In constant change – design studio “Into the Wild”

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View from the hilltop to the lower area, graphic: Svenja Jarrath

View from the hilltop to the lower area, graphic: Svenja Jarrath

Climbing up from the native mixed deciduous forest at the foot of the mountain to the Mediterranean hard-leaf zone at the top – all in Berlin. With her design, Svenja Jarrath wants to bring climate change to life for visitors to Volkspark Prenzlauer Berg. The project was developed as part of the “Into the Wild” design studio at TU Berlin. In the following, Svenja Jarrath presents her work herself.

Climbing up from the native mixed deciduous forest at the foot of the mountain to the Mediterranean hard-leaf zone at the top – all in Berlin. With her design, Svenja Jarrath wants to bring climate change to life for visitors to Volkspark Prenzlauer Berg. The project was developed as part of the “Into the Wild” design studio at TU Berlin. In the following, Svenja Jarrath presents her work herself.

It’s not just in our September 2023 issue that we make space for student projects. Students also present their own work on our website – for example in this article. You can find all the projects on our “Studies” topic page and the September issue is available in our store.

The design “In Constant Change” by Svenja Jarrath was conceived under the “Climatize” scenario – one of three scenarios specified by the design studio “Into the Wild” for the design process. The IPCC report (2019) predicts the development of our cool-temperate climate zone towards a warm-temperate climate zone by 2075. Based on the IPCC report, a concept was developed to preserve the forest stand and its valuable cooling function. The associated forest conversion in order to adapt the vegetation stock to the consequences of climate change within the next 30 years forms the basis of the design.

The climate change described is both a challenge and an opportunity. It is brought to life for visitors to the park through its staging: the native mixed deciduous forest at the foot of the mountain changes towards the top of the mountain to the hard-leaf zone of the Mediterranean region.

On entering the park, users are guided through the well-known native mixed deciduous forest. This is characterized by the past and is adapted to the increasing drought and heat through natural regeneration measures: Only the best-adapted seeds of the existing trees develop into new trees.

The higher the mountains are climbed, the more their vegetation changes: the native trees are joined by more and more non-native trees. The new circular trail on the middle level marks the present and thus the irreversibility of change. Information boards along the edges of the path point out the new species and show the progress of forest conversion.

The final section of the ascent is along a circular path that winds around the summit. Here, the vegetation of today’s Mediterranean region (year 2023) now thrives on lean, stony limestone and sandstone gravel grassland. In 2075, the new diversity of vegetation can be marveled at with shrubs such as Olea europaea, Citrus sinensis, Punica granatum and Myrtus communis.

The design was created as part of the “Into the Wild” design studio at the TU Berlin. You can read more about the background to the studio and Volkspark Prenzlauer Berg here, and discover more designs by students here.

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KI-gesteuerte Regenwassernutzung – präzise statt pauschal

Stellen Sie sich eine Stadt vor, in der jeder Regentropfen zählt – aber nicht durch starre Regeln, sondern durch lernende Systeme, die punktgenau steuern, speichern und verteilen. KI-gesteuerte Regenwassernutzung ist keine ferne Vision mehr, sondern der nächste logische Schritt für zukunftsfähige, resiliente Städte. Doch wie funktioniert das wirklich? Und was bedeutet das konkret für Planung, Ausführung und Betrieb? Willkommen in einer Ära, in der Pauschallösungen endgültig von Präzision abgelöst werden.

