Smart city dashboards in comparison – open source meets urban strategy

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Bird's eye view of a white concrete building in an urban environment, photographed by CHUTTERSNAP.

Smart-City-Dashboards sind längst mehr als nur bunte Schaubilder für Bürgermeister und Digitalisierungsbeauftragte – sie sind das Rückgrat einer vorausschauenden, datenbasierten Stadtplanung. Doch zwischen proprietären Systemen mit hübschem Hochglanz und offen entwickelten Open-Source-Alternativen entscheidet sich, wie viel Mitbestimmung, Transparenz und strategischer Weitblick wirklich möglich sind. Werfen wir einen ungeschönten Blick auf das, was smarte Städte heute wirklich antreibt – und wo die echten Herausforderungen liegen.

  • Überblick über die Rolle und Funktionsweise moderner Smart-City-Dashboards im urbanen Kontext.
  • Vergleich zwischen proprietären und Open-Source-Lösungen – Chancen, Risiken und strategische Implikationen.
  • Vertiefung: Wie werden Daten integriert, visualisiert und für Entscheidungen aufbereitet?
  • Analyse konkreter Praxisbeispiele aus dem deutschsprachigen Raum und internationaler Vorreiterstädte.
  • Erörterung der Themen Governance, Datensouveränität, Beteiligung und Transparenz.
  • Diskussion über die Auswirkungen auf Planungsprozesse, Quartiersentwicklung und Bürgerpartizipation.
  • Warnung vor Technokratie, Intransparenz und algorithmischen Verzerrungen im Dashboard-Alltag.
  • Empfehlungen für Planungsteams, IT-Abteilungen und Stadtverwaltungen.
  • Abschließende Bewertung: Wie viel „Smartness“ brauchen Städte wirklich – und wie bleibt sie gestaltbar?

Smart-City-Dashboards – Was steckt wirklich dahinter?

Smart-City-Dashboards gelten vielerorts als das Schaufenster der digitalen Stadt. Sie versprechen Übersicht, Kontrolle und Effizienz – und sollen Stadtplanung, Verwaltung, Infrastrukturbetreiber und am liebsten auch die Bürgerschaft in Echtzeit mit relevanten Informationen versorgen. Doch was verbirgt sich hinter diesen Plattformen abseits der bunten Diagramme? Während die Oberfläche häufig ansprechend gestaltet ist und interaktive Karten, Live-Daten und Simulationen präsentiert, entscheidet sich die wahre Qualität erst hinter den Kulissen. Denn ein Dashboard ist nur so gut wie die Daten, die es verarbeitet, die Schnittstellen, die es anbietet, und die Prozesse, die es abbilden kann.

Die technischen Grundlagen moderner Smart-City-Dashboards sind vielfältig. In der Regel handelt es sich um webbasierte Anwendungen, die Datenströme aus unterschiedlichsten Quellen – Sensoren, IoT-Geräte, Verkehrsmanagementsysteme, Energie- und Wasserversorger, Social Media oder Geodatenbanken – in einer zentralen Plattform bündeln. Der eigentliche Mehrwert entsteht dabei durch die Verknüpfung, Aggregation und Visualisierung dieser Daten. Nur so können Verantwortliche in der Stadtentwicklung beispielsweise in Echtzeit auf Verkehrsspitzen, Starkregenereignisse, Energieverbrauch oder Luftqualitätswerte reagieren und gezielte Maßnahmen ableiten.

Doch mit der technischen Komplexität wächst auch die Herausforderung: Unterschiedliche Datenformate, proprietäre Systeme und fragmentierte Zuständigkeiten in Verwaltung und Stadtwerken führen dazu, dass viele Dashboards zunächst als Insellösungen starten. Die viel zitierte „Single Source of Truth“ bleibt häufig ein frommer Wunsch, solange Datenhoheit, Datenschutz und die Bereitschaft zur Kooperation nicht konsequent mitgedacht werden. Besonders spannend wird es, wenn Dashboards nicht nur Statusinformationen liefern, sondern auch Prognosen und Szenarien simulieren. Dann wandelt sich das Werkzeug vom Monitoring-Interface zur echten Entscheidungsinstanz.

