How Belgrade uses public art to steer urban transformation

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Urban life at the Urban Transformation Gallery public art building in Australia, photographed by Aliaksei Lepik.

Belgrad hat den Dreh raus: Mit Public Art lenkt Serbiens Hauptstadt nicht nur Blicke, sondern gleich ganze Stadtentwicklungsprozesse. Kunst als Motor der Transformation, als Ankerpunkt für Identität, Diskurs und Revitalisierung – und das mit einer urbanen Verve, die deutsche, österreichische und Schweizer Städte neugierig machen sollte. Warum Belgrads Strategie mit Public Art so überzeugend funktioniert, welche Lektionen sie bereithält und was urbane Akteure im deutschsprachigen Raum daraus lernen können, analysieren wir hier in aller Tiefe.

  • Public Art als strategisches Werkzeug der Stadtentwicklung: Belgrad macht vor, wie Kunst gezielt urbane Transformation unterstützt.
  • Historische Prägungen, aktuelle Herausforderungen und die Rolle von Krisen im Wandel der Kunst im öffentlichen Raum.
  • Wie partizipative Prozesse, transdisziplinäre Teams und kuratorische Steuerung den Erfolg von Public Art sichern.
  • Fallbeispiele: Savamala, Beton Hala und weitere Leuchtturmprojekte als Taktgeber für die Stadt.
  • Public Art als Katalysator für soziale Kohäsion, Identitätsbildung und nachhaltige Quartiersentwicklung.
  • Risiken und Nebenwirkungen: Kommerzialisierung, Gentrifizierung und politische Steuerungsfragen.
  • Übertragbarkeit auf den deutschsprachigen Raum: Was Planer, Architekten und Verwaltungen von Belgrad lernen können.
  • Empfehlungen für die Integration von Public Art in langfristige Stadtstrategien.

Belgrad im Wandel: Urbanes Labor für Public Art und Transformation

Belgrad ist keine Stadt, die sich mit halben Sachen begnügt. Die serbische Hauptstadt, an der Schnittstelle von Donau und Save gelegen, hat in den letzten Jahrzehnten eine Transformation durchlebt, die ihresgleichen sucht. Krieg, politische Umwälzungen, wirtschaftliche Krisen und ein rasantes urbanes Wachstum haben die Stadt zu einer Art Testfeld für neue Formen der Stadtentwicklung gemacht. In diesem Kontext spielt Public Art eine Schlüsselrolle: Nicht als hübsches Beiwerk, sondern als strategisches Mittel, um urbane Räume zu aktivieren, Identität zu stiften und gesellschaftliche Debatten anzustoßen.

Historisch betrachtet ist Belgrads Verhältnis zur Kunst im öffentlichen Raum vielschichtig. Während der jugoslawischen Periode war Public Art meist monumental, staatstragend und eng mit politischen Botschaften verknüpft. Nach dem Zerfall Jugoslawiens und der Öffnung zur Welt wandelte sich das Verständnis radikal. Die neue Generation von Künstlern, Kuratoren und Planern begriff Public Art als Werkzeug zur Demokratisierung des Stadtraums. Street Art, partizipative Installationen und temporäre Interventionen wurden zum Markenzeichen Belgrads – und zum Gradmesser für gesellschaftliche Vitalität.

Der Wandel Belgrads ist keineswegs linear verlaufen. Vielmehr prägen Widersprüche, Brüche und Experimente das Bild. Die Stadt nutzt Public Art gezielt, um mit schwierigen Erbe umzugehen: Verfallene Industrieareale, vernachlässigte Quartiere und schwer belastete Plätze werden durch künstlerische Interventionen wiederbelebt. Dabei geht es nicht nur um Ästhetik, sondern um urbane Narrative, die neue Perspektiven eröffnen und soziale Energien bündeln. Hier zeigt sich ein Verständnis von Stadtentwicklung, das Kunst als integralen Bestandteil sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Prozesse begreift.

Die Besonderheit Belgrads liegt darin, dass Public Art nicht als bloßer Schmuck betrachtet wird. Vielmehr ist sie tief in die Governance der Stadt eingebettet. Städtische Behörden, private Investoren, NGOs und internationale Kulturorganisationen arbeiten eng zusammen, um Kunstprojekte von der Konzeption bis zur Realisierung zu begleiten. Der Anspruch: Kunst soll nicht nur sichtbar, sondern auch wirksam sein – als Katalysator für Transformation und Innovation.