  • Definition und Grundlagen der KI-gesteuerten Regenwassernutzung im urbanen Kontext
  • Technische Komponenten: Sensorik, Datenintegration, maschinelles Lernen und Systemarchitektur
  • Praktische Anwendungsbeispiele aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Chancen für Klimaresilienz, Flächenentsiegelung und nachhaltige Stadtentwicklung
  • Herausforderungen bei Planung, Betrieb, Datenschutz und Governance
  • Wandel der Rollen von Planern, Landschaftsarchitekten und kommunalen Akteuren
  • Potenziale für partizipative Planung und Bürgerbeteiligung durch transparente Systeme
  • Risiken: Technokratische Verzerrung, Kommerzialisierung und digitale Kluft
  • Rechtliche und normative Rahmenbedingungen – wo stehen DACH-Städte heute?
  • Fazit: KI als Treiber für eine neue, präzise Wasserstrategie im urbanen Raum

KI trifft Regen: Warum präzise Regenwassernutzung das neue Paradigma ist

Kaum ein Thema treibt die urbane Planung derzeit so sehr um wie der Umgang mit Wasser. Zu viel oder zu wenig, zu plötzlich oder zu lange, zu verschmutzt oder zu ungenutzt – das Wassermanagement ist zur Gretchenfrage für lebenswerte Städte geworden. Bisher setzte man vor allem auf pauschale Lösungen wie zentrale Rückhaltebecken, starre Überflutungsflächen oder generische Gründachprogramme. Doch die Grenzen dieser Ansätze zeigen sich immer deutlicher: Sie sind häufig zu träge, zu teuer und zu wenig auf die komplexen, sich ständig ändernden Bedingungen moderner Städte zugeschnitten.

Hier kommt die KI ins Spiel – Künstliche Intelligenz, die mehr ist als ein schickes Buzzword: Maschinelles Lernen, neuronale Netze und selbstoptimierende Algorithmen können nicht nur große Datenmengen in Echtzeit auswerten, sondern auch vorhersehen, was als Nächstes passiert. Das bedeutet: Regenwassernutzung wird nicht mehr nach Schema F geregelt, sondern exakt dort aktiviert, wo und wann sie gebraucht wird. Sensoren messen Niederschlag, Bodenfeuchte, Abflussraten und Speicherstände, während Algorithmen daraus Prognosen ableiten und die Steuerung von Rückhaltebecken, Versickerungsanlagen und Bewässerungssystemen dynamisch anpassen.

In der Praxis ermöglicht das eine bislang unerreichte Flexibilität. An heißen Tagen wird Regenwasser gezielt zur Bewässerung von Stadtbäumen und Grünflächen genutzt. Bei Starkregen werden Speicher und Ableitungen so geregelt, dass Kanalsysteme entlastet und urbane Überschwemmungen vermieden werden. Und sollte ein Trockenereignis drohen, werden verfügbare Reserven intelligent priorisiert eingesetzt. Plötzlich ist Regenwassermanagement kein starres Korsett mehr, sondern ein lernender Prozess, der sich an die Stadt und ihre Bewohner anpasst.

Doch damit nicht genug: KI-basierte Systeme können auch helfen, die graue Infrastruktur gezielt mit grünen Lösungen zu verknüpfen. Von der Dachbegrünung bis zur dezentralen Versickerung – alles wird Teil eines vernetzten Wasserkreislaufs, der auf Echtzeitdaten und adaptiven Steuerungsstrategien basiert. Das eröffnet nicht nur neue Horizonte für die Stadtökologie, sondern macht auch die Stadt widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels.

Die zentrale Frage lautet daher nicht mehr, ob KI-gesteuerte Regenwassernutzung kommt, sondern wie sie sinnvoll, verantwortungsbewusst und nutzbringend für alle Stadtakteure implementiert werden kann. Wer heute noch auf pauschale Lösungen setzt, riskiert, von den Herausforderungen der Zukunft überrollt zu werden.

Technologie im Detail: Sensorik, Daten und Algorithmen als Herzstück smarter Wassersysteme

Die technologische Basis für KI-gesteuerte Regenwassernutzung ist ein feinmaschiges Netz aus Sensoren, Datenplattformen und intelligenten Steuerungseinheiten. Sensoren erfassen eine Vielzahl von Parametern: Sie messen Niederschlagsmengen, Bodenfeuchte, Wasserstände in Speichern, Durchflussraten in Kanälen, aber auch Temperatur, Verdunstung und sogar Verschmutzungsgrade. Diese Daten werden kontinuierlich an zentrale oder dezentrale Datenplattformen übermittelt, wo sie aggregiert, validiert und für die weitere Analyse aufbereitet werden.

