Mapping as a planning tool – cartography beyond topography

Building design
colorful-built-trees-a-river-with-mountains-in-the-background-W7gR8mtPF04

Colorful rows of houses by the river with the Alps in the background in Innsbruck, photographed by Wolfgang Weiser.

Wer glaubt, Karten seien nur topografische Hilfsmittel voller Höhenlinien, hat die Zukunft verschlafen: Mapping hat sich längst von der reinen Vermessung befreit und ist zum mächtigen Planungswerkzeug avanciert. Heute werden Karten zu narrativen Werkzeugen, Entscheidungsgrundlagen und sogar zu politischen Manifesten. Wer als Planer, Landschaftsarchitekt oder Stadtentwickler noch an der Oberfläche kratzt, verpasst den nächsten Quantensprung der Stadtgestaltung – denn Mapping ist weit mehr als nur Kartografie, es ist die Kunst, Komplexität sichtbar und gestaltbar zu machen.

  • Kartografie hat sich vom statischen Abbild zur dynamischen, interaktiven Planungsgrundlage gewandelt.
  • Mapping integriert soziale, ökologische und ökonomische Daten – und eröffnet neue Perspektiven für die Stadtentwicklung.
  • Innovative Mapping-Methoden ermöglichen Echtzeitanalyse, partizipative Planung und multidimensionale Szenarien.
  • Jenseits von Topografie werden Karten zu Werkzeugen für Klimaresilienz, Mobilitätswende und soziale Gerechtigkeit.
  • Best-Practice-Beispiele aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigen die Vielfalt und den Innovationsgrad zeitgemäßer Mapping-Projekte.
  • Technologien wie GIS, Remote Sensing und Open Data revolutionieren das Verständnis urbaner Räume.
  • Mapping fordert klassische Planungshierarchien heraus und demokratisiert Entscheidungsprozesse.
  • Die Risiken: Datenflut, algorithmische Verzerrungen und die Gefahr, dass Karten zum Machtinstrument werden.
  • Fazit: Wer Mapping nicht als kreatives, strategisches und politisches Werkzeug begreift, wird von der Entwicklung überrollt.

Mapping neu gedacht: Zwischen Datenkunst und Strategie

Stellen wir uns vor, Karten wären nicht mehr die statischen, in Grautönen gehaltenen Abbilder von Höhenlinien, Gewässern und Straßen, sondern lebendige Dokumente, die den Puls der Stadt in Echtzeit erfassen. Genau das ist das neue Selbstverständnis von Mapping in der Planung. Der klassische Kartograf, der mit Tusche die Welt zu Papier bringt, ist längst zum Datenkünstler mutiert – und zum Strategen. Mit Mapping ist heute nicht mehr nur das Erfassen von Geometrie gemeint, sondern die kunstvolle Verknüpfung unterschiedlichster Datenströme in einer räumlichen Erzählung, die sowohl analytisch als auch visionär ist.

In der Praxis bedeutet das: Karten werden zu dynamischen Plattformen, die Verkehrsdaten, soziale Strukturen, Biodiversität, Klimamodelle und sogar subjektive Wahrnehmungen miteinander verweben. Ein gutes Beispiel dafür ist das „Mapping of Urban Heat Islands“ in Wien, wo aus Satellitenbildern, Sensorwerten und Bürgerbeobachtungen ein vielschichtiges Bild der städtischen Wärmeentwicklung entsteht. Diese Karten sind keine Endprodukte mehr, sondern Prozesswerkzeuge, die sich laufend aktualisieren und anpassen lassen – und damit die Grundlage für agile Planung liefern.

Auch die Visualisierung hat sich gewandelt: Moderne Mapping-Projekte setzen auf interaktive Darstellungen, die Nutzer nicht nur informieren, sondern einladen, Szenarien durchzuspielen, Maßnahmen zu simulieren und eigene Vorschläge einzubringen. Damit wird Mapping zur Brücke zwischen Expertenwissen und Bürgerbeteiligung. Die Schwelle zur aktiven Mitgestaltung sinkt – und das ist mehr als ein netter Nebeneffekt, sondern Grundvoraussetzung für zukunftsfähige Planung.

