Real-time data fusion of weather, traffic and energy consumption

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A busy street with heavy traffic in the middle of tall, modern buildings - taken by Bin White

Stellen Sie sich vor, Sie könnten das Wetter, den Verkehr und den Energieverbrauch einer Stadt in einer einzigen, lebendigen Datenlandschaft verschmelzen – und damit nicht nur beobachten, sondern in Echtzeit steuern, simulieren, vorausdenken. Willkommen in der Ära der Echtzeit-Datenfusion: Wo Stadtplanung nicht mehr auf Prognosen und Bauchgefühl basiert, sondern auf permanent aktualisierten, intelligent verknüpften Informationen. Was nach Zukunftsmusik klingt, ist für innovative Städte längst Realität – und für Planer ein Paradigmenwechsel mit enormem Potenzial und ebenso gewichtigen Herausforderungen.

  • Definition und Entwicklung der Echtzeit-Datenfusion in der Stadtplanung
  • Technologische Grundlagen: Sensorik, IoT, Datenplattformen und Künstliche Intelligenz
  • Praxisbeispiele: Wie Wetter-, Verkehrs- und Energiedaten heute bereits fusioniert werden
  • Chancen: Klimaresilienz, adaptive Verkehrssteuerung, effizientes Energiemanagement
  • Herausforderungen: Datenschutz, Governance, Interoperabilität und Akzeptanz
  • Fallstricke: Algorithmische Verzerrung, digitale Spaltung und Kommerzialisierung
  • Best Practice: Pionierprojekte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Neue Rollen für Planer, Verwaltung und Öffentlichkeit im Zeitalter der Datenfusion
  • Ausblick: Die Zukunft der dynamischen, datengetriebenen Stadtentwicklung

Echtzeit-Datenfusion: Was steckt hinter dem neuen Zauberwort der Stadtplanung?

In der aktuellen Debatte um smarte Städte, nachhaltige Quartiere und resiliente Infrastrukturen taucht ein Begriff immer häufiger auf: Echtzeit-Datenfusion. Doch was verbirgt sich eigentlich dahinter? Im Kern geht es um die intelligente Zusammenführung verschiedenster Datenströme – etwa aus Wetterstationen, Verkehrsdetektoren, Energieverbrauchszählern und vielen weiteren Quellen – zu einem konsistenten, aktuellen Gesamtbild der Stadt. Der Clou: Diese Daten werden nicht nur nebeneinander gespeichert, sondern in Beziehung gesetzt, analysiert und für Entscheidungsprozesse nutzbar gemacht. Statt fragmentierter Einzelinformationen entsteht so ein digitaler Organismus, der auf Veränderungen sofort reagieren kann.

Die technologische Entwicklung der letzten Jahre hat diese Datenfusion überhaupt erst möglich gemacht. Sensoren sind heute so preiswert und leistungsfähig wie nie zuvor. Das Internet der Dinge (IoT) liefert einen stetig wachsenden Datenstrom aus Millionen von Messpunkten – von der Feinstaubkonzentration an der Hauptstraße bis zum Stromverbrauch eines Bürokomplexes. Leistungsfähige Plattformen und Cloudlösungen sorgen dafür, dass diese Datenmengen in Echtzeit verarbeitet werden können. Und Künstliche Intelligenz übernimmt die Aufgabe, Muster zu erkennen, Prognosen zu erstellen und Handlungsempfehlungen zu geben.

Für die Stadtplanung bedeutet das einen fundamentalen Wandel. Wo früher Wochen oder gar Monate vergingen, um aktuelle Informationen zu erheben, können Planer heute auf tagesaktuelle – oft sogar minütliche – Daten zugreifen. Das eröffnet nicht nur neue Möglichkeiten für die Analyse und Bewertung von Planungsvorhaben, sondern macht auch eine adaptive Steuerung der Stadt möglich. Der Klassiker: Die Ampelschaltung passt sich nicht mehr starr an einen Zeitplan an, sondern reagiert flexibel auf tatsächlich gemessene Verkehrsströme, Wetterereignisse und sogar den Energiebedarf im Stromnetz.