Das Herzstück bildet die KI-gestützte Auswertung: Maschinelle Lernverfahren erkennen Muster in den gesammelten Daten, vergleichen sie mit historischen Ereignissen und werten sie im Kontext aktueller Wetterprognosen aus. So können nicht nur kurzfristige Steuerungsentscheidungen getroffen werden – etwa das rechtzeitige Entleeren eines Speicherbeckens vor einem angekündigten Starkregen – sondern auch langfristige Optimierungen stattfinden. Beispielsweise kann die KI analysieren, welche Flächen besonders häufig von Trockenstress betroffen sind, und die Bewässerung entsprechend anpassen.

Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Integration unterschiedlicher Datenquellen: Neben den eigenen Sensoren werden zunehmend offene Daten (Open Data), amtliche Messwerte, Satellitenbilder und IoT-Plattformen eingebunden. So entsteht ein ganzheitliches Bild der urbanen Wasserlandschaft, das weit über die Möglichkeiten klassischer Systeme hinausgeht. Die Algorithmen können dabei nicht nur auf vorgegebene Regeln reagieren, sondern selbstständig Zusammenhänge erkennen, Korrelationen berechnen und Prognosen für verschiedene Szenarien erstellen.

Moderne Systemarchitekturen setzen zudem auf Modularität und Skalierbarkeit. Das bedeutet: Neue Sensoren oder Steuerungseinheiten lassen sich ohne großen Aufwand einbinden, und die Systeme sind in der Lage, auf veränderte Rahmenbedingungen flexibel zu reagieren. Besonders relevant wird dies bei der Nachrüstung bestehender Infrastrukturen, wo Schnittstellen zu alten Anlagen geschaffen und neue Komponenten integriert werden müssen.

Datensicherheit und Datenschutz sind dabei zentrale Anforderungen. Die Systeme müssen so konzipiert sein, dass sensible Informationen – etwa zu privaten Grundstücken oder Betriebsgeheimnissen – geschützt bleiben. Gleichzeitig gewinnt die Frage nach der Datenhoheit an Bedeutung: Wer darf welche Daten sehen, wer entscheidet über deren Nutzung, und wie werden Fehlsteuerungen oder Manipulationen verhindert? Nur wenn diese Fragen transparent und nachvollziehbar geklärt sind, können KI-gesteuerte Wassersysteme ihr volles Potenzial entfalten.

Praxisbeispiele aus dem deutschsprachigen Raum: Von Pilotprojekten zu Blaupausen

Während internationale Leuchtturmprojekte in Singapur, Rotterdam oder Melbourne bereits für Furore sorgen, holen Städte und Gemeinden im deutschsprachigen Raum spürbar auf. So hat die Stadt Hamburg im Rahmen des Projekts “Smart Water” ein KI-basiertes Steuerungssystem für Regenwasserrückhalt in einem stark versiegelten Quartier implementiert. Sensoren messen dort kontinuierlich den Füllstand dezentraler Speicher und die aktuellen Wetterdaten. Die KI entscheidet, wann welches Becken entleert oder gefüllt wird, um sowohl Überschwemmungen zu vermeiden als auch Regenwasser für die spätere Nutzung zu sichern.

In Zürich wurde ein intelligentes Bewässerungsnetz für städtische Grünflächen aufgebaut. Hier verknüpft das System Bodenfeuchtesensoren mit lokalen Wetterprognosen und den spezifischen Wasserbedarfen unterschiedlicher Pflanzenarten. Das Ergebnis: Die Bewässerung erfolgt nicht mehr nach starren Zeitplänen, sondern bedarfsgerecht und ressourcenschonend. Die Stadt spart Wasser, Energie und Kosten – und die Pflanzen danken es mit besserem Wachstum und höherer Resilienz gegenüber Hitzewellen.