Vor diesem Hintergrund ist offensichtlich: Ein Smart-City-Dashboard ist weit mehr als ein hübsches Frontend. Es ist die Schnittstelle zwischen digitalen Zwillingen, urbanen Datenplattformen und den Menschen, die damit arbeiten – sei es im Planungsamt, beim Mobilitätsdienstleister oder im Beteiligungsprozess mit der Stadtgesellschaft. Die Frage lautet daher nicht, ob Städte Dashboards brauchen, sondern wie offen, flexibel und strategisch sie aufgebaut sein müssen, um den komplexen Anforderungen moderner Stadtentwicklung gerecht zu werden.

Gleichzeitig steht das Thema Transparenz im Mittelpunkt. Ein Dashboard, das nur wenigen Eingeweihten zugänglich ist oder komplexe Entscheidungsalgorithmen verschleiert, läuft Gefahr, zum Digital-Elfenbeinturm zu werden. Offenheit in der Entwicklung, klare Schnittstellen und verständliche Visualisierungen sind deshalb keine Kür, sondern Pflicht. Die besten Dashboards schaffen es, Komplexität zu reduzieren, ohne relevante Details zu opfern – und sie bieten Raum für Interaktion, Feedback und Weiterentwicklung.

Die Entwicklung von Smart-City-Dashboards ist ein fortlaufender Prozess, der technologische Innovation, rechtliche Rahmenbedingungen und kulturellen Wandel gleichermaßen erfordert. Wer glaubt, mit dem Kauf einer Softwarelizenz sei es getan, unterschätzt die langfristigen Auswirkungen auf Governance, Partizipation und letztlich auf das Vertrauen in die digitale Stadt.

Open-Source versus proprietär – Grundsatzentscheidung mit Folgen

Die Wahl zwischen Open-Source- und proprietären Smart-City-Dashboards ist weit mehr als eine Geschmacksfrage für die IT-Abteilung. Sie betrifft die Grundarchitektur der städtischen Datennutzung, die zukünftige Autonomie der Kommune und die Möglichkeit, Innovationen gemeinsam mit anderen Städten und Partnern zu entwickeln. Proprietäre Systeme, oft von globalen Tech-Konzernen angeboten, locken mit Komplettlösungen, Support und Integration vieler Datenquellen – allerdings zu einem Preis: die Gefahr der Abhängigkeit und begrenzter Anpassbarkeit.

Open-Source-Alternativen setzen hingegen auf Transparenz, Anpassungsfähigkeit und gemeinschaftliche Weiterentwicklung. Sie erlauben Städten, eigene Schwerpunkte zu setzen, Funktionen nach Bedarf zu ergänzen und von den Erfahrungen anderer Kommunen zu profitieren. Prominente Beispiele wie FIWARE, OpenUrbanPlatform oder das Münchner Urban Data Platform Framework zeigen, dass auch im deutschsprachigen Raum Open-Source längst mehr als ein Nischenphänomen ist. Doch der Einstieg erfordert Mut, Ressourcen und eine langfristige Strategie, denn Open-Source-Projekte leben von aktiver Mitarbeit und kontinuierlicher Weiterentwicklung.

Ein weiteres Argument für Open-Source ist die Kontrolle über die eigenen Daten. Während proprietäre Anbieter oft mit Black-Box-Lösungen arbeiten und Schnittstellen nur eingeschränkt offenlegen, ermöglichen offene Systeme eine eigenständige Verwaltung, Nachnutzung und Analyse der städtischen Datenbestände. Das hat nicht nur Vorteile für die IT, sondern auch für die Fachplanung: Schnittstellen zu Geoinformationssystemen, Mobilitätsplattformen oder Beteiligungstools können flexibel gestaltet und erweitert werden. Die Gefahr, in eine digitale Sackgasse zu geraten oder bei der Weiterentwicklung von der Roadmap des Anbieters abhängig zu sein, wird so deutlich reduziert.

Natürlich gibt es auch Herausforderungen. Open-Source-Lösungen erfordern internes Know-how, klare Verantwortlichkeiten und den Willen, sich in der Community zu engagieren. Die Integration neuer Datenquellen, die Sicherstellung von Datenschutz und IT-Sicherheit sowie die Entwicklung benutzerfreundlicher Visualisierungen kosten Zeit und Geld. Doch im Gegenzug winkt die Freiheit, das System an lokale Bedürfnisse anzupassen, Innovationen schneller zu erproben und im Idealfall sogar eigene Entwicklungen in die internationale Community einzubringen.

