Heat input through façade reflection – simulation in planning

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Breathtaking aerial view of a city with a river by Emmanuel Appiah

Wenn die Sonne gnadenlos auf die Stadt knallt, brennt nicht nur der Asphalt – sondern auch die Fassaden. Reflexionen von Gebäuden können ganze Quartiere in Hitzefallen verwandeln und machen präzise Planung, Simulation und innovative Strategien zur Pflicht. Welche Rolle spielt die Simulation von Hitze-Einträgen durch Fassadenreflexion wirklich in der Stadtplanung? Und wie lässt sich das Problem in deutschen, österreichischen und Schweizer Städten intelligent angehen? Willkommen beim Deep Dive in ein Thema, das so heiß ist wie die Sommer unserer Zeit.

  • Definition und Relevanz von Hitze-Einträgen durch Fassadenreflexion im urbanen Kontext
  • Physikalische Grundlagen und typische Problemstellungen im Stadtklima
  • Bedeutung moderner Simulationsmethoden für die Planung
  • Umgang mit Materialeigenschaften, Ausrichtung und städtebaulichem Kontext
  • Integrative Ansätze in Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Praxisbeispiele: Erfolgreiche Strategien und Lessons Learned
  • Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung im Umgang mit Hitzebelastung
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Von der Architektur bis zur Stadtklimatologie
  • Empfehlungen für Planung, Politik und Praxis
  • Fazit: Warum Simulation und Reflexion zur Pflichtlektüre für Planer werden

Hitze-Einträge durch Fassadenreflexion: Das unterschätzte Stadtklimarisiko

Im Sommer 2022 stiegen die Temperaturen in vielen mitteleuropäischen Städten auf Rekordwerte. Doch während die Debatte um Hitzeschutz meist auf Begrünung, Verschattung und Entsiegelung fokussiert, bleibt ein Faktor oft unter dem Radar: die Hitze, die durch die Reflexion von Sonnenstrahlen an Gebäudefassaden in den Stadtraum eingetragen wird. Diese sogenannte Sekundärstrahlung ist kein bloßes Randphänomen, sondern beeinflusst maßgeblich das Mikroklima in unseren Quartieren.

Im urbanen Raum treffen Sonnenstrahlen nicht nur direkt auf Menschen und Oberflächen, sondern werden an Glas, Metall, Stein oder Putz reflektiert. Die Intensität dieser Reflexion hängt von Material, Farbe, Ausrichtung und Verschmutzungsgrad der Fassade ab. Besonders problematisch sind großflächige, helle oder stark spiegelnde Fassaden, die das Sonnenlicht gebündelt in bestimmte Zonen des Stadtraums zurückwerfen. Was nach einer netten Lichtshow klingt, kann in der Praxis zu massiven Hitzespots führen, die Fußgängerzonen, Plätze und sogar Innenräume unerträglich aufheizen.

Physikalisch betrachtet spricht man hier von der kurzwelligen solaren Reflexion, die – anders als die langwellige Emission – unmittelbar nach dem Auftreffen wieder in den Raum abgelenkt wird. In dicht bebauten Quartieren kommt es so zu Mehrfachreflexionen, die sich gegenseitig verstärken können. Die Folge: Lokal können Temperaturen entstehen, die deutlich über dem ohnehin schon hohen städtischen Mittelwert liegen. Gerade vulnerable Gruppen wie ältere Menschen, Kinder oder Menschen mit Vorerkrankungen sind davon besonders betroffen.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Fassadenreflexionen im Extremfall zu Temperaturerhöhungen von mehreren Grad Celsius führen können – und das nicht nur direkt an der Fassade, sondern im gesamten angrenzenden Stadtraum. Besonders kritisch wird es, wenn reflektierte Strahlung auf bereits versiegelte, dunkle Oberflächen trifft. Hier entsteht ein Teufelskreis aus Absorption, Wiederabstrahlung und erneuter Reflexion, der das Mikroklima kippen kann.

Der Klimawandel verschärft diese Problematik zusätzlich. Längere Hitzeperioden, höhere Sonneneinstrahlung und der Trend zu großflächigen Glas- und Metallfassaden machen das Thema aktueller denn je. Städte, die dieses Risiko ignorieren, laufen Gefahr, ihre Freiräume und Aufenthaltsqualitäten buchstäblich zu verbrennen. Es ist daher höchste Zeit, die Hitze-Einträge durch Fassadenreflexion als integralen Bestandteil der Stadtplanung zu begreifen – und mit professionellen Methoden zu adressieren.

