How Tallinn is digitizing the commons – property management 4.0

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High-angle shot of a German city with impressive architecture and urban landscape, photographed by Markus Spiske.

Wie gelingt es einer Stadt, das Prinzip der Commons – also gemeinschaftlich genutzte Ressourcen – in das digitale Zeitalter zu transferieren? Tallinn zeigt, dass die Verwaltung von öffentlichem Eigentum längst nicht mehr beim Aktenordner endet. Mit Liegenschaftsverwaltung 4.0 hebt die estnische Hauptstadt den Umgang mit Stadtland, Gebäuden und Räumen auf eine neue, digitale Ebene – und stellt damit die Weichen für eine radikal transparente, partizipative und nachhaltige Stadtentwicklung. Klingt nach Zukunftsmusik? In Tallinn ist das schon gelebte Realität, von der der deutschsprachige Raum einiges lernen kann.

  • Überblick über das Konzept der Commons und deren Digitalisierung in Tallinn
  • Wie die estnische Hauptstadt ihre Liegenschaftsverwaltung digital neu aufgestellt hat
  • Technische, rechtliche und governancebezogene Grundlagen der Liegenschaftsverwaltung 4.0
  • Partizipation, Transparenz und Nachhaltigkeit als Kernziele des digitalen Commons-Managements
  • Datensouveränität, Plattformarchitektur und Open-Source-Ansätze in Tallinn
  • Vergleich mit der Situation in Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Chancen und Risiken: Algorithmische Steuerung, Kommerzialisierung und Zugänglichkeit
  • Best-Practice-Beispiele und Lessons Learned aus Tallinn
  • Impuls für die deutschsprachige Stadtplanung: Wie Commons digital besser verwaltet werden können

Von Allmende zu Algorithmus: Wie Tallinn die Commons digitalisiert

Die Idee der Commons ist so alt wie die Stadt selbst: Flächen, Gebäude und Ressourcen gehören niemandem allein, sondern allen gemeinsam. Doch während sich die kommunale Liegenschaftsverwaltung in vielen deutschen Städten noch immer auf Papierakten, verstreute Excel-Tabellen oder schwerfällige Datenbanken stützt, hat Tallinn einen radikal anderen Weg eingeschlagen. Die estnische Hauptstadt versteht die Verwaltung ihrer landeseigenen Grundstücke, Parks, Immobilien und Infrastrukturen längst nicht mehr als rein administrative Aufgabe, sondern als strategisches Steuerungsinstrument – und setzt dafür auf Digitalisierung auf höchstem Niveau.

Die Digitalisierung der Commons in Tallinn beruht auf der konsequenten Anwendung von IT-Infrastrukturen, Datenplattformen und automatisierten Prozessen. Doch es geht nicht nur um Effizienzsteigerung. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie kann öffentliches Eigentum so verwaltet werden, dass es dauerhaft dem Gemeinwohl dient, transparent bleibt und neue Formen der Beteiligung ermöglicht? Tallinn hat sich dafür entschieden, die Liegenschaftsverwaltung als digitales Ökosystem zu denken – offen, modular und partizipativ.

Der Schritt von der analogen zu einer digitalen Liegenschaftsverwaltung ist dabei mehr als ein technisches Update. Es ist ein Paradigmenwechsel: Stadtland, öffentliche Gebäude und städtische Infrastruktur werden in Echtzeit kartiert, bewertet, bewirtschaftet und für die Allgemeinheit sichtbar gemacht. Entscheidungsprozesse, Nutzungsänderungen oder sogar die Vergabe von Flächen laufen über zentrale, webbasierte Plattformen, die nicht nur für Planer, sondern auch für Bürger, Initiativen und Unternehmen zugänglich sind. Die Verwaltung tritt damit aus dem Schatten der Amtsstuben ins digitale Licht der Öffentlichkeit.

