How GIS systems make green infrastructure visible

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Scenic shot of an urban landscape affected by climate change with mountains in the background. Photo by Anmol Rattan.

Grüne Infrastruktur ist das schlagende Herz nachhaltiger Städte – doch wer sie wirklich sieht, gewinnt. GIS-Systeme machen das Unsichtbare sichtbar, verknüpfen Parks, Alleen und Flüsse zu digitalen Netzwerken und ermöglichen eine Planung, die urbanes Grün nicht nur zählt, sondern versteht. Wie gelingt der Sprung vom statischen Lageplan zum lebendigen, datengestützten Ökosystemmanagement? Und was bedeutet das für Planer, Städte und Landschaftsarchitekten im deutschsprachigen Raum?

  • Definition und Bedeutung von grüner Infrastruktur in der Stadtplanung
  • Funktionsweise moderner GIS-Systeme und ihre Rolle in der Analyse urbaner Grünräume
  • Anwendungsbeispiele: Wie GIS grüne Infrastruktur sichtbar, bewertbar und planbar macht
  • Vernetzung ökologischer, sozialer und klimatischer Daten in GIS-Plattformen
  • Digitale Zwillinge und GIS: Das Zusammenspiel für Szenarien, Simulationen und Resilienz
  • Praxisbeispiele aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Herausforderungen: Datenqualität, Standardisierung, Governance und Datenschutz
  • Potenziale und Grenzen von GIS in der nachhaltigen Stadt- und Landschaftsentwicklung
  • Zukunftsausblick: Smarte Planung, partizipative Tools und die Evolution urbaner Grünsysteme

Grüne Infrastruktur – Rückgrat der nachhaltigen Stadt

Grüne Infrastruktur ist weit mehr als ein hübsches Stück Rasen zwischen Straßen und Häusern. Sie ist das verwobene System aus Parks, Wäldern, Alleen, Gründächern, Flussufern, urbanen Gärten und sogar Friedhöfen, das Städte lebenswert, gesund und klimarobust macht. In deutschen, österreichischen und Schweizer Metropolen ist der Begriff längst ein Leitmotiv für nachhaltige Stadtentwicklung und ein zentraler Aspekt in Flächennutzungs- und Landschaftsplänen. Doch was bedeutet das konkret für die Praxis der Planung? Grüne Infrastruktur ist dynamisch, sie wächst, schrumpft, vernetzt sich neu. Ihre Leistungen – von Klimaschutz über Biodiversität bis hin zu sozialer Integration – sind komplex, schwer greifbar und oft unsichtbar, zumindest für das bloße Auge.

Hier beginnt das Dilemma: Während die technische Infrastruktur einer Stadt – von Straßen bis Wasserleitungen – exakt kartiert, überwacht und verwaltet wird, fristen Grünflächensysteme häufig ein digitales Schattendasein. Ihre ökologischen und sozialen Leistungen werden selten systematisch erfasst, geschweige denn in Planungsprozesse integriert. Dabei ist gerade das Wissen um das „Wie“, „Wo“ und „Wieviel“ der grünen Infrastruktur entscheidend für klimaresiliente Städte. Spätestens seit den letzten Hitzesommern, Starkregenereignissen und Feinstaubdebatten ist klar: Stadtgrün ist kein Deko-Element, sondern strategische Infrastruktur.

Die Herausforderung: Wer grüne Infrastruktur erhalten und ausbauen will, muss sie zunächst sichtbar machen – in ihrer räumlichen, funktionalen und qualitativen Dimension. Das verlangt nach Werkzeugen, die über die klassische Kartografie weit hinausgehen. Es braucht Systeme, die Daten sammeln, verknüpfen, analysieren und visualisieren können. Und genau hier betreten GIS-Systeme die Bühne.

Geoinformationssysteme, kurz GIS, haben sich in den letzten Jahren von reinen Kartografie-Tools zu mächtigen Analyseplattformen entwickelt. Sie ermöglichen die Integration unterschiedlichster Datenquellen: von Baumkatastern über Luftbilder bis hin zu Klimasensoren und Verkehrsdaten. Damit sind sie das ideale Instrument, um grüne Infrastruktur nicht nur zu lokalisieren, sondern auch in Beziehung zu setzen – zu grauer Infrastruktur, zu Nutzergruppen, zu ökologischen Hotspots und zu den Risiken des Klimawandels.

