Rainwater harvesting in public spaces – potentials, examples, technology

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Central street in St.Gallen after rain with parked cars, photographed by Albatros Aslan

Regenwasser gilt als unterschätzter Schatz im öffentlichen Raum. Wer heute Stadt neu denkt, kommt an der Frage der Regenwassernutzung nicht vorbei: Sie entscheidet mit darüber, wie klimaresilient, lebenswert und nachhaltig unsere Städte morgen sein werden. Doch was ist technisch möglich, welche Best-Practice-Beispiele gibt es – und wie wird Regenwassermanagement zur echten Chance für urbane Räume? Zeit, das Thema mit der gebotenen Expertise und einem Augenzwinkern aufzufächern.

  • Regenwassernutzung als Schlüssel für klimaangepasste Städte: Chancen, Herausforderungen und Potenziale.
  • Rechtlicher und planerischer Rahmen: Warum Regenwasser inzwischen wichtiger als je zuvor ist.
  • Technische Lösungen: Vom Retentionsdach bis zum smarten Sickerbecken – aktuelle Innovationen und bewährte Systeme.
  • Vorbildliche Projekte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die Maßstäbe für nachhaltige Stadtentwicklung setzen.
  • Die Bedeutung von Regenwassermanagement für Biodiversität, Stadtklima, Aufenthaltsqualität und Kostenersparnis.
  • Stadtplanung zwischen Versiegelung und Schwammstadt-Prinzip: Wie Regenwasser als Ressource gedacht wird.
  • Partizipation, Pflege und Betrieb: Warum technische Lösungen nur mit strategischem Management gelingen.
  • Risiken, Fehleinschätzungen und der Umgang mit Extremwetter – was Profis wissen sollten.
  • Zukunftsausblick: Digitalisierung, Monitoring und neue Ansätze in der Regenwasserbewirtschaftung.

Regenwassernutzung im öffentlichen Raum: Warum das Thema (endlich) auf dem Tisch liegt

Es klingt fast zu einfach, um wahr zu sein: Regen fällt umsonst vom Himmel, und trotzdem ringen Städte seit Jahrzehnten mit der Frage, wie sie dieses Wasser sinnvoll nutzen können. Dabei hat sich der Blick auf Regenwasser radikal gewandelt. Lange Zeit galt es schlicht als Abfallprodukt, das möglichst schnell und effizient in die Kanalisation abgeleitet werden musste. Heute steht fest: Wer Regenwasser als Ressource denkt, legt das Fundament für klimaresiliente Städte – und spart dabei bares Geld.

Die Gründe dafür sind vielfältig und aktueller denn je. Der Klimawandel bringt nicht nur längere Trockenperioden und Hitze, sondern auch Starkregenereignisse, die unsere Infrastrukturen an ihre Grenzen bringen. Versiegelte Flächen verhindern, dass Wasser im Boden versickert und das Grundwasser speist. Gleichzeitig steigen die Kosten für Wasseraufbereitung und Abwasserentsorgung. Hinzu kommt die Erkenntnis, dass Wasser im Stadtraum nicht nur technisch, sondern auch sozial und ästhetisch eine Rolle spielt. Öffentliche Plätze, Parks und Straßenräume gewinnen an Aufenthaltsqualität, wenn Regenwasser sichtbar und erlebbar integriert wird.

Der Paradigmenwechsel zeigt sich auch in den politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Neue Bauvorschriften fordern die dezentrale Regenwasserbewirtschaftung, kommunale Förderprogramme unterstützen innovative Ansätze, und die Stadtplanung entdeckt das Schwammstadt-Prinzip für sich. Das Ziel: Statt Regenwasser als Problem zu sehen, wird es als Potenzial begriffen – für Kühlung, Bewässerung, Verdunstung und Biodiversität. Wer heute öffentliche Räume plant, muss Regenwasser mitdenken, sonst plant er an der Realität vorbei.