Doch wie funktioniert das konkret? Herzstück ist ein zentraler Digital Twin der städtischen Liegenschaften – ein digitales Abbild sämtlicher Grundstücke, Gebäude und Flächen im Besitz der Stadt. Dieser Zwilling ist kein statisches Kataster, sondern wird in Echtzeit aus verschiedensten Datenquellen gespeist: Geoinformationen, Nutzungsdaten, Energieverbrauch, Mietverträge, Instandhaltungszyklen, Verkehrsdaten und vieles mehr. Über Schnittstellen werden externe Akteure angebunden, sodass ein umfassendes, stets aktuelles Bild des kommunalen Eigentums entsteht.

Für die Stadt bedeutet das nicht nur bessere Kontrolle über ihre Ressourcen, sondern auch eine neue Qualität der Planung: Wer Flächen entwickelt, vergibt oder umnutzt, kann Auswirkungen auf Verkehr, Klima, Nachbarschaft und soziale Infrastruktur sofort simulieren und transparent machen. Gleichzeitig werden Missbrauch, Intransparenz und Verschwendung deutlich erschwert. Tallinns Ansatz macht klar: Die Digitalisierung der Commons ist keine Kür, sondern Pflicht für eine nachhaltige, zukunftsfähige Stadt.

Architektur der Offenheit: Plattformen, Partizipation und Governance in Tallinn

Der technologische Quantensprung in Tallinn basiert auf einer klaren Philosophie: Digitale Liegenschaftsverwaltung darf kein Closed Shop sein. Das System ist von Grund auf als offene Plattform konzipiert – modular, interoperabel und skalierbar. Statt proprietärer Einzellösungen setzt Tallinn auf offene Schnittstellen, offene Standards und möglichst Open-Source-basierte Software. Das Ziel: Alle Akteure – von der Verwaltung über die Zivilgesellschaft bis zur Privatwirtschaft – sollen andocken und mitgestalten können.

Im Zentrum steht das „Tallinn City Property Information System“, eine Art digitales Schaltpult für die Verwaltung des gesamten städtischen Besitzes. Hier laufen alle Daten zusammen: Parzellengrenzen, Gebäudenutzungen, Energieverbräuche, Instandhaltungskosten, Mietverhältnisse, Flächenreserven, Entwicklungsprojekte. Jeder Datensatz ist eindeutig referenziert, versioniert und – wo möglich – offen zugänglich. Bürger können sich über freie Räume, geplante Projekte oder laufende Vergaben informieren, Unternehmen können sich um Flächen bewerben, Initiativen können Nutzungsinteressen anmelden oder Vorschläge einbringen. Die Plattform wird so zum demokratischen Marktplatz für das Stadtland.

Damit das gelingt, setzt Tallinn auf ein ausgeklügeltes Governance-Modell. Klare Regeln für Datenzugang, Datenschutz und Entscheidungsprozesse sorgen dafür, dass das System nicht zur Black Box verkommt. Wer darf welche Daten sehen? Wie werden Vergaben priorisiert? Welche Rechte haben Initiativen gegenüber Investoren? Solche Fragen sind nicht nur rechtlich, sondern auch politisch sensibel – und werden in Tallinn transparent verhandelt. Die Stadt hat eigens ein Gremium eingerichtet, das die Weiterentwicklung der Plattform steuert, externe Akteure einbindet und Konflikte moderiert.

Ein weiteres Schlüsselelement ist der Umgang mit sensiblen Daten. Während Geoinformationen und Flächennutzungsdaten offen bereitgestellt werden, bleiben personenbezogene Informationen und vertrauliche Vertragsdetails geschützt. Die Plattform erlaubt eine feingranulare Steuerung, welche Daten öffentlich, welche nur für bestimmte Nutzergruppen einsehbar sind. So bleibt das System offen, ohne Datenschutz oder Eigentumsrechte zu verletzen.