Für Städte im deutschsprachigen Raum ist Belgrad damit ein faszinierendes Labor. Die Stadt demonstriert, wie Public Art auch unter schwierigen Bedingungen Wirkung entfalten kann – vorausgesetzt, sie wird als strategischer Bestandteil der Stadtentwicklung verstanden. Wer die Transformation Belgrads verstehen will, muss Kunst nicht als Luxus, sondern als Grundbedingung für Urbanität begreifen.

Strategien und Steuerungsmodelle: Wie Belgrad Public Art in die Stadtentwicklung integriert

Das Erfolgsgeheimnis Belgrads liegt in der gezielten Verflechtung von Public Art und urbaner Transformation. Anders als in vielen mitteleuropäischen Städten, wo Kunst im öffentlichen Raum oft additiv oder nachlässig behandelt wird, setzt Belgrad auf kuratorische Steuerung und transdisziplinäre Kooperation. Dabei werden Künstler, Architekten, Stadtplaner, Soziologen und Bürger von Anfang an eingebunden – nicht als Alibi, sondern als gleichberechtigte Akteure eines gemeinsamen Prozesses.

Ein zentrales Steuerungsmodell ist der sogenannte „Urban Art Masterplan“, der in Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Institutionen entwickelt wurde. Dieser Plan definiert Zielräume, thematische Schwerpunkte und Leitlinien für die Umsetzung von Public Art. Die Auswahl der Projekte erfolgt in mehrstufigen Verfahren, die Dialog, Wettbewerb und öffentliche Beteiligung verbinden. So entsteht eine Balance zwischen künstlerischer Freiheit und städtebaulicher Zielsetzung – ein Spagat, an dem viele andere Städte scheitern.

Die Finanzierung von Public Art in Belgrad ist bemerkenswert vielfältig. Neben klassischen öffentlichen Mitteln spielen private Sponsoren, europäische Förderprogramme und Crowdfunding eine wichtige Rolle. Diese Mischung sorgt für eine hohe Dynamik und Unabhängigkeit der Projekte. Gleichzeitig wird über transparente Vergabeverfahren und regelmäßige Evaluation sichergestellt, dass künstlerische Qualität und urbane Relevanz im Vordergrund stehen. Die Stadtverwaltung hat erkannt, dass Public Art nur dann nachhaltig wirkt, wenn sie in die langfristige Stadtstrategie eingebettet ist.

Partizipation ist in Belgrad keine Floskel, sondern gelebte Praxis. Bei der Entwicklung neuer Kunstprojekte werden Anwohner aktiv eingebunden – durch Workshops, Umfragen und offene Diskussionsformate. Diese Prozesse ermöglichen es, lokale Bedürfnisse und Konflikte frühzeitig zu erkennen und kreative Lösungen zu entwickeln. Besonders in sozial heterogenen Quartieren hat sich dieser Ansatz bewährt. Er stärkt das Vertrauen in die Stadtplanung und schafft Identifikation mit den Ergebnissen.

Die Steuerung von Public Art ist in Belgrad nicht zentralistisch, sondern dezentral und flexibel organisiert. Verschiedene städtische Ämter, Kulturplattformen und Quartiersinitiativen übernehmen Verantwortung für einzelne Projekte. Dadurch entsteht eine dichte, resiliente Struktur, die auf Veränderungen reagieren kann und Raum für Experimente lässt. Dieses Modell der geteilten Autorenschaft macht Belgrad zu einer Blaupause für innovative Public Art Governance – und liefert wertvolle Impulse für andere Städte.

Leuchtturmprojekte und urbane Effekte: Savamala, Beton Hala und die neue Stadtkultur

Wer verstehen will, wie Belgrad mit Public Art gezielt Transformation steuert, muss einen Blick auf die Schlüsselprojekte werfen. Das Viertel Savamala ist dabei das prominenteste Beispiel. Einst ein heruntergekommenes Industrie- und Hafengebiet, wurde Savamala durch eine Vielzahl künstlerischer Interventionen zu einem Hotspot für Kreative, Start-ups und urbane Pioniere. Street Art, temporäre Installationen, Festivals und internationale Kunstsymposien haben dem Viertel ein neues Image verliehen – und entscheidende Impulse für die Quartiersentwicklung gesetzt.