Doch wie sieht der Stand der Dinge aus? In deutschen, österreichischen und schweizerischen Städten gibt es bereits zahlreiche Ansätze, die zeigen, wie Regenwassernutzung im öffentlichen Raum gelingen kann. Von klassischen Mulden-Rigolen-Systemen über grüne Dächer bis hin zu Hightech-Lösungen mit Sensorik und automatischer Steuerung reicht das Spektrum. Entscheidend ist dabei immer die Integration in den städtebaulichen Kontext, die Abstimmung mit den Nutzerinteressen und die langfristige Pflege. Denn so elegant die Technik auch sein mag – ohne Betriebskonzept bleibt sie ein Papiertiger.

Was auf den ersten Blick nach einer rein technischen Herausforderung aussieht, ist in Wahrheit eine Querschnittsaufgabe. Regenwassernutzung ist Stadtentwicklung, Landschaftsarchitektur, Wasserwirtschaft und Klimaanpassung in einem. Sie verlangt nach interdisziplinärer Zusammenarbeit, kreativen Lösungen und dem Mut, neue Wege zu gehen. Wer sich darauf einlässt, wird belohnt: mit nachhaltigen, lebenswerten und zukunftsfesten öffentlichen Räumen.

Ein wenig provokant formuliert: Wer im Jahr 2024 noch immer ausschließlich auf klassische Ableitung setzt, hat den Wandel der Zeit verpasst. Die Stadt von morgen ist eine Stadt, die Regenwasser nicht nur im Griff, sondern im Herzen ihrer Gestaltung hat. Und genau das macht das Thema so spannend – und so relevant für alle, die in der Planung, Gestaltung oder Verwaltung urbaner Räume Verantwortung tragen.

Technik auf dem Prüfstand: Systeme, Innovationen und Herausforderungen der Regenwassernutzung

Die technische Bandbreite der Regenwassernutzung im öffentlichen Raum ist beeindruckend – und wächst stetig weiter. Im Kern geht es immer um die gleichen Ziele: Speicherung, Nutzung, Versickerung und Verdunstung von Regenwasser direkt dort, wo es anfällt. Doch wie gelingt das in der Praxis – und welche Systeme haben sich bewährt?

Eine der ältesten und bekanntesten Methoden ist das Mulden-Rigolen-System. Hierbei wird Regenwasser von versiegelten Flächen in begrünte Mulden geleitet, wo es langsam in den Boden einsickert oder in darunterliegenden Rigolen zwischengespeichert wird. Dieses Prinzip eignet sich besonders für Straßen, Parkplätze und öffentliche Plätze – also überall dort, wo große Niederschlagsmengen anfallen und schnelle Ableitung problematisch werden kann. Der große Vorteil: Neben der Entlastung der Kanalisation wird auch das Mikroklima verbessert und die Verdunstung gefördert.

Ein weiteres bewährtes Instrument sind Retentionsdächer, die Regenwasser auf Dachflächen speichern und verzögert abgeben. Gerade in dicht bebauten Innenstädten bieten sie eine Möglichkeit, Flächen mehrfach zu nutzen: als grüne Oasen, Biodiversitäts-Hotspots und Wasserspeicher zugleich. Moderne Systeme sind inzwischen so ausgereift, dass sie auch nachträglich auf bestehenden Gebäuden installiert werden können und sich mit Sensorik zu intelligenten Dachlandschaften erweitern lassen. Hier zeigt sich, wie technische Innovation klassische Stadtstrukturen aufwerten kann.

Die technische Entwicklung geht jedoch weit über diese Klassiker hinaus. Sogenannte smarte Regenwassermanagement-Systeme nutzen Sensoren und digitale Steuerungen, um Niederschlagsmengen zu erfassen, den Wasserstand in Becken oder Zisternen automatisch zu regulieren und sogar Prognosen für Extremwetterlagen zu erstellen. So können beispielsweise in einem Park die Bewässerung von Pflanzflächen, die Steuerung von Brunnen und die Ableitung von Überschusswasser miteinander verknüpft werden. Das Ergebnis: Mehr Ressourceneffizienz, weniger Wartungsaufwand und eine bessere Anpassung an wechselnde Wetterbedingungen.

