Heat action plans as an integrated control instrument

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Busy city street and modern skyscrapers in Germany, photographed by Bin White

Hitze ist längst keine bloße Sommerlaune mehr – sie ist zur urbanen Herausforderung geworden, die Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz jedes Jahr aufs Neue trifft. Wer Hitzeaktionspläne heute noch als Pflichtübung für die Verwaltung abtut, unterschätzt ihr enormes Potenzial: Richtig gedacht, sind sie keine Notfall-Checkliste, sondern ein strategisches Steuerungsinstrument, das Stadtplanung, Gesundheitswesen, Infrastruktur und Bürgerschaft zusammenbringt. Wie aber gelingt die Integration in den kommunalen Alltag, welche Stolperfallen lauern – und warum entscheidet gerade jetzt die Qualität der Umsetzung über die Zukunftsfähigkeit unserer Städte?

  • Definition und Bedeutung von Hitzeaktionsplänen im urbanen Kontext
  • Historische Entwicklung und aktuelle Herausforderungen in Mitteleuropa
  • Hitzeaktionspläne als integriertes Steuerungsinstrument: Chancen und Grenzen
  • Schnittstellen zu Stadtplanung, Gesundheitswesen und Infrastrukturmanagement
  • Best-Practice-Beispiele aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Rechtliche, technische und gesellschaftliche Hürden in der Implementierung
  • Erfolgsfaktoren für nachhaltige Hitzevorsorge und klimaresiliente Stadtentwicklung
  • Partizipation, Kommunikation und Governance: Wer steuert den Hitzeschutz?
  • Innovative Tools, Monitoring und Digitalisierung für adaptive Hitzeaktionspläne
  • Fazit: Warum Hitzeaktionspläne das neue Rückgrat der urbanen Resilienz sind

Von Hitzewellen zur urbanen Resilienz: Warum Hitzeaktionspläne heute Pflicht sind

Die Sommer der letzten Jahre haben es unmissverständlich gezeigt: Hitzewellen sind keine Ausnahmesituation mehr, sondern wiederkehrende Realität für Städte im deutschsprachigen Raum. In dicht bebauten Quartieren steigen die Temperaturen mitunter um mehrere Grad über das Umland hinaus – das berüchtigte Phänomen der urbanen Wärmeinsel. Die Folgen sind gravierend: Von gesundheitlichen Belastungen für vulnerable Gruppen über Schäden an Infrastruktur bis hin zu Ernteausfällen im Umland reicht die Palette der Risiken. Dabei verschärft der fortschreitende Klimawandel die Situation weiter. Prognosen zeigen, dass nicht nur die Häufigkeit, sondern auch die Intensität und Dauer von Hitzewellen zunehmen werden.

Vor diesem Hintergrund sind Hitzeaktionspläne – kurz HAP – aus dem Werkzeugkasten moderner Stadtentwicklung nicht mehr wegzudenken. Ursprünglich aus dem Gesundheitssektor kommend, etwa als Reaktion auf die Hitzekatastrophe in Frankreich 2003, haben sie sich längst weiterentwickelt. Heute stellen sie einen interdisziplinären Ansatz dar, der weit über kurzfristige Notfallmaßnahmen hinausgeht. Hitzeaktionspläne sollen Städte und Gemeinden befähigen, proaktiv auf extreme Temperaturen zu reagieren, Risiken zu minimieren und die Lebensqualität dauerhaft zu sichern.

Doch was unterscheidet einen guten Hitzeaktionsplan von einer simplen Maßnahmenliste? Die Antwort liegt in der Integration. Ein moderner HAP ist kein starres Dokument, sondern ein dynamisches Steuerungsinstrument, das laufend angepasst und mit anderen städtischen Strategien verzahnt wird. Dazu zählen Flächenmanagement, Verkehrsplanung, Grün- und Freiraumentwicklung, aber auch die Kommunikation mit der Bevölkerung. Erst die Verknüpfung dieser Dimensionen macht Hitzeschutz wirksam und resilient.

Die Herausforderung: Hitzeaktionspläne sind nur dann erfolgreich, wenn sie als Querschnittsaufgabe verstanden werden. Das bedeutet, dass verschiedene Ämter, Institutionen und Akteure zusammenarbeiten müssen – oft gegen eingespielte Routinen und Ressortegoismen. Die Realität in vielen Kommunen zeigt, wie schwer dieser Kulturwandel fällt. Vielerorts existieren zwar HAP auf dem Papier, doch ihre Wirksamkeit bleibt begrenzt, weil die Integration in laufende Prozesse fehlt.