Die strategische Dimension des Mapping zeigt sich besonders deutlich in der Stadtentwicklung und Landschaftsarchitektur. Hier geht es längst nicht mehr nur um das Abbilden von Flächen und Nutzungen, sondern um das Erkennen von Potenzialen, Konflikten und Synergien. Karten werden zu Werkzeugen, die Entscheidungsprozesse strukturieren, Prioritäten sichtbar machen und politische Diskussionen befeuern. Wer heute einen Bebauungsplan erstellt, ohne zugleich die sozialen und ökologischen Netzwerke abzubilden, plant an der Realität vorbei.

Dabei ist Mapping keineswegs ein rein technisches Thema. Im Gegenteil: Die besten Karten entstehen, wenn technisches Know-how, gestalterisches Können und gesellschaftliche Reflexion zusammentreffen. Es geht um die Kunst, Komplexität zu bändigen, ohne sie zu simplifizieren – und um die Fähigkeit, aus Daten Geschichten zu machen, die uns zu besseren Entscheidungen führen.

Technologien und Methoden: Die neue Werkzeugkiste der Planer

Im Zentrum der Mapping-Revolution stehen neue Technologien, allen voran GIS (Geoinformationssysteme), Remote Sensing (Fernerkundung), Drohnenkartierung und Open Data-Plattformen. GIS hat sich von der Spezialsoftware für Geodäten zu einem universellen Werkzeugkasten für alle entwickelt, die Raum verstehen und gestalten wollen. Mit GIS lassen sich heute nicht nur Flächen erfassen, sondern auch komplexe Analysen zu Mobilitätsverhalten, Lärmverteilung, Versiegelungsgrad oder mikroklimatischen Effekten durchführen – und das oft in Echtzeit.

Remote Sensing eröffnet Zugang zu bisher ungekannten Datenquellen. Ob Satellitenbilder für die großräumige Klimaanalyse oder Drohnenflüge zur Detailkartierung von Grünflächen – die Möglichkeiten sind schier endlos. In Zürich etwa werden Drohnen eingesetzt, um den Zustand städtischer Bäume zu überwachen und Pflegebedarfe frühzeitig zu erkennen. Diese Daten fließen dann in Karten ein, die den Pflegeaufwand und die Biodiversität im Stadtgebiet visualisieren – eine wertvolle Grundlage für die strategische Grünflächenplanung.

Open Data hat das Potenzial, die Demokratisierung der Planung massiv zu beschleunigen. Immer mehr Städte und Gemeinden stellen ihre Geodaten frei zur Verfügung und ermöglichen so eine breite Nutzung durch Planer, Initiativen, Start-ups und Bürger. Die Open-Source-Community entwickelt auf dieser Basis innovative Mapping-Tools, von Crowd-Mapping-Plattformen für Barrierefreiheit bis hin zu Echtzeitkarten für Luftqualität und Verkehr.

Ebenso wichtig sind neue Methoden wie das partizipative Mapping, bei dem Bürger als Datensammler und Kartenautoren auftreten. In Berlin etwa wurden für das Projekt „Grüne Wege“ Spaziergänger gebeten, ihre Lieblingsrouten durch Parks und Grünanlagen zu dokumentieren. Die daraus entstandenen Karten zeigen nicht nur Wege, sondern auch Lieblingsplätze, subjektive Sicherheitsgefühle und Verbesserungsvorschläge – ein Schatz für die Planung, der in klassischen Karten nie sichtbar wäre.

All diese Technologien und Methoden verändern nicht nur das technische Handwerkszeug, sondern auch die Planungsprozesse selbst. Karten sind nicht mehr das Endprodukt, das am Ende eines langen Prozesses steht, sondern sie begleiten die Planung als agiles, iteratives Werkzeug von Anfang bis Ende. Wer diese Möglichkeiten nicht nutzt, verliert Geschwindigkeit, Transparenz und Innovationskraft im Wettbewerb der Städte.

Karten als Bühne für gesellschaftliche Debatten: Mapping als politisches Werkzeug

Karten sind nie neutral. Sie sind immer auch politische Werkzeuge, die Sichtweisen, Wertigkeiten und Machtverhältnisse abbilden – oder eben verschleiern. Das wird besonders deutlich, wenn es um Themen wie Flächengerechtigkeit, Mobilitätswende oder Klimaresilienz geht. Wer erhält wie viel öffentlichen Raum? Wo ballen sich Umweltbelastungen? Wer profitiert von neuen Grünflächen, und wer bleibt außen vor? Moderne Mapping-Projekte machen diese Fragen sichtbar – und damit verhandelbar.

