Predictive mobility – AI-supported traffic forecasts for neighborhoods

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People at Utrecht Central Station in spring, photographed by Bart Ros

Mobilität vorhersagen, bevor sie zum Problem wird? Künstliche Intelligenz macht es möglich – zumindest für Städte, die bereit sind, Quartiere als lebendige, lernende Systeme zu begreifen. Predictive Mobility verspricht neue Wege aus dem Stau, bessere Lebensqualität und datenbasierte Planung auf Augenhöhe. Doch wie weit ist die Vision von KI-gestützten Verkehrsprognosen für Quartiere in Deutschland, Österreich und der Schweiz Wirklichkeit – und was bedeutet das für die Stadtplanung der Zukunft?

  • Definition und Relevanz von Predictive Mobility im städtischen Kontext
  • Technologische Grundlagen: KI, Big Data und Sensorik für Verkehrsprognosen
  • Praxisbeispiele aus DACH-Region und internationale Vorreiter
  • Chancen für nachhaltige Quartiersentwicklung und lebenswertere Städte
  • Datenbasierte Entscheidungsfindung und Integration in klassische Planungsprozesse
  • Risiken: Datenschutz, algorithmische Verzerrungen und Governance-Fragen
  • Partizipation, Transparenz und die Rolle von Open Urban Platforms
  • Ausblick auf die Zukunft der KI-gestützten Verkehrsprognosen im urbanen Raum

Predictive Mobility: Mehr als nur smarte Verkehrssteuerung

Predictive Mobility ist längst mehr als ein akademischer Hype oder ein Buzzword auf Smart-City-Konferenzen. Der Begriff beschreibt den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen und Big Data, um Verkehrsströme nicht nur zu analysieren, sondern vorausschauend zu steuern. Im Zentrum steht dabei die Fähigkeit, aus Milliarden von Datenpunkten – von Sensoren, Smartphones, ÖPNV-Systemen, Wetterdaten bis hin zu sozialen Netzwerken – Muster zu erkennen und zukünftige Mobilitätsbedarfe präzise zu prognostizieren. Für Quartiere, die als komplexe, dynamische Mikrokosmen funktionieren, eröffnet Predictive Mobility so die Chance, Mobilität als flexibles, bedarfsgerechtes System zu denken statt als statisches Infrastrukturproblem.

Doch was macht Predictive Mobility so revolutionär? Der eigentliche Quantensprung liegt in der Echtzeitfähigkeit und der kontinuierlichen Selbstoptimierung der Systeme. Während klassische Verkehrsmodelle oft auf statischen Annahmen, starren Querschnitten und Jahrhundertprognosen beruhen, arbeitet KI-gestützte Mobilitätsprognose wie ein lernendes Nervensystem. Sie erkennt Veränderungen in Routinen, saisonalen Schwankungen, Wetterlagen oder sozioökonomischen Trends und passt ihre Empfehlungen laufend an. Das Resultat: Verkehrsströme können antizipiert, Engpässe umgangen, die Auslastung von Straßen, Radwegen und öffentlichen Verkehrsmitteln optimal gesteuert werden – und das alles, bevor der Stau überhaupt entsteht.

In der Quartiersentwicklung bedeutet das einen Paradigmenwechsel: Mobilität wird nicht mehr nur mitgebaut, sondern mitgedacht und mitgesteuert. Die Zeiten, in denen ein neues Wohngebiet erst nach Fertigstellung auf seine Erreichbarkeit geprüft wurde, sind vorbei. Predictive Mobility ermöglicht es, verschiedene Entwicklungs- und Mobilitätsszenarien schon in der Planungsphase durchzuspielen – und die beste Lösung für Mensch, Umwelt und Wirtschaft rechtzeitig zu erkennen. Für Städteplaner, Verkehrsingenieure und Landschaftsarchitekten eröffnen sich so völlig neue Spielräume für nachhaltige, resiliente Quartiere.