Simulation als Schlüssel: Wie moderne Tools Hitze sichtbar machen

Der Umgang mit Fassadenreflexion ist alles andere als trivial. Die Wechselwirkungen zwischen Sonnenstand, Gebäudegeometrie, Materialeigenschaften und städtischem Kontext sind hochkomplex – und mit bloßem Auge kaum zu erfassen. Hier kommen moderne Simulationsmethoden ins Spiel, die längst zum Goldstandard in der klimaresilienten Stadtplanung avanciert sind. Doch was genau leisten diese Tools, und wie werden sie in der Praxis eingesetzt?

Im Zentrum der Simulation stehen digitale Stadtmodelle, die nicht nur die Geometrie, sondern auch die Materialität sämtlicher Fassaden, Oberflächen und Vegetationsstrukturen berücksichtigen. Mithilfe von Strahlungsverfolgungsalgorithmen (Raytracing), thermischen Modellen und Wetterdaten lassen sich Szenarien für verschiedene Tages- und Jahreszeiten durchspielen. Die Ergebnisse werden in hochauflösenden Karten visualisiert, die Hotspots, Schattenwürfe und potenzielle Hitzespots präzise abbilden.

Ein entscheidender Vorteil der Simulation: Sie ermöglicht es, schon in der frühen Entwurfsphase zu erkennen, welche Fassadengestaltungen problematisch sind – und wie sich alternative Materialwahl oder Gebäudeausrichtung auf das Mikroklima auswirken. Planer können so gezielt gegensteuern, bevor unwiderrufliche Entscheidungen getroffen werden. Moderne Software-Lösungen wie ENVI-met, Urban Weather Generator oder sogar spezialisierte BIM-Plugins erlauben dabei nicht nur punktuelle Analysen, sondern auch dynamische Zeitreihen und Variantenvergleiche.

Besonders leistungsfähig sind Simulationen, wenn sie mit realen Messdaten aus dem Stadtraum kombiniert werden. Sensoren erfassen kontinuierlich Temperatur, Strahlungsintensität und Luftfeuchte und liefern so eine valide Datenbasis für die Modellierung. In Städten wie Wien, Zürich oder Frankfurt laufen bereits Pilotprojekte, bei denen Echtzeitdaten und Simulation in einem „digitalen Zwilling“ verschmelzen. Das eröffnet nicht nur neue Möglichkeiten für adaptive Planung, sondern auch für die Kommunikation mit Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit.

Auch die Visualisierung spielt eine zentrale Rolle: Interaktive Karten, Virtual-Reality-Modelle und Animationen machen die Auswirkungen von Fassadenreflexion für alle Beteiligten greifbar. Das schafft Akzeptanz, sensibilisiert für Risiken und unterstützt die Entscheidungsfindung. Ohne Simulation bleibt die Hitzebelastung durch Fassadenreflexion oft ein unsichtbares Problem – mit ihr wird sie zur gestaltbaren Größe im urbanen Planungsprozess.

Planungsstrategien: Von Materialwahl bis Quartierslayout – was wirklich wirkt

Die beste Simulation nützt wenig, wenn die daraus gewonnenen Erkenntnisse nicht konsequent in die Planung einfließen. Doch welche Maßnahmen sind tatsächlich wirksam, um Hitze-Einträge durch Fassadenreflexion zu minimieren? Hier zeigt sich: Es braucht einen Mix aus Materialkompetenz, städtebaulichem Feingefühl und technischer Innovation – und das im Zusammenspiel mehrerer Disziplinen.

Der erste Hebel liegt in der Materialwahl. Helle, matte Fassaden reflektieren zwar weniger Energie als dunkle, glänzende Oberflächen, doch sie werfen dennoch einen erheblichen Anteil der Strahlung zurück. Besonders kritisch sind spiegelnde Metall- oder Glasfassaden, wie sie bei modernen Büro- und Wohngebäuden beliebt sind. Hier können gezielte Materialmodifikationen helfen: Strukturierte oder mikroperforierte Oberflächen, keramische Beschichtungen oder spezielle Absorberfarben reduzieren die Reflexion und senken die Hitzebelastung spürbar.