Hier setzt die Diskussion an: Wie lässt sich die Steuerungsfunktion von Hitzeaktionsplänen stärken? Welche Rolle spielen Monitoring, Evaluierung und Anpassungsfähigkeit? Und wie kann verhindert werden, dass HAP nur als Feigenblatt für fehlende strukturelle Veränderungen dienen? Es sind diese Fragen, die das Thema weit über den akuten Hitzeschutz hinaus relevant machen – und die zeigen, warum Hitzeaktionspläne das Rückgrat einer zukunftsfähigen, klimaresilienten Stadt sind.

Hitzeaktionspläne als integriertes Steuerungsinstrument: Anspruch und Wirklichkeit

Die Theorie ist verlockend: Ein integrierter Hitzeaktionsplan verbindet die Bereiche Gesundheit, Stadtplanung, Umwelt und Soziales zu einem schlagkräftigen Instrument. In der Praxis jedoch zeigt sich ein oft fragmentiertes Bild. Viele Kommunen beschränken sich auf kurzfristige Maßnahmen wie Trinkwasserbrunnen, Hitzewarnungen oder die Anpassung von Dienstzeiten für städtische Mitarbeitende. Doch um Hitze wirklich zu steuern, bedarf es mehr – ein strategischer, ganzjähriger Ansatz, der die gesamte Stadtentwicklung durchzieht.

Herzstück eines effektiven HAP ist die Risikoanalyse. Sie bildet die Grundlage für alle weiteren Schritte. Dabei gilt es, besonders gefährdete Quartiere und Bevölkerungsgruppen zu identifizieren. Hier kommen Geoinformationssysteme (GIS), Klimamodelle und sozio-demografische Daten zum Einsatz. Eine Herausforderung, die Präzision und technische Expertise verlangt, denn urbane Hitzeinseln verhalten sich hochdynamisch. Oft ändern sich die Risikomuster innerhalb weniger Jahre, etwa durch neue Baugebiete, Verkehrsinfrastrukturen oder demografische Verschiebungen. Nur kontinuierliches Monitoring garantiert, dass HAP aktuell und wirkungsvoll bleiben.

Ein weiterer zentraler Baustein ist die Verzahnung mit der Stadtplanung. Maßnahmen wie Entsiegelung, Begrünung, Verschattung und Frischluftschneisen entfalten erst dann ihre volle Wirkung, wenn sie systematisch in Bauleitpläne, Bebauungspläne und die Freiraumentwicklung integriert werden. Hier zeigt sich, wie sehr Hitzeaktionspläne als Steuerungsinstrument über das Gesundheitswesen hinauswachsen. Sie werden zum Motor für nachhaltige Stadtentwicklung – vorausgesetzt, die relevanten Akteure sind an Bord und die Governance-Strukturen stimmen.

Doch Integration bedeutet auch, neue Kooperationsformen zu schaffen. Hitzeaktionspläne verlangen eine enge Zusammenarbeit zwischen Umwelt- und Gesundheitsämtern, Stadtplanern, Sozialdiensten, Versorgern und nicht zuletzt der Zivilgesellschaft. Dies setzt eine klare Rollenverteilung, transparente Entscheidungswege und den Willen zur gemeinsamen Steuerung voraus. Wo diese Voraussetzungen fehlen, drohen HAP im Verwaltungsalltag zu versanden oder im Krisenmodus steckenzubleiben.

Nicht zuletzt ist die Kommunikation entscheidend. Ein wirksamer HAP lebt vom Vertrauen der Bevölkerung. Nur wenn Bürger die Maßnahmen verstehen, sich beteiligen und im Ernstfall wissen, was zu tun ist, kann der Hitzeschutz seine volle Wirkung entfalten. Moderne Kommunikationsstrategien, digitale Plattformen und partizipative Formate sind daher keine Kür, sondern Pflicht. Die Erfahrung zeigt: Je transparenter und zugänglicher Hitzeaktionspläne gestaltet werden, desto größer ist ihre Akzeptanz und Wirkung.