Doch mit der Euphorie wächst auch die Verantwortung. Die Komplexität der Systeme verlangt nach klaren Leitplanken: Wer bestimmt, welche Daten in die KI einfließen? Wer kontrolliert die Algorithmen? Und wie wird verhindert, dass technokratische Optimierung soziale Faktoren ausblendet? Gerade im urbanen Kontext, wo Mobilität immer auch Teilhabe und Lebensqualität bedeutet, sind diese Fragen zentral. Predictive Mobility ist kein Selbstläufer – sie muss in ein transparentes, demokratisch kontrolliertes System eingebettet werden, das die Interessen aller Stadtbewohner wahrt.

Die Potenziale sind enorm, die Risiken real. Am Ende steht die Frage, ob KI-gestützte Verkehrsprognosen tatsächlich zu besseren Quartieren führen – oder nur zu effizienteren Staus. Wer die Stadt von morgen gestalten will, muss Predictive Mobility als Werkzeug, nicht als Selbstzweck begreifen. Nur dann gelingt die Transformation von der datengetriebenen zur menschenzentrierten Mobilität.

Technologische Grundlagen: KI, Datenströme und urbane Sensorik

Die technologische Basis von Predictive Mobility ist ein komplexes Geflecht aus Künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen, Big Data und einer immer dichter werdenden Sensorinfrastruktur. Jeder dieser Bausteine spielt eine entscheidende Rolle für die Leistungsfähigkeit moderner Verkehrsprognosen im Quartier. Künstliche Intelligenz ist dabei das Herzstück: Sie verarbeitet riesige Mengen an Daten, erkennt Muster, lernt aus vergangenen Verkehrsereignissen und ist in der Lage, die Dynamik urbaner Mobilität besser zu antizipieren als jedes traditionelle Verkehrsmodell.

Big Data beschreibt die schiere Masse und Vielfalt der verfügbaren Informationen: Verkehrsdetektoren an Kreuzungen, GPS-Daten aus Fahrzeugen und Smartphones, Echtzeitmeldungen aus dem ÖPNV, Wetterstationen, Baustelleninformationen, aber auch soziale Medien oder Eventdaten. Die Kunst besteht darin, diese heterogenen Datenquellen sinnvoll zu verknüpfen, zu filtern und in ein einheitliches, auswertbares Format zu bringen. Hier kommen urbane Datenplattformen ins Spiel, die als zentrale Schnittstelle zwischen Sensorik, Verwaltung und Nutzer fungieren.

Sensorik ist die physische Grundlage der datengestützten Stadt. Moderne Quartiere sind heute mit einer Vielzahl von Sensoren ausgestattet: Kameras, Induktionsschleifen, Bluetooth-Beacons, Luftqualitäts- und Lärmmessern, sogar intelligente Straßenlaternen liefern kontinuierlich Informationen über die Nutzung des Stadtraums. Diese Echtzeitdaten erlauben es, Verkehrsflüsse mit nie dagewesener Präzision zu messen, zu analysieren und sofort auf Veränderungen zu reagieren.

Maschinelles Lernen sorgt für die kontinuierliche Verbesserung der Prognosen. Die Algorithmen erkennen selbstständig neue Zusammenhänge, passen sich geänderten Rahmenbedingungen an und können sogar auf unvorhergesehene Ereignisse – wie Unfälle, Großveranstaltungen oder Unwetter – flexibel reagieren. Besonders im Quartiersmaßstab ist diese Fähigkeit entscheidend, da hier kleinräumige Veränderungen oft große Auswirkungen auf das Gesamtsystem haben.

Die Integration all dieser Technologien in bestehende städtische Strukturen ist allerdings alles andere als trivial. Sie erfordert nicht nur technisches Know-how, sondern auch eine enge Kooperation zwischen Stadtverwaltung, Verkehrsplanung, IT-Dienstleistern und der Bevölkerung. Nur wenn alle Akteure gemeinsam an der Gestaltung und Steuerung der Systeme beteiligt sind, kann Predictive Mobility ihr volles Potenzial für lebenswerte Quartiere entfalten.