Die Abwägung zwischen proprietär und Open-Source ist letztlich eine strategische Entscheidung für die Zukunftsfähigkeit der Stadt. Wer heute auf geschlossene Systeme setzt, spart kurzfristig Ressourcen, zahlt aber langfristig mit eingeschränkter Souveränität und Innovationsfähigkeit. Wer Open-Source wählt, investiert in Eigenständigkeit und Wissenstransfer – und schafft die Grundlage für eine Stadt, die ihre digitale Infrastruktur selbst steuern kann.

In vielen Städten führt der Weg inzwischen zur Mischform: Open-Source-Kern mit modularen proprietären Erweiterungen, um spezifische Anforderungen oder Schnittstellen abzudecken. Doch auch hier gilt: Ohne ein klares Governance-Konzept, eine offene Datenstrategie und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit bleibt die schönste technische Lösung Stückwerk.

Praxischeck: Dashboards als Motor für strategische Stadtentwicklung

Wie sieht die Praxis aus? Ein Blick nach Wien, Zürich und Hamburg zeigt: Smart-City-Dashboards können zum Herzstück einer datenbasierten Stadtstrategie werden – wenn Technik, Organisation und Beteiligung zusammenspielen. In Wien beispielsweise bildet die „Digitale Stadt Wien Plattform“ das Rückgrat für Monitoring, Steuerung und Kommunikation in Bereichen wie Mobilität, Energie und Klima. Die Plattform setzt konsequent auf offene Standards und Schnittstellen, um Daten aus Verwaltung, Infrastruktur und Bürgerschaft zusammenzuführen. Das Ergebnis: Echtzeit-Informationen für die Stadtverwaltung, offene Dashboards für die Öffentlichkeit und die Möglichkeit, Simulationen und Szenarien in die Planung einzubeziehen.

In Zürich wird das Thema Smart City in der städtischen Verwaltung als Querschnittsaufgabe verstanden. Das Dashboard verknüpft Daten aus Verkehrsmanagement, Energieversorgung, Wetterdiensten und städtischer Infrastruktur – und bereitet sie gezielt für verschiedene Nutzergruppen auf. Besonders spannend: Die Plattform setzt auf Interoperabilität mit Urban Digital Twins, sodass Verkehrsflüsse, Energieverbrauch oder Klimadaten nicht nur beobachtet, sondern auch in künftige Planungsprozesse integriert werden können. Die offene Architektur erlaubt es externen Partnern, eigene Anwendungen und Analysen auf Basis der städtischen Daten zu entwickeln.

Hamburg wiederum setzt auf eine Urban Data Platform, die das Ziel verfolgt, sämtliche relevanten Stadt- und Umweltdaten in einer offenen Infrastruktur zusammenzubringen. Das zugehörige Dashboard bietet nicht nur klassische Monitoring-Funktionen, sondern ermöglicht auch die Entwicklung und Integration eigener Anwendungen durch Dritte. Hier zeigt sich, wie Open-Source und offene Daten zur Innovationsplattform für Verwaltung, Forschung und Wirtschaft werden können. Die Hamburger Erfahrungen machen allerdings auch deutlich: Ohne klare Governance, verständliche Nutzungsregeln und gezieltes Change-Management bleibt das Potenzial schnell auf der Strecke.

Auch international gibt es beeindruckende Beispiele. Singapur, Barcelona oder Helsinki setzen auf umfassende Dashboard-Lösungen, die als zentrale Steuerungsinstrumente für Stadtplanung, Infrastrukturmanagement und Bürgerkommunikation dienen. Die Erfolgsfaktoren sind überall ähnlich: Klare Verantwortlichkeiten, offene Schnittstellen, kontinuierliche Weiterentwicklung und eine Kultur des Teilens. Besonders in Helsinki ist bemerkenswert, wie konsequent die Stadt auf Offenheit und Bürgerbeteiligung setzt. Das Dashboard dient hier nicht nur dem Verwaltungshandeln, sondern wird aktiv für Bürgerdialog, Partizipation und Bildung eingesetzt.