Doch damit nicht genug: Die Echtzeit-Datenfusion ermöglicht auch die Simulation von Szenarien, die bislang reine Theorie waren. Wie verändert sich die Luftqualität, wenn in einem Quartier neue Begrünungen entstehen? Welche Effekte hätte eine temporäre Sperrung einer Hauptverkehrsachse bei gleichzeitigem Unwetter? Wie lässt sich der Energieverbrauch eines Stadtteils optimieren, wenn ein Gewitter droht und die Stromproduktion aus Photovoltaikanlagen einbricht? All das lässt sich heute nicht mehr nur abschätzen, sondern präzise modellieren – und in die Planung einbeziehen.

Natürlich ist die Euphorie nicht ungetrübt. Die Echtzeit-Datenfusion wirft auch viele Fragen auf: Wer ist für die Daten verantwortlich? Wie werden Datenschutz und Datensicherheit gewährleistet? Wie verhindert man, dass sich algorithmische Fehler und Verzerrungen unbemerkt in die Entscheidungsfindung einschleichen? Klar ist: Wer dieses mächtige Werkzeug nutzen will, braucht neben technischer Kompetenz auch ein feines Gespür für Governance, Ethik und Kommunikation.

Dennoch: Der Trend ist unaufhaltsam. Echtzeit-Datenfusion wird in den kommenden Jahren zum Standardwerkzeug in der Stadt- und Verkehrsplanung avancieren – und die Karten für Planer, Verwaltung und Stadtgesellschaft völlig neu mischen.

Wie funktioniert die Datenfusion aus Wetter, Verkehr und Energieverbrauch technisch?

Wer die Schlagworte Datenintegration, Smart City und digitale Zwillinge nicht nur als Buzzword-Bingo betrachtet, sondern wirklich wissen will, wie die technische Magie dahinter funktioniert, muss tiefer eintauchen. Im Zentrum steht die Fähigkeit, heterogene, oft riesige Datenmengen aus unterschiedlichen Quellen so zusammenzuführen, dass sie für Analysen, Simulationen und operative Entscheidungen taugen. Die große Herausforderung: Wetterdaten, Verkehrsinformationen und Energieverbrauchsdaten unterscheiden sich massiv in Format, Aktualität, Verfügbarkeit und Genauigkeit. Hier ist echte Ingenieurskunst gefragt.

Beginnen wir mit dem Wetter. Moderne Städte greifen auf ein dichtes Netz von Sensoren zurück: Von klassischen Wetterstationen über mobile Messgeräte an Fahrzeugen bis hin zu Satellitendaten. Hinzu kommen Vorhersagemodelle, die auf maschinellem Lernen basieren und mit jeder Messung besser werden. Diese Daten werden typischerweise im Minutentakt aktualisiert und liefern Informationen zu Temperatur, Niederschlag, Windgeschwindigkeit, Luftdruck, Feuchtigkeit und vielem mehr. Ihre Auflösung reicht heute bis auf einzelne Straßenzüge oder gar Gebäude.

Im Verkehrsbereich ist die Datenlage ähnlich vielfältig. Sensoren in Fahrbahnen, Kameras, Bluetooth-Tracker, GPS in Fahrzeugen und Smartphones – all das liefert Echtzeitinformationen zu Verkehrsfluss, Staus, Baustellen, Unfällen und sogar zur Nutzung von Rad- und Fußwegen. Moderne Verkehrsmanagementsysteme sind dabei nicht mehr nur passive Beobachter, sondern können aktiv eingreifen: Ampeln, Geschwindigkeitsanzeigen, Fahrspursteuerungen und sogar Baustellenmanagement reagieren heute auf Live-Daten – sofern diese intelligent fusioniert und analysiert werden.

Der dritte Baustein, der Energieverbrauch, ist für viele Städte noch Neuland – aber von zentraler Bedeutung für nachhaltige Entwicklung. Intelligente Stromzähler, Gebäudemanagementsysteme, Netzbetreiber und Smart-Grid-Technologien liefern heute sekundengenaue Daten über Strom- und Wärmeverbrauch, Einspeisung aus erneuerbaren Energien, Lastspitzen und Ausfälle. Diese Informationen sind essenziell, um beispielsweise gezielt Energie zu sparen, Überlastungen im Netz zu vermeiden oder die Stadt auf Blackouts und Extremwetter vorzubereiten.