Doch jede technische Lösung steht und fällt mit ihrer Integration in den städtischen Kontext. Die Bodenverhältnisse, das Gefälle, die vorhandene Infrastruktur und nicht zuletzt die Nutzungsansprüche an den öffentlichen Raum bestimmen, welche Systeme sinnvoll und wirtschaftlich sind. Hinzu kommen Herausforderungen wie Verstopfungen, Verschmutzungen oder Frost, die den Betrieb erschweren können. Deshalb ist ein durchdachtes Pflege- und Wartungskonzept unerlässlich. Wer Regenwassermanagement plant, muss immer auch an den Betrieb denken – sonst wird aus Innovation schnell Frustration.

Ein oft unterschätztes Thema ist zudem die Qualität des gesammelten Regenwassers. Gerade in Städten mit hoher Luftverschmutzung oder intensiver Nutzung öffentlicher Räume können Schadstoffe ins Wasser gelangen. Filteranlagen, regelmäßige Reinigung und Monitoring sind daher ebenso wichtig wie die Auswahl geeigneter Materialien. Auch die Frage, wie das gespeicherte Wasser genutzt wird – etwa zur Bewässerung, für Springbrunnen oder zur Toilettenspülung – beeinflusst die Anforderungen an die Technik. Hier zeigt sich, wie vielfältig und anspruchsvoll zeitgemäßes Regenwassermanagement ist.

Best-Practice aus dem deutschsprachigen Raum: Inspirationen für nachhaltige Stadtentwicklung

Wer nach Vorbildern für gelungene Regenwassernutzung im öffentlichen Raum sucht, wird im deutschsprachigen Raum schnell fündig. Viele Städte und Gemeinden haben erkannt, wie groß das Potenzial ist – und setzen Maßstäbe, die weit über die Landesgrenzen hinaus Beachtung finden. Die Spannbreite reicht von groß angelegten Schwammstadt-Konzepten bis zu kleinen, aber feinen Pilotprojekten mit Vorbildcharakter.

Ein Paradebeispiel ist die Stadt Berlin mit ihrem ambitionierten Regenwassermanagement. Dort werden seit Jahren systematisch Flächen entsiegelt, Gründächer gefördert und öffentliche Räume als Speicher- und Verdunstungsflächen umgestaltet. Das Projekt „Berliner Regenwasseragentur“ koordiniert die Aktivitäten und sorgt dafür, dass Regenwassernutzung fester Bestandteil der Stadtentwicklung ist. Besonders eindrucksvoll: der Park am Gleisdreieck, wo Regenwasser in Mulden und Teichen gesammelt, für die Bewässerung genutzt und als sichtbares Gestaltungselement eingesetzt wird.

Auch in Wien setzt man auf innovative Ansätze. Im neuen Stadtteil Seestadt Aspern wurde das Regenwassermanagement von Anfang an als integraler Bestandteil der Planung gedacht. Grüne Straßen, Versickerungsflächen und offene Wasserläufe sorgen dafür, dass Regenwasser nicht nur abgeleitet, sondern erlebbar gemacht wird. Das Ergebnis: Ein deutlich verbessertes Mikroklima, mehr Aufenthaltsqualität und ein Plus an Biodiversität. Gleichzeitig werden die Kosten für die Entwässerung gesenkt und das Risiko von Überflutungen minimiert.

In Zürich wiederum zeigt das Projekt „Sihlcity“, wie Regenwassermanagement auch auf engstem Raum gelingen kann. Das ehemalige Industrieareal wurde zu einem urbanen Quartier mit Einkaufszentrum, Büros und Freiräumen umgestaltet. Kernstück ist ein ausgeklügeltes System aus Retentionsdächern, unterirdischen Speichern und offenen Wasserflächen. Das Regenwasser wird gesammelt, gereinigt und zur Bewässerung der Außenanlagen genutzt. Gleichzeitig werden Überschwemmungen bei Starkregen vermieden und die Hitzeentwicklung in den Sommermonaten reduziert.

Selbst kleinere Städte und Gemeinden setzen Maßstäbe. In Osnabrück wurde ein Modellquartier entwickelt, in dem sämtliche öffentlichen Flächen nach dem Schwammstadt-Prinzip gestaltet sind. Mulden, Rigolen, Entwässerungsrinnen und begrünte Dächer bilden ein vernetztes System, das Regenwasser auffängt, speichert und langsam an die Umgebung abgibt. Die Stadt spart so erhebliche Kosten für die Abwasserentsorgung – und gewinnt an Lebensqualität.