Ein Paradebeispiel ist das Mapping von Hitzeinseln in Städten. Während klassische Karten lediglich Temperaturen abbilden, integrieren neue Ansätze auch soziale Indikatoren: Wo leben besonders vulnerable Gruppen? Wie ist die medizinische Versorgung verteilt? Wo gibt es Schatten oder Zugang zu Trinkwasser? Indem solche Daten auf einer Karte zusammengeführt werden, entsteht eine neue Diskussionsgrundlage für gezielte Maßnahmen – etwa die Begrünung von Schulhöfen oder die Umgestaltung versiegelter Plätze.

Auch bei der Mobilitätsplanung sind Karten längst zum politischen Spielfeld geworden. In Hamburg etwa visualisiert das Projekt „Radnetz Hamburg“ nicht nur das bestehende Radwegenetz, sondern auch Unfallhäufungen, Frequentierung und Lücken im Angebot. Diese Karten sind nicht nur Planungsgrundlage, sondern auch Argumentationshilfe für Initiativen und Entscheidungsträger – und heizen die Debatte um die Neuverteilung des Straßenraums ordentlich an.

Besonders spannend ist die Nutzung von Mapping zur Sichtbarmachung unsichtbarer Prozesse. Das können ökologische Vernetzungen sein, wie Wildtierkorridore in periurbanen Zonen, oder soziale Dynamiken wie das informelle Zusammenleben in Nachbarschaften. Indem solche Prozesse kartiert werden, gewinnen sie an politischem Gewicht – und werden endlich Teil der Planung.

Doch die politische Dimension des Mapping birgt auch Risiken. Karten können manipuliert, Daten selektiv ausgewählt oder falsch interpretiert werden. Gerade bei algorithmisch erzeugten Karten besteht die Gefahr, dass bestehende Ungleichheiten fortgeschrieben oder neue geschaffen werden. Deshalb ist Transparenz in der Methodik und eine kritische Reflexion der eigenen Annahmen unverzichtbar. Karten sind Machtinstrumente – und wer sie einsetzt, trägt Verantwortung.

Risiken, Herausforderungen und die Zukunft des Mapping in der Planung

So verheißungsvoll die neuen Mapping-Methoden auch sind, so groß sind die Herausforderungen. Eine der größten Gefahren ist die schiere Datenflut. Je mehr Sensoren, Apps und Plattformen Daten liefern, desto schwieriger wird es, den Überblick zu behalten und aus der Datenmasse sinnvolle Erkenntnisse zu gewinnen. Ohne klare Zielsetzungen und eine sorgfältige Datenaufbereitung droht Mapping zum Selbstzweck zu verkommen – oder gar zu falschen Entscheidungen zu führen.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die algorithmische Verzerrung. Viele Karten basieren heute auf automatisierten Auswertungen und Künstlicher Intelligenz. Doch Algorithmen sind nicht neutral: Sie spiegeln die Annahmen und Ziele ihrer Entwickler wider. Wenn etwa Verkehrsmodelle systematisch den Autoverkehr bevorzugen oder Klimasimulationen bestimmte Flächenkategorien ausblenden, entstehen Karten, die bestimmte Interessen begünstigen und andere ausblenden. Hier braucht es Wachsamkeit, Offenheit und die Bereitschaft, Karten regelmäßig zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.

Auch die Gefahr der Kommerzialisierung ist nicht zu unterschätzen. Private Anbieter von Mapping-Tools und -Diensten drängen zunehmend auf den Markt und bieten schlüsselfertige Lösungen an, die auf den ersten Blick attraktiv erscheinen. Doch wer die Kontrolle über die eigenen Daten und Karten abgibt, verliert auch ein Stück Planungshoheit. Open-Source-Ansätze und offene Datenstandards sind daher wichtige Gegenpole, um die Souveränität der Städte und Planer zu sichern.

Datenschutz ist ein weiteres zentrales Thema – besonders, wenn es um personenbezogene oder sensible Daten geht. Wer Bewegungsmuster, Nutzungsprofile oder subjektive Wahrnehmungen kartiert, muss strenge rechtliche und ethische Standards einhalten. Transparenz, Anonymisierung und die Einbindung der Öffentlichkeit sind hier unerlässlich, um Vertrauen zu schaffen und rechtliche Risiken zu minimieren.

Trotz aller Herausforderungen bleibt Mapping das vielleicht wichtigste Werkzeug der Zukunft für Planer, Landschaftsarchitekten und Stadtentwickler. Die Kunst wird darin bestehen, die neuen technischen Möglichkeiten mit klarem Kompass, gesellschaftlicher Sensibilität und gestalterischem Anspruch zu verbinden. Nur so wird Mapping zum Motor einer urbanen Transformation, die wirklich alle mitnimmt.