Auch die geometrische Ausrichtung der Gebäude spielt eine wichtige Rolle. Fassaden, die exakt nach Süden oder Westen zeigen, sind besonders exponiert. Eine leichte Drehung oder Staffelung der Baukörper kann die Reflexion gezielt in weniger sensible Bereiche lenken. Zudem lassen sich durch Vor- und Rücksprünge, Balkone oder Verschattungselemente direkte Strahlungswege unterbrechen. Was zunächst nach architektonischem Spieltrieb aussieht, ist in Wahrheit eine hochwirksame Klimastrategie.

Im größeren Maßstab sind auch der städtebauliche Kontext und die Quartiersstruktur entscheidend. Enge Straßenschluchten, versiegelte Vorplätze und fehlende Grünflächen verstärken die Hitzeeffekte durch Reflexion. Hier helfen Durchlüftungsachsen, gezielte Begrünung und die Integration von Wasserflächen, um das Mikroklima zu stabilisieren. Die Kombination aus Simulation und integrativer Planung ermöglicht es, diese Maßnahmen präzise zu dosieren und maximalen Effekt zu erzielen.

Schließlich dürfen auch baurechtliche Instrumente nicht unterschätzt werden. In Wien etwa werden bei größeren Neubauprojekten verbindliche Klima- und Strahlungsgutachten gefordert. Auf dieser Basis können Städte gezielt Vorgaben zu Fassadenmaterialien, Verschattung und Begrünung machen. Je klarer die Regeln, desto besser lässt sich das Risiko steuern – und desto einfacher wird es für Planer, innovative Lösungen umzusetzen.

Die Quintessenz: Wer Hitze-Einträge durch Fassadenreflexion ernst nimmt, muss bereit sein, über den Tellerrand klassischer Architektur und Stadtplanung hinauszublicken. Es braucht ein interdisziplinäres Team, das Simulation, Materialforschung, Städtebau und Klimatologie zusammenbringt. Nur so entstehen Quartiere, die auch in Zukunft lebenswert bleiben – selbst wenn die Sonne brennt.

Praxisbeispiele aus DACH: Was wir von erfolgreichen Projekten lernen können

Die Theorie ist das eine, die Praxis oft eine ganz andere Baustelle – im wahrsten Sinne des Wortes. Doch wie sieht der Umgang mit Hitze-Einträgen durch Fassadenreflexion in der Realität aus? Ein Blick auf ausgewählte Projekte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt: Die Bandbreite reicht von ambitionierten Pilotvorhaben bis hin zu Regulierungen mit Vorbildcharakter.

In München wurde bei der Planung eines neuen Büroquartiers konsequent auf Simulation gesetzt. Mithilfe von ENVI-met wurden verschiedene Fassadenmaterialien und Ausrichtungen getestet. Die Ergebnisse führten dazu, dass ursprünglich geplante, stark reflektierende Glasfassaden durch keramisch beschichtete Oberflächen ersetzt wurden – mit messbarem Erfolg: Die Hitzespots auf den angrenzenden Plätzen wurden um bis zu 3 Grad Celsius reduziert. Das Projekt gilt heute als Benchmark für klimaresiliente Quartiersentwicklung in Süddeutschland.

Auch Wien macht ernst: Im Rahmen der „Smart City Wien“-Initiative sind Klima- und Strahlungsgutachten bei größeren Bauvorhaben Pflicht. Ein prominentes Beispiel ist das Quartier rund um den Hauptbahnhof. Hier wurden mithilfe von Simulation und partizipativer Planung nicht nur Fassaden, sondern auch Straßenbeläge und Stadtmöblierung auf ihre Hitzewirkung hin optimiert. Begrünte Pergolen, helle Bodenbeläge und gezielte Verschattung sorgen dafür, dass auch an heißen Tagen angenehme Aufenthaltsqualitäten möglich bleiben.

In Zürich wurde ein digitaler Zwilling der Innenstadt aufgebaut, der Echtzeitdaten von Sensoren mit Simulationsmodellen verknüpft. Hier können Planer nicht nur bestehende Hitzespots identifizieren, sondern auch die Wirkung von geplanten Neubauten oder Sanierungen vorab testen. Besonders spannend: Die Stadt stellt die Ergebnisse in einem offenen Datenportal zur Verfügung, sodass auch Bürger und Fachleute aus anderen Disziplinen an der Diskussion teilhaben können.

Neben diesen Leuchtturmprojekten gibt es auch viele kleinere Initiativen: In Freiburg etwa wurde im Rahmen eines Schulneubaus die Fassadenreflexion simuliert und durch gezielte Begrünung sowie spezielle Putzoberflächen minimiert. In Basel wiederum arbeitet die Stadt mit Universitäten zusammen, um neue Absorbermaterialien zu testen. Was alle Projekte eint: Sie setzen auf interdisziplinäre Zusammenarbeit, transparente Kommunikation und die konsequente Nutzung digitaler Tools.