Diese Beispiele zeigen: Regenwassernutzung ist kein technischer Luxus, sondern ein echter Gewinn für die Stadtentwicklung. Sie verbessert das Stadtklima, fördert die Biodiversität, spart Kosten und macht öffentliche Räume attraktiver. Entscheidend ist dabei immer die ganzheitliche Planung, das Zusammenspiel von Technik, Gestaltung und Betrieb – und der Mut, neue Wege zu gehen. Wer sich daran orientiert, wird belohnt: mit Städten, die auch in Zukunft lebenswert und resilient bleiben.

Stadtplanung im Wandel: Regenwasser als Motor für Innovation und Resilienz

Der Umgang mit Regenwasser ist längst zum Lackmustest für zukunftsfähige Stadtplanung geworden. Während früher vor allem Ingenieure und Wasserwirtschaftler das Feld bestimmten, ist heute klar: Ohne interdisziplinäre Zusammenarbeit bleibt das Potenzial ungenutzt. Landschaftsarchitekten, Stadtplaner, Architekten, Techniker und Kommunalpolitiker müssen gemeinsam an Lösungen arbeiten – und dabei auch Nutzer, Anwohner und Verwaltung mit ins Boot holen.

Ein zentrales Prinzip prägt die aktuelle Entwicklung: die Schwammstadt. Hierbei geht es darum, möglichst viel Regenwasser lokal zu speichern, zu nutzen und verdunsten zu lassen – statt es einfach abzuleiten. Das erfordert ein Umdenken in der Flächenplanung: Versiegelte Flächen werden reduziert, Grünräume und Wasserflächen geschaffen, technische Systeme mit naturnahen Elementen kombiniert. Das Ziel: Städte, die mit Wasser leben, statt gegen es zu kämpfen.

Doch Innovation braucht mehr als Technik. Sie verlangt nach einer neuen Planungskultur. Beteiligung, Transparenz und Kommunikation werden immer wichtiger, um Akzeptanz zu schaffen und Projekte langfristig erfolgreich zu machen. Wer Regenwasser sichtbar, erlebbar und verständlich macht, gewinnt die Menschen für die Idee – und sorgt dafür, dass sie zur Selbstverständlichkeit wird. Öffentliche Räume werden so zu Lernorten für Nachhaltigkeit, Resilienz und Gemeinschaft.

Gleichzeitig stehen Städte vor neuen Herausforderungen: Der Klimawandel bringt unberechenbare Wetterextreme, die technische Systeme an ihre Grenzen bringen. Starkregen, Hitze, Dürre – all das verlangt nach flexiblen, anpassungsfähigen Lösungen. Digitale Tools, Monitoring-Systeme und smarte Steuerungen können dabei helfen, Risiken zu minimieren und Chancen zu nutzen. Doch sie ersetzen nicht das grundlegende Verständnis für Wasser als Teil der Stadtlandschaft.

Wer heute Stadt plant, muss Regenwasser als Chance begreifen – nicht als Problem. Das erfordert Mut, Kreativität und die Bereitschaft, auch gegen Widerstände neue Wege zu gehen. Die Belohnung: Städte, die nicht nur widerstandsfähig, sondern auch lebenswerter, grüner und attraktiver werden. Und das Beste: Regenwasser ist und bleibt eine Ressource, die uns allen gehört – wenn wir sie klug nutzen.

Die Zukunft der Stadtplanung ist wasserbewusst, resilient und kooperativ. Regenwassernutzung im öffentlichen Raum ist dabei nicht das Sahnehäubchen, sondern das Fundament. Wer das versteht, hat schon gewonnen.

