Redistributing traffic areas – the new geometry of the city

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Group of people in front of a municipal building, taken by Shannia Christanty in Switzerland.

Die Straßen sind voll, die Plätze leer – und trotzdem fehlt Raum für Leben? Willkommen im Zeitalter der Flächenumverteilung! Wer heute über die Zukunft der Stadt redet, kommt an der neuen Geometrie des öffentlichen Raums nicht mehr vorbei. Ob Parklet, Pop-up-Radweg oder autofreie Zonen: Die Frage, wem der Straßenraum gehört, ist längst zur Schlüsselfrage urbaner Transformation geworden. Doch wie gelingt die Umverteilung von Verkehrsflächen klug, fair und zukunftsfähig? Was bedeutet das für Planung, Gestaltung und Stadtgesellschaft – und wie sieht die Stadt von morgen tatsächlich aus?

  • Überblick über die Entwicklung und aktuelle Bedeutung der Verkehrsflächenumverteilung in urbanen Zentren.
  • Analyse der politischen, planerischen und gesellschaftlichen Treiber dieser Transformation.
  • Darstellung zentraler Herausforderungen – von rechtlichen Hürden bis hin zu Nutzungskonflikten.
  • Detaillierte Einblicke in innovative Planungsinstrumente, Gestaltungsoptionen und Beteiligungsformate.
  • Fallstudien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz: Was funktioniert, was nicht?
  • Diskussion der Rolle neuer Technologien, etwa datenbasierte Simulation und Echtzeit-Feedback in der Verkehrsflächenumverteilung.
  • Bewertung der Auswirkungen auf Klimaresilienz, soziale Gerechtigkeit und urbane Lebensqualität.
  • Ausblick auf die zukünftige „Geometrie der Stadt“ – Chancen, Risiken und konkrete Handlungsempfehlungen.

Von Autostraße zu Stadtraum: Warum die Verkehrsfläche zur Gestaltungsfrage wird

Die städtische Verkehrsfläche ist längst kein neutrales Terrain mehr, das ausschließlich dem fließenden und ruhenden Verkehr dient. Vielmehr ist sie zum Schauplatz gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse geworden – ein Spiegel der Frage, wem die Stadt eigentlich gehört. Während in der Nachkriegsmoderne der Vorrang des Autos fast sakrosankt war, erleben wir heute eine fundamentale Kehrtwende: Städte wie Berlin, München, Zürich oder Wien diskutieren und erproben eine neue Verteilung des öffentlichen Raums. Das Ziel? Lebensqualität erhöhen, Umweltbelastungen reduzieren und Flächen gerechter unter den verschiedenen Nutzergruppen verteilen.

Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern eine Reaktion auf drängende Herausforderungen. Klimakrise, demografischer Wandel, Digitalisierung und der Wunsch nach mehr städtischer Aufenthaltsqualität üben Druck auf das bestehende Flächenregime aus. Die klassische Straßenquerschnittsaufteilung – Fahrbahn, Parkstreifen, schmale Gehwege – hat ausgedient. Stattdessen treten multifunktionale Räume, adaptive Straßenmöblierung und experimentelle Nutzungen in den Vordergrund. Verkehrsflächen werden so zum Labor für urbane Innovation.

Die neue Geometrie der Stadt ist dabei keineswegs ein technokratisches Reißbrettprodukt. Sie ist Ergebnis politischer Debatten, planerischer Visionen und nicht zuletzt zivilgesellschaftlichen Engagements. Ohne die beharrlichen Forderungen von Initiativen, Umweltverbänden, Quartiersbewohnern und lokalen Unternehmen wäre die Umverteilung vielerorts kaum denkbar gewesen. Damit wird deutlich: Verkehrsflächenumverteilung ist ein zutiefst demokratischer Prozess – offen, konfliktreich, aber auch voller kreativer Potenziale.

Doch der Weg von der Autostraße zum Stadtraum ist steinig. Bestehende Rechtslagen, Besitzstände und Gewohnheiten verteidigen das Status quo mit Zähnen und Klauen. Wer an die Straßenbreite geht, greift tief in das städtische „Betriebssystem“ ein – und wird zwangsläufig mit Widerständen konfrontiert. Dennoch zeigt die Praxis: Wo mutig umverteilt wird, entstehen neue Freiräume, lebendige Quartiere und oft ganz unerwartete Allianzen.