Die Transformation von Savamala zeigt exemplarisch, wie Public Art als Initialzündung für umfassende urbane Prozesse wirken kann. Kunstprojekte dienten als Türöffner für Investitionen in Infrastruktur, Gastronomie und Wohnraum. Gleichzeitig wurden durch partizipative Formate soziale Spannungen adressiert und lokale Netzwerke gestärkt. Die Erfolgsfaktoren: eine starke kuratorische Handschrift, flexible Steuerungsstrukturen und die konsequente Einbindung der Zivilgesellschaft.

Ein weiteres Leuchtturmprojekt ist die Entwicklung der Beton Hala, einer ehemaligen Lagerhalle am Donauufer. Hier wurde Public Art gezielt eingesetzt, um den schwierigen Dialog zwischen Denkmalschutz, Tourismus und moderner Stadtentwicklung zu moderieren. Großformatige Installationen, Lichtkunst und experimentelle Architektur schufen einen neuen öffentlichen Raum, der sowohl für Belgrader als auch für Besucher attraktiv ist. Die Beton Hala wurde so zum Symbol für die Fähigkeit der Stadt, scheinbar unvereinbare Interessen durch künstlerische Innovation zu verbinden.

Neben diesen Großprojekten sind es oft die kleinen, dezentralen Initiativen, die nachhaltige Wirkung entfalten. Murals in Randbezirken, interaktive Klanginstallationen in Parks oder mobile Galerien in Bussen schaffen neue Möglichkeitsräume für Begegnung und Dialog. Belgrad setzt bewusst auf die Vielfalt der Formate – von temporären Interventionen bis zu dauerhaften Kunstwerken. So entsteht eine urbane Landschaft, die ständig in Bewegung ist und immer wieder neue Impulse setzt.

Die Effekte dieser Strategie sind messbar: Savamala gilt heute als Modellquartier für kreative Stadtentwicklung, zieht Investoren und Touristen an und hat das Image Belgrads international gestärkt. Die Beton Hala hat gezeigt, wie Public Art als Moderationswerkzeug zwischen Tradition und Innovation eingesetzt werden kann. Und die Vielzahl kleiner Projekte fördert soziale Kohäsion und das Gefühl urbaner Zugehörigkeit. Kurzum: Public Art ist in Belgrad kein Selbstzweck, sondern Motor und Spiegel der Transformation.

Risiken, Nebenwirkungen und kritische Reflexion: Was Belgrad Planern lehrt

Keine Erfolgsgeschichte ohne Schattenseiten: Belgrads Ansatz mit Public Art ist nicht frei von Risiken. Eine der größten Herausforderungen ist die Gefahr der Gentrifizierung. Kunst kann zwar Quartiere aufwerten und neue Zielgruppen anziehen, aber auch Verdrängungsprozesse anstoßen. In Savamala etwa führte der Boom der Kreativszene zu steigenden Mieten und einem Wandel der sozialen Struktur. Hier zeigt sich, dass Public Art als Transformationsmotor stets von sozialpolitischen Maßnahmen flankiert werden muss, um Exklusion zu vermeiden.

Ein weiteres Risiko ist die Kommerzialisierung. Mit wachsendem Interesse von Investoren und Tourismuswirtschaft besteht die Gefahr, dass Public Art zur bloßen Marketingkulisse verkommt und ihre kritische, partizipative Dimension verliert. In Belgrad wird diesem Trend durch eine starke Einbindung unabhängiger Kuratoren und zivilgesellschaftlicher Akteure entgegengewirkt. Dennoch bleibt der Balanceakt zwischen kreativer Freiheit und wirtschaftlichen Interessen eine permanente Herausforderung.

Auch die politische Steuerung von Public Art ist in Belgrad ein komplexes Feld. Unterschiedliche Interessengruppen – von der Stadtverwaltung über Investoren bis zu Graswurzelinitiativen – ringen um Einfluss auf die Ausrichtung der Projekte. Die Stadt begegnet diesem Spannungsfeld mit transparenten Entscheidungsprozessen und regelmäßigen öffentlichen Debatten. Das Ziel: Kunst soll nicht als Instrument politischer oder wirtschaftlicher Macht missbraucht werden, sondern als Plattform für offenen Diskurs dienen.