Blick nach vorn: Digitalisierung, Monitoring und die nächste Generation des Regenwassermanagements

Die Digitalisierung macht auch vor der Regenwasserbewirtschaftung nicht halt. In immer mehr Städten kommen Sensoren, smarte Steuerungen und digitale Plattformen zum Einsatz, um Regenwasser effizient zu managen. Das Ziel: Risiken frühzeitig erkennen, Systeme optimal betreiben und Ressourceneinsatz minimieren. Doch was bedeutet das konkret für die Praxis – und wo liegen die Grenzen?

Moderne Monitoring-Systeme erfassen Niederschlagsmengen, Wasserstände in Becken oder Zisternen, Verschmutzungsgrade und vieles mehr. Die Daten werden zentral gesammelt, ausgewertet und für die Steuerung genutzt. So kann beispielsweise bei Starkregen automatisch entschieden werden, welche Speicherreserven genutzt und welche Flächen priorisiert werden. Auch die Wartung wird einfacher: Sensoren melden Verstopfungen, Defekte oder ungewöhnliche Werte – und ermöglichen gezielte Eingriffe statt flächendeckender Routinekontrolle.

Digitale Plattformen bieten zudem die Möglichkeit, Regenwassermanagement in die Stadtplanung zu integrieren. Simulationsmodelle zeigen, wie sich bauliche Veränderungen auf das Wassersystem auswirken – und helfen, Szenarien für die Zukunft zu entwickeln. Wer Neubaugebiete, Straßen oder Parks plant, kann so schon im Vorfeld verschiedene Optionen durchspielen und die beste Lösung auswählen. Das spart Zeit, Geld und Nerven – und macht die Planung transparenter und nachvollziehbarer.

Doch Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Sie funktioniert nur, wenn die technischen Systeme robust, sicher und wartungsfreundlich sind. Datenschutz, Datensicherheit und die Verlässlichkeit der Technik sind zentrale Herausforderungen. Hinzu kommt die Frage, wie digitale Lösungen in bestehende Infrastrukturen integriert werden – und wie sie den Betrieb wirklich erleichtern, statt neue Komplexität zu schaffen. Hier sind erfahrene Planer und Betreiber gefragt, die Technik, Betrieb und Nutzerinteressen gleichermaßen im Blick behalten.

Die nächste Generation des Regenwassermanagements wird hybrid: Technische Innovationen werden mit naturnahen Lösungen kombiniert, digitale Tools mit menschlicher Erfahrung. Erfolgreiche Projekte entstehen dort, wo alle Disziplinen zusammenarbeiten – und wo der Blick über den Tellerrand zur Leitidee wird. Wer dabei auf Qualität, Nachhaltigkeit und Partizipation setzt, wird die Herausforderungen der Zukunft meistern. Denn eines ist sicher: Der Wert von Regenwasser im öffentlichen Raum wird weiter steigen – und mit ihm die Anforderungen an Planung, Technik und Management.

Der Weg ist klar: Die Zukunft gehört Städten, die Regenwasser als Ressource begreifen, technische Innovationen nutzen und dabei die Menschen mitnehmen. Wer Regenwassermanagement heute ganzheitlich denkt, gestaltet die Stadt von morgen – resilient, lebenswert und nachhaltig.

Fazit: Regenwassernutzung – von der Kür zur Pflicht in der Stadtplanung

Regenwassernutzung im öffentlichen Raum ist längst mehr als ein Trend – sie ist zur Pflichtaufgabe für alle geworden, die Städte klimaresilient, grün und lebenswerter gestalten wollen. Die Technik bietet heute eine beeindruckende Palette an Lösungen, von klassischen Versickerungssystemen bis zu hochinnovativen, digitalen Steuerungen. Doch entscheidend bleibt die Integration in den städtischen Kontext, die ganzheitliche Planung und der Mut, neue Wege zu gehen.

Die besten Beispiele aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigen, wie Regenwassermanagement zum Motor für Innovation, Nachhaltigkeit und Aufenthaltsqualität werden kann. Sie beweisen, dass Technik und Gestaltung, Betrieb und Pflege, Beteiligung und Kommunikation Hand in Hand gehen müssen. Nur so entstehen öffentliche Räume, die auch den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen sind.