Best-Practice und Perspektiven: Mapping in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Wie sehen die Pioniere des Mapping im deutschsprachigen Raum aus? Es sind Projekte, die zeigen, wie vielfältig und innovativ Mapping heute eingesetzt werden kann – und wie groß das Potenzial für die Zukunft ist. In München etwa entstand mit dem „Grünflächenkataster“ eine interaktive Karte aller öffentlichen Grünanlagen, die nicht nur Flächen und Ausstattung, sondern auch Nutzungsintensität, Biodiversität und Pflegebedarfe abbildet. Diese Karte dient als Entscheidungsgrundlage für Investitionen und Priorisierung im städtischen Grünmanagement.

In Basel wurde im Rahmen des Projekts „Stadtklimamapping“ eine multidimensionale Karte entwickelt, die städtische Hitzeinseln, Frischluftschneisen, Vegetationsdichte und soziale Indikatoren verknüpft. Das Ergebnis ist ein Werkzeug, das die Stadt nicht nur bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützt, sondern auch Beteiligungsprozesse stimuliert und neue Allianzen zwischen Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft schafft.

Wien hat mit dem „Partizipativen Stadtteilmapping“ einen neuen Maßstab gesetzt: Hier werden Bewohner eingeladen, ihre Stadtteile aus ihrer subjektiven Perspektive zu kartieren. Wo fühlen sie sich wohl? Wo fehlt es an Grün, Schatten oder Aufenthaltsqualität? Die daraus entstehenden Karten sind keine statischen Produkte, sondern dynamische Dialogplattformen, die Planer und Verwaltung gezielt in ihre Arbeit einbinden.

Auch kleinere Städte und Gemeinden nutzen Mapping zunehmend als Steuerungsinstrument. In Freiburg beispielsweise werden über eine offene Plattform Baumstandorte, Pflegezustand und Schadensmeldungen in Echtzeit erfasst – eine wertvolle Grundlage für das nachhaltige Management urbaner Ökosysteme. In Graz wiederum werden Verkehrs- und Umweltbelastungen kartiert, um gezielt Maßnahmen für die Verkehrswende zu entwickeln und deren Wirkung zu überwachen.

Die Perspektiven sind klar: Mapping wird zur universellen Sprache der Planung. Wer die neuen Möglichkeiten klug nutzt, kann Prozesse beschleunigen, Beteiligung stärken, Transparenz schaffen und innovative Lösungen entwickeln. Entscheidend ist, Mapping nicht als Selbstzweck zu betreiben, sondern als strategisches, kreatives und partizipatives Werkzeug zu begreifen. Die Zukunft der Stadt entsteht auf der Karte – und sie ist alles andere als topografisch.

Fazit: Die Kartenmacher der Zukunft sind Gestalter, Vermittler und Strategen

Mapping ist heute weit mehr als Kartografie. Es ist ein kreatives, politisches und strategisches Werkzeug, das die Grenzen der klassischen Planung sprengt. Karten sind nicht länger bloß Abbild der Realität, sondern Bühne, Labor und Verhandlungsplattform zugleich. Wer Mapping als integralen Bestandteil der Planungskultur begreift, gewinnt einen entscheidenden Vorsprung in der Gestaltung lebenswerter, resilienter und gerechter Städte.

Die Herausforderungen – von der Datenflut über algorithmische Verzerrungen bis zum Datenschutz – sind ernst zu nehmen. Doch die Chancen überwiegen: Mapping ermöglicht eine ganzheitliche Sicht auf urbane Räume, fördert den Dialog zwischen Experten und Gesellschaft und unterstützt fundierte, zukunftsorientierte Entscheidungen. Die besten Karten entstehen dort, wo Technik, Gestaltung und gesellschaftlicher Diskurs aufeinandertreffen.

Für Planer, Landschaftsarchitekten und Stadtentwickler in Deutschland, Österreich und der Schweiz heißt das: Es ist Zeit, den Sprung zu wagen. Wer Mapping als Werkzeug der Innovation, Partizipation und Strategie nutzt, wird die Stadt der Zukunft nicht nur abbilden – sondern aktiv gestalten. Willkommen in der Ära des Mapping jenseits von Topografie.