Die eigentliche Kunst besteht nun darin, all diese Datenquellen in einer zentralen Datenplattform – häufig als Urban Data Platform oder Digital Twin bezeichnet – zusammenzuführen. Hier kommen moderne Schnittstellen (APIs), Datenmodelle wie CityGML, semantische Ontologien und leistungsfähige Datenbanken zum Einsatz. Künstliche Intelligenz und Machine Learning-Algorithmen übernehmen die Rolle des Dirigenten: Sie erkennen Zusammenhänge, bereinigen fehlerhafte Daten, prognostizieren Entwicklungen und identifizieren kritische Situationen, noch bevor sie eintreten.

Am Ende steht ein System, das nicht nur informiert, sondern agiert – und Planung, Betrieb und Politik mit nie dagewesener Präzision unterstützt. Eine Stadt, die sich in Echtzeit selbst beobachtet und steuert, ist keine Utopie mehr, sondern das neue Normal für all jene, die den Sprung wagen.

Praxisbeispiele und Lessons Learned: Wie Städte mit Echtzeit-Datenfusion arbeiten

Werfen wir einen Blick auf die Pioniere: Städte wie Wien, Zürich, Basel, aber auch Hamburg, München und Berlin zeigen, wie Echtzeit-Datenfusion heute bereits in der Praxis funktioniert – und welche Lehren daraus gezogen werden können. Beginnen wir mit dem Wetter: Wien nutzt seit Jahren hochauflösende Wetterdaten in Kombination mit Energieverbrauch und Verkehrslage, um Hitzewellen zu antizipieren und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das reicht von temporären Begrünungen über die gezielte Steuerung von Bewässerungssystemen bis hin zur Anpassung des öffentlichen Nahverkehrs bei extremen Wetterlagen.

Zürich setzt auf eine eng vernetzte Urban Data Platform, die Wetterdaten, Verkehrsfluss und Energieverbrauch in einer einzigen Oberfläche zusammenführt. Damit lassen sich etwa Baustellen so planen, dass sie die Stadt möglichst wenig belasten, oder Ampelschaltungen dynamisch anpassen, um Staus zu vermeiden und die Luftqualität zu verbessern. Besonders spannend: In Notfallsituationen – etwa bei Starkregen oder Blackouts – kann die Stadt in Echtzeit reagieren, Ressourcen gezielt verteilen und betroffene Quartiere priorisieren.

Hamburg wiederum testet die Fusion von Verkehrsdaten und Energieverbrauch im Hafenbereich. Ziel ist es, die Stromversorgung von Containerterminals, Bahnverbindungen und Hafenlogistik so zu steuern, dass Lastspitzen vermieden und der CO₂-Ausstoß minimiert werden. Gleichzeitig werden Wetterprognosen genutzt, um die Ankunft von Schiffen zu optimieren und Wartezeiten im Hafen zu reduzieren. Das Ergebnis: weniger Emissionen, höhere Effizienz – und ein Standortvorteil für die Stadt.

Auch kleinere Städte wie Ulm oder Linz zeigen, dass Datenfusion kein Privileg der Metropolen ist. In Ulm werden Energieverbrauch, Wetter und Mobilitätsdaten genutzt, um Quartiere gezielt zu revitalisieren und klimafit zu machen. Linz setzt auf eine offene Datenplattform, die Bürgern, Unternehmen und Verwaltung gleichermaßen Zugang zu Echtzeitinformationen bietet. So entstehen neue Kooperationen, Innovationen und eine offene, datengetriebene Stadtgesellschaft.

Die Erfahrungen zeigen: Echtzeit-Datenfusion funktioniert am besten dort, wo technische Exzellenz auf kluge Governance trifft – und wo Mut zum Experimentieren vorhanden ist. Entscheidend ist, dass Daten nicht im Elfenbeinturm der Verwaltung landen, sondern für alle Akteure zugänglich und verständlich gemacht werden. Nur so entsteht eine Stadt, die nicht nur smart ist, sondern auch demokratisch, resilient und zukunftsfähig.

Doch es gibt auch Stolpersteine: Viele Projekte scheitern an mangelnder Interoperabilität, rechtlichen Hürden oder schlicht an der Angst vor Kontrollverlust. Wer aber bereit ist, diese Herausforderungen anzugehen, wird mit einer neuen Qualität der Stadtplanung belohnt – und setzt Maßstäbe, an denen sich andere messen lassen müssen.