Partizipation ist kein Lippenbekenntnis, sondern wird technisch und organisatorisch gefördert. Über die Plattform können Bürger Vorschläge für neue Nutzungen einreichen, Flächen gemeinsam mit der Stadt temporär bewirtschaften oder sich an Entscheidungsprozessen beteiligen. In mehreren Pilotprojekten wurden so untergenutzte Grundstücke für Urban Gardening, Zwischennutzungen oder Kulturprojekte temporär freigegeben – vollständig dokumentiert, digital gesteuert und transparent nachvollziehbar. Die Plattform wird so zum Katalysator für Commons im urbanen Maßstab.

Liegenschaftsverwaltung 4.0 in der Praxis: Tallinns Best Practices und Lehren für den DACH-Raum

Was bedeutet das für die tägliche Praxis? Tallinn hat in den letzten Jahren eine beeindruckende Reihe von Best-Practice-Projekten vorgelegt. Eines der bekanntesten Beispiele ist die digitale Vergabe und Verwaltung von Flächen für urbane Gemeinschaftsgärten. Über die Plattform können sich Gruppen bewerben, Nutzungsbedingungen transparent einsehen, Flächen reservieren und sogar ihre Aktivitäten dokumentieren. Die Stadtverwaltung kontrolliert nicht mehr zentral, sondern moderiert und unterstützt – ganz im Sinne eines „Enablement“ statt reiner Kontrolle.

Auch die Zwischennutzung von Leerständen wurde in Tallinn digitalisiert. Leerstehende Gebäude werden im System kartiert, ihre potenzielle Nutzung bewertet und öffentlich ausgeschrieben. Initiativen können sich mit Konzepten bewerben, die nach transparenten Kriterien ausgewählt werden. Die Vertragsabwicklung, Nutzungskontrolle und Abrechnung laufen vollständig digital. Das Ergebnis: Mehr Nutzung, weniger Leerstand, lebendigere Stadtquartiere – und ein klarer Mehrwert für das Gemeinwohl.

Für die Energie- und Klimawende nutzt Tallinn die Plattform zur Steuerung von Sanierungen und zur Priorisierung nachhaltiger Projekte. Energieverbrauch, Sanierungsbedarf und Potenziale für erneuerbare Energien werden für jedes Gebäude digital erfasst und ausgewertet. Förderprogramme, Sanierungsfahrpläne und die Auswahl von Pilotprojekten erfolgen datenbasiert und nachvollziehbar. Die Steuerung der städtischen Immobilien wird damit zum Instrument der Klimapolitik – und das auf Basis von Echtzeitdaten.

Ein weiteres spannendes Feld ist die Integration von Bürgerbeteiligung. Die Plattform erlaubt es, bei wichtigen Liegenschaftsfragen digitale Umfragen, Abstimmungen oder sogenannte „Urban Labs“ einzurichten. Die Ergebnisse sind sofort sichtbar und fließen direkt in die Entscheidungsfindung ein. Tallinn hat damit gezeigt, dass digitale Verwaltung und Partizipation nicht im Widerspruch stehen, sondern sich gegenseitig verstärken können.

Für Deutschland, Österreich und die Schweiz lassen sich aus Tallinns Erfahrungen mehrere Lehren ziehen: Erstens muss die Digitalisierung der Liegenschaftsverwaltung als strategisches Projekt verstanden werden – nicht als IT-Nachrüstung, sondern als Transformation von Governance und Stadtentwicklung. Zweitens braucht es offene, modulare Plattformen statt isolierter Einzellösungen. Drittens: Partizipation und Transparenz sind keine netten Extras, sondern zentrale Erfolgsfaktoren. Und viertens: Datenschutz und Datensouveränität dürfen nicht auf der Strecke bleiben, sondern müssen integraler Bestandteil jeder Lösung sein.

