolitical change or an economic crisis, or of course environmental concerns.

“The topics of our Futures team have turned out to be extremely relevant.”

Forecasting the future and designing for it is an important part of the work of UNStudio. Therefore, UNSFutures was created. On the website it says “The result is healthier buildings and cities that improve quality of life … whatever the future may bring.” Whatever the future may bring – was a pandemic ever an imaginable future scenario?

In recent years, I have actually been teaching a course at Harvard University about the importance of taking health into consideration in architecture and urban design. But, to some of course an actual pandemic was imaginable, or in fact inevitable; to some who work in the scientific fields and who know from history how easily pandemics can emerge and spread. But I imagine that for the average person it has only ever been a concern when they received news of an epidemic elsewhere in the world and feared it would not be contained. As with Ebola or Sars, for instance. But we also mustn’t forget that none of us have ever experienced anything like this in our lifetime, so it is not present as a constant threat or fear in our minds.

That said however, it is remarkable that a lot of the topics our Futures team have been researching in recent years have actually now turned out to be extremely relevant to the current situation – even if a pandemic was never the actual impetus for their research.

“The health of humans, earth and the economy are completely interdependent.”

The German Federal President Frank-Walter Steinmeier is certain that the world afterwards will be different. Do you share that opinion? Will our world change permanently? And the world of architecture as well?

To a certain degree, yes. But we also shouldn’t overstate the case, as we always have to be cautious of making drastic changes or predictions during times of extremes. But even recent history has shown that change occurs after global disruptions take place. In architecture, there was a post-9/11 shift, and another one following the financial crisis of 2008. I have absolutely no doubt that the Corona virus pandemic will also change both the profession – how we do business – and how we design cities and buildings. Human health will of course become even more of a focus, but this has to be balanced at all times with the health of the economy and the planet, as they are all completely interdependent.