Chancen und Risiken: Warum Echtzeit-Datenfusion kein Selbstläufer ist

So faszinierend die Möglichkeiten der Echtzeit-Datenfusion sind, so kritisch müssen die damit verbundenen Risiken betrachtet werden. Beginnen wir mit dem Offensichtlichsten: dem Datenschutz. Wer in Echtzeit Bewegungsprofile, Energieverbrauch und Wetterdaten zusammenführt, muss höchste Standards für Datensicherheit und Anonymisierung einhalten. Gerade in Deutschland ist das Bewusstsein für Datenschutz besonders ausgeprägt – ein Vorteil, aber auch ein Bremsklotz, wenn Innovation zu langsam vorankommt.

Ein weiteres Risiko liegt in der sogenannten algorithmischen Verzerrung. Künstliche Intelligenz entscheidet nicht neutral – sie reproduziert die Vorurteile der Daten, mit denen sie gefüttert wird. Wenn bestimmte Stadtviertel schlechter vermessen oder aus historischen Gründen benachteiligt sind, kann das zu Fehlentscheidungen führen, die soziale Ungleichheiten verschärfen. Hier sind Planer, Verwaltung und Politik gefordert, für Transparenz und Fairness zu sorgen.

Auch die Governance stellt eine Herausforderung dar. Wer kontrolliert die Datenplattform? Wer entscheidet über den Zugang? Wie werden Beteiligung und Mitsprache organisiert? Ohne klare Zuständigkeiten droht die Gefahr, dass die Datenhoheit an private Unternehmen oder externe Dienstleister abwandert – mit unkalkulierbaren Folgen für die Stadtentwicklung.

Nicht zuletzt gibt es das Risiko der digitalen Spaltung. Wenn nur technikaffine Akteure und große Unternehmen von den neuen Möglichkeiten profitieren, während kleinere Kommunen, Bürger und lokale Initiativen außen vor bleiben, droht die Entstehung einer Zwei-Klassen-Stadt. Dem kann nur begegnet werden, wenn Offenheit, Bildung und Teilhabe von Anfang an mitgedacht werden.

Trotz dieser Risiken überwiegen die Chancen: Echtzeit-Datenfusion ermöglicht eine nie dagewesene Präzision in der Planung, hilft Ressourcen zu schonen, Emissionen zu reduzieren und die Stadt an den Klimawandel anzupassen. Sie macht Beteiligung und Transparenz einfacher denn je – vorausgesetzt, sie wird richtig eingesetzt. Wer mutig ist, kann aus der Datenfusion einen echten Standortvorteil machen und die Stadt fit für die Zukunft machen. Aber: Es braucht einen langen Atem, klare Regeln und die Bereitschaft, Fehler offen zu kommunizieren und aus ihnen zu lernen.

Klar ist: Die Datenfusion ist kein Selbstläufer. Sie fordert Verantwortungsbewusstsein, Innovationsgeist und eine neue Kultur des Miteinanders. Doch wer ihre Möglichkeiten erkennt und richtig nutzt, wird die Stadt von morgen nicht nur planen, sondern gestalten – und dabei Maßstäbe setzen, die weit über die Landesgrenzen hinausstrahlen.

Der Weg in die Zukunft: Von der Vision zur gelebten Realität

Was bleibt am Ende? Sicher ist: Die Echtzeit-Datenfusion aus Wetter, Verkehr und Energieverbrauch ist kein kurzlebiger Hype, sondern der logische nächste Schritt in der Evolution der Stadtplanung. Städte, die heute investieren, werden morgen nicht nur effizienter, sondern auch lebenswerter, nachhaltiger und widerstandsfähiger sein. Das erfordert freilich mehr als neue Technologie – es braucht einen echten Kulturwandel in Verwaltung, Planung und Politik.

Planer und Architekten erhalten durch die Datenfusion neue Werkzeuge, die es ermöglichen, komplexe Wechselwirkungen zwischen Klima, Mobilität und Energiesystemen zu verstehen und in die Planung einzubeziehen. Die Zeiten, in denen Stadtentwicklung auf statischen Gutachten und linearen Prozessen beruhte, sind vorbei. Heute zählt die Fähigkeit, dynamisch auf Veränderungen zu reagieren, Szenarien durchzuspielen und Entscheidungen auf der Basis von Echtzeitwissen zu treffen.