Risiken, Herausforderungen und die große Frage nach der Commons-Zukunft

So überzeugend Tallinns Ansatz auch ist – es gibt auch Schattenseiten und Herausforderungen. Ein zentrales Risiko liegt in der Kommerzialisierung städtischer Daten. Wenn digitale Plattformen die Verwaltung von Flächen, Gebäuden und Ressourcen zentralisieren, steigt das Interesse privater Anbieter, daraus Kapital zu schlagen. Die Stadt als „Plattformbetreiber“ muss daher klare Regeln setzen, wer Zugang zu Daten und Schnittstellen bekommt, wie kommerzielle Nutzung reglementiert wird und wie die Kontrolle über die digitale Infrastruktur gewahrt bleibt. Tallinn hat hier mit Open-Source-Ansätzen und öffentlicher Steuerung bewusst gegengesteuert – aber der Druck privater IT-Konzerne bleibt eine Daueraufgabe.

Ein weiteres Problemfeld ist die algorithmische Steuerung. Je mehr Entscheidungen über automatisierte Vorschläge, Rankings oder KI-gestützte Analysen laufen, desto größer wird die Gefahr von Verzerrungen und nicht intendierten Nebenwirkungen. Wer entscheidet, nach welchen Kriterien Flächen vergeben oder Projekte priorisiert werden? Wie werden Interessen von Minderheiten, sozialen Initiativen oder benachteiligten Gruppen im System abgebildet? Tallinn steuert hier mit Transparenz, Auditierbarkeit und demokratischer Kontrolle gegen – aber die Debatte ist keineswegs abgeschlossen.

Auch die Zugänglichkeit bleibt ein kritischer Punkt. Digitale Systeme können neue Hürden schaffen – etwa für ältere Menschen, wenig technikaffine Gruppen oder sozial Benachteiligte. Tallinn hat darauf mit niedrigschwelligen Zugängen, Schulungsangeboten und analogen Alternativen reagiert. Dennoch gilt: Die Digitalisierung der Commons darf nicht zur Exklusion führen, sondern muss Inklusion aktiv gestalten.

Eine weitere Herausforderung ist die Schnittstelle zwischen Stadtverwaltung, Politik und Zivilgesellschaft. Digitale Plattformen können Beteiligung erleichtern – sie können aber auch Machtverhältnisse verschieben, wenn bestimmte Akteure überproportional Einfluss nehmen. Tallinn hat deshalb auf eine gemischte Governance-Struktur gesetzt, in der Stadtverwaltung, Politik und Zivilgesellschaft gemeinsam die Weiterentwicklung steuern. Diese Balance muss immer wieder neu ausgehandelt werden.

Schließlich bleibt die Frage, wie übertragbar das Tallinner Modell ist. Estland ist bekannt für seine digitale Avantgarde – eine solche Transformation erfordert politisches Commitment, langfristige Investitionen und eine Kultur der Offenheit. Im deutschsprachigen Raum sind die Voraussetzungen unterschiedlich, aber der Handlungsdruck wächst. Die Digitalisierung der Liegenschaftsverwaltung bietet enormes Potenzial für nachhaltige Stadtentwicklung – wenn sie als Chance für Commons, Beteiligung und Transparenz verstanden und gestaltet wird.

Fazit: Tallinns Liegenschaftsverwaltung 4.0 als Vorbild für die nachhaltige Stadt von morgen

Die Digitalisierung der Commons ist kein Selbstzweck, sondern ein mächtiges Werkzeug für die nachhaltige, demokratische und innovative Stadtentwicklung. Tallinn beweist, dass es gelingen kann, öffentliches Eigentum radikal transparent, partizipativ und effizient zu verwalten – und dabei alle Akteure einzubinden. Mit offenen Plattformen, klarem Governance-Modell und dem Mut, Neues zu wagen, hat die estnische Hauptstadt ein Modell geschaffen, das auch für Deutschland, Österreich und die Schweiz wegweisend sein könnte.