Ein kritischer Punkt ist zudem die Nachhaltigkeit von Public Art. Temporäre Projekte sind oft spektakulär, hinterlassen aber nicht immer langfristige Spuren im Stadtgefüge. Belgrad begegnet diesem Problem mit einem Mix aus dauerhaften Kunstwerken, wiederkehrenden Formaten und gezielter Pflege von Bestandsprojekten. Die Integration in infrastrukturelle und soziale Programme sichert die Anschlussfähigkeit der Kunst an die Stadtentwicklung.

Schließlich ist die Übertragbarkeit des Belgrader Modells auf andere Städte keine Selbstverständlichkeit. Jede Stadt hat ihre eigenen Rahmenbedingungen, Kulturen und Steuerungslogiken. Doch die Grundprinzipien – strategische Integration, partizipative Prozesse, kuratorische Steuerung und flexible Governance – sind universell anwendbar. Sie fordern Planer, Architekten und Verwaltungen heraus, den eigenen Umgang mit Public Art kritisch zu reflektieren und neu zu denken.

Ausblick und Handlungsempfehlungen: Was deutsche, österreichische und Schweizer Städte lernen können

Die Belgrader Erfahrungen zeigen eindrücklich, dass Public Art weit mehr ist als ein dekoratives Add-on. Sie ist ein strategisches Werkzeug, das urbane Transformation gezielt steuern und beschleunigen kann. Für Städte im deutschsprachigen Raum ergeben sich daraus mehrere zentrale Lehren. Erstens: Kunst im öffentlichen Raum muss von Anfang an in die Stadtentwicklung integriert werden – nicht als nachträgliche Verschönerung, sondern als Motor für Innovation, Teilhabe und Identitätsbildung. Zweitens: Partizipative Prozesse sind der Schlüssel zum Erfolg. Nur wenn Anwohner, lokale Akteure und Experten gemeinsam agieren, entstehen Projekte mit nachhaltiger Wirkung und hoher Akzeptanz.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die kuratorische Steuerung. Städte sollten systematisch Kompetenzen aufbauen, um Public Art nicht dem Zufall oder Einzelinitiativen zu überlassen. Kuratoren, Kunstbeiräte und transdisziplinäre Teams können helfen, die Schnittstelle zwischen künstlerischer Kreativität und städtebaulicher Zielsetzung zu moderieren. Dabei geht es nicht um Kontrolle, sondern um die Schaffung von Rahmenbedingungen für Innovation und Vielfalt.

Finanzierung und Governance sind ebenfalls entscheidend. Belgrad zeigt, wie durch die Kombination verschiedener Fördertöpfe und transparenter Vergabeverfahren eine hohe Dynamik und Unabhängigkeit entsteht. Für den deutschsprachigen Raum bedeutet das: Öffentliche Mittel, private Partnerschaften und zivilgesellschaftliches Engagement müssen zusammenwirken, um nachhaltige Public Art zu ermöglichen. Gleichzeitig braucht es Mechanismen zur Qualitätssicherung und Evaluation, um Fehlentwicklungen zu vermeiden.

Städte sollten zudem lernen, Risiken wie Gentrifizierung und Kommerzialisierung aktiv zu steuern. Das erfordert eine enge Verzahnung von Public Art mit sozialpolitischen Strategien, Wohnraumsicherung und Infrastrukturentwicklung. Nur so lässt sich sicherstellen, dass die positiven Effekte der Kunst allen Bewohnern zugutekommen und nicht nur einer privilegierten Minderheit.

Schließlich ist Offenheit für Experimente gefragt. Belgrad lebt von der Bereitschaft, neue Formate zuzulassen, Fehler zu akzeptieren und aus ihnen zu lernen. Diese experimentelle Haltung, kombiniert mit strategischer Steuerung, macht Public Art zum Innovationstreiber der Stadtentwicklung. Wer den Mut hat, diesen Weg zu gehen, kann die transformative Kraft der Kunst voll ausschöpfen – und die Städte von morgen aktiv gestalten.