Praxisbeispiele: Von internationalen Vorreitern lernen – und eigene Wege gehen

Ein Blick auf internationale Vorreiterstädte zeigt, wie weit Predictive Mobility bereits Realität ist – und wo die DACH-Region im Vergleich steht. Singapur gilt als Paradebeispiel: Die Stadt nutzt seit Jahren KI und Big Data, um den Verkehr auf Quartiersebene zu steuern. Sensoren, Kameras und GPS-Daten fließen in eine zentrale Plattform, die Verkehrsflüsse in Echtzeit analysiert und Prognosen erstellt. Ampelschaltungen werden dynamisch angepasst, Busse und Bahnen nachfrageorientiert eingesetzt. Das Ziel: eine staufreie, flexible und umweltfreundliche Mobilität, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Bewohner orientiert.

Auch Helsinki setzt auf KI-gestützte Verkehrsprognosen, insbesondere im Rahmen des Projekts „Mobility as a Service“. Hier werden alle Verkehrsmittel – vom ÖPNV über Carsharing bis zum Fahrrad – digital vernetzt und durch intelligente Algorithmen gesteuert. Nutzer können per App die schnellste, günstigste oder nachhaltigste Route wählen, während die Stadtverwaltung auf Basis der gesammelten Daten die Verkehrsplanung laufend optimiert. Besonders spannend: In Helsinki werden Bürger aktiv in die Entwicklung neuer Mobilitätsdienste eingebunden, etwa durch partizipative Workshops oder offene Datenplattformen.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist man zwar noch nicht ganz so weit, aber die ersten Leuchtturmprojekte machen Hoffnung. In München etwa wurden im Quartier Freiham intelligente Sensoren und Algorithmen installiert, die den Verkehr in Echtzeit erfassen und Prognosen für die nächsten Stunden liefern. Die Ergebnisse fließen direkt in die Verkehrssteuerung ein – vom Lichtsignal bis zur ÖPNV-Taktung. Auch Zürich experimentiert mit einem urbanen Digital Twin, der Verkehrsflüsse simuliert und verschiedene Szenarien auf Knopfdruck durchrechnet. Wien wiederum nutzt KI-basierte Modelle, um in Neubauquartieren die Auswirkungen neuer Mobilitätskonzepte – wie autofreie Zonen oder Mobility Hubs – auf den Verkehr zu prognostizieren.

Diese Beispiele zeigen: Predictive Mobility ist kein Zukunftsmärchen, sondern gelebte Praxis – wenn auch oft noch im Pilotstatus. Entscheidend ist, dass die Systeme nicht als Selbstzweck eingeführt werden, sondern in eine ganzheitliche, nachhaltige Quartiersentwicklung eingebettet sind. Nur so lassen sich die Vorteile der Technologie für mehr Lebensqualität, weniger Emissionen und soziale Teilhabe voll ausschöpfen.

Gleichzeitig wird deutlich, dass es kein Patentrezept gibt. Jede Stadt, jedes Quartier hat eigene Anforderungen, Herausforderungen und Potenziale. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Anpassungsfähigkeit der Systeme, der Offenheit für neue Partnerschaften und der Bereitschaft, auch mal ungewöhnliche Wege zu gehen. Wer nur abwartet, wird in der Stadt von morgen nicht mitreden können.

Chancen und Risiken: Zwischen smarter Quartiersentwicklung und digitalem Flickenteppich

Die Chancen von Predictive Mobility für die Entwicklung urbaner Quartiere sind enorm – aber sie kommen nicht ohne Risiken. Auf der positiven Seite steht die Möglichkeit, Verkehrsströme vorausschauend zu lenken und so Staus, Lärm und Emissionen spürbar zu reduzieren. Quartiere können bedarfsgerecht mit Mobilitätsangeboten versorgt werden, die sich flexibel an die Lebensrealitäten der Bewohner anpassen. Das eröffnet neue Spielräume für die Gestaltung öffentlicher Räume, für mehr Grünflächen, Begegnungsorte und eine nachhaltige Stadtentwicklung, die Mobilität als integralen Bestandteil begreift.