Der Schlüssel liegt in der Verbindung von Technologie, Beteiligung und Gemeinwohlorientierung. Liegenschaftsverwaltung 4.0 ist mehr als digitale Aktenführung – sie ist der Hebel für eine resiliente, gerechte und lebendige Stadt. Die Herausforderungen sind real, von Datenschutz bis Governance, von Inklusion bis Kommerzialisierung. Aber die Chancen sind ebenso groß: Wer die Digitalisierung der Commons als strategisches Projekt begreift, öffnet Türen zu neuen Formen des Zusammenlebens, der Nutzung und Gestaltung urbaner Räume.

Für Planer, Verwaltung und Stadtgesellschaft im deutschsprachigen Raum gilt: Tallinn zeigt, wie es gehen kann. Die Zeit der analogen Liegenschaftsverwaltung ist vorbei. Die Zukunft gehört den Städten, die Mut zur Offenheit, zum Experiment und zur radikalen Transparenz haben. Liegenschaftsverwaltung 4.0 ist kein ferner Traum – sie ist der nächste, logische Schritt auf dem Weg zur nachhaltigen Stadt.

Wer heute beginnt, Commons digital zu denken und zu gestalten, wird morgen eine Stadt erleben, die nicht nur effizient verwaltet, sondern gemeinsam entwickelt wird. Tallinn hat vorgemacht, wie der Sprung von der Allmende zur digitalen Commons-Stadt gelingen kann – und liefert damit das vielleicht spannendste Vorbild für die urbane Transformation im 21. Jahrhundert.

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UNESCO World Heritage Sites 2021

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UNESCO

on the banks of the Lahn. Photo: W. Bulach

UNESCO met until July 31 to decide on the new World Heritage Sites for 2021, awarding the three spa towns of Baden-Baden, Bad Ems and Bad Kissingen as well as the Mathildenhöhe in Darmstadt. But there are also losers. You can find everything about the new World Heritage Sites here.

UNESCO met until July 31 to decide on the new World Heritage Sites for 2021, awarding the three German spa towns of Baden-Baden, Bad Ems and Bad Kissingen as well as the Mathildenhöhe in Darmstadt. But there were also losers. For the third time in history, the UN organization has withdrawn the title from a city – namely Liverpool. You can find everything about the UNESCO World Heritage Sites 2021 here.

The UNESCO World Heritage Committee met in 2021 from July 16 to 31. This year, the 44th session was chaired by those responsible in Fuzhou, China. The meeting was broadcast live on the internet. The topics and responsibilities of the committee are firstly the nominations for the World Heritage List, secondly the state of conservation and protection of numerous sites and thirdly the further development of the World Heritage program. More than 40 sites were nominated in 2021. These included, for example, the rainforests and wetlands of the Colchis region in Georgia, as well as the mining landscape of Roșia Montană in Romania and the estate of landscape architect Roberto Burle Marx in Rio de Janeiro, Brazil. Germany, on the other hand, was involved with these five nominations:

The committee also reviewed the state of conservation of 258 World Heritage sites. 53 of these sites are officially endangered World Heritage sites. Armed conflicts, climate change, natural disasters and construction projects threaten the United Nations World Heritage Sites. The Committee therefore discussed individual measures, programs and international funding projects to support these World Heritage sites.

The World Heritage Committee discussed the situation of the following sites:

In addition, the Committee is addressing the question of whether the Selous Game Reserve (Tanzania) and the maritime trading town of Liverpool should be removed from the World Heritage List.

An overview of the new UNESCO World Heritage Sites

Ancient beech forests and primeval beech forests of the Carpathians and other regions of Europe (Bosnia and Herzegovina, France, Italy, Montenegro, North Macedonia, Poland, Switzerland, Serbia, Slovakia, Czech Republic)

Archaeoastronomical complex of Chanquillo (Peru)

Arslan Tepe (Turkey)

As-Salt – a place of tolerance and urban hospitality (Jordan)

Mining landscape Roșia Montană (Romania)

The work of Jože Plečnik in Ljubljana – people-oriented urban design (Slovenia)

Dholavira: A city of Harappan culture (India)

The arcades of Bologna (Italy)

The engineering of Eladio Dieste: Church of Atlántida (Uruguay)