Die wichtigste Erkenntnis aus der Praxis: Es gibt keine Patentlösung. Jedes Quartier, jedes Gebäude und jede Stadt braucht maßgeschneiderte Strategien. Aber wer frühzeitig simuliert, gezielt plant und innovative Materialien einsetzt, kann die Risiken durch Fassadenreflexion nicht nur minimieren, sondern auch neue Qualitäten für den Stadtraum schaffen. Die Zukunft gehört denen, die bereit sind, aus Fehlern zu lernen und mutig neue Wege zu gehen.

Chancen und Herausforderungen: Digitalisierung, Governance und neue Planungsparadigmen

Die Simulation von Hitze-Einträgen durch Fassadenreflexion ist kein Selbstläufer – auch wenn die Technik immer leistungsfähiger wird. Vielmehr bringt sie eine Reihe von Herausforderungen mit sich, die weit über die reine Modellierung hinausgehen. Gleichzeitig eröffnet sie jedoch neue Chancen für eine nachhaltige, klimaresiliente und lebenswerte Stadtgestaltung – vorausgesetzt, Planung, Politik und Verwaltung ziehen an einem Strang.

Ein zentrales Thema ist die Datenverfügbarkeit. Hochauflösende Stadtmodelle, präzise Materialdaten und aktuelle Wetterinformationen sind die Basis jeder verlässlichen Simulation. Doch gerade in kleineren Kommunen fehlen oft die personellen und finanziellen Ressourcen, um solche Daten systematisch zu erfassen und aktuell zu halten. Hier sind überregionale Kooperationen, offene Datenportale und staatliche Förderprogramme gefragt, um den Zugang zur Technologie zu demokratisieren.

Auch die Governance-Frage ist alles andere als trivial. Wer kontrolliert die Daten? Wer entscheidet, welche Parameter in der Simulation Priorität haben? Und wie werden die Ergebnisse in die verbindliche Planung übersetzt? Hier braucht es klare Regeln, transparente Prozesse und eine enge Zusammenarbeit zwischen Planern, Verwaltung, Wissenschaft und Bürgern. Nur so lässt sich verhindern, dass Simulation zur Black Box wird oder – schlimmer noch – gezielt zur Durchsetzung partikularer Interessen instrumentalisiert wird.

Ein weiteres Spannungsfeld ist der Umgang mit Unsicherheiten. Kein Modell kann alle realen Bedingungen zu hundert Prozent abbilden. Simulationen liefern immer nur Annäherungen an die Wirklichkeit – und können sich durch fehlerhafte Eingabedaten oder unvorhergesehene Klimaphänomene schnell als trügerisch erweisen. Es gilt daher, Simulationen als Entscheidungshilfe zu begreifen, nicht als unfehlbare Orakel. Gute Planung kombiniert digitale Tools mit Erfahrungswissen, partizipativen Prozessen und einer gesunden Portion Skepsis.

Schließlich eröffnet die Digitalisierung auch neue Partizipationschancen. Interaktive Visualisierungen, offene Datenplattformen und digitale Zwillinge machen komplexe Zusammenhänge für eine breite Öffentlichkeit verständlich. Das stärkt die Akzeptanz für klimaangepasste Maßnahmen und fördert den Dialog zwischen Experten, Politik und Stadtgesellschaft. Wer diese Chancen zu nutzen weiß, kann Hitzeschutz zur Gemeinschaftsaufgabe machen – und so die Lebensqualität in unseren Städten nachhaltig steigern.

Unterm Strich gilt: Die Simulation von Hitze-Einträgen durch Fassadenreflexion ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit für die Stadtplanung der Zukunft. Wer die Herausforderungen annimmt, bekommt die Chance auf bessere, gesündere und resilientere Städte. Wer sie ignoriert, riskiert nicht nur Fehlplanungen – sondern auch ein Stadtklima, das niemandem mehr gefällt.