Auch die Entscheidungsfindung in der Stadtplanung profitiert: KI-gestützte Prognosen machen die Folgen städtebaulicher Maßnahmen transparent und überprüfbar. Planer können verschiedene Szenarien simulieren, Bauprojekte auf ihre Mobilitätswirkungen testen und so Fehlentwicklungen frühzeitig vermeiden. Partizipation und Bürgerbeteiligung werden durch visualisierte Daten und verständliche Simulationen erleichtert, was die Akzeptanz neuer Mobilitätskonzepte erhöht.

Doch Predictive Mobility birgt auch Schattenseiten. Die Abhängigkeit von großen Datenmengen wirft Fragen nach Datenschutz, Datensouveränität und Transparenz auf. Wer hat Zugriff auf die gesammelten Informationen? Wie werden sensible Bewegungsdaten geschützt, ohne die Leistungsfähigkeit der Systeme zu gefährden? Hier ist ein klarer rechtlicher und ethischer Rahmen unverzichtbar, der den Schutz der Privatsphäre garantiert und gleichzeitig Innovation ermöglicht.

Ein weiteres Risiko liegt in der algorithmischen Verzerrung: KI-Systeme sind nur so gut wie die Daten, mit denen sie trainiert werden. Werden bestimmte Gruppen oder Mobilitätsformen systematisch benachteiligt, entstehen neue Ungleichheiten im Stadtraum. Auch die Kommerzialisierung von Mobilitätsdaten und die Dominanz großer Plattformanbieter stellen eine Gefahr für die Souveränität der Städte dar. Wer die Kontrolle über die Algorithmen verliert, verliert auch die Kontrolle über die Mobilität im Quartier.

Um diese Risiken zu minimieren, braucht es offene, transparente und partizipative Systeme. Open Urban Platforms, die von Städten selbst betrieben werden, können hier eine Schlüsselrolle spielen. Sie ermöglichen es, Daten gemeinschaftlich zu nutzen, Algorithmen offen zu legen und so die Kontrolle über die Mobilität der Zukunft in öffentlicher Hand zu halten. Nur so bleibt Predictive Mobility ein Werkzeug für mehr Lebensqualität – und wird nicht zur digitalen Black Box.

Ausblick: Stadtplanung mit KI – von der Vision zur Verantwortung

Predictive Mobility steht am Beginn einer neuen Ära der Stadt- und Quartiersentwicklung. Die Kombination aus Künstlicher Intelligenz, Big Data und umfassender Sensorik ermöglicht es erstmals, Mobilität nicht nur zu verwalten, sondern proaktiv und vorausschauend zu gestalten. Für Planer, Stadtverwaltungen und alle, die an der Zukunft der Stadt mitwirken, eröffnet sich damit ein faszinierendes Experimentierfeld – voller Chancen, aber auch voller Verantwortung.

Wichtig ist, dass bei aller technologischen Euphorie der Mensch im Mittelpunkt bleibt. Quartiere sind mehr als Verkehrsmodelle und Datenpunkte; sie sind Lebensräume, in denen soziale, ökologische und ökonomische Interessen in Balance gebracht werden müssen. Predictive Mobility kann dazu beitragen, diese Balance zu finden – aber nur, wenn die Systeme offen, nachvollziehbar und demokratisch kontrolliert werden.

Die Integration von KI-gestützten Verkehrsprognosen in die tägliche Planungspraxis ist dabei kein Selbstläufer. Sie verlangt nach neuen Kompetenzen, neuen Partnerschaften und einer Experimentierfreude, die in der öffentlichen Verwaltung nicht immer selbstverständlich ist. Mut zum Wandel, Offenheit für Fehler und die Bereitschaft, alte Denkmuster zu hinterfragen, sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transformation.

Gleichzeitig sollten Städte nicht in die Falle der Technikgläubigkeit tappen. Predictive Mobility ist ein mächtiges Werkzeug – aber kein Allheilmittel. Die besten Algorithmen nützen wenig, wenn die städtische Governance nicht stimmt, wenn Transparenz und Partizipation fehlen oder wenn soziale und ökologische Ziele aus dem Blick geraten. Technologie muss dienen, nicht diktieren.