Best-Practice und Stolpersteine: Was Städte im DACH-Raum lernen können

Ein Blick in die Praxis zeigt, dass die Bandbreite der Ansätze im deutschsprachigen Raum enorm ist. Städte wie Wien, Zürich und Freiburg gelten längst als Vorreiter, wenn es um die Integration von Hitzeaktionsplänen in die Stadtentwicklung geht. Wien etwa setzt auf eine konsequente Verknüpfung von HAP mit der Stadtklimaanalyse, der partizipativen Stadtgestaltung und der Digitalisierung von Monitoringprozessen. Das Ergebnis: Hitzeinseln werden systematisch identifiziert, Maßnahmen priorisiert und die Bevölkerung über Apps und Informationskampagnen eingebunden.

Auch Zürich hat sich mit seinem „Stadtklima-Konzept“ einen Namen gemacht. Hier sind Hitzeaktionspläne fest in die kommunale Planung eingebunden. Besonders hervorzuheben ist das Zusammenspiel von Klimadaten, GIS-gestützter Risikoanalyse und der engen Kooperation zwischen Bau- und Gesundheitsdepartement. Die Stadt setzt auf modulare Maßnahmenpakete, die von der Begrünung öffentlicher Räume bis zur Anpassung von Bauvorschriften reichen. Entscheidend ist die laufende Anpassung anhand aktueller Daten – ein Paradebeispiel für adaptive Stadtentwicklung.

Freiburg wiederum hat früh auf eine umfassende Freiraumstrategie gesetzt, die eng mit dem Hitzeaktionsplan verzahnt ist. Hier stehen grüne Infrastruktur, Entsiegelung und die Förderung von Stadtbäumen im Fokus. Ein spezielles Monitoring-Programm liefert die Datenbasis, um Hotspots rasch zu erkennen und gezielt gegenzusteuern. Besonders bemerkenswert ist der hohe Grad an Bürgerbeteiligung, der von der Planung bis zur Umsetzung reicht. Die Kommunikation erfolgt mehrsprachig und über verschiedene Kanäle, um möglichst viele Menschen zu erreichen.

Doch nicht überall läuft es rund. Viele Kommunen kämpfen mit begrenzten Ressourcen, mangelnder Datenbasis oder fehlender strategischer Einbindung. Oft fehlen klare Zuständigkeiten, was die Umsetzung verzögert oder gar verhindert. Ein weiteres Hindernis ist die mangelnde Verzahnung mit anderen Planungsprozessen – etwa, wenn HAP isoliert im Gesundheitsamt bearbeitet werden und der Schulterschluss mit Stadtplanung und Infrastruktur fehlt. Hier sind innovative Governance-Modelle gefragt, die ressortübergreifendes Arbeiten fördern und die Steuerungsfunktion der HAP stärken.

Auch die Digitalisierung bleibt eine Herausforderung. Während einige Städte bereits auf smarte Sensorik, Echtzeitdaten und digitale Beteiligung setzen, steckt diese Entwicklung vielerorts noch in den Kinderschuhen. Dabei eröffnen digitale Tools enorme Potenziale für das Monitoring, die Evaluierung und die flexible Anpassung von Maßnahmen. Wer diese Chancen nutzt, kann Hitzeaktionspläne vom statischen Papierprodukt zum lernenden, adaptiven Steuerungsinstrument weiterentwickeln.

Governance, Partizipation und Digitalisierung: Die Zukunft der Hitzeaktionspläne

Wie sieht der Hitzeaktionsplan von morgen aus? Eines ist klar: Ohne eine neue Governance-Kultur bleibt der beste Plan wirkungslos. Integrierte Steuerung bedeutet, dass politische Führung, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen. Dies erfordert Mut zu neuen Formen der Zusammenarbeit und die Bereitschaft, klassische Ressortgrenzen zu überwinden. Erfolgreiche Städte setzen auf Steuerungsgruppen mit klaren Mandaten, regelmäßigen Abstimmungsrunden und einer verbindlichen Einbindung aller relevanten Akteure. So entsteht ein Klima des Vertrauens und der gemeinsamen Verantwortung, das auch in Krisenzeiten trägt.

Partizipation ist dabei mehr als ein nettes Add-on. Sie ist Voraussetzung für die Akzeptanz und Wirksamkeit von HAP. Die besten Maßnahmen nützen wenig, wenn sie an den Bedürfnissen der Menschen vorbeigehen. Erfolgreiche Städte setzen daher auf partizipative Prozesse, die von der Risikoanalyse bis zur Umsetzung reichen. Digitale Plattformen, Bürgerdialoge und Kooperationsprojekte mit lokalen Initiativen sind bewährte Instrumente, um die Bevölkerung einzubinden und das Wissen vor Ort zu nutzen.