Der Clou: GIS macht aus Daten Karten, aus Karten Wissen und aus Wissen Entscheidungsgrundlagen. Es befähigt Planer, Verwaltung und Politik, nicht nur punktuelle Maßnahmen zu treffen, sondern strategisch zu denken: Wo fehlen Grünverbindungen? Welche Quartiere sind unterversorgt? Wo entstehen urbane Hitzeinseln? Wer diese Fragen datenbasiert beantworten kann, plant Zukunft – und nicht nur Gegenwart.

GIS-Systeme: Digitale Werkzeuge für komplexe Stadtlandschaften

Ein Geoinformationssystem ist im Kern eine Datenbank mit räumlichem Bezug. Doch moderne GIS-Plattformen sind viel mehr als das: Sie sind Analyse- und Simulationswerkzeuge, Kommunikationsmedien und Entscheidungshilfen. Was sie so mächtig macht, ist ihre Fähigkeit, eine Vielzahl von Datenebenen – sogenannte Layer – übereinanderzulegen und zu verschneiden. So lassen sich Zusammenhänge erkennen, die sonst verborgen bleiben würden. Wer hat Zugang zu Parkanlagen? Wie verlaufen Biotopverbundachsen? Welche Flächen drohen durch Nachverdichtung verloren zu gehen? GIS liefert darauf Antworten in Echtzeit – vorausgesetzt, die Daten stimmen.

Für die grüne Infrastruktur bedeutet das: Parks, Bäume, Spielplätze, Wasserflächen, urbane Wälder, aber auch Dachbegrünungen und Fassadenbegrünungen werden in GIS als eigene Layer erfasst. Über Attribute wie Flächengröße, Baumart, Pflegezustand oder Nutzungsintensität lassen sich diese Objekte detailliert beschreiben. Noch spannender wird es, wenn externe Daten eingebunden werden: Klimamodelle, Bodenfeuchte, Luftreinheit, Lärmbelastung oder soziodemografische Daten können mit dem Grünflächennetz verschnitten werden – und eröffnen völlig neue Auswertungsmöglichkeiten.

Das ermöglicht es nicht nur, Defizite zu identifizieren, sondern gezielt nachzusteuern. Wo fehlen Grünflächen in fußläufiger Entfernung? Welche Straßen profitieren von Baumpflanzungen? Wo entstehen Kaltluftschneisen, die für die Durchlüftung im Sommer essenziell sind? Moderne GIS-Systeme wie ArcGIS, QGIS oder spezialisierte kommunale Plattformen liefern diese Informationen auf Knopfdruck – und das nicht mehr nur für Experten, sondern zunehmend auch für die breite Verwaltung und sogar für Bürger.

Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Qualität und Aktualität der Daten. Während Baumkataster und Flächennutzungspläne oft gut gepflegt sind, gibt es bei anderen Elementen wie temporären Grünflächen, Gemeinschaftsgärten oder neuen Biodiversitätsflächen erhebliche Lücken. Hier kommen zunehmend automatisierte Verfahren ins Spiel: Drohnen, Satellitenbilder, IoT-Sensoren und Bürgerbeteiligung via Apps füllen die weißen Flecken auf der GIS-Karte. Die Integration dieser Datenquellen ist jedoch alles andere als trivial – sie erfordert offene Schnittstellen, Standards und ein gemeinsames Verständnis von Datenhoheit.

Über diese technischen Aspekte hinaus sind GIS-Systeme auch Treiber eines neuen Planungsverständnisses. Sie machen deutlich: Grüne Infrastruktur ist kein starres Inventar, sondern ein lebendiges Netzwerk, das sich ständig verändert und weiterentwickelt. Wer GIS als kontinuierliches Monitoring- und Steuerungstool versteht, kann dynamisch auf Herausforderungen reagieren – sei es bei Hitze, Starkregen, Luftverschmutzung oder dem Druck durch neue Bauvorhaben.

Anwendungsbeispiele: GIS macht das Unsichtbare sichtbar

Die Praxis zeigt, wie GIS die Planung und Entwicklung grüner Infrastruktur revolutioniert. In Berlin beispielsweise dient das stadtweite Grünflächen-Informationssystem nicht nur der Verwaltung von Parks und Bäumen, sondern auch der strategischen Entwicklung von Grünachsen. Durch die Verknüpfung von Baumkataster, Klimadaten und soziodemografischen Informationen lassen sich gezielt Quartiere identifizieren, die unterversorgt sind – und dort gezielte Maßnahmen einleiten. Das Ergebnis: ein Stadtgrün, das nicht nur schön, sondern auch gerecht verteilt ist.