The islands of Amami-Oshima, Tokunoshima, Iriomote and the northern part of the island of Okinawa (Japan)

Franciscan missions in the Sierra Gorda in Querétaro (Mexico)

Getbol, the Korean tidal flats (Republic of Korea)

Frontiers of the Roman Empire – Lower Germanic Limes (Germany, Netherlands)

Dutch water defense lines (Netherlands)

Ivindo National Park (Gabon)

Cordouan Lighthouse (France)

Mathildenhöhe Darmstadt (Germany)

Nice, winter resort of the Riviera (France)

Padua’s fresco cycles from the 14th century (Italy)

Paseo del Prado and Buen Retiro, Landscape of Arts and Sciences (Spain)

Prehistoric sites of the Jomon in northern Japan (Japan)

SchUM sites Speyer, Worms and Mainz (Germany)

Spa (Belgium), Bad Ems, Baden-Baden and Bad Kissingen (Germany), Vichy (France), Montecatini Terme (Italy), Baden near Vienna (Austria), Karlovy Vary, Františkovy Lázně and Mariánské Lázně (Czech Republic) and Bath (United Kingdom).

Temple of Kakatiya Rudreshwara (Ramappa), Telangana (India)

Trans-Iranian Railway (Iran)

Kaeng Krachan forest complex (Thailand)

Rock carvings on Lake Onega and the White Sea (Russian Federation)

Cultural area of Ḥimā (Saudi Arabia)

Quanzhou: market and trading center of the Song-Yuan dynasty (China)

Colchian rainforests and wetlands (Georgia)

Colonies of Mercy (Belgium, Netherlands)

Slate Landscape of North West Wales (United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland)

Lower Germanic Limes

Settlements and artificial mummification of the Chinchorro culture in Arica y Parinacota (Chile)

Roberto Burle Marx site (Brazil)

Hawraman/Uramanat cultural landscape (Iran)

Sudanese-style mosques in the northern Ivory Coast (Côte d’Ivoire)

UNESCO World Heritage: Important spa towns in Europe

A total of eleven European cities have now been added to the UNESCO World Heritage List in 2021 with the new title of “Important European Spa Towns”. Their special significance is due to their architectural opulence and choice of materials, which today define the framework of an urban planning type of spa town. Places developed around healing springs that today are witnesses to a once flourishing spa culture. We present these places in this article and also take a look at other towns that have been awarded the title of UNESCO World Heritage Site.

Bad Ems

The Rhineland-Palatinate town on the River Lahn was once considered one of the most famous bathing resorts in Germany. Tsar Alexander II and the later German Emperor Wilhelm I are two of the illustrious guests who exchanged their uniforms for bathing robes here. The insignia of the spa town – Kurhaus, Colonnades, Kursaal, Casino and Kurpark – line the banks of the Lahn like a cast of water, according to the UN organization.

Baden-Baden

Impressive buildings of outstanding importance for spa architecture were erected in the town on the River Oos during the heyday of spa culture. These include the Trinkhalle, designed by Heinrich Hübsch, with its richly decorated lobby. The casino, redesigned in the French neo-baroque style by patron Jacques Bénazet in the 19th century, is also one of them. The Bénazet family’s donations made Baden-Baden “the summer capital of Europe” at the time, according to Lisa Poetschki, Site Manager of the World Heritage Site.

Bad Kissingen

Similar to entering a church, the sublimity of Max Littmann’s Trink- und Wandelhalle slows you down, writes the UN organization. As a result, the building broke a few of the superlatives of the time. After all, it was the largest reinforced concrete building of its kind, the first enclosed drinking hall. It is still the largest drinking hall in Europe today. The central landmark of the town and further evidence of the spa culture of the 20th century is the Regentenbau, the most magnificent building in Bad Kissingen.

Baden near Vienna in Austria, Bath in England, Montecatini in Italy, Vichy in France, Spa in Belgium and the Czech towns of Karlsbad, Franzensbad and Marienbad are also among the eleven important spa towns in Europe listed by UNESCO.