Fazit: Public Art als Steuerungsinstrument für urbane Transformation

Belgrad hat vorgemacht, wie Public Art zum Herzschlag einer Stadt werden kann, die sich im permanenten Wandel befindet. Die serbische Hauptstadt nutzt Kunst im öffentlichen Raum nicht als dekorative Kulisse, sondern als strategisches Werkzeug zur Steuerung städtischer Transformation. Entscheidend sind dabei partizipative Prozesse, transdisziplinäre Teams und eine flexible, kuratorische Steuerung, die künstlerische Freiheit mit städtebaulicher Zielorientierung verbindet. Die Leuchtturmprojekte von Savamala bis Beton Hala zeigen, dass Public Art soziale Kohäsion, Identitätsbildung und nachhaltige Entwicklung gleichermaßen fördern kann – vorausgesetzt, Risiken wie Gentrifizierung und Kommerzialisierung werden aktiv adressiert.

Für Planer, Architekten und Stadtverwaltungen im deutschsprachigen Raum ist Belgrad damit ein Impulsgeber und Spiegel zugleich. Die Integration von Public Art in die Stadtentwicklung erfordert Mut, Offenheit und strategische Weitsicht – Qualitäten, die gerade in Zeiten starker urbaner Umbrüche gefragt sind. Wer die transformative Kraft der Kunst erkennt und zu steuern weiß, kann nicht nur das Bild der Stadt, sondern auch ihre gesellschaftliche Dynamik nachhaltig prägen. Belgrad liefert das beste Argument dafür, dass Public Art und Stadtentwicklung in Zukunft untrennbar zusammengehören – und dass die spannendsten Städte jene sind, die Kunst zum Motor ihrer eigenen Erneuerung machen.

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IBA Basel Specialist publication from the G+L editorial team

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The IBA Basel was the first International Building Exhibition to address the topic of spatial planning in border regions. International Building Exhibitions are a special format for urban and regional development. They are a hallmark of national building and planning culture. For more than a century, these experimental fields have brought current issues of planning and building to the forefront of national and international debate.

The origins of the IBA Basel date back to 2008, when everything began with the so-called first “draft memorandum”. This was drawn up by the Department of Construction and Transport of the Canton of Basel-Stadt together with the Trinational Eurodistict Basel TEB. In 2009, the TEB worked out the challenges and opportunities of trinational fragmentation and published these in the 2020 development strategy “A Future for Three”. In the strategy, it identified the main spatial planning objectives of “settlement development”, “transport development” and “landscape planning” as well as the “interactions with the areas of economic and population development” and “governance” and “financing of major metropolitan projects”. In 2010, the political players in the region jointly proclaimed the Basel International Building Exhibition.

2020: 20 projects with the IBA Basel label

In the ten years that followed, the IBA Basel put the shared responsibility for the agglomeration into concrete terms in projects, buildings, infrastructure and landscapes and provided impetus for a cross-border culture of cooperation, in line with the official IBA motto “Au-delà des frontières, ensemble – Growing together across borders”. Under the direction of Monica Linder-Guarnaccia, the IBA in the border triangle saw itself as an instrument of change. From 130 project proposals, the IBA team and a large number of stakeholders from the administration and interest groups launched 43 cross-border projects. A total of 20 of these were officially labeled as IBA projects in 2020.

To the memorandum of the IBA Basel

The memorandum of the IBA Expert Council describes the basis for implementing an IBA in ten recommendations. Precisely because the IBAs have no fixed regulations, their significance for building culture and urban development in a regional, national and international context must be constantly reviewed.

About the IBA Expert Council

The IBA Expert Council supports and advises the current IBAs and ensures that the developments, structures and content of the IBAs are in line with the quality criteria set out in the Memorandum. It also accompanies the preparatory phases of the IBA initiatives. The IBA Expert Council was appointed by the Federal Ministry of Building. Read more about the Expert Council here.

The initial situation of the International Building Exhibition Basel was that of a fragmented agglomeration. The central IBA task was to harmonize the different submission rights, legal bases, internal administrative processes, decision-making powers and financing models of the three participating countries and, last but not least, to build up intercultural competence. This was no easy task and without an understanding of the different mentalities and hierarchies, the implementation of real cross-border projects on an equal footing with the other party would not have been possible. In the course of the IBA in the border triangle, a paradigm shift took place in cross-border cooperation between German, French and Swiss stakeholders. The border region grew together on a political, economic and cultural level during the IBA years.

A budget of twelve million euros instead of one billion

Getting there was an adventure and many a stone had to be cleared away. The IBA in the three countries had to work with the different cultural influences of the three countries, the economic discrepancy between the flourishing economic metropolis of Basel and the agglomeration and the bilingualism – German and French. Above all, however, financing was a constant problem. Despite the support of 27 financing municipalities, the available budget remained far underfunded. The IBA Basel worked with twelve million, while the IBA Hamburg received one billion euros.
The planned three-year financing of the IBA Basel office and its project development fund placed additional demands on the ten-year project throughout its entire duration. This also became part of a recurring search for consensus, added value and return on investment.