Auch Zürich nutzt GIS, um das städtische Grün zu monitoren und weiterzuentwickeln. Dort werden nicht nur klassische Grünflächen, sondern auch private Gärten, Schulgärten und temporäre Nutzungen wie Urban Gardening in die Analysen einbezogen. Besonders spannend: Durch die Kombination von GIS mit partizipativen Tools können Bürger eigene Flächen melden, Vorschläge machen und sogar Pflegepatenschaften übernehmen. Das macht das System lebendig – und die Planung transparenter.

Ein weiteres Beispiel liefert Wien. Hier werden GIS-basierte Analysen genutzt, um die Wirksamkeit von Begrünungsmaßnahmen in Hitze-Hotspots zu simulieren. Welche Wirkung hat die neue Allee auf die Umgebungstemperatur? Wie verändert sich die Luftqualität durch Dachbegrünungen? Solche Szenarien lassen sich auf Basis von GIS-Daten durchspielen – und bieten eine objektive Grundlage für Investitionsentscheidungen.

In Hamburg wiederum kommt GIS bei der Planung von Biotopverbundsystemen zum Einsatz. Ziel ist es, ökologische Trittsteine und Korridore entlang von Flüssen, Bahnlinien und Parks zu schaffen, die Tier- und Pflanzenarten den Weg durch die Stadt ebnen. GIS dient hier nicht nur der Kartierung, sondern auch der Identifikation von Barrieren und der Simulation von Verbesserungsmaßnahmen. So wird aus der abstrakten Idee des Biotopverbunds ein konkretes, steuerbares Projekt.

Diese Beispiele zeigen: GIS macht grüne Infrastruktur sichtbar, bewertbar und steuerbar. Es ermöglicht eine Planung, die nicht bei Flächenzahlen stehen bleibt, sondern die Ökologie, das Klima, die soziale Nutzung und die Resilienz systematisch berücksichtigt. Und vor allem: Es eröffnet die Möglichkeit, Stadtgrün als strategisches Element der Stadtentwicklung zu begreifen – nicht als nettes Extra, sondern als unverzichtbare Infrastruktur.

GIS, Digitale Zwillinge und die Zukunft der grünen Stadt

Die nächste Evolutionsstufe der GIS-basierten Planung heißt: Digitale Zwillinge. Ein Digital Twin ist weit mehr als eine hübsche 3D-Visualisierung. Es handelt sich um ein dynamisches, datengestütztes Abbild der Stadt in Echtzeit. Sensoren, Satellitenbilder, Wetterdaten, Nutzungsanalysen und Bürgerfeedback fließen kontinuierlich ein und machen das Modell zu einer lebenden Plattform. Für die grüne Infrastruktur bedeutet das: Parks, Baumalleen, Dachgärten und Biotope werden nicht nur digital erfasst, sondern als Teil eines aktiven, vernetzten Systems verstanden.

Das Zusammenspiel von GIS und Digitalen Zwillingen eröffnet völlig neue Möglichkeiten. Szenarien wie Starkregenfälle, Hitzewellen oder Baumaßnahmen können simuliert und ihre Auswirkungen auf das Stadtgrün live bewertet werden. Wie verändert sich die Durchlüftung eines Quartiers, wenn ein Park zugebaut wird? Was passiert mit der Biodiversität, wenn Straßenbäume gefällt oder neue Grünflächen angelegt werden? Solche Fragen lassen sich nicht mehr nur theoretisch, sondern praktisch beantworten – und zwar bevor irreversible Entscheidungen getroffen werden.

Besonders relevant wird das für die Anpassung an den Klimawandel. Städte müssen schnell und flexibel auf neue Risiken reagieren. GIS-basierte Digitale Zwillinge erlauben ein Monitoring in Echtzeit, zeigen Schwachstellen auf und unterstützen bei der Priorisierung von Maßnahmen. Gleichzeitig fördern sie die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachämtern, Politik und Öffentlichkeit. Das Ergebnis: Eine integrierte, resiliente Stadtplanung, in der das grüne Netzwerk eine zentrale Rolle spielt.

Doch der Weg dorthin ist anspruchsvoll. Es braucht offene Datenplattformen, klare Governance-Strukturen und eine Kultur der Zusammenarbeit. Datenschutz, Interoperabilität und die digitale Souveränität der Städte sind zentrale Herausforderungen. Wer diese Aspekte nicht von Anfang an mitdenkt, riskiert, dass der Digitale Zwilling zur Black Box wird – und das Vertrauen der Öffentlichkeit verspielt.