Die zentrale Herausforderung für Planer, Landschaftsarchitekten und Stadtverwaltungen liegt deshalb in der klugen Steuerung dieses Transformationsprozesses. Es gilt, Nutzungskonflikte zu moderieren, Gestaltungsqualität zu sichern und die Stadtgesellschaft dauerhaft einzubinden. Nur so wird aus der viel beschworenen Verkehrswende tatsächlich eine urbane Flächenwende – und aus asphaltierter Fläche ein echter Stadtraum.

Instrumente und Strategien: Wie Verkehrsflächen heute (um-)geplant werden

Wer Verkehrsflächen umverteilen will, braucht mehr als eine gute Idee und ein paar bunte Markierungen. Entscheidend ist der Einsatz passgenauer Planungsinstrumente, rechtlicher Werkzeuge und partizipativer Formate. In den letzten Jahren hat sich hier ein beeindruckendes Repertoire entwickelt, das von kurzfristigen Interventionen bis zur langfristigen Umgestaltung reicht. Pop-up-Radwege, temporäre Spielstraßen, Parklets oder saisonale Umnutzungen sind dabei weit mehr als PR-Gags. Sie dienen als Reallabore, in denen neue Nutzungsmöglichkeiten getestet, Akzeptanz geprüft und städtische Routinen durchbrochen werden.

Ein zentrales Instrument ist die flexible Straßenraumgestaltung. Durch modulare Möblierung, mobile Begrünung und temporäre Sperrungen lassen sich Straßenflächen schnell und kostengünstig in Aufenthalts- und Begegnungsräume verwandeln. Städte wie Zürich, Basel oder Hamburg nutzen diese Taktik, um Veränderungen sichtbar und erlebbar zu machen – bevor teure Umbauten erfolgen. Diese „Taktische Urbanistik“ hat sich als Mittel der Wahl etabliert, um Planungsprozesse zu beschleunigen und Bürger frühzeitig einzubinden.

Langfristige Flächenumverteilung erfordert hingegen einen robusten rechtlichen Rahmen und kluge Steuerungsmechanismen. Hier kommen Bebauungspläne, Verkehrsentwicklungspläne und stadtweite Mobilitätsstrategien ins Spiel. Sie definieren Zielbilder, setzen Prioritäten und geben Orientierung für die Verteilung des Straßenraums. Immer wichtiger wird dabei der Einsatz digitaler Werkzeuge: GIS-gestützte Analysen, Simulationen von Verkehrsflüssen oder digitale Beteiligungsplattformen ermöglichen es, Varianten zu vergleichen und Entscheidungsprozesse transparent zu gestalten.

Neben der planerisch-technischen Seite ist die dialogische Kompetenz entscheidend. Die besten Flächenkonzepte nützen wenig, wenn sie auf Widerstand stoßen oder an den Bedürfnissen der Quartiersbewohner vorbeigehen. Erfolgreiche Umverteilung gelingt nur, wenn Planungsbehörden, Politik, Anwohnerschaft und lokale Akteure kontinuierlich ins Gespräch kommen. Beteiligungsformate wie Stadtteilwerkstätten, Planungsrunden oder digitale Dialogplattformen sind daher nicht Beiwerk, sondern integraler Bestandteil der neuen Geometrie der Stadt.

Ein oft unterschätzter Erfolgsfaktor ist zudem die kommunikative Begleitung: Visualisierungen, Simulationen und anschauliche Vorher-Nachher-Bilder helfen, abstrakte Planungsziele greifbar zu machen und Ängste abzubauen. Wer die Vorteile einer neuen Flächenaufteilung erlebbar macht – etwa durch sommerliche Sitzlandschaften, Nachbarschaftsfeste oder urbanes Gärtnern auf ehemaligen Parkplätzen – gewinnt Verbündete. Die Umverteilung von Verkehrsflächen ist eben auch immer ein Wettlauf um Sichtbarkeit, Akzeptanz und die bessere Geschichte.