Abschließend bleibt festzuhalten: Die Zukunft der urbanen Mobilität wird nicht nur von Daten und Algorithmen bestimmt, sondern von der Fähigkeit, diese intelligent, verantwortungsvoll und zum Wohle aller einzusetzen. Predictive Mobility bietet die Chance, Quartiere lebenswerter, nachhaltiger und gerechter zu gestalten – wenn wir den Mut haben, die richtigen Fragen zu stellen und die passenden Antworten zu entwickeln.

Fazit: Predictive Mobility ist weit mehr als eine technische Spielerei – sie ist der Schlüssel zu einer neuen, intelligenten und menschenzentrierten Quartiersentwicklung. KI-gestützte Verkehrsprognosen ermöglichen es, Mobilität flexibel, nachhaltig und partizipativ zu gestalten. Sie eröffnen neue Perspektiven für die Integration von Verkehrs-, Umwelt- und Sozialdaten, machen die Folgen städtebaulicher Entscheidungen transparent und schaffen die Grundlage für eine lebenswerte Stadt der Zukunft. Doch damit diese Vision Wirklichkeit wird, braucht es Mut, Transparenz und eine klare Governance – denn die Stadt von morgen wird nicht nur gebaut, sondern auch vorausgedacht, simuliert und gemeinsam gestaltet. G+L bleibt dabei der Ort, an dem diese Debatten mit maximaler Tiefe, Expertise und Leidenschaft geführt werden.

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Stonematters

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Limestone is used almost exclusively as a decorative material in Palestine – which means that know-how in the construction industry is being lost. This is why the AAU Anastas architecture firm is devoting itself to the use of limestone as a structural material: the recently constructed “Stonematters” pavilion in Jericho is a self-supporting vault. The project name is intended to imply that it is an important […]

Limestone is used almost exclusively as a decorative material in Palestine – which means that know-how in the construction industry is being lost. This is why the AAU Anastas architecture firm is focusing on the use of limestone as a structural material: the recently constructed “Stonematters” pavilion in Jericho is a self-supporting vault.

The project name is intended to imply that this is an important topic – but also to show how innovative techniques can be applied to the traditional material.

The architects from Palestine draw on the ancient principle of stereotomy: stone is used as the load-bearing building material, with the elements supporting each other. The concept goes back to the origins of construction.

The Stonematters vault has a span of seven meters and covers an area of 60 square meters. The structural elements are only twelve centimeters thick. In total, the vault consists of 300 individual parts.

Scales” research institute

AAU Anastas is conducting research into three-dimensional and parametric vaults with its “Scales” research institute together with the GSA Lab of ENSA Paris-Malaquais. The findings of the study will be used for the construction of a residential complex: “El-atlal” will be built as accommodation for artists and writers in Jericho. Stonematters is therefore a first test – and will serve as one of the roofs of the complex.

The research work also aims to ensure that limestone is used again in contemporary architecture in Palestine. The study deals with computer simulations and fabrication techniques. The aim is to use contemporary construction techniques to reflect a local and global architectural language.

Computer simulations were used to determine the loads in the construction. This made it possible to determine how best to transfer them and calculate the optimal shape of the STEIN.

The entire project was developed with the expertise of people from the Jericho region. Various companies were commissioned and knowledge was gathered. The building blocks were sawn out of the raw blocks by one company – and transported to another for the carving work.

Styrofoam elements were attached to a scaffold for assembly. They form the underside of the vault. During the step-by-step dismantling of the scaffolding, attention was paid to movements or subsidence in the vault.

Aims of the project

After completion, many residents of Jericho and other parts of Palestine came to see the pavilion. The architects wanted to create a link between the country’s historical sites and urban morphologies – and also between the latest manufacturing processes and local factories. The basic idea behind the project is simple: limestone is a material that is available in large quantities in Palestine.