Für Verwaltungen bedeutet das einen Abschied vom traditionellen Silo-Denken. Nur wer bereit ist, Daten zu teilen, Schnittstellen zu öffnen und neue Kooperationsformen zu entwickeln, wird die Potenziale der Datenfusion voll ausschöpfen können. Das setzt Vertrauen voraus – in die Technik, in die Partner und nicht zuletzt in die eigene Kompetenz, mit Unsicherheiten produktiv umzugehen.

Die Öffentlichkeit gewinnt ebenfalls – vorausgesetzt, Transparenz und Partizipation sind keine leeren Versprechen. Echtzeit-Daten können Bürgerbeteiligung auf eine neue Stufe heben, komplexe Sachverhalte verständlich machen und Mitgestaltung ermöglichen, die informiert und wirksam ist. Die Stadt von morgen ist nicht nur smarter, sondern auch demokratischer – wenn sie es will.

Abschließend bleibt festzuhalten: Die Fusion von Wetter-, Verkehrs- und Energiedaten in Echtzeit ist mehr als ein technisches Upgrade. Sie ist der Einstieg in eine neue Ära der Stadtentwicklung – offen, datenbasiert, dynamisch. Wer heute beginnt, sich die Chancen und Herausforderungen klug zu erschließen, wird nicht nur von den Daten profitieren, sondern von einer Stadt, die den Wandel nicht fürchtet, sondern gestaltet. Willkommen im Zeitalter der Echtzeitplanung – und im neuen Selbstbewusstsein der urbanen Professionen.

Die Zukunft der Stadt liegt in der Fusion – der Daten, der Disziplinen und der Ideen. Wer mitmacht, erlebt Planung, wie sie immer gedacht war: als lebendigen, lernenden Prozess, der wirklich nah dran ist am Puls der Zeit.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Echtzeit-Datenfusion aus Wetter, Verkehr und Energieverbrauch ist keine technische Spielerei, sondern ein mächtiges Werkzeug, das die Stadtentwicklung grundlegend verändert. Sie eröffnet neue Chancen für Klimaresilienz, Effizienz und Beteiligung, stellt aber auch hohe Anforderungen an Technik, Governance und Ethik. Wer bereit ist, sich auf diesen Wandel einzulassen, wird die Stadt nicht nur planen, sondern mitgestalten – und dabei Standards setzen, die weit über das Heute hinausreichen. Die Zeit der Echtzeit ist gekommen. Wer jetzt zögert, wird morgen von den Vorreitern überholt.

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Safe handling of contaminated cultural property

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Health protection: A new online course teaches conservators and other museum staff the basics of how to properly handle contaminated cultural property Biocide-contaminated objects The topic is very relevant. Cultural objects made of wood, textiles and leather as well as botanical and natural history objects have always been treated with biocides to protect them from pests and microbial infestation. While the application of the first artificial […]

Health protection: A new online course teaches the basics of how conservators and other museum staff should properly handle contaminated cultural assets

The topic is very relevant. Cultural objects made of wood, textiles and leather as well as botanical and natural history objects have always been treated with biocides to protect them from pests and microbial infestation. While the use of the first artificially produced substances based on arsenic and mercury since the 15th century is problematic due to their toxicity, but manageable overall, the industrial production and widespread distribution of biocidal active substances and products, especially in the second half of the last century, led to mass use, which has left us with a dangerous toxic legacy.

Nevertheless, even contaminated cultural assets must be preserved for society, researched and their cultural and historical significance presented to a broad public. Many professional groups, including those involved in restoration, taxidermy, ethnology, museology and the arts and natural sciences, come into contact with the objects or spend long periods of time in contaminated rooms. Numerous cultural assets, sometimes even entire collections and buildings, pose a serious threat that needs to be addressed.

These potential hazards take on additional relevance in view of the relevance of all activities involving contaminated objects under hazardous substances legislation, which has been in force since 2016. This obliges those responsible for collections and historical buildings to draw up a risk assessment for activities involving potentially contaminated collection items and to implement the necessary protective measures.