Wer Regenwasser als Ressource begreift, gewinnt mehrfach: für das Stadtklima, die Biodiversität, die Kostenbilanz und das Wohlbefinden der Menschen. Die Digitalisierung eröffnet neue Möglichkeiten, bringt aber auch neue Herausforderungen. Entscheidend ist, dass Technik kein Selbstzweck bleibt, sondern echten Mehrwert für die Stadt schafft.

Am Ende ist Regenwassernutzung im öffentlichen Raum ein Paradebeispiel für die Stadt von morgen: vernetzt, resilient, grün und lebenswert. Wer heute die richtigen Weichen stellt, sichert die Zukunft – und sorgt dafür, dass Regenwasser vom Problem zur Chance wird. Und das ist mehr als ein technisches Detail: Es ist die neue DNA der urbanen Landschaft.

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Artificial intelligence in landscape architecture

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Artificial intelligence in landscape architecture: AI optimizes sustainable and aesthetic designs through data-based analyses and automated designs. Photo: Unsplash

Artificial intelligence in landscape architecture: AI optimizes sustainable and aesthetic designs through data-based analyses and automated designs. Photo: Unsplash

Chat GPT & Co. have quickly become an integral part of many people’s everyday lives. Artificial intelligence also has a number of potential applications in landscape architecture. However, it is still rarely used – read more about this here.

Artificial intelligence, or AI, aims to imitate human intelligence. It uses existing data and simultaneously generates new data to imitate cognitive abilities. Accordingly, AI is used, for example, for writing texts and social media posts, for translations and for creating tables with complex data sets.

In landscape architecture, the tool offers potential in the areas of design, data analysis, modeling, smart irrigation, maintenance and user experience. For example, BIM models can be optimized through the AI-supported analysis of climate, soil and solar radiation data. The AI can create different designs within a short period of time, which helps to make a creative decision.

AI in landscape architecture is still in its infancy in Germany, but there are already promising possibilities. Landscape architects have a wide range of tools that they can integrate into their work. This can bring benefits such as improved design processes, sustainable solutions and increased efficiency.

The following possibilities for the use of AI in landscape architecture are already conceivable:

Design optimization: using tools such as DreamzAR, RescapeAI and Neighborbrite, AI can generate and simultaneously evaluate different design options. Renderings can also be optimized.
Data analysis: Even large amounts of data, for example from a city or municipality, can be analyzed with AI, which helps with decision-making around environmental conditions or usage analyses, for example.
Automation of routine tasks: Recurring tasks that are relatively simple can be automated using AI, saving time and resources and reducing errors. This includes tasks such as creating planting plans and calculating areas.
Optimizing water management: Using AI-powered algorithms, landscape architecture firms can analyze rainfall, soil conditions and topography to optimize stormwater management.
Maintenance and care: AI can predict which plants will grow and flower when, which are most likely to survive and which are best suited to certain conditions. This improves the maintenance of gardens and parks.
User experience: AI is also helpful for interacting with the public and in participatory processes. For example, the technology can be used to change, adapt and visualize design elements.

So far, it is mainly city administrations that are experimenting with the use of AI in landscape architecture and sharing their experiences. In Singapore, for example, algorithms are being used to help with greening in the densely populated city state. For example, Singapore has optimized the design of vertical gardens and green walls by using AI to analyze which locations provide the best conditions in terms of sunlight, water availability and plant compatibility. In addition, AI-supported systems accompany hydroponic cultivation areas to optimize their yield and use resources efficiently.

In New York City, where extreme weather events such as heat waves, flooding and coastal erosion are among the challenges, AI is helping to analyze urban heat islands. This allows the city administration to quickly identify where green infrastructure is best placed to cool the city and improve air quality at the same time. AI models in New York can also predict sea level rise and flooding, helping to create resilient coastal parks and wetlands that protect the city.

And in Tokyo, environmental sensors are widespread in the parks, helping to keep an eye on plant health and intelligently plan irrigation. It is even possible to analyze biodiversity to identify exactly which ecosystems should be protected in which areas of the parks.

According to Competitionline, more than half of architecture firms in Germany already use artificial intelligence, although many others are still hesitant. The latest tools are particularly popular for text and image processing.