Auch kleinere Kommunen setzen auf KI. Im österreichischen Linz wird ein Pilotprojekt umgesetzt, bei dem die Regenwassernutzung im öffentlichen Raum mit Hilfe lernender Algorithmen optimiert wird. Öffentliche Plätze und Grünflächen werden so bewässert, dass das gespeicherte Regenwasser optimal genutzt wird, zugleich aber Überschwemmungen im Kanalnetz vermieden werden. Die Stadt nutzt hierfür auch Bürgerdaten aus einer App, in der Nutzer Schäden, Trockenstress oder Überflutungen melden können – ein Beispiel für gelungene Partizipation.

Sogar im Bereich der Dachbegrünung hält die KI Einzug. In München analysiert ein Pilotprojekt mithilfe von Sensorik und maschinellem Lernen die Leistungsfähigkeit von Gründächern in Bezug auf Regenwasserrückhalt, Verdunstung und Pflanzenentwicklung. Die Ergebnisse fließen direkt in die Planung neuer Projekte ein und helfen, die Wirkung von Gründächern gezielt zu optimieren – je nach Standort, Nutzung und Wetterlage.

Diese Praxisbeispiele zeigen: Die KI-gesteuerte Regenwassernutzung ist kein abstraktes Zukunftsszenario, sondern längst im urbanen Alltag angekommen. Noch sind es meist Pilotprojekte, doch sie entwickeln sich rasch zu Blaupausen für die breite Umsetzung. Entscheidend ist dabei immer die enge Verzahnung von Planung, Technik und Betrieb – und der Wille, tradierte Routinen zu hinterfragen.

Planung neu denken: Chancen, Hürden und die Rolle der Akteure

Die Einführung KI-gesteuerter Regenwassernutzung bedeutet für die urbane Planung einen Paradigmenwechsel. Planer, Landschaftsarchitekten und Ingenieure müssen sich von statischen, einmalig festgelegten Systemen verabschieden und in dynamischen, lernenden Prozessen denken. Die klassische Trennung von Planung, Bau und Betrieb wird zunehmend durch eine Prozessarchitektur abgelöst, in der kontinuierliches Monitoring und adaptive Steuerung zum Standard gehören.

Ein zentraler Vorteil: Die Systeme ermöglichen eine viel feinere Abstimmung auf lokale Gegebenheiten. Anstatt nach pauschalen Bemessungsregeln zu dimensionieren, kann die Infrastruktur exakt an die spezifischen Anforderungen einzelner Quartiere, Straßen oder Gebäude angepasst werden. Das reduziert Überdimensionierungen, spart Kosten und schafft Raum für Innovationen wie multifunktionale Flächen, die bei Trockenheit bewässern und bei Starkregen Rückhalt bieten.

Für die Kommunen und Betreiber ergeben sich neue Möglichkeiten, aber auch neue Verantwortlichkeiten. Die laufende Überwachung und Steuerung erfordert eine entsprechende Qualifikation des Personals und klare Prozesse für Wartung, Fehlererkennung und Störfallmanagement. Gleichzeitig müssen Schnittstellen zu anderen städtischen Systemen – etwa Verkehr, Energie oder Abfall – geschaffen werden, um Synergien zu nutzen und Zielkonflikte zu vermeiden.

Datenschutz und Governance werden zu kritischen Faktoren. Wer entscheidet über die Nutzung der Daten, wie werden Bürger eingebunden, und wie wird Transparenz sichergestellt? Gerade im sensiblen Bereich der Wasserwirtschaft ist das Vertrauen der Bevölkerung essenziell. Partizipative Ansätze, offene Datenplattformen und nachvollziehbare Entscheidungswege sind deshalb keine Kür, sondern Pflicht.