The IBA in the border triangle is not an architectural showcase in the traditional sense and has therefore been criticized several times in the past. According to critics, the lighthouse projects traditionally built for an IBA are missing. And yes, the International Building Exhibition Basel is not characterized by building construction projects. Rather, it defines a new era for the format of the International Building Exhibition itself. The background: unlike its predecessors – such as the IBA Stadtumbau in Saxony-Anhalt, the IBA See in Lusatia or the IBA Emscher Park – the Basel International Building Exhibition is not taking place in a traditionally structurally weak area.

The IBA of processes

The Basel region has been flourishing for decades with financially strong companies such as Novartis and Roche. The IBA in the border triangle did not arise out of an emergency situation. The challenge of the International Building Exhibition Basel was to establish a tri-national planning culture between more than 64 regional authorities and numerous private stakeholders over ten IBA years and to launch outstanding cross-border projects in a rolling process. The International Building Exhibition Basel is therefore an IBA of processes. This difference has not made it easy for it. In contrast to building construction projects, process innovation is difficult to present.

Out of 130, 20 projects prevailed

An International Building Exhibition puts social, future living environments up for discussion. It must have a message and this must be significant for other regions, it must be transferable. The International Building Exhibition Basel has shown internationally how measures to strengthen and develop a border region can be implemented together. The Basel International Building Exhibition shows how beneficial it is to take the needs of the other party into account. It has shown how participation and an interdisciplinary approach can increase project quality, even if they take more time and are more complex. The 20 labeled IBA projects together with the IBA project groups and the nominated projects speak for themselves.

IBA Basel closing film

The finissage on June 4, 2021 marked the official end of the IBA Basel Expo and with it the International Building Exhibition Basel. Together with the IBA Presidium, IBA Basel Managing Director Monica Linder-Guarnaccia invited guests to reflect on the findings of ten years of the IBA process and look ahead to the future development of the region.

Spatial planning development across national borders was the focus of the International Building Exhibition Basel. No IBA before the IBA Basel had ever dealt with this topic in this way. The special focus, objectives and developments of the IBA Basel are now summarized in a closing film for the IBA Basel 2020.

Garten + Landschaft provided information online about the projects, their creators and the IBA’s goals. The findings of the first cross-border International Building Exhibition in the border triangle of Germany, France and Switzerland have resulted in the publication “IBA Basel 2020. Crossing borders together” in German and French, which is well worth reading. Find out more here.

Our colleagues at Baumeister also celebrated with a special Baumeister issue on IBA Basel 2020 in May.

Observation tower at Lake Seljord

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At Lake Seljord in the Norwegian province of Telemark, home to a sea monster called Selma, landscape architects and architects planned a “sea snake tower” as part of the “Seljord and its legends” project.

Building in a picturesque landscape is a delightful task. The planners set the scene, the landscape accentuates small buildings. On October 18, a new observation tower, the “Sea Snake Tower”, was opened on Lake Seljord in Norway. It is part of the Skiensvassdraget river system and the culmination of a series of landscape-based interventions placed around the lake as part of the “Seljord and its Legends” project by Feste Landscape Architects, Rintala Eggertson Architects and Springer Kulturstudio, all from Norway. The 15-meter-high tower opens up to the surrounding landscape at different heights. Viewing platforms on the various levels offer views of the landscape. The municipality of Seljord has just under 3,000 inhabitants and is located in the Norwegian province of Telemark. A sea monster called Selma is said to have been sighted for the first time in Seljordsvatn, a lake that lies partly within the municipality, as early as 1750. This is why the coat of arms of Seljord, developed in 1989, shows a yellow sea serpent on a red background. The creature in Lake Seljord is said to be between four and 50 meters long, have a horse or crocodile-like head and appear pitch black. There is also talk of a pair of front fins and humps. The projects of “Seljord and its legends” are documented in Topos 74.Buildings in special places are also the theme of the November issue of Garten + Landschaft. The magazine presents a selection of successful buildings as well as viewing platforms, towers, footbridges and bridges.


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Photos: Dag Jenssen