As with all new technologies, there are also reservations about AI. At a conference of the Landscape University Conference in 2024, Professor Olaf Gerhard Schroth from Weihenstephan-Triesdorf University of Applied Sciences explained how satellite image analysis could succeed with the help of AI and how deep learning can also be used for landscape architecture.

Schroth has achieved good and in some cases convincing results in the visualization of planting plans and the development of landscape images. At the same time, he raised critical aspects of AI, such as “hallucinations”, unclear copyrights and the creation of stereotypes.

Other experiences shared at the conference showed that AI-generated images are often faulty or cannot be implemented. At the same time, however, they are visually very appealing and offer the possibility of creating a plan based on the planting image.

The immense energy consumption of AI must also be considered. This is because the huge amounts of data that have to be stored in order to use the technology consume a lot of server space, which is not very climate-friendly.

What is certain is that it is important to engage with the topic of artificial intelligence. Because although the technology – like other technologies – cannot take over landscape architecture on its own, it offers many exciting possibilities. It is important to bear in mind that AI software is less trained and developed for the generally small discipline of landscape architecture compared to other disciplines.

Whether AI-optimized CO2-reduced concrete mixes, the automated evaluation of customer and user reviews, aerial image analyses, pricing strategies or the identification of harmful plants and waste on drone images, the technology can support creative processes. At the same time, there is still a need for human performance such as spontaneity, ingenuity, intuition, artistic and creative skills or empathy for the client’s wishes. AI can improve landscape architecture, but it cannot take over.

Read more: Another fairly new technology that is already playing a major role in urban development is augmented reality.

Attractiveness thanks to ceramics

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Image: Tile of Spain/Zyx

Image: Tile of Spain/Zyx

When renovating the home, we use ceramic tiles to create a variety of accents. Here you can find tips, ideas and information for the perfect implementation.

When renovating the home, we use ceramic tiles to create a variety of accents. Here are tips, ideas and information on how to achieve the best results.

At some point, it’s time to give your home a new look. To achieve an attractive result for this personal project, you need the right material. This is exactly where ceramic tiles come into play, as they offer a whole range of advantages in terms of design.

In addition to the huge variety of colors, patterns and formats as well as the different surface and design variants, they score points with their natural touch. The tiles are also recyclable, hard-wearing, easy to clean and fire-resistant. Here are some practical tips, creative ideas and valuable information about ceramic tiles that will make our homes shine in new splendor:

Nowadays, one of the basic principles when renovating your own four walls is to focus on sustainability. Ceramic wall tiles are the ideal choice as they consist of 100% natural components. The hard-wearing surfaces also minimize maintenance costs. This creates a healthy living environment that benefits people and the environment in equal measure.

If we use ceramics for interior design, lighting – whether natural or artificial – also becomes more important. This is because the material makes use of the properties of light and thus helps to make rooms appear more spacious. Thanks to their polished or glazed surfaces, the tiles also have their very own “luminosity” and thus increase the attractiveness of the home in a very special way.

Ceramic wall tiles with reliefs are an example of how different volumes can influence the sense of space. The visual effects are very diverse: they replace linearity with movement and evoke images through touch. Combining these pieces with smooth surfaces also creates exciting contrasts in the room.

Color has a decisive influence on the feeling that a room conveys. That’s why you should always think about the style you want to create before choosing a color combination. Thanks to the variety of colors that we find in the ceramic collections, it is possible to create any color composition that suits the individual furnishing style.

Unique designs

By choosing the color, shape or finish of the tiles, we give our home a very personal touch. But that’s not all: among the infinite aesthetic possibilities offered by ceramic tiles, we can find tiles with graphics and patterns, including floral motifs, damasks, geometric patterns and digital or oriental inspirations. Ceramic sets no limits, all imaginable designs are possible and make our homes unique and original.

Thanks to the versatility of ceramic tiles, we can design rooms individually and create a balance between private retreats and communal areas. Whether it’s the kitchen, bathroom, playroom, bedroom or dressing room, living or dining area – we create all rooms in such a way that our home becomes a feel-good place for the whole family.

Further inspiration from the world of Spanish tiles and the free benefits brochure are available at tileofspain.co.uk