Fazit: Reflexion, Simulation und die Zukunft der Stadtplanung

Die Zeiten, in denen Fassaden nur als gestalterisches Element betrachtet wurden, sind endgültig vorbei. Hitze-Einträge durch Fassadenreflexion sind ein zentraler Faktor für das urbane Mikroklima – und damit für die Lebensqualität, Gesundheit und Attraktivität unserer Städte. Moderne Simulationsmethoden machen es möglich, diese komplexen Zusammenhänge sichtbar, verstehbar und gestaltbar zu machen. Sie helfen, Risiken zu erkennen, Chancen zu nutzen und innovative Lösungen zu entwickeln.

Doch Technik allein reicht nicht. Es braucht den Mut, neue Wege zu gehen, interdisziplinär zu arbeiten und Planung als offenen, lernenden Prozess zu begreifen. Die Beispiele aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigen: Wer Simulation, Materialinnovation und partizipative Planung klug kombiniert, kann selbst die heißesten Quartiere abkühlen – und neue, lebenswerte Stadträume schaffen.

Für Planer, Architekten, Stadtverwaltungen und Politik bedeutet das: Simulation von Fassadenreflexion darf kein optionales Add-on mehr sein. Sie gehört ins Zentrum jeder klimaorientierten Stadtentwicklung. Nur so gelingt es, den Herausforderungen des Klimawandels souverän und innovativ zu begegnen. Und nur so bleibt die Stadt von morgen ein Ort, an dem man auch in heißen Zeiten gerne lebt.

Garten und Landschaft bleibt dran – und liefert Ihnen auch in Zukunft das geballte Know-how rund um urbane Innovationen, Klimaresilienz und nachhaltige Stadtentwicklung. Die Zukunft ist heiß – aber gemeinsam machen wir sie lebenswert.

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DGGL Culture Prize 2019

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All winners of this year's DGGL Culture Prize (Photo: Ute C. Bauer)

“Is civil society’s scope for action growing, or is it shrinking?” This was the question at the start of the 2019 Cultural Award ceremony “Civic Engagement for Gardens, Parks and Squares”, hosted by the German Society for Garden Art and Landscape Culture (DGGL e.V.) at the Allianz Environmental Forum in Berlin on April 6, 2019.

“Is civil society’s scope for action growing, or is it shrinking?” This was the question at the start of the 2019 “Civic Engagement for Gardens, Parks and Squares” cultural award ceremony, which was hosted by the German Society for Garden Art and Landscape Culture (DGGL e.V.) at the Allianz Umweltforum in Berlin on April 6, 2019.

60 projects applied, demonstrating that many people in Germany are committed to parks, gardens and squares as cultural living environments and meeting places. The range of projects submitted was surprising and showed once again that civic engagement is deeply rooted in our society today. The three prizes and four recognitions make it clear that, regardless of whether we are talking about traditional or new forms of engagement, the scope of civil society must be constantly re-explored. In order to expand the scope, the actors often need a great deal of patience, special skills to activate and inspire a larger citizenry, and also the goodwill of those with political responsibility.

Two of the award winners, among others, have demonstrated this staying power: The Munich architect couple Petra Lejeune-Grub and Hermann Grub have been campaigning for nine years for a tunnel solution to “reunite” the English Garden. With their commitment, they have convinced Munich’s citizens and politicians alike of the merits of the project.

The prize for “classic civic engagement” was awarded to the voluntary members of the Seifersdorfer Thal e.V. association. They have been maintaining and developing the English landscape garden of the same name near Dresden since 1981. They are not only committed to the preservation of listed gardens, but are also committed to landscape conservation and nature conservation in the Seifersdorf Valley and the adjacent landscape area.

Stadtparkverein Hamburg e.V. received the cultural award for “Nature Conservation and Sustainability” for its “Ecological Park” project . The focus of their work is to harmonize ecological and monument conservation concerns in one of Germany’s largest public parks. The jury considered the effort to balance often conflicting demands and thereby promote a contemporary development of the park to be exemplary for an integrative approach to the competing demands placed on inner-city green spaces, particularly in times of redensification and climate change.

Recognitions

The first award went to “Hannover Voids”, an association that is currently in the process of being founded. The DGGL recognized the innovative approach of the group of students, who “occupy” free spaces in the city centre with installations, performances and many other activities. With their commitment, Hannover Voids want to make unnoticed places visible as spaces of opportunity and work with others to make them more liveable.

Increasing interest in and appreciation of the Herrenhausen Gardens is the aim of the Hannover Garden Guides. To this end, the volunteer “Herrenhausen fans” – all of whom have undergone specialist training beforehand – have been available to the public at weekends in the Great Garden for several years. They answer interested visitors’ questions about the garden monument or give practical tips for their stay. They received recognition for their “special mediation strategy”.