YOU MAY ALSO LIKE

Guide to the restoration of feather jewelry

Building design

The restoration and conservation of ethnographic feather jewelry is a complex matter. A recently published handbook provides information on the correct procedure for feather jewelry from Central and South America. Numerous practical examples, tips and documentation templates also make the work interesting and worth reading for museologists, ethnologists, archaeologists and historians. With The Conservation of Featherwork from Central and […]

The restoration and conservation of ethnographic feather jewelry is a complex matter. A recently published handbook provides information on the correct procedure for feather jewelry from Central and South America. Numerous practical examples, tips and documentation templates also make the work interesting and worth reading for museologists, ethnologists, archaeologists and historians.

With The Conservation of Featherwork from Central and South America, Ellen Pearlstein has published a handbook on the conservation/restoration of bird feathers that clearly presents the current state of research using numerous practical examples. It also discusses shortcomings in current conservation practice, particularly in the area of documentation, and presents suggestions for improvements. For conservators, museologists, ethnologists, archaeologists and historians involved in ethnological or archaeological feather work, this comprehensive publication is a tremendous asset.

The introduction deals with the examination, documentation, preventive conservation and restoration measures (cleaning, realigning, gluing, securing and supplementing missing parts) of bird feathers. The author takes up current discussions between conservators and curators regarding the presentation and conservation/restoration of feathers. The topic of repatriation and legal aspects that influence the handling of feather objects within the framework of the CITES Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora are presented.

In her publication, the author provides numerous helpful tips on the examination, documentation and conservation/restoration of bird feathers. She shows, for example, that examination under UV light (365 nm) can provide significant help in the identification of bird feathers, as only some of the bio-pigments involved in coloration fluoresce.

A documentation template developed by the author is presented, which for the first time enables an exact, standardized description and documentation of feathers. Their characteristic features, processing and modification techniques as well as their state of preservation can be systematically recorded. This detailed technical information provides insight into the cultural significance of feather work. Thanks to the documentation guidelines presented here, records can be made in a standardized form in the future. This will allow significant differences and similarities in the choice of materials and techniques to be identified and compared.

The second part of the publication presents a total of six case studies on the examination and conservation/restoration of feather objects. The contributions come from students of the Getty Program at the University of California Los Angeles (UCLA), who have worked on artifacts from the collections of the Fowler Museum and documented them using the newly presented guidelines.

Ellen Perlstein’s publication is an important guide for anyone working with feather objects from ethnological and archaeological collections; her contribution will undoubtedly have a lasting interdisciplinary impact on the handling, display and conservation/restoration of feather objects. It is to be hoped that her work will be widely read, as the complexity of feather objects is often misunderstood and only becomes clear when detailed information is provided. It is to be hoped that a more detailed, standardized documentation of feather objects will lead to an increased appreciation in the future, so that feathers will be better conserved.

Information about the book: The Conservation of Featherwork from Central and South America; Ellen Pearlstein (ed.); Publisher: London, Archetype Publications Ltd. 2017; 106 pages, 205 color illustrations; ISBN: 978-1-909492-39-4

Another note: An English version of the book review will soon be published in the IIC (International Institute for Conservation of Historic and Artistic Works) News in Conservation.

Mary Conception

Building design
A popular subject in Christian art: the conception of the Virgin Mary, here by Bartolomé Esteban Murillo. Photo: Public domain, via: Wikimedia Commons

A popular subject in Christian art: the conception of the Virgin Mary, here by Bartolomé Esteban Murillo.
Photo: Public domain, via: Wikimedia Commons

The theme of the conception of Mary – in the narrower sense, the doctrine of the immaculate conception of Mary – is one of the central motifs in the history of Christian art and faith. To this day, it inspires discussions about theology, symbolism and cultural significance and at the same time offers a broad insight into the different ways in which it has been depicted, which have changed over the centuries.

Religious motifs have been among the fundamental themes of European art history for centuries. The Immaculate Conception of Mary (Immaculata Conceptio) is one of the most frequently discussed subjects, as it combines theological, historical and artistic perspectives. The idea that Mary was preserved from original sin at her own conception developed into a central subject of ecclesiastical debate in the Middle Ages and was not defined as dogma until 1854 by Pope Pius IX. At the same time, an extensive pictorial art tradition developed that anchored the motif in the liturgy, in urban piety and in everyday culture.