Dennoch: Die Entwicklung zeigt, wohin die Reise geht. GIS und Digitale Zwillinge sind keine Spielzeuge, sondern Werkzeuge für eine smartere, gerechtere und nachhaltigere Stadt. Sie geben Planern, Verwaltung und Politik die Möglichkeit, grüne Infrastruktur nicht nur zu erhalten, sondern gezielt zu stärken – als Rückgrat der zukunftsfähigen Stadt.

Herausforderungen, Potenziale und der Weg nach vorn

Bei aller Begeisterung für GIS und Digitale Zwillinge darf man die Herausforderungen nicht unterschätzen. Die Qualität und Verfügbarkeit der Daten ist nach wie vor ein kritischer Punkt. Viele kleinere Kommunen verfügen nicht über aktuelle Baumkataster, digitale Flächennutzungspläne oder Sensornetzwerke. Hier droht eine digitale Kluft – zwischen innovativen Metropolen und abgehängten Mittelstädten. Förderprogramme, Kooperationen und Open-Source-Lösungen können helfen, diese Lücke zu schließen.

Auch die Standardisierung bleibt eine Mammutaufgabe. Unterschiedliche Softwarelösungen, proprietäre Datenformate und mangelnde Schnittstellen erschweren die Zusammenarbeit – sowohl innerhalb von Verwaltungen als auch zwischen Städten. Nationale und internationale Initiativen wie INSPIRE oder die Entwicklung von Urban Data Platforms sind wichtige Schritte, doch der Weg zur wirklich offenen, interoperablen GIS-Landschaft ist noch weit.

Governance und Datenschutz sind weitere Baustellen. Wer darf auf welche Daten zugreifen? Wer entscheidet über die Prioritäten in der grünen Infrastruktur? Wie lässt sich verhindern, dass kommerzielle Interessen die Planung dominieren oder sensible Daten missbraucht werden? Transparenz, klare Verantwortlichkeiten und eine breite Beteiligung aller Akteure sind hier unverzichtbar.

Gleichzeitig bieten GIS und Digitale Zwillinge enorme Potenziale, die weit über die klassische Planung hinausgehen. Sie ermöglichen eine partizipative Stadtentwicklung, in der Bürger informiert werden, eigene Beiträge leisten und die Entwicklung ihrer Stadt aktiv mitgestalten können. Sie schaffen eine neue Öffentlichkeit für das Thema grüne Infrastruktur – und machen sichtbar, was sonst im Verborgenen bleibt.

Die Zukunft der Stadtplanung ist datenbasiert, vernetzt und dynamisch. Wer GIS als kreatives, integratives Werkzeug begreift, kann die Herausforderungen des Klimawandels, der Urbanisierung und des gesellschaftlichen Wandels erfolgreich meistern. Grüne Infrastruktur wird damit zum Schlüsselfaktor für lebenswerte, resiliente und gerechte Städte im deutschsprachigen Raum.

Fazit: Sichtbarkeit schafft Zukunft – GIS als Gamechanger für die grüne Stadt

Grüne Infrastruktur ist das Wertvollste, was Städte besitzen – aber nur, wenn sie auch sichtbar und verstehbar wird. GIS-Systeme holen Parks, Alleen, Wälder und Biotope aus dem digitalen Schatten und machen sie zu strategischen Assets der Stadtentwicklung. Sie verknüpfen Daten, Menschen und Visionen, ermöglichen fundierte Entscheidungen und eröffnen neue Wege der Beteiligung. Ob als Basis für digitale Zwillinge, als Analysetool für Planer oder als Plattform für Bürgerdialoge: GIS ist der Schlüssel zu einer nachhaltigen, resilienten und lebenswerten Stadt.

Die Herausforderungen sind nicht klein: Datenqualität, Standardisierung und Governance sind Dauerbaustellen, die eine kontinuierliche Weiterentwicklung verlangen. Doch die Potenziale überwiegen. Wer GIS intelligent einsetzt, kann urbane Grünsysteme nicht nur schützen, sondern mutig gestalten – und so das Fundament für die Stadt von morgen legen. Die Expertise, die es dafür braucht, wächst in jedem Projekt, in jeder Analyse und in jedem Dialog. Und die Stadt? Sie wird grüner, smarter und gerechter – sichtbar gemacht durch die Kraft der Geoinformation.