Die Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten, Hitzeaktionspläne dynamisch und adaptiv zu gestalten. Smarte Sensoren liefern Echtzeitdaten zu Temperatur, Feuchtigkeit und Luftqualität – eine unverzichtbare Grundlage für gezielte Maßnahmen. Moderne GIS-Anwendungen ermöglichen die präzise Lokalisierung von Hotspots und die Priorisierung von Interventionen. Künstliche Intelligenz kann helfen, Szenarien durchzuspielen und die Wirkung von Maßnahmen zu evaluieren. Zugleich gilt: Technik ersetzt keine Strategie. Die beste Digitalisierung nützt wenig, wenn Governance und Kommunikation nicht stimmen.

Ein weiteres Zukunftsthema ist die Verzahnung von Hitzeaktionsplänen mit anderen städtischen Strategien – etwa Klimaanpassung, Katastrophenschutz oder Mobilitätswende. Hier entstehen Synergien, die weit über den Hitzeschutz hinausgehen. Wer HAP klug integriert, schafft nicht nur mehr Lebensqualität, sondern auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Resilienz. Städte werden so zu Lernorten, die kontinuierlich aus Erfahrungen, Daten und Rückmeldungen neue Schlüsse ziehen und die Maßnahmen anpassen.

Schließlich bleibt die Frage der Verstetigung. Ein guter HAP ist nie fertig, sondern wird laufend weiterentwickelt. Monitoring, Evaluierung und Anpassung sind zentrale Elemente, um die Wirksamkeit zu sichern und neue Herausforderungen frühzeitig zu erkennen. Hier zahlt sich eine transparente, datenbasierte Steuerung aus, die auf Offenheit und Zusammenarbeit setzt. Nur so wird aus dem Hitzeaktionsplan ein echter Gamechanger für die Stadt von morgen.

Fazit: Hitzeaktionspläne als Schlüssel zur klimaresilienten Stadt

Hitzeaktionspläne sind weit mehr als ein Reaktionsinstrument für akute Wetterextreme – sie sind das strategische Rückgrat der klimaresilienten Stadt. Ihre Stärke liegt in der Integration: Sie verbinden Gesundheitsschutz, Stadtentwicklung, Infrastruktur und Bürgerbeteiligung zu einem wirkungsvollen Steuerungsinstrument, das proaktiv Risiken minimiert und die Lebensqualität sichert. Die Praxis zeigt, dass erfolgreiche HAP auf kontinuierlicher Risikoanalyse, klarer Governance, partizipativer Kommunikation und intelligenter Digitalisierung beruhen. Sie sind dynamisch, lernend und adaptiv – genau wie die Städte, für die sie entwickelt werden.

Die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen: Ressortdenken, begrenzte Ressourcen und mangelnde Datenbasis bremsen vielerorts die Umsetzung. Doch die Beispiele aus Wien, Zürich und Freiburg zeigen, dass es auch anders geht. Wer Hitzeaktionspläne als integrativen, strategischen Prozess versteht und alle relevanten Akteure einbindet, schafft nachhaltigen Hitzeschutz und legt den Grundstein für zukunftsfähige Stadtentwicklung. Dabei gilt: Technik, Governance und Kommunikation müssen zusammenspielen – nur dann entfalten Hitzeaktionspläne ihr volles Potenzial. Die Zeit zu handeln ist jetzt, denn die nächste Hitzewelle kommt bestimmt. Städte, die heute klug steuern, sichern nicht nur das Wohl ihrer Bewohner – sie werden zu Vorreitern einer neuen urbanen Resilienz.

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Six months in Vienna, six extraordinary residential buildings – that’s what Academy winner Franzisca Rainalter has set herself. Her series started with the Vienna housing project by the architecture firm einszueins. This month she visited a classic of social housing: the Karl-Marx Hof. My excursion this time goes to the “Grätzl” of the 19th district – Döbling. Right by the final stop […]

Six months in Vienna, six extraordinary residential buildings – that’s what Academy winner Franzisca Rainalter has set herself. Her series started with the Vienna housing project by the architecture firm einszueins. This month she visited a classic of social housing: the Karl-Marx Hof.