Schließlich bleibt die Frage nach der Wirtschaftlichkeit. Investitionen in Sensorik, Datenplattformen und KI-Software sind zunächst hoch – doch die laufenden Betriebskosten sinken durch optimierten Ressourceneinsatz, geringeren Wartungsaufwand und verbesserte Prognosefähigkeit spürbar. Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene, aber auch EU-Initiativen unterstützen die Einführung, doch oft fehlt es noch an verlässlichen Standards und belastbaren Referenzprojekten. Hier sind Mut, Innovationsgeist und der Wille zur Zusammenarbeit gefragt.

Von der Black Box zur Verantwortung: Risiken und Perspektiven für die Zukunft

So vielversprechend KI-gesteuerte Regenwassernutzung ist, so klar sind auch die Risiken. Algorithmen können nur so gut entscheiden, wie die zugrunde liegenden Daten und Modelle es erlauben. Schlechte oder unvollständige Daten, fehlerhafte Sensoren oder ungeeignete Prognosemodelle führen schnell zu Fehlsteuerungen – mit potenziell gravierenden Folgen für Infrastruktur, Umwelt und Bevölkerung.

Ein weiteres Risiko besteht in der sogenannten Black-Box-Problematik: KI-Systeme treffen Entscheidungen, deren Logik für Außenstehende kaum nachvollziehbar ist. Gerade wenn es um sensible Fragen wie Wasserverteilung oder Hochwasserschutz geht, ist Transparenz jedoch unabdingbar. Hier braucht es klare Regeln für Erklärbarkeit und Nachvollziehbarkeit, etwa durch Open-Source-Modelle, Audits oder Bürgerbeiräte.

Auch die Gefahr der Kommerzialisierung ist real. Wenn große Softwareanbieter oder Plattformbetreiber die Kontrolle über urbane Wasserdaten gewinnen, droht eine Abhängigkeit, die auf lange Sicht teuer werden kann – nicht nur finanziell, sondern auch politisch. Deshalb setzen immer mehr Städte auf offene, interoperable Systeme und achten auf die Wahrung der kommunalen Datensouveränität.

Nicht zuletzt stellt sich die Frage nach der digitalen Kluft: Wer profitiert von smarter Wassernutzung, und wer bleibt außen vor? Gerade in sozial unterschiedlichen Quartieren besteht die Gefahr, dass Innovationen vor allem dort umgesetzt werden, wo die größten Budgets oder das meiste politische Kapital vorhanden sind. Eine nachhaltige Strategie muss daher soziale Aspekte mitdenken und sicherstellen, dass alle Stadtteile gleichermaßen von den Vorteilen profitieren.

Die größte Herausforderung bleibt jedoch der kulturelle Wandel. KI-gesteuerte Systeme fordern das klassische Planungsverständnis heraus und verlangen von allen Beteiligten die Bereitschaft, Verantwortung zu teilen, Fehler zu akzeptieren und aus ihnen zu lernen. Das ist unbequem – aber auch die größte Chance für eine wirklich resiliente, lebenswerte Stadt.

Fazit: Präzision statt Pauschalität – die neue Ära der urbanen Wasserstrategie

KI-gesteuerte Regenwassernutzung markiert einen fundamentalen Wendepunkt in der urbanen Planung. Die Zeiten pauschaler Lösungen sind vorbei – gefragt sind intelligente, adaptive Systeme, die Präzision, Nachhaltigkeit und Beteiligung miteinander verbinden. Sensorik, Datenintegration und maschinelles Lernen schaffen die technologische Basis, doch entscheidend sind Offenheit, Transparenz und Mut zur Veränderung. Wer den Wandel jetzt aktiv gestaltet, kann nicht nur die Resilienz der eigenen Stadt steigern, sondern auch neue Maßstäbe für klimagerechte Entwicklung setzen. Die Zukunft der Regenwassernutzung ist präzise, partizipativ – und intelligenter als je zuvor.