Commitment and goals of the Initiative Kulturzukunft Bayern

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Dr. Markus Michalke and Anna Kleeblatt. Photo: Toby Binder

Dr. Markus Michalke and Anna Kleeblatt. Photo: Toby Binder

The Kulturzukunft Bayern initiative invited the cultural policy spokespersons of the Bavarian state parliamentary groups to a discussion in mid-July 2023. Since November 2022, the new association of now 36 funding and friends’ groups of Bavarian cultural institutions has been drawing the attention of politicians, the media and the general public to the shortcomings in cultural policy operations – and at the same time demanding long-term solutions from politicians

The Kulturzukunft Bayern initiative invited the cultural policy spokespersons of the Bavarian state parliamentary groups to a discussion in mid-July 2023. Since November 2022, the new association of now 36 funding and friends groups of Bavarian cultural institutions has been drawing the attention of politicians, the media and the general public to the shortcomings in cultural policy operations – and at the same time calling for long-term solutions from politicians

On Sunday, July 16, 2023, the Initiative Kulturzukunft Bayern invited the cultural policy spokespersons of the Bavarian state parliamentary groups to a discussion in the Audimax of the Technical University of Munich. Since November 2022, the new association of now 36 support and friends groups of Bavarian cultural institutions has been drawing the attention of politicians, the media and the general public to the shortcomings in cultural policy operations and at the same time demanding long-term solutions from politicians. The parties were therefore given the opportunity to discuss their respective positions on Bavarian cultural infrastructure in a lively debate on Sunday. Sanne Kurz (Bündnis 90/ Die Grünen), Volkmar Halbleib (SPD), Wolfgang Heubisch (FDP), Thomas Kreuzer (CSU) and Florian Streibl (Freie Wähler) accepted the invitation. The AfD abstained from the event.

As the highlight of the initiative’s high-profile series of events, at which Oliver Bäte, CEO of Allianz SE, spoke of the fact that “(…) you can ‘t be a top location for business if you’re not a top location for culture“, the panel discussion once again showed that the Free State of Bavaria is facing a huge mountain of tasks: In Munich alone, seven institutions such as the Residenztheater, the Gasteig and the Neue Pinakothek need to be renovated – not to mention the large number of other cultural venues throughout Bavaria.

At the initiative’s March event, Regula Lüscher, former Senate Building Director of Berlin, presented the idea of an “Opera Plus” as a solution. She called for the involvement of broader sections of society and to offer them an everyday venue that goes far beyond the cultural sector. There is also a need for well-considered interim buildings that, above all, promote cooperation between the individual theaters. However, this will not be possible without a coherent cultural strategy.

Easier said than done, especially as a renovation plan for the individual cultural institutions is far from enough: cultural education, digitalization, international competitiveness, visibility of the subculture and independent scene as well as consistent and transparent cultural funding are just a few of the many aspects that have been discussed and must be incorporated into a sustainable strategy development.

But it is not impossible! Representatives from Styria proved this to the initiative’s audience in June: Patrick Schnabl, Head of the Cultural Department of the Styrian Provincial Government, and Werner Schrempf, Director of the international cultural festival La Strada Graz, developed a comprehensive cultural strategy for Styria over the course of three years together with representatives from the fields of art and culture, education, society, regional development, tourism and social affairs. Communication at eye level and the change from cultural promotion to a culture of promotion were close to their hearts.

Hesse has also achieved something similar since 2019: at the same event, Julian Urban, one of the leading participants, reported on how they developed a cultural development master plan with the help of specialist workshops, regional conferences and online participation. This resulted in a cabinet decision and a government declaration in the state parliament and will now shape Hesse’s cultural policy for the next ten years.

So what have politicians taken away from the impetus provided by the initiative’s previous events? Within a very short space of time, the Kulturzukunft initiative has succeeded in drawing political attention to culture in Bavaria. However, the cultural cascade presented by Markus Blume, the Bavarian Minister of Culture, is highly controversial and a look at the party manifestos for the upcoming state elections in the fall is sobering. The topic is sometimes more, sometimes less elaborated.

Find out more in issue 6 of RESTAURO.