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Restoration in 90 seconds

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Students from the Stuttgart State Academy of Art and Design are presenting their work and projects online for the first time this year on an interactive platform. Student Chiara Schweizer created a video entitled “Restoration in 90 seconds”


Das Video von Chiara Schweizer ist auf Instagram unter @painting.sculpture.cons zu sehen. Foto: Screenshot ABK Stuttgart/Video Chiara Schweizer
Chiara Schweizer’s video can be seen on Instagram at @painting.sculpture.cons. Photo: Screenshot ABK Stuttgart/Video Chiara Schweizer

The State Academy of Fine Arts: ABK Stuttgart traditionally invites visitors to a campus tour at the end of the summer. A long weekend offers visitors an insight behind the scenes. The academy’s studios and exhibition spaces are on display. This year, students of architecture, design, art, art teaching, art studies and restoration will be presenting their current work and projects online on an interactive platform due to coronavirus: rundgang.abk.live

Among them is the contribution by Chiara Schweizer, a student specializing in the conservation and restoration of paintings and painted sculptures. Her video entitled “Restoration in 90 seconds” is currently going viral on the internet. She created a poetry slam and shows how creative conservators can be. In 90 seconds, she explains what is important in restoration. It is important to put your own creativity in the background in the restoration profession. However, free thought is important in order to break new ground and discuss possibilities from all sides. Her message: science never means standing still.

Dissertation for conservators in Bern

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The University of Bern and Bern University of the Arts (HKB) are jointly running an interdisciplinary doctoral program. Photo: HKB Bern

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Since 2011, the University of Bern and Bern University of the Arts (HKB) have been running a joint interdisciplinary doctoral program. Art and science are not at odds with each other here, but go hand in hand. The institutions have thus founded the first Swiss doctoral program for artists and designers: Studies in the Arts (SINTA) In the past, there were […]

Since 2011, the University of Bern and Bern University of the Arts (HKB) have been running a joint interdisciplinary doctoral program. Art and science are not at odds with each other here, but go hand in hand. The institutions have thus founded the first Swiss doctoral program for artists and designers: Studies in the Arts (SINTA)

In the past, students interested in art in German-speaking countries only had an either/or choice. On the one hand, there were the universities and art colleges, which researched the fundamentals of art, and on the other, the universities of applied sciences, which studied art as applied research. But in 2011, the Faculty of Arts and Humanities at the University of Bern founded the Graduate School of the Arts (GSA) together with the HKB. Study content: art as research. For the first time, artists and designers as well as graduates of art, music and theater schools in Switzerland were given the opportunity to pursue a doctorate.

Renamed Studies in the Arts (SINTA) in 2019, the five-year artistic/design/academic program has since become well established. SINTA closely combines theory and practice as well as basic research and practice-oriented research. The Bernese model is characterized by the fact that it is anchored in both the university and the University of the Arts: students are consistently supervised from different perspectives.

Further academic qualification

Students at art colleges, for example, come with precise questions and topics in order to gain further academic qualifications, while university graduates seek practical proximity to the arts. After completing their doctorate, graduates are free to pursue either a university-academic or an artistic-creative career. Currently, 39 doctoral students from the fields of music, theater and dance studies, art history and graphic design, archaeology, social anthropology, German and Romance studies are taking part in the SINTA program.

Dissertation for conservators exists

Every year, around 25 students in five years and four different specializations in conservation-restoration (major programmes in “Architecture and Decor”, “Painting and Sculpture”, “Graphics, Documents and Photography” and “Modern Materials and Media”) are trained up to Master’s level at the HKB in Bern. The doctoral program Studies in the Arts (SINTA) of the Faculty of Philosophy and History of the University of Bern offers the possibility of a subsequent dissertation.

“Research in the Arts”

This program takes a transdisciplinary approach to various theories and methods. Topics include ethnographic urban research and prototyping, an agile development method in which processes or products are flexibly improved based on user feedback. Many of the topics would not be feasible without the combination of practice-oriented research and artistic expertise. The module “Research in the Arts in turn deals withhistory, discourses, theories, concepts, methods, terms, paradigms and the positioning of artistic research and sharpens the focus on one’s own in an interdisciplinary exchange.

Website of the program: www.sinta.unibe.ch. In September 2022, five SINTA doctoral students presented their research results throughout the day (7th SINTA Day). https://www.sinta.unibe.ch/unibe/portal/center_gradschools/micro_gsa/content/e70621/e207086/e1157192/Merkblatt_Bewerbung_SINTA_ger.pdf

Tip: In order to study Conservation-Restoration at the HKB in Bern, you must have a Matura, i.e. a high school diploma, as well as 12 months of professional work experience. A vocational baccalaureate in combination with an apprenticeship in a relevant field is also recognized. Read more about this in the interview with course director Prof. Dr. Andreas Buder.