INTERESS-I: Impulse project from Stuttgart

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INTERESS-I impulse project: water storage in the foreground and vertical greening in the background

INTERESS-I impulse project: water storage in the foreground and vertical greening in the background

The INTERESS-I project is testing blue-green infrastructures in the vicinity of the major construction site Stuttgart 21 and shows what would already be possible today.

Drought or heavy rainfall: How we deal with our water resources in the future will ultimately determine the quality of life in our cities. The INTERESS-I research project is testing urban blue-green infrastructures in the vicinity of the major construction site Stuttgart 21. The project team presents the initial results of the impulse project here and also shows which climate adaptation measures are already feasible today.

Stuttgart’s creative quarter near the Wagenhalle is a place in transition. Temporary studios, urban gardening and accommodation for construction workers on a neighboring major building site stand for a great openness to experiment with new concepts and ideas. The creative quarter is therefore the ideal location for an open laboratory in which integrated blue-green infrastructures can be tested. This is how the Stuttgart impulse project was created in 2019 as a compact climate change adaptation measure. It is part of the BMBF research project INTERESS-I “Integrated strategies for strengthening urban blue-green infrastructures”.

The INTERESS-I impulse project illustrates the interaction of alternative water resources as well as their treatment, storage and provision as irrigation water for urban greenery. It also addresses the problem of heavy rainfall and illustrates which temporary and mobile measures are possible in transformation areas. It thus demonstrates what integrated blue-green architecture can look like in concrete terms. It was implemented at the spatial interface between the urban gardening project “Stadtacker” and temporary accommodation for workers on the Stuttgart 21 infrastructure project. The roof run-off water and grey water (slightly polluted wastewater) from these residential containers is used to irrigate vertical greenery.

Three mobile and reusable components form the core of the temporary intervention. Firstly, a craneable retention cistern placed above ground; secondly, two container frames with a planted soil filter, water tanks and a technical room; and thirdly, scaffolding on the residential accommodation that brings different green systems to the façade. Together, these three components address the question of how the use of alternative water resources in combination with microclimatically effective greenery can contribute to climate adaptation in cities.

The key to success here is the combination of continuous and discontinuous water sources. The rainwater that accumulates on the roof of the residential containers is stored for irrigation of the vertical greenery, but also for use by the neighboring urban fields. The above-ground retention cistern with a storage volume of seven cubic meters and a retention volume of four cubic meters is used for this purpose. The retention volume benefits heavy rainfall prevention, as two heavy rainfall events in summer 2021 showed: the total volume was filled within a short time and the retention volume was then released at a reduced rate over a period of hours and seeped away on site. This local type of rainwater management contributes to groundwater recharge and also relieves the burden on the municipal sewage system, which already has to absorb large amounts of runoff from sealed surfaces during heavy rainfall.

The impulse project uses slightly contaminated gray water from showers and washbasins in the workers’ accommodation as a continuous water resource. It is temporarily stored for a short time and then fed into a five-square-metre soil filter with a vertical flow of reeds. The soil filter, which is housed in one of the container frames, consists of two compartments. Different substrates (Rhine sand and lava sand) were each introduced at layer heights of one meter in order to investigate the cleaning performance. Approximately 400 liters per day are fed in at six intervals. Finally, UV immersion lamps in the tanks ensure that the purified grey water (clear water) is disinfected.

The clear water and rainwater are mixed in an irrigation tank, from where the vertical greenery mounted in the scaffolding is irrigated. The pre-cultivated elements have a positive effect on the microclimate right from the start by providing cooling both indoors and outdoors through shading and evaporation. Three different systems represent different requirements and areas of application: A solid green wall overgrown with ivy, cranesbill and lavender with a substrate depth of 40 centimetres, a trellis system with planters in which ivy and clematis grow, and a lightweight living wall system with eight different grasses and perennials that needs to be watered several times a day in summer.