Die Praxis zeigt: Ein Smart-City-Dashboard ist dann wirklich smart, wenn es kein Selbstzweck bleibt, sondern als Werkzeug für bessere Entscheidungen, mehr Beteiligung und eine nachhaltige Stadtentwicklung genutzt wird. Dabei gilt: Technik ist der Enabler, aber Strategie, Organisation und Kommunikation sind der Schlüssel zum Erfolg.

Allerdings gibt es auch Schattenseiten. Gerade bei großen, proprietären Systemen droht die Gefahr, dass Städte zum Spielball von Anbieterinteressen werden. Lizenzkosten, proprietäre Schnittstellen und fehlende Anpassungsfähigkeit können Innovationen hemmen und die Kontrolle über die städtischen Daten gefährden. Wer auf Open-Source und offene Standards setzt, muss zwar mehr investieren, gewinnt aber an Flexibilität und Zukunftssicherheit.

Transparenz, Beteiligung und Governance – mehr als nur IT-Fragen

So schön und leistungsfähig Smart-City-Dashboards auch sein mögen: Sie stehen und fallen mit der Art und Weise, wie sie in die Stadtgesellschaft eingebettet sind. Governance, Transparenz und Beteiligung sind keine Randthemen, sondern zentrale Voraussetzungen für nachhaltigen Erfolg. Ein Dashboard, das im stillen Kämmerlein der Verwaltung betrieben wird, mag technisch beeindrucken – es wird aber kaum die notwendige Akzeptanz und Wirkung entfalten, um als Motor für Innovation und Partizipation zu dienen.

Transparenz bedeutet zunächst, dass die Funktionsweise des Dashboards nachvollziehbar ist: Wie kommen Daten ins System? Welche Algorithmen bereiten sie auf? Wer entscheidet über die Visualisierung und Interpretation der Ergebnisse? Nur wenn diese Fragen beantwortet und dokumentiert sind, kann Vertrauen entstehen. Besonders kritisch wird es, wenn Dashboards für Prognosen und automatisierte Entscheidungen genutzt werden – etwa in der Verkehrssteuerung, bei der Energieverteilung oder in der Stadtklimasteuerung. Hier ist Nachvollziehbarkeit Pflicht, nicht Kür.

Beteiligung bedeutet, dass die Stadtgesellschaft aktiv eingebunden wird – sei es durch offene Schnittstellen, offene Daten oder gezielte Beteiligungsformate rund um das Dashboard. Viele Städte experimentieren mit partizipativen Dashboards, die Bürgern ermöglichen, eigene Daten einzubringen, Feedback zu geben oder Simulationen zu starten. Solche Ansätze stärken die gemeinsame Verantwortung für die Stadtentwicklung und helfen, blinde Flecken in der Planung zu vermeiden. Die besten Dashboards sind daher nicht nur Informationswerkzeuge, sondern Plattformen für Dialog und Mitgestaltung.

Governance schließlich beschreibt die Regeln, Verantwortlichkeiten und Prozesse, die den Betrieb und die Weiterentwicklung des Dashboards steuern. Ohne klare Governance besteht die Gefahr, dass Dashboards zum Selbstzweck werden, Datenhoheit verloren geht oder Innovationen im Klein-Klein der Zuständigkeiten versanden. Eine gemeinsame Strategie, zentrale Ansprechpartner und transparente Entscheidungswege sind daher unverzichtbar – und müssen von Anfang an mitgedacht werden.

Der Weg zu einer transparenten, beteiligungsorientierten und gut gesteuerten Dashboard-Landschaft ist kein Selbstläufer. Er erfordert Mut, Ressourcen und einen langen Atem – aber auch die Bereitschaft, Fehler zu machen, aus Erfahrungen zu lernen und gemeinsam mit Partnern und der Stadtgesellschaft neue Wege zu gehen. Nur so wird aus Technik ein echter Mehrwert für die Stadtentwicklung.

Die Erfahrung zeigt: Wer frühzeitig auf Offenheit, Beteiligung und strategische Steuerung setzt, schafft nicht nur Vertrauen, sondern eröffnet neue Innovationsräume – und positioniert die eigene Stadt als Vorreiter im digitalen Wandel. Wer hingegen die Governance-Fragen ignoriert, riskiert Akzeptanzprobleme, Fehlentwicklungen und den Verlust an Steuerungsfähigkeit.