Praxisbeispiele: Gelingende Umverteilung in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Die Theorie klingt überzeugend, doch wie sieht die Umverteilung von Verkehrsflächen konkret aus? Ein Blick auf gelungene Projekte in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt: Es geht – wenn Mut, kluge Planung und Dialogbereitschaft zusammenkommen. So hat etwa die Stadt Wien mit der Umgestaltung des Mariahilfer Straßenzugs europaweit Maßstäbe gesetzt. Was einst eine von Autos dominierte Ausfallstraße war, ist heute eine lebendige Flaniermeile mit großzügigen Gehflächen, Aufenthaltsbereichen und einer attraktiven Mischung aus Handel, Gastronomie und urbanem Grün. Entscheidend war hier nicht nur die planerische Qualität, sondern auch ein ausgefeiltes Beteiligungsverfahren, das Konflikte frühzeitig aufgriff und Lösungen im Dialog entwickelte.

Ein weiteres Beispiel liefert die Stadt Zürich mit ihrem Programm „Stadträume 2025“. Hier wurden Straßenabschnitte temporär für den Autoverkehr gesperrt und für Fußgänger sowie Radfahrer geöffnet. Die Resonanz war überwältigend positiv, viele Maßnahmen wurden nach der Testphase dauerhaft etabliert. Besonders innovativ ist die Kombination von klassischen Gestaltungsmaßnahmen mit digitalen Tools: Verkehrsdaten werden in Echtzeit ausgewertet und für die Feinsteuerung der Umnutzung genutzt. So lassen sich Engpässe, Nutzungskonflikte und Verkehrsverlagerungen frühzeitig erkennen und adressieren.

Auch in Deutschland gibt es Beispiele, die zeigen, wie erfolgreiche Flächenumverteilung funktioniert. Die Umgestaltung der Berliner Friedrichstraße zur temporären Fußgängerzone hat nicht nur den Autoverkehr reduziert, sondern auch neue Impulse für Handel, Kultur und urbane Begegnung gesetzt. Trotz heftiger Debatten und juristischer Hürden gelang es, die Vorteile für die Stadtgesellschaft sichtbar zu machen und eine breite Diskussion über die Zukunft des Straßenraums anzustoßen. In Hamburg wiederum wird im Projekt „Ottensen macht Platz“ die Umverteilung mit einer Mischung aus Bürgerbeteiligung, temporärer Sperrung und flexibler Flächengestaltung erprobt – mit beachtlichem Erfolg.

In der Schweiz sind es vor allem kleinere und mittlere Städte, die mit kreativen Ansätzen punkten. Ob autofreie Innenstädte, verkehrsberuhigte Quartiere oder die Transformation von Parkplätzen zu Mini-Plätzen mit urbaner Begrünung: Die Bandbreite ist groß, das Ziel stets dasselbe – mehr Raum für Menschen, weniger für Blech. Entscheidend ist dabei, dass die Projekte nicht als „Anti-Auto-Maßnahmen“ verkauft werden, sondern als Chance für die gesamte Stadtgesellschaft.

Alle Beispiele zeigen: Erfolgreiche Umverteilung braucht einen langen Atem, Offenheit für Experimente und die Bereitschaft, aus Fehlern zu lernen. Sie verlangt von Planern und Verwaltungen, über den Tellerrand der eigenen Disziplin zu schauen und neue Allianzen zu schmieden. Nur so wird aus der Vision einer neuen Geometrie der Stadt gelebte Realität.

Neue Technologien, Daten und die Zukunft der Flächenverteilung

Kaum ein Bereich des urbanen Wandels ist so eng mit technologischen Innovationen verknüpft wie die Verkehrsflächenumverteilung. Digitale Tools eröffnen heute Möglichkeiten, die vor wenigen Jahren noch undenkbar waren. Echtzeitanalysen von Verkehrsströmen, intelligente Sensorik zur Erfassung von Luftqualität oder die Simulation alternativer Flächenaufteilungen – all das macht es möglich, den Straßenraum nicht nur nach Bauchgefühl, sondern datenbasiert und zielgenau umzubauen. Städte wie München, Basel oder Wien setzen zunehmend auf Urban Data Platforms, um die Auswirkungen von Flächenumverteilungen in Echtzeit zu monitoren und flexibel nachzusteuern.

Besonders spannend ist der Einsatz sogenannter Digital Twins – also digitaler Zwillinge urbaner Räume. Mit ihnen lassen sich verschiedene Nutzungsszenarien simulieren, Konflikte frühzeitig erkennen und ressourcenschonende Lösungen entwickeln. Auf Basis von Sensordaten, Verkehrsmodellen und Bürgerfeedback können Planer vorab testen, wie sich ein neuer Radweg, eine temporäre Spielstraße oder die Umwandlung von Parkplätzen in Grünflächen tatsächlich auswirken würden. Das macht Planungsprozesse nicht nur effizienter, sondern auch transparenter und nachvollziehbarer.

Ein weiterer Technologieschub kommt aus der Welt der Beteiligung. Digitale Partizipationsplattformen, interaktive Karten und Augmented-Reality-Anwendungen ermöglichen es, die Stadtgesellschaft unmittelbar in die Neugestaltung des Straßenraums einzubinden. Bürger können Vorschläge machen, Konfliktpunkte markieren oder eigene Ideen visualisieren. Das stärkt nicht nur die Akzeptanz, sondern sorgt auch für kreativen Input, den klassische Planungsprozesse oft vermissen lassen.

Doch die technische Aufrüstung hat auch ihre Schattenseiten. Wer Verkehrsflächenumverteilung ausschließlich als datengetriebenes Optimierungsprojekt versteht, läuft Gefahr, soziale Fragen aus dem Blick zu verlieren. Die beste Simulation nützt wenig, wenn sie die Bedürfnisse benachteiligter Gruppen oder die informellen Nutzungen des Straßenraums ignoriert. Es gilt daher, Datenkompetenz mit sozialem Feingefühl zu kombinieren – und die digitale Stadt stets als sozialen Raum zu verstehen.

Die Zukunft der Flächenverteilung wird daher hybrid sein: Sie verbindet Hightech mit Lowtech, Daten mit Dialog, Simulation mit Experiment. Nur so lässt sich die neue Geometrie der Stadt gestalten – als urbanes Gesamtkunstwerk, das den Bedürfnissen von Mensch, Umwelt und Stadtgesellschaft gleichermaßen gerecht wird.

Resümee: Die neue Geometrie der Stadt als Chance für nachhaltige Urbanität

Die Umverteilung von Verkehrsflächen ist weit mehr als eine technische Aufgabe. Sie ist der Schlüssel zu einer lebenswerten, resilienten und sozial gerechten Stadt. Wer heute den Straßenraum neu denkt, gestaltet nicht nur Wege und Plätze, sondern das urbane Zusammenleben von morgen. Die neue Geometrie der Stadt ist dabei kein starres Modell, sondern ein dynamischer Prozess – geprägt von Experimenten, Dialog und der Bereitschaft, alte Gewohnheiten infrage zu stellen.

Erfolgreiche Umverteilung gelingt nur, wenn Planung, Gestaltung und Stadtgesellschaft an einem Strang ziehen. Mutige Pilotprojekte, innovative Technologien und eine offene Kommunikationskultur sind dabei ebenso wichtig wie klar definierte Ziele und langfristige Strategien. Die Beispiele aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigen: Es gibt kein Patentrezept, aber viele Wege zum Ziel. Entscheidend ist der Wille, die Stadt nicht als Summe von Verkehrswegen zu begreifen, sondern als Lebensraum für alle.

Die Planer, Architekten und Stadtverwaltungen von heute stehen vor der Herausforderung, die Flächenwende mit Augenmaß, Kreativität und sozialer Verantwortung zu gestalten. Sie sind gefragt, Konflikte zu moderieren, Chancen zu nutzen und die Stadtgesellschaft aktiv einzubinden. Nur so wird aus der Umverteilung von Verkehrsflächen ein echter Gewinn für Klima, Lebensqualität und urbane Vielfalt.

Die neue Geometrie der Stadt ist mehr als ein planerisches Konzept. Sie ist Ausdruck eines Paradigmenwechsels in der Stadtentwicklung: Weg vom Primat des Autos, hin zu einer Stadt für Menschen. Wer diesen Wandel mutig gestaltet, investiert nicht nur in bessere Räume, sondern in die Zukunft urbaner Lebenskunst. Und genau das ist es, was nachhaltige Stadtentwicklung heute ausmacht.

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Neuschwanstein Castle and its secrets

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Yesterday's preview of the film "The Secrets of Neuschwanstein": Since 2017, the legendary castle has been undergoing extensive renovation and restoration for the first time since it was built. A German National Geographic in-house production is now documenting these measures in close cooperation with the Bavarian Palace Administration. Photo: National Geographic

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Neuschwanstein, Ludwig II’s fairytale castle, is world-famous. Since 2017, the legendary castle has been undergoing extensive renovation and restoration – for the first time since it was built more than 150 years ago. The measures are now being documented in close cooperation with the Bavarian Palace Administration in the German National Geographic in-house production “The Secrets of Neuschwanstein”. The preview followed by a panel discussion took place yesterday evening in Munich. The film focuses heavily on the work behind the scenes and follows restorers, experts and craftspeople

Neuschwanstein, Ludwig II’s fairytale castle, is world-famous. Since 2017, the legendary castle has been undergoing extensive renovation and restoration – for the first time since it was built more than 150 years ago. The measures are now being documented in close cooperation with the Bavarian Palace Administration in the German National Geographic in-house production “The Secrets of Neuschwanstein”. The preview followed by a panel discussion took place yesterday evening in Munich. The film focuses strongly on the work behind the scenes and follows restorers, experts and craftsmen

Seven weeks after the death of King Ludwig II, Neuschwanstein was opened to the public in 1886. The shy king had built the castle to retreat from the public eye – today, his retreat is a magnet for the public. Neuschwanstein is one of the most visited palaces and castles in Europe: around 1.4 million people visit “the castle of the fairytale king” every year.

More than 6000 visitors a day

In summer, an average of more than 6,000 visitors a day crowd through rooms that were once intended for the sole occupant. Combined with the alpine climate and light, this puts considerable strain on the valuable furniture and textiles, which the Bavarian Palace Administration is working hard to preserve. Movements in the foundation area also need to be monitored. In addition, the harsh climate severely corrodes the limestone façades, which requires repeated restoration measures. Since 2017, restoration work has therefore been gradually taking place in all the showrooms, side rooms and functional rooms accessible to visitors. In addition to the famous Singers’ Hall, the magnificent Throne Room has now also been fully restored. All of the work is expected to be completed in spring 2024. The costs are estimated at 20 million euros.

“The secrets of Neuschwanstein” on National Geographic

In close cooperation with the Bavarian Palace Administration, the German National Geographic in-house production “The Secrets of Neuschwanstein” now documents the most extensive restoration in the history of the fairytale castle. The 45-minute film accompanies restorers, experts and craftsmen during the renovation and restoration measures and provides exclusive insights as well as discoveries by various scientists in areas that would otherwise remain hidden from visitors in a countdown to the ceremonial reopening of the throne room on August 4, 2022.

The production also takes a closer look at the mysterious personality of the legendary fairytale king. Prof. Dr. Christine Tauber is therefore involved as an expert on Ludwig II. The professor at the Institute for Art History at the University of Munich and editor of the journal “Kunstchronik” at the Central Institute for Art History there published a standard work on Ludwig II in 2013 (Christine Tauber, “Ludwig. II. Das phantastische Leben des Königs von Bayern”, C. H. Beck, Munich 2013).

Neuschwanstein Castle: a backward-looking utopia of power and rule

With her knowledge, the art historian provides the historical foundation for the film. She argues that all of Ludwig’s buildings – not just Neuschwanstein – can be interpreted as backward-looking utopias of power and domination. Viewers not only accompany Christine Tauber on her research in the library at Munich’s Central Institute for Art History, but also join her on her journey to Regensburg. There, at the Haus Bayerischen Geschichte, she meets curator Dr. Margot Hamm and discusses and examines various theories with her. The film team was also present at the interview with psychiatrist Prof. Dr. Hans Förstl (former Director of the Clinic and Polyclinic for Psychiatry and Psychotherapy at the Klinikum rechts der Isar in Munich). The Ludwig II expert considers the diagnosis of paranoia at the time to be incorrect. In his opinion, the king suffered from a schizotypal personality disorder. This is characterized by a profound pattern of massive discomfort with close relationships and the associated limited ability to relate, by distorted trains of thought and perception, and by eccentric behaviour. The Munich-based specialist conducted his own study on Ludwig II and compared expert opinions at the time with the modern list of criteria for mental illness.

Another protagonist who, like Christine Tauber, was a talk guest at yesterday’s preview is Prof. Dr. Rainer Drewello. His areas of research are non-destructive and non-invasive documentation techniques and the microbial corrosion of cultural assets. In the documentary, the former holder of the Chair of Restoration Science in the Conservation of Historic Buildings at the Otto Friedrich University of Bamberg explains, among other things, how the entire team succeeded in finding the foundation stone of Neuschwanstein Castle with the help of the latest technologies.

The statics of Neuschwanstein Castle are at risk

We also look over the shoulders of project restorer Stephan Wolf, site manager Christoph Weber and structural engineer Johannes Pfanner as they work on the castle’s roof truss, as investigations have revealed that the statics of Neuschwanstein Castle are at risk: The statics of Neuschwanstein are in danger because the dome of the throne room in the western part of the palace is under enormous pressure from a steel structure. If this pressure is not relieved, there is a risk of cracks and damage. The audience learns that the steel dome is therefore to be lifted using massive steel screws and pulleys. However, the mighty, four-meter-high chandelier is obstructing the work. The audience can also witness this problem solution live, as well as the discovery of a find in the rubble of the attic by restorer Stephan Wolf. Directly under the roof truss in the throne chair, restorer Johanna Klasen is working on the stucco, which she is cleaning.

You can see exciting facts about Neuschwanstein Castle here in the video:

The documentary was produced by sagamedia, a TV and film production company based in Cologne and Berlin. “It was fascinating for us during filming that there are still new things to discover and secrets to be revealed in a world-famous monument that is over 150 years old,” explained Jutta Pinzler, founder and managing director of sagamedia Film- und Fernsehproduktion GmbH, yesterday evening. “We were also particularly impressed to see areas of Neuschwanstein Castle that are otherwise inaccessible. The team of experts led by site manager Christoph Weber did an incredibly challenging job with great creativity. Because: under difficult conditions, as the castle had to remain open for hundreds of thousands of visitors during the entire time.” Conclusion: A film that makes the work with and on cultural heritage accessible to a broad public in an exciting way and places a strong emphasis on communication. The TV premiere will take place on Sunday, September 25 at 21:00 on National Geographic.

Tip: Under Service / Bayern 3D – Heimat Digital you can explore the palace and the throne room online from various perspectives in 3D, true to the original. You can even show and hide the throne that King Ludwig II had planned but never built.

Read more about the mammoth project in RESTAURO 8/2022.

Find out more: During the extensive renovation work at Neuschwanstein Castle, the historic stone floors and mosaics were also restored in great detail. In order to optimally protect the historic stone floor, the Kempten State Building Authority opted to lay the flooring with dry adhesive after extensive consultation.

Architects can do more!

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How do architecture students imagine their future professional life? How can you plan your own career? Which qualifications are decisive for their future career? Students from several German architecture colleges will be discussing these and other aspects at the BAU trade fair in Munich on January 23.

Baumeister StudentDay at the BAU trade fair

How do architecture students imagine their future professional life? How can they plan their own career? Which qualifications are decisive for their future career? Students from several German architecture universities will be discussing these and other aspects at the BAU trade fair in Munich on January 23.

In cooperation with Messe München and the Bundesarbeitskreis Altbausanierung (BAKA), the Baumeister will be discussing future prospects for the profession of architect with students in several workshops.

StudentDay begins at 9.30 a.m. with a keynote speech by BDA Managing DirectorThomas Welter on the topic of “Architects can do more”. Afterwards, Prof. Tobias Wallisser from LAVA Architekten (Berlin/Stuttgart), David Meuer, spokesman for the Young Architects Working Group of the Bavarian Chamber of Architects and BDA Managing Director Thomas Welter (Berlin) will discuss career paths and future prospects for architects. Following the discussion, the students will explore various career prospects in groups.