The impulse project as a whole is exemplary in that it demonstrates water storage, retention, treatment and provision for urban greenery in a small space in an appealing design. The planted soil filter is far more than a purely functional unit, but is already part of the green concept. The publicly accessible open space is enhanced by the containers, some of which are designed as terraces and accessible platforms, and can be used in a variety of ways. The cistern not only serves as a water reservoir, but also as an advertising pillar to communicate the project content. The individual components are also innovative and transferable: The constructed wetland, which is designed for lightly polluted graywater, has a reduced footprint, allowing it to be used in tight, urban spaces. In addition, studies show that demand-based treatment is possible, i.e. more graywater can be treated in the summer months to cover the increased water requirements of vegetation while maintaining the same quality.

Despite restrictions due to the coronavirus pandemic, over 20 guided tours were carried out as part of the impulse project. They were aimed at interested parties from research, administration and practice. Events were also held for children and young people. Since its commissioning in summer 2020, the impulse project has triggered intensive discussions in urban and environmental planning on rainwater management and irrigation of urban greenery in the new Stuttgart Rosenstein district.

Based on the one-to-one implementation of the impulse project, the integrated planning of blue-green architectures and infrastructures could be tested and also transferred into a design strategy as part of design research (research by design). The project represents a central component of the overall INTERESS-I research project, in which planning projects in the partner cities of Stuttgart and Frankfurt, among others, were accompanied or initiated and further developed as integrated blue-green projects. Future workshops and expert interviews were also held in both cities to record the views of citizens and other urban stakeholders on urban greenery. The results are also summarized in a guideline and prepared for use in municipalities.

Further literature on the INTERESS-I research project:

Information on the impulse project and the other results of the project can be found in the publications listed below and in the guidelines for the integrated planning of blue-green infrastructures.

INTERESS-I project data:

Project participants: Technical University of Munich, Technical University of Kaiserslautern, University of Stuttgart, Institute for Social-Ecological Research, City of Stuttgart and City of Frankfurt am Main, Helix Pflanzen GmbH
Design and implementation planning: Daniel Schönle Architecture and Urban Planning
Technical planning soil filter: Dr. Bruch und Partner
Cooperation partners: Arge Tunnel Cannstatt 21, Kunstverein Wagenhalle e.V. and Stadtacker e.V.
Project duration: 10/2018 to 1/2022

Further publications:

Eisenberg, B., Morandi, C., Richter, P., Well, F., Winker, M., Minke, R., Steinmetz, H. & Ludwig, F. (2021). The Impulse Project Stuttgart-Stimulating Resilient Urban Development Through Blue-Green Infrastructure. In G. Hutter, M. Neubert & R. Ortlepp (Eds.), Studies on resilience research. Building Resilience to Natural Hazards in the Context of Climate Change (pp. 157-171). Springer Fachmedien Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-33702-5_7

Deffner, J., Matthes, G., Stein, M. & Winker, M. (2020). I now walk through the city with different eyes. Results of future workshops on the perception and significance of blue-green infrastructures in Frankfurt am Main and Stuttgart. In: ISOE-Materials Social Ecology , 60. Frankfurt am Main : ISOE – Institute for Social-Ecological Research

Morandi, C., Schreiner, G., Moosmann, P. & Steinmetz, H. (2021). Elevated Vertical-Flow Constructed Wetlands for Light Greywater Treatment. Water, 13(18), 2510. https://doi.org/10.3390/w13182510

Well, F., Morandi, C. & Richter, P. (2020). Rainwater and graywater as an alternative water source for vertical greening. BuildingGreen(3), 20-23.

Well, F. & Ludwig, F. (2021). Development of an Integrated Design Strategy for Blue-Green Architecture. Sustainability, 13(14), 7944. https://doi.org/10.3390/su13147944

Blue-green infrastructures? Our G+L December issue was also dedicated to this topic, for which G+L also spoke to Prof. Dr. Ferdinand Ludwig about the INTERESS-I project. Click here for the issue preview with the topic of the sponge city.