Other artistically and architecturally significant cities in Germany have also been awarded the UNESCO seal:

Darmstadt

An early 20th century ensemble is located on a hill on the edge of Darmstadt’s city center. The buildings erected by artists are described by the director of the Mathildenhöhe Darmstadt Institute as the “cradle of the Bauhaus”. Between 1901 and 1914, the Mathildenhöhe provided internationally influential impulses in architecture and modern art. Here in Darmstadt were the first buildings to break away from the ornate Art Nouveau style. Clear lines and minimalist decoration thus led the way into a new age of architecture.

SchUM cities on the Rhine

Due to their outstanding importance for European Jewry in the Middle Ages, the cities of Speyer, Worms and Mainz – Shpira, Warmaisa and Magenza in Hebrew – have been declared World Heritage Sites by UNESCO. Some of the oldest evidence of Jewish life in Germany can be found here. The history of the synagogues, Talmud schools, women’s schools, ritual baths and cemeteries in the ShUM cities dates back to the 10th century. The design of the buildings shaped the architecture of Jewish buildings in large parts of Europe.

Since the last meeting of the UNESCO World Heritage Committee, however, the historic port city of Liverpool can no longer call itself a World Heritage Site. Planned construction projects such as “Liverpool Waters” and the development of the Bramley Moore Dock since the nomination in 2004 would endanger the historic character of the port area too much. In the history of UNESCO World Heritage, the title has only been withdrawn twice before: Oman was removed from the list in 2007 for reducing the size of an antelope sanctuary by 90 percent, and the cultural landscape of Dresden’s Elbe Valley in 2009 due to the construction of the Waldschlösschen Bridge.

Also interesting: Find out why the planned highway tunnel under one of the UK’s most famous sights – the UNESCO World Heritage Site Stonehenge – will not be built here.

Experience Berlin architecture of the 1980s

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The Gendarmenmarkt plays a role in the Audiowalk Route 3. The reconstruction of the square and the peripheral buildings was carried out by the architects Manfred Prasser and Dieter Bankert. Photo: Ludger Paffrath

The Gendarmenmarkt plays a role in the Audiowalk Route 3. The reconstruction of the square and the peripheral buildings was carried out by the architects Manfred Prasser and Dieter Bankert. Photo: Ludger Paffrath

A new audio walk app from the Berlinische Galerie now makes it possible to discover Berlin architecture from the 1980s Berlin has a unique density of buildings from the 1980s, the significance of which needs to be examined after more than 30 years. Their diverse and colorful architectural language challenged previous notions of a modern living environment. Often labeled […]

A new audio walk app from the Berlinische Galerie now allows you to discover Berlin architecture from the 1980s

Berlin has a unique density of buildings from the 1980s whose significance needs to be reviewed after more than 30 years. Their diverse and colorful architectural language challenged previous notions of a modern living environment. Often labeled “postmodernism”, it is characterized by the use of building types and stylistic devices from the past as well as the testing of alternative lifestyles in the big city.

Since March, the Berlinische Galerie has been showing the exhibition “Anything Goes? Berlin architecture of the 1980s”. For the first time, the show examines what and who shaped the buildings and visions developed for East and West Berlin in the last decade before the fall of the Wall. As many of the locations are in the immediate vicinity of the Berlinische Galerie, the museum has developed a free audio walk app that brings the exhibition to life in the urban space.

The app tells the stories of the buildings at their original locations. Under the motto “Out into the city”, three routes lead to the important buildings of the International Building Exhibition Berlin 1987 (IBA 87) in Kreuzberg and to the postmodern buildings in West and East Berlin along Friedrichstrasse. The three 30-minute routes are marked on a digital map for easy navigation. The audio contributions can be listened to from any location and are available in German and English.

The Berlinische Galerie’s audio walks on Berlin architecture of the 1980s can be found here.