The third award recognized the “differentiated use of plants” by the Kloster Kamp volunteer working group. In the fragrant and blooming herb garden, which has been open since 2012, aromatic and medicinal herbs in particular form the framework of the planting. In 2016, the garden was named one of the “50 Most Beautiful Gardens 2016” in a nationwide competition.

Last but not least, the Förderverein historische Parkanlagen Wuppertal received recognition for the development of its local “comprehensive network structure”. The association has been committed to “Wuppertal’s green spaces” since 2004. Among other things, the members organize lectures and guided tours, maintain a comprehensive website with information on green places in and around Wuppertal and support the restoration of listed garden monuments.

Author:

Dr. Anne Haß-Wiegand completed her doctorate at the University of Kassel. Her work focuses on the history and structure of environmental sciences, the history of ideas of nature and the philosophy of science of interdisciplinarity. She has been a volunteer sponsor for Amsoc – sponsorships for children of mentally ill parents – for eight years.

Living in and with monuments

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The agenda of the online conference "Living in and with monuments" includes a guided virtual tour of the exemplarily renovated Old School Klosterbruck monument in the grounds of the large Louka Monastery in Znojmo. Photo: Staircase of Louka Monastery / Znojmo / Wikimedia Commons /HamzovaT

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As part of the research project “Center for the Renewal of Shared Cultural Heritage” at Danube University – University for Continuing Education Krems, the cross-border heritage conference “Living in and with Monuments” will take place today and tomorrow, November 18 and 19, 2021 Experts from four countries will provide insights into new trends and findings in renovation, restoration and further construction in a historical setting. At […]

As part of the research project “Center for Renewal of the Common Cultural Heritage” of the Danube University – University for Continuing Education Krems, the cross-border monument protection conference “Living in and with monuments” will take place today and tomorrow, November 18 and 19, 2021

Experts from four countries will provide insights into new trends and findings in refurbishment, restoration and further construction in a historic setting. The program of the online conference “Living in and with monuments” on 18 and 19 November 2021 also includes a guided virtual tour of the exemplarily renovated monuments Kulturhaus Schüttkasten in Retz and Alte Schule Klosterbruck in the area of the large Louka Monastery in Znojmo.

The conference, organized by Danube University – University for Continuing Education Krems and the city of Retz together with Czech partners, is aimed at all interested parties, especially owners and operators of historic buildings as well as administrative experts, museum planners, tourism professionals and experts from the construction and ancillary building trades. The event will take place online and will be simultaneously translated into German and Czech. Participation is free of charge and registration is not required.

About the project “Center for Renewal of Common Cultural Heritage”

The EU Interreg research project “Center for the Renewal of the Common Cultural Heritage” aims to establish a center for the renewal of the common Austrian-Czech cultural heritage close to the border. The focus is on cross-border cooperation for the sustainable renovation of historic buildings and sites, raising public awareness of the issue and promoting the common cultural heritage. The renovation of two architectural monuments – the Old School in the Louka Monastery in Znojmo on the Czech side and the Schüttkasten in Retz on the Austrian side – as part of the project is intended to serve as a model for the successive revitalization of the entire region.

Online conference “Living in and with monuments”

Date: November 18 and 19, 2021
Location:
online via ZOOM
Registration: https://de.col-conference.eu
Queries: Dipl.-Ing. Dr. Bernhard Schneider, Center for Architectural Heritage, University for Continuing Education Krems, Tel.: +43 (0)676 7614000, bernhard.schneider@donau-uni.ac.at , www.donau-uni.ac.at/dbu

Reading tip: Natural disasters, war or climate change – our cultural heritage is exposed to many threats. Several initiatives are currently addressing this issue. Dr. Ute Strimmer spoke to Professor Christian Hanus, Dean of the Faculty of Education, Art and Architecture at Danube University – University for Continuing Education Krems. His Department of Building and Environment is one of the first to dedicate itself to new solutions in this area at university level. Read more here.

The Faculty of Education, Art and Architecture at Danube University Krems is supporting the region around Accumoli, which was hit hard by earthquakes, with teaching and research projects at the “School of Reconstruction”. In addition to the structural reconstruction, the aim of the efforts is also the cultural, social and economic revitalization of the central Italian municipality. With this in mind, the international orchestra academy “Accademia Vicino” was launched in Accumoli in summer 2021, including a series of concerts with conductor Johannes Wildner. You can watch a video about this special initiative here: