Networked waste garbage cans with AI evaluation – clean city, clean thinking

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A green garbage can on the roadside, photographed by Richard Stachmann.

Eine Stadt, in der Mülltonnen mitdenken? Wo Abfallentsorgung nicht mehr dem Zufall überlassen bleibt, sondern Algorithmen und Sensoren das große Saubermachen orchestrieren? Willkommen in der Zukunft der urbanen Sauberkeit – vernetzte Mülltonnen mit KI-Auswertung zeigen, wie aus digitaler Vernetzung nachhaltige Stadtsauberkeit entsteht. Was nach Techno-Utopie klingt, ist längst in der Erprobung – und könnte das Stadtbild, wie wir es kennen, revolutionieren.

  • Einführung in das Konzept vernetzter Mülltonnen und die Rolle von Künstlicher Intelligenz in der Abfallwirtschaft
  • Technische Grundlagen: Sensorik, IoT-Plattformen, Datenmanagement und Schnittstellen zur kommunalen Infrastruktur
  • Praktische Anwendungen und Vorteile für Städte: Effizienz, Nachhaltigkeit und Lebensqualität
  • Fallbeispiele aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – Erfolge und Herausforderungen in der Praxis
  • Planerische, rechtliche und gesellschaftliche Implikationen: Datenschutz, Partizipation und urbane Governance
  • Ökologische Effekte: Ressourcenschonung, Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft im Kontext smarter Abfallentsorgung
  • Risiken und Grenzen: Technologischer Bias, Kommerzialisierung und digitale Spaltung im urbanen Raum
  • Zukunftsperspektiven: Integration in Smart-City-Konzepte, Potenziale für Quartiersentwicklung und Bürgerbeteiligung

Die neue Mülltonne: Wie Sensorik und KI die Abfallwirtschaft revolutionieren

Kaum ein Thema ist so alltäglich und gleichzeitig so unterschätzt wie die Müllentsorgung. Straßenreinigung, Abfalltrennung und Leerungslogistik laufen vielerorts nach starren Zeitplänen, unabhängig davon, ob die Tonnen tatsächlich voll sind oder nicht. Hier setzt das Prinzip der vernetzten Mülltonnen an – einer technologischen Innovation, die mit Hilfe von Sensoren und Künstlicher Intelligenz (KI) das Abfallmanagement grundlegend neu denkt. Was genau steckt dahinter? Im Kern geht es um mit Sensorik ausgestattete Behälter, die kontinuierlich Füllstände messen, Temperatur und Feuchtigkeit erfassen und diese Werte in Echtzeit an zentrale Plattformen übermitteln. Die Vernetzung erfolgt meist über Low-Power-Wide-Area-Netzwerke (LPWAN) wie LoRaWAN oder Narrowband-IoT, was eine flächendeckende und energieeffiziente Datenübertragung ermöglicht.

Doch die eigentliche Magie beginnt erst mit der Auswertung dieser Daten. Hier kommt die Künstliche Intelligenz ins Spiel. Intelligente Algorithmen analysieren die Sensordaten nicht nur, sie erkennen auch Muster und können Prognosen erstellen: Wann wird eine Tonne voraussichtlich voll sein? Wo droht Überlauf? In welchen Quartieren werden welche Abfallarten besonders stark genutzt? Diese Informationen werden nicht nur für die Planung der Leerung genutzt, sondern auch für die Optimierung von Sammelrouten, den gezielten Einsatz von Personal und Fahrzeugen und sogar für die Bürgerkommunikation.

Ein weiterer Clou: Die Systeme lassen sich mit anderen städtischen Datenquellen koppeln, etwa Wetterprognosen, Veranstaltungsplänen oder Verkehrsflüssen. So kann die KI etwa erkennen, dass nach Großveranstaltungen im Park erhöhte Müllaufkommen zu erwarten sind – und entsprechende Kapazitäten bereitstellen. Das Ergebnis: Weniger überquellende Tonnen, seltener wild entsorgter Müll, mehr Sauberkeit und eine deutlich effizientere Ressourcennutzung. All das zahlt auf wichtige Ziele der nachhaltigen Stadtentwicklung ein – von der CO₂-Reduktion über die Optimierung von Arbeitsabläufen bis zur Förderung der Kreislaufwirtschaft.

Technisch sind diese Systeme alles andere als Spielerei. Die Sensoren müssen robust, vandalismussicher und wartungsarm sein, die Datenübertragung zuverlässig und sicher – schließlich sind die Mülltonnen in aller Regel im öffentlichen Raum exponiert. Auch bei der Datenverarbeitung stehen Datenschutz und IT-Sicherheit an oberster Stelle. Die eingesetzten Algorithmen werden kontinuierlich weiterentwickelt, um Fehlalarme zu minimieren und die Prognosequalität zu erhöhen. Für die Stadt ergibt sich so ein digitales Abbild der Abfallströme – eine Art Urban Digital Twin im Miniaturformat, der für Transparenz und Steuerbarkeit sorgt.

Die große Stärke vernetzter Mülltonnen liegt jedoch nicht nur in der Technik, sondern in der intelligenten Integration in bestehende Stadtstrukturen. Hier ist das Zusammenspiel von Stadtplanung, IT, Entsorgungsbetrieben und Politik gefragt. Nur wenn alle Akteure an einem Strang ziehen, kann das volle Potenzial der Technologie gehoben werden. Die Mülltonne der Zukunft ist somit mehr als ein smarter Container – sie ist ein Baustein der digitalen, nachhaltigen Stadt.

Von der Theorie zur Praxis: Vernetzte Mülltonnen in deutschen, österreichischen und Schweizer Städten

Während die technische Machbarkeit hinreichend belegt ist, stellt sich die Frage: Wie sieht die Umsetzung im realen Stadtraum aus? Ein Blick auf aktuelle Pilotprojekte und Praxiserfahrungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt: Die Integration vernetzter Mülltonnen ist kein Selbstläufer – aber sie ist vielerorts bereits Realität und liefert wertvolle Erkenntnisse für die urbane Transformation. So hat die Stadt Hamburg im Rahmen des Projekts „Smart Waste“ mehrere hundert Sensoren in öffentlichen Papier- und Wertstoffbehältern installiert. Die Sensoren melden Füllstände und Temperatur, die Daten laufen in einer zentralen IoT-Plattform zusammen und werden mit einer intelligenten Tourenplanung verknüpft. Das Ergebnis: Die Leerungen erfolgen bedarfsorientiert, unnötige Fahrten werden vermieden, der CO₂-Ausstoß sinkt signifikant und die Bürger erleben eine sichtbare Verbesserung der Stadtsauberkeit.

Auch in Wien setzt man auf smarte Abfallbehälter, insbesondere in stark frequentierten Bereichen wie der Innenstadt und großen Parkanlagen. Hier werden die Erfahrungen genutzt, um das System kontinuierlich zu verfeinern: Die Algorithmen lernen aus saisonalen Schwankungen, erkennen Hotspots für illegal abgelagerten Müll und liefern wertvolle Entscheidungsgrundlagen für die Aufstellung zusätzlicher Behälter. In Zürich wiederum werden vernetzte Mülltonnen gezielt in Quartieren mit hoher Besucherfrequenz eingesetzt, etwa rund um Bahnhöfe und Veranstaltungsorte. Die Daten werden nicht nur für die operative Steuerung genutzt, sondern auch für die mittel- und langfristige Planung der Abfallinfrastruktur.

Ein weiteres Beispiel kommt aus München: Hier testet die Stadt gemeinsam mit einem großen Entsorgungsunternehmen ein KI-basiertes System, das nicht nur Füllstände, sondern auch die Sortenreinheit des eingeworfenen Abfalls analysiert. Mithilfe von Kameras und Bilderkennung werden Fehlwürfe erkannt und die Bürger mittels smarter Hinweise direkt am Behälter informiert. Dieses Vorgehen eröffnet neue Möglichkeiten für die Abfalltrennung und das Recycling – ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur zirkulären Stadt.

Die Praxiserfahrungen zeigen jedoch auch die Herausforderungen: Neben der technischen Integration gilt es, die Akzeptanz der Bürger zu gewinnen, Datenschutz und IT-Sicherheit zu gewährleisten sowie die Schnittstellen zu bestehenden Verwaltungsprozessen sauber zu gestalten. Gerade im föderalen Kontext Deutschlands ist die Standardisierung eine Mammutaufgabe – hier braucht es abgestimmte technische Protokolle, offene Schnittstellen und eine starke Governance.

Dennoch: Die Vorteile überwiegen. Städte berichten von spürbar sinkenden Kosten, verbesserter Umweltbilanz und einer gesteigerten Zufriedenheit der Stadtgesellschaft. Vernetzte Mülltonnen sind damit weit mehr als ein nettes Gimmick – sie sind ein realer Beitrag zur nachhaltigen und lebenswerten Stadt von morgen.

Stadtplanung, Governance und gesellschaftliche Akzeptanz: Die neuen Spielregeln der urbanen Sauberkeit

Die Einführung vernetzter Mülltonnen mit KI-Auswertung ist weit mehr als ein Technikprojekt – sie ist ein Paradigmenwechsel in der Stadtentwicklung. Für Planer und Entscheider stellen sich grundlegende Fragen: Wie werden smarte Abfallbehälter in die bestehende Infrastruktur integriert? Welche Rolle spielt die kommunale Daseinsvorsorge, wenn Algorithmen über Leerungsintervalle und Standortoptimierung entscheiden? Und wie bleibt die Kontrolle über die Systeme in öffentlicher Hand?

Zentral ist die Frage der Governance. Wer verantwortet die Datenhoheit? Bleiben die Informationen über Füllstände und Nutzerverhalten bei der Stadt, oder werden sie von privaten Dienstleistern verarbeitet? Die Erfahrung zeigt: Nur wenn Städte von Anfang an klare Regeln definieren und offene Schnittstellen verlangen, bleibt die Souveränität gewahrt. Hier spielen öffentliche Urban Data Platforms eine Schlüsselrolle – sie sorgen für Transparenz, erleichtern die Integration neuer Anbieter und ermöglichen eine datenschutzkonforme Nutzung im Sinne des Gemeinwohls.

Auch die Beteiligung der Bürger darf nicht unterschätzt werden. Smarte Mülltonnen bieten die Chance, die Stadtgesellschaft aktiv in die Gestaltung der Stadtsauberkeit einzubinden. Über Apps oder Webplattformen können Hinweise auf überfüllte Behälter gemeldet, Feedback zur Standortwahl gegeben oder Anregungen für die Verbesserung des Systems eingebracht werden. Gleichzeitig ist Transparenz entscheidend, um Vorbehalte gegenüber Datenerfassung und KI-Auswertung zu begegnen. Nur wer offen kommuniziert, wie die Systeme funktionieren und welche Vorteile sie bringen, kann auf breite Akzeptanz hoffen.

Ein weiterer Aspekt betrifft die Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Während die Automatisierung von Leerungsprozessen Effizienzgewinne verspricht, verändern sich die Aufgaben der Beschäftigten im Entsorgungssektor grundlegend. Routen werden dynamisch geplant, Wartung und Kontrolle der Sensoren gewinnen an Bedeutung, und die Auswertung von Daten wird integraler Bestandteil moderner Stadtbetriebe. Umso wichtiger ist es, Qualifizierungsangebote bereitzustellen und die Beschäftigten frühzeitig in die Transformation einzubinden.

Schließlich stellt sich die Frage nach der Skalierbarkeit: Wie können smarte Abfallbehälter vom Pilotprojekt zum flächendeckenden Standard werden? Hier braucht es strategische Partnerschaften, modulare Systeme und eine langfristige Planungslogik, die technologische Innovation mit sozialer Verantwortung verbindet. Klar ist: Die Zukunft der urbanen Sauberkeit ist digital – aber sie bleibt eine gemeinsame Aufgabe von Stadt, Wirtschaft und Gesellschaft.

Ökologie, Kreislaufwirtschaft und urbane Lebensqualität – Smarte Mülltonnen als Baustein der nachhaltigen Stadt

Die ökologischen Potenziale vernetzter Mülltonnen sind enorm. Durch die bedarfsgerechte Steuerung der Leerungen sinkt nicht nur der Kraftstoffverbrauch der Entsorgungsfahrzeuge, sondern auch der CO₂-Ausstoß. Das spart Ressourcen, schont das Klima und verbessert die Luftqualität in den Städten. Gleichzeitig ermöglicht die intelligente Erfassung von Abfalldaten eine gezieltere Planung der Infrastruktur: Behälter können dort platziert werden, wo sie wirklich gebraucht werden, Fehlwürfe werden reduziert und Recyclingquoten steigen.

Im Kontext der Kreislaufwirtschaft eröffnen KI-gestützte Systeme ganz neue Möglichkeiten. Durch die Analyse der eingeworfenen Abfälle lassen sich Rückschlüsse auf das Konsumverhalten ziehen, Trends im Abfallaufkommen erkennen und Maßnahmen zur Abfallvermeidung entwickeln. Städte werden so zu lernenden Systemen, die ihre Ressourcen immer effizienter einsetzen und den Weg zur Zero-Waste-City ebnen. Auch die Zusammenarbeit mit der Recyclingwirtschaft wird vereinfacht: Sortierprozesse können automatisiert werden, Wertstoffe werden gezielter erfasst und die Rückführung in den Produktionskreislauf optimiert.

Ein oft unterschätzter Effekt betrifft die Lebensqualität. Saubere Städte sind attraktivere Städte – für Bewohner wie für Besucher. Überquellende Papierkörbe, unangenehme Gerüche und wilde Müllablagerungen gehören mit smarter Technik der Vergangenheit an. Das stärkt das Sicherheitsgefühl, fördert das soziale Miteinander und steigert das Image der Stadt. Gleichzeitig werden Ressourcen für andere Aufgaben frei: Weniger Zeitaufwand für Leerungen bedeutet mehr Kapazität für gezielte Reinigungsaktionen, Umweltbildung oder die Pflege von Grünflächen.

Natürlich sind auch die ökologischen Risiken zu beachten. Der Einsatz von Sensorik und digitalen Plattformen verbraucht selbst Ressourcen – von der Herstellung der Hardware bis zum Betrieb von Serverinfrastrukturen. Hier gilt es, auf langlebige, energieeffiziente und recyclingfähige Komponenten zu achten und die Systeme kontinuierlich ökologisch zu optimieren. Nur so lässt sich der ökologische Fußabdruck der Digitalisierung minimieren und die Balance zwischen technologischem Fortschritt und Ressourcenschutz wahren.

Die Integration smarter Mülltonnen in übergreifende Smart-City-Strategien bringt einen weiteren Schub: Abfallmanagement wird zum integralen Bestandteil der städtischen Nachhaltigkeitspolitik, eng verzahnt mit Mobilität, Energie, Grünflächenmanagement und Bürgerbeteiligung. So entsteht eine ganzheitliche Perspektive auf die Stadt – sauber gedacht, sauber gemacht.

Chancen, Risiken und Zukunftsperspektiven: Vernetzte Mülltonnen als Motor der urbanen Transformation

Vernetzte Mülltonnen mit KI-Auswertung stehen exemplarisch für die Möglichkeiten und Herausforderungen der Digitalisierung im urbanen Raum. Die Potenziale sind gewaltig: Effizienzsteigerung, Ressourcenschonung, Lebensqualität und Transparenz sind nur einige der Vorteile, die sich aus der intelligenten Vernetzung ergeben. Doch wie bei jeder technologischen Innovation gilt es, die Risiken im Blick zu behalten und die Weichen frühzeitig in Richtung Gemeinwohl zu stellen.

Ein zentrales Thema ist der Umgang mit Daten. Je mehr Informationen über Abfallaufkommen, Nutzerverhalten oder Standortmuster gesammelt werden, desto größer sind die Anforderungen an Datenschutz, IT-Sicherheit und ethische Regulierung. Städte und Betreiber müssen mit Weitblick agieren, offene Standards fördern und sicherstellen, dass die Systeme nachvollziehbar und kontrollierbar bleiben. Die Gefahr, dass private Anbieter durch proprietäre Lösungen eine Monopolstellung aufbauen, ist real – hier sind klare regulatorische Leitplanken gefragt.

Auch der technologische Bias darf nicht unterschätzt werden. Algorithmen sind nur so gut wie die Daten, mit denen sie gefüttert werden. Falsche Annahmen oder fehlerhafte Sensorik können zu Fehlentscheidungen führen – etwa wenn bestimmte Quartiere systematisch benachteiligt werden oder illegale Müllablagerungen unerkannt bleiben. Deshalb braucht es kontinuierliches Monitoring, regelmäßige Evaluation und die Einbindung von Experten aus Stadtplanung, Sozialwissenschaften und Datenethik.

Die soziale Dimension ist ebenfalls zentral. Nicht alle Stadtteile profitieren gleichermaßen von der Digitalisierung – es besteht die Gefahr einer digitalen Spaltung, wenn ressourcenschwächere Quartiere abgehängt werden. Integrierte Smart-City-Konzepte müssen deshalb gezielt auf Ausgleich und Teilhabe setzen, um die Vorteile vernetzter Mülltonnen allen zugänglich zu machen. Hier bietet die Technologie auch Chancen: Über partizipative Plattformen können Bürger aktiv in die Weiterentwicklung eingebunden werden, Hinweise geben und die Sauberkeit ihrer Umgebung mitgestalten.

Der Blick in die Zukunft zeigt: Die Reise hat gerade erst begonnen. Mit der nächsten Generation von Sensoren, lernfähigen KI-Systemen und der Integration in Urban Digital Twins wächst das Potenzial exponentiell. Die Mülltonne wird zum Datenknotenpunkt, zum Frühwarnsystem für Umweltprobleme, zum Träger urbaner Intelligenz. Für Planer, Architekten und Entscheider eröffnet sich ein neues Spielfeld – sauber gedacht, sauber gemacht und mit echtem Mehrwert für die Stadt von morgen.

Zusammenfassung: Vernetzte Mülltonnen mit KI-Auswertung sind weit mehr als ein Symbol für urbane Digitalisierung – sie stehen für eine neue, datengetriebene Logik der Stadtsauberkeit. Sensorik, Algorithmen und vernetzte Plattformen ermöglichen eine präzise, nachhaltige und bürgernahe Abfallentsorgung. Die Beispiele aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigen: Die Technologie funktioniert, die Herausforderungen sind lösbar – und der Nutzen für Städte, Umwelt und Gesellschaft ist enorm. Damit die Transformation gelingt, braucht es jedoch mehr als Technik: Klare Governance, offene Daten, gesellschaftliche Teilhabe und eine ökologische Gesamtstrategie sind unverzichtbar. Wer heute die Weichen stellt, definiert die urbane Sauberkeit von morgen – und macht aus einer einfachen Mülltonne einen Baustein für die lebenswerte, nachhaltige Stadt des 21. Jahrhunderts.

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Change of perspective – from art to architecture

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The exhibition "Metamorphosis" by architect Heike Hanada can be seen at the Architekturgalerie Berlin until June 22.

If you leave the loud noise of the traffic on Karl-Marx Allee behind you and enter the main room of the Architekturgalerie Berlin, you immediately realize that the current exhibition “Metamorphosis” is a particularly “quiet” architecture exhibition. The white walls are not covered in sketches and drawings, nor is the gallery transformed into a […]

If you leave the loud noise of the traffic on Karl-Marx Allee behind you and enter the main room of the Architekturgalerie Berlin, you immediately realize that the current exhibition “Metamorphosis” is a particularly “quiet” architecture exhibition.

The white walls are not overlaid with sketches and drawings, nor is the gallery transformed into a landscape of installations or sculptures.

Rather, the space evokes the association of an art exhibition through the abstraction and targeted placement of individual photographs and models, emphasizing the handling of space, emptiness, materiality and object.

The “Metamorphosis” exhibition opened on May 9 – exactly four weeks after the opening of the Bauhaus Museum in Weimar.

One hundred years after the founding of the state Bauhaus school by Walter Gropius, the Bauhaus Museum by architect Heike Hanada has now been opened in Weimar. A place that shows the collected works from the first phase of the school of design and revives the Bauhaus’ love of experimentation and culture of ideas. The museum aims to emphasize the workshop character of the Bauhaus through its rough concrete walls.

In a similar way, Hanada combines the spirit of experimentation, art and architecture in the “Metamorphosis” exhibition. The exhibited works show parts of the Bauhaus Museum’s development process and the connection between the spirit of experimentation, art and architecture.

The architect borrows the term “metamorphosis” from geology, botany, zoology and mythology. There, “metamorphosis” is defined as the transformation or metamorphosis of one object or state into another. Heike Hanada draws on this process of transformation in her exhibition. In this sense, for example, a vacant plinth is transformed into a sculpture and the concrete block in turn becomes a plinth.

The composition of the exhibition objects does not seem to follow any particular order. Instead, the individual objects appear to communicate with each other. As if it were a matter of course, a study work by Hanada hangs directly next to a photograph of the finished Bauhaus Museum in Weimar.

The result is a flowing transition between experiment and completion, work and process, art and architecture, which Hanada depicts in drawings, models, a video installation and photographs by Andrew Alberts.

Healing architecture: “The sick house” exhibition

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A building complex with several houses with flat roofs, large window areas and partly with wooden cladding. Credit: Agatharied District Hospital, © Nickl & Partner, Photo: Stefan Müller-Naumann

What does healing architecture look like? For the exhibition "Das Kranke(n)haus", TUM students analyzed several examples, including the Agatharied district hospital by Nickl und Partner. Credit: © Nickl & Partner, Photo: Stefan Müller-Naumann

Houses help to heal – this is a brief summary of the core message of the current exhibition at the Architekturmuseum der TU München. Based on scientific studies, the show is dedicated to hospital construction and how its design can influence the well-being of patients. There is not only something to see and read in the exhibition, but also something to smell.

Houses help to heal – this is a brief summary of the core message of the current exhibition at the Architekturmuseum der TU München. Based on scientific studies, the show is dedicated to hospital construction and how its design can influence the well-being of patients. There is not only something to see and read in the exhibition, but also something to smell.

At first glance, the wall looks almost like any other. However, an elongated, rectangular surface stands out slightly from the white in terms of color and texture. What is special about this surface is that if you run your fingertips over it, it activates odor molecules. The wall begins to smell; the scent is reminiscent of earth or moss, mixed with something else, harder to name. The installation “MAKING SENSE” by Norwegian artist and smell researcher Sissel Tolaas can be smelled in an exhibition about hospital architecture. When designing hospitals, the olfactory backdrop is one of several factors that can influence how the architecture affects the well-being of patients. On the wall in the exhibition, Tolaas’ installation is now intended to make “healing smells” tangible for visitors.

On July 11, the Architecture Museum of the Technical University of Munich opened the exhibition “Das Kranke(n)haus. How architecture helps to heal”. It is about the architecture of hospitals and the effects – both negative and positive – that these buildings can have on people. In short: how appropriately designed architecture can help sick people recover. The exhibition was curated by architectural psychologist Tanja C. Vollmer, Director of the Museum of Architecture Andres Lepik and Lisa Luksch, research assistant at the Chair of Architectural Theory and Curatorial Practice. Federal Minister of Health Karl Lauterbach is the patron of the exhibition.

The background to the exhibition is also a shortcoming that has been recognized in hospital construction in Germany. After clinics in the 20th century were primarily geared towards efficiency and economy, flexibility and rationalization, the approaches of “healing architecture” are now focusing on people again. However, such approaches and “evidence-based design” – i.e. design based on scientific findings – are not yet widely enough recognized and applied in Germany, as the museum writes. The exhibition aims to encourage a rethink of the role architecture plays in the healthcare sector and the possibilities and tasks of hospital construction.

The installation at the beginning of the exhibition is almost like looking through an oversized keyhole into a hospital room. The wall on the left is mirrored; a green fabric panel is suspended in the room and separates a “room”. Through a large, circular cut-out in the fabric, visitors can see the head end of a hospital bed from behind. The few elements are enough to evoke associations with a patient’s room. The exhibition also provides insights into such rooms. And the show will be about something else that the installation may suggest. The cut-out in the fabric directs the visitor’s gaze. As you are standing behind the hospital bed, you are looking in the same direction and therefore have the same view as a patient in the bed. And the hospital bed faces the window front onto the meadow in front of the museum. Visitors take on the perspective of the patients.

The exhibition is divided into three sections. The first, entitled “Experiment”, presents therapy and aftercare facilities. Photos, plans, models and texts in German and English, displayed on large wooden stands, convey the examples. The title of the section refers to the fact that these facilities are less regulated, less technical and less complex than hospitals – and have therefore long been a field of experimentation for healing architecture, according to the museum. The buildings presented include the REHAB in Basel, a clinic for the rehabilitation of people with brain damage and/or paraplegia. The new REHAB building by Herzog & de Meuron opened in 2002. The project presentations are accompanied by large infographics on the side walls, for example on the lifespan of hospitals.

The second and central section of the exhibition is also visually different from the first. While the displays in the first section were curved and irregularly shaped, the supports for the examples in the second section are rectangular. The color scheme here is closely linked to the structure of the content.

Entitled “Evidence”, this section presents evidence-based design, as well as the “healing seven”. These refer to factors in the hospital architecture that can influence the stress experienced by severely and chronically ill patients. In order to reduce such harmful stress, these environmental factors can be taken into account when designing the buildings.

The Healing Seven are based on scientific research by Vollmer and architect Gemma Koppen. Over a period of more than ten years, they investigated the influence that the environment in hospitals has on the stress perception of seriously and chronically ill patients. Last year, Vollmer and Koppen then defined the following “healing seven”:

  • Orientation
  • Olfactory environment
  • Soundscape
  • Privacy and retreat
  • Power points
  • View and foresight
  • Human scale

In preparation for the exhibition, TUM Master’s students analyzed national and international hospital projects with regard to these seven factors. The 13 projects presented in the exhibition are each assigned to one of the healing seven. The color concept of the displays – each of the factors is assigned a color – picks up on this visually.

Among the projects presented in the second part of the exhibition is the Agatharied Hospital in Hausham, Bavaria, designed by Nickl and Partner and completed in 1998. International examples include the Friendship Hospital Satkhira in southwest Bangladesh by Kashef Chowdhury/URBANA (2018) and the Bürgerspital Solothurn in Switzerland by Silvia Gmür Reto Gmür Architekten (2021). In this section, visitors will also come across visitors standing unusually close to the wall – to smell the aforementioned olfactory installation by Sissel Tolaas.

The end of the exhibition is designed to be open, in the literal sense: in a so-called forum, visitors can exchange ideas with each other and with experts during their visit to the exhibition or in event formats. Literature on the topic is on display, and visitors can browse through it or discuss it at a large round table. Another olfactory installation by Sissel Tolaas in the form of several translucent fabric panels hangs at the end of this room; video clips are shown on screens behind them. In this forum, the status quo, solutions and a human-centered future of hospital planning and construction are to be discussed and shaped together, as the museum writes.

The exhibition at the TUM Architecture Museum in the Pinakothek der Moderne runs until January 21, 2024. The Pinakothek is open daily from 10 a.m. to 6 p.m. except Mondays, and until 8 p.m. on Thursdays.

“The sick house. How architecture helps to heal.”

Architecture Museum of the TUM in the Pinakothek der Moderne, Munich
July 12, 2023 to January 21, 2024
Curators and curators: Tanja C. Vollmer, Andres Lepik, Lisa Luksch
Curatorial and scientific collaboration: Zeynep Ece Sahin, Friedrich Mönninger
Exhibition architecture: IMS Studio and Friederike Daumiller
Graphic design: strobo B M
The exhibition is accompanied by a catalog.

Let’s stay on topic: the winning design in the competition for a new hospital in Liezen also uses the keyword “healing architecture”. More about the design by Franz&Sue with Maurer&Partner here: Liezen lead hospital