This time, my excursion takes me to the “Grätzl” of the 19th district – Döbling. Arriving directly at the final stop of the U4 underground line, you are already standing in front of the monumental central wing of the Karl-Marx-Hof. The “superblock” stretches for over a kilometer. I am standing right in the center of it – on what is now known as “12. February Platz” – which is formed by the recessed central wing and the six towers. The large square is lively: a few children are playing near a group of trees, older people are walking their dogs and a group of obvious tourists approach me with cameras. They are drawn here because the Karl-Marx-Hof is considered an icon of “Red Vienna”. The residential building was constructed between 1926 and 1933 according to plans by Karl Ehn as a prime example of a monumental “superblock”. As a counter-design to the garden city, the superblock is a “city within the city” with its own infrastructure.

Red Vienna emerged after the collapse of the Habsburg monarchy. After the first free municipal elections in 1919, Vienna became the first city in the world with over a million inhabitants to be governed by a social democratic administration. This gave rise to a socio-political experiment that encompassed and reformed all areas of life for its inhabitants. From social and health policy to education and housing. The financial basis for the new housing projects was created by the then city councillor Hugo Breitner with a new tax system and various luxury levies. Between 1923 and 1934, over 380 municipal buildings with more than 64,000 apartments were built with the help of the “Breitner taxes”.

“You have to understand municipal buildings as a response to what existed before. As an attempt to remove everything that was bad.” Eve Blau
Red Vienna: Architecture 1919-1934 – City-Space-Politics, lecturer at Harvard University. Research focus: History and theory of modern architecture and urban planning.

The buildings from the times of Red Vienna are scattered all over the city. Many of them are passed by carelessly, despite their red lettering. Some stand inconspicuously in small gaps between Wilhelminian-style buildings, others tower upwards and form the center of a “Gräzl”. Viennese municipal housing was part of the city from the very beginning: not outsourced in front of or next to the city, but integrated and right in the middle of it.

The “new Vienna”

Most municipal buildings in Vienna do not look very modern on the outside. They stand out from the German and international buildings that were built at the same time, which were white and had flat roofs. Instead, municipal buildings were seen rationally, on a large scale, with high-tech and modern infrastructure. New materials and industrial prefabrication had no place in Viennese municipal buildings. Instead, the focus was on the traditional – namely brick. This was based less on architectural principles and more on socialist policy, which was able to create and secure jobs with this construction method.

Karl-Marx-Hof

The Karl-Marx-Hof was intended to create affordable living space. Living space with running water, private toilets and social facilities within easy reach were to contribute to a better life.
This resulted in 1,382 apartments for 5,000 people and numerous facilities such as two laundries with washing stalls, two bathrooms with baths and showers, two kindergartens, a mother’s advice center, a library, a health insurance company with an outpatient clinic and 25 other stores. The Karl-Marx-Hof site covers 156,027 square meters. Not even a fifth of this has been built on. Under the motto “light, air, sun”, around 80 percent of the area was left green and used for the divided open space. At the time, rents in the Karl-Marx-Hof amounted to around ten percent of a worker’s salary.

Access to the individual houses is located inside the superblock. Residents therefore had to cross one of the many inner courtyards to get to their apartments. When I arrive in one of the courtyards, I notice how it becomes quieter. The noise of the city is shut out; the sounds of a residential area become audible: children can be heard laughing and shouting from the nearby meadow and balconies, and radio music can be heard from one apartment or another. It’s the weekend and I come across many families with baby carriages and dogs. Some elderly people are sitting on the benches, enjoying the last rays of sunshine this fall.
The balconies in the inner courtyard, individually designed by the residents, make the superblock more tangible as an inhabited object and give an idea that life is taking place in the monumental building. People have still been living here side by side in the “Grätzl” of Vienna’s 19th district for almost a hundred years.

All pictures: Franzisca Rainalter

The Baumeister Academy is an internship project of the architecture magazine Baumeister and is supported by GRAPHISOFT and BAU 2019.

Cultural heritage cemetery

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After all, cemetery culture has been shortlisted for the Unesco list by the German commission. Birgit Ehlers-Ascherfeld, Chairwoman of the Association of German Cemetery Gardeners, justifies the submission of the application as follows: “Preserving and maintaining this cultural heritage is a social responsibility.” A decision on new admissions is expected to be made in a year’s time.