The doctrine does not refer to the virginal conception of Jesus, but to the special role of Mary within the history of salvation. Early on, theologians were concerned with the question of how the special position of Jesus’ mother could be justified. While some medieval scholars regarded freedom from original sin as a logical consequence of her later role, others expressed doubts as to whether this idea was compatible with the general doctrine of redemption. With the dogmatization in 1854, a tradition of piety and imagery that had already grown over centuries was subsequently confirmed by doctrine. At this time, a wide variety of representations had long existed that made the subject present in the church and public space.

In art, the Immaculata is not visualized as a narrative scene, but as a theological-symbolic pictorial formula. Particularly in the Renaissance and Baroque periods, iconographic elements emerged that are still associated with the motif today: Mary appears youthful, standing on a crescent moon, surrounded by a halo of rays and accompanied by angels. This symbolism refers to purity, election and closeness to the divine and translates biblical and litany-like references into an idealized vision of heaven.
Well-known examples can be found in the work of Bartolomé Esteban Murillo, whose numerous versions of the Immaculate Conception – such as the famous version “The Immaculate Conception of Los Venerables” in the Museo del Prado – are among the most influential depictions of the theme. El Greco also took up the motif with his “Immaculate Conception watched by Saint John the Evangelist” (also “The Virgin of the Immaculate Conception and St John”), Giovanni Battista Tiepolo with his “Immaculate Conception” (Immacolata Concezione, today Prado) and Diego Velázquez with an early “Immaculate Conception” (German “Die Unbefleckte Empfängnis”, around 1618). In sculpture, corresponding interpretations can be found in southern German rococo altarpieces, for example by Ignaz Günther, whose Immaculata figures such as the “Maria Immaculata” (Attel) work with lightness, movement and rich ornamentation.

How religious art is shaped always depends on social and political conditions. In the case of the Conception of Mary, there are clear regional differences between Protestant and Catholic regions. While the motif is rare in Protestant regions, in Catholic countries – such as Spain, Italy, the Habsburg region and parts of France – it became an integral part of the visual tradition.
In Spain, a particularly colorful, emotionally charged and Marian-influenced visual language shaped the appearance of the subject, as exemplified by Murillo’s depictions of the Immaculata. In France, on the other hand, a more classicist, light-influenced aesthetic that emphasized idealized beauty and tranquillity prevailed at times. These different manifestations clearly show how closely art production, regional piety and religious identity were intertwined.

The theme remains present in the present day, but is often formally or conceptually reinterpreted. Some artists concentrate on abstract aspects such as light, purity or transformation and break away from the traditional iconography of the Immaculata. Others address the social significance of femininity, motherhood and religious role models, thus critically reflecting on historical pictorial traditions. Museums and research institutions regularly dedicate exhibitions or academic articles to the subject, in which historical works and contemporary positions are juxtaposed. The conception of Mary thus remains a subject of interdisciplinary debate between theology, art history, gender studies and cultural studies.

Several works have particularly influenced or expanded the motif. These include, among others:

  • Bartolomé Esteban Murillo: various versions of the Immaculate Conception, such as “The Immaculate Conception of Los Venerables”, which are considered reference works for the Baroque iconography of the Immaculata.
  • El Greco: variants of the “Immaculate Conception”, such as “The Immaculate Conception watched by Saint John the Evangelist” and “The Virgin of the Immaculate Conception and St John”, which are notable for their expressive forms and strong verticality.
  • Giovanni Battista Tiepolo: “The Immaculate Conception” (Immacolata Concezione, 1767/68), originally intended for the church of San Pascual in Aranjuez and now in the Prado, which demonstrates the Baroque penchant for dynamism, brightness and atmospheric light in a particularly impressive way.
  • Diego Velázquez: an early “Immaculate Conception” (ca. 1618), in which tendencies towards an idealizing, yet still strongly naturalistic depiction of Mary are already apparent.
  • Rococo altars in Bavaria and Austria, for example with Immaculata figures by Ignaz Günther, which stage the motif in a three-dimensional and expansive manner and make the Queen of Heaven on the crescent moon visible as a dynamic, slightly moving sculpture. Such works not only served devotional purposes, but also had a lasting impact on the perception of the theme in public and sacred spaces.

Whether in historical paintings, baroque altars or modern art projects – the conception of the Virgin Mary has established itself as a versatile subject. Her depiction combines religious content with cultural and aesthetic developments that have been effective for centuries and are constantly being reinterpreted. This shows that the conception of the Virgin Mary is not only a subject of church doctrine, but also an important element of European cultural history that continues to occupy artists, scholars and the public.