Safe handling of contaminated cultural property – learning objectives

This web-based training course is intended to educate members of the relevant professional groups on how to handle potentially toxic contaminated cultural property of the above-mentioned material groups. The course provides the background knowledge for a correct assessment of the risk and shows possible measures. Detailed explanations guide learners step by step through the course content, enabling even learners with little prior knowledge to get to grips with the topic. Tabular overviews, references to current standards and legal texts as well as an extensive collection of literature references and internet resources complete the course and help to ensure that the knowledge gained can be applied to professional practice in the long term.

Topics

The e-learning course is divided into individual learning modules: After an overview of the learning objectives and an explanation of the selected content, the second module provides basic knowledge about the history and distribution of relevant biocides. The third module differentiates between first-generation biocidal active substances and those from industrial production and highlights the special features of their use and their damage potential. In the fourth module, you will use examples to learn about the diversity of potentially contaminated objects, the contamination pathways and the effects of biocides. This will sensitize you to better assess possible contamination. The fifth module deals with the basics of contaminant detection and introduces strategic investigation methods. Health hazards should be assessed as adequately as possible: What is dangerous for whom and under what circumstances? In addition, practical and professional analysis methods from specialist laboratories are presented. The sixth module discusses personal, organizational and technical strategies for action in the event of suspected or proven contamination. Knowledge relevant to labor law is also explained. This information and the biocidal products and application examples presented have been compiled on the basis of the situation in Germany. However, the basic knowledge conveyed here is of interest to an international audience.

Author

The author Roksana Jachim M.A. is a freelance conservator and works as a research assistant at the HAWK. She studied conservation/restoration of painted sculptures and paintings at the HAWK.
The pilot course runs with a shortened duration and reduced number of participants: October 22 to December 2, 2018: Course fee: € 139 (20% discount for students)

Online courses from the Hornemann Institute

For 20 years, the Hornemann Institute has been offering new ways of professional development with internet-based learning courses. The framework conditions are excellent, especially for working people, as these learning modules enable individual learning in terms of learning speed, learning time and learning location. Because the courses are divided into individual modules, the learning content can be developed individually according to personal requirements and interests. Varied learning controls enable you to assess your learning progress independently. The proportion of still and moving images is high. Glossaries, literature references and the integration of existing Internet resources supplement the learning material.

When developing the courses, particular emphasis is placed on ease of use. The only access requirement is Internet access. For the duration of the course, a qualified conservator is available to learners at the Hornemann Institute by telephone or e-mail to help with technical and specialist questions. Specific technical questions will be forwarded to the authors. After submitting the final test, you will receive a qualified certificate.

Further information and registration: here

Dividing walls

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Micro-apartment concept for large cities: the “Mini Living” installation was created as part of this year’s Salone del Mobile in Milan.

The Salone del Mobile in Milan is always suspected of limiting itself too much to beautiful surfaces. With this in mind, any initiatives that do not fall into this trap are to be welcomed. This year, an installation by the Mini car brand deserves a mention. Together with the Japanese architecture studio ON Design and the Arup office, decision-makers from the cult brand developed the “Mini Living” installation: a micro-apartment concept for large cities.

At the heart of the installation was a 30 square meter apartment, which forms a “micro-neighbourhood” with the neighboring residential units. The apartment is an example of how walls can be folded out to create more space and promote interaction with the neighborhood. This flexibility may still seem strange to us. And of course it raises questions. But the basic idea is right: we need to rethink the traditional boundaries in our living spaces in order to arrive at innovative solutions. And this is what the Milan installation demonstrates.

It also works on new uses for the central communal area, for example in the form of an open-plan kitchen. The installation thus fulfills the residents’ need for both privacy and community. To put it somewhat pathetically, it shows how added value can be created through sharing.

The use of natural materials – especially wood – was essential for the design of the interior and exterior areas. The aim is to work sustainably, but also to consider the well-being of the users. Indeed, a little wood is now part of the lifestyle of modern city dwellers.

The question of how far the initiative will or can go remained open in Milan. Will Mini become a real estate investor at some point? That remains to be seen for the time being. But the idea that the values of strong brands from other sectors can be transferred to the real estate sector is not so far-fetched. And: Ikea is already doing this with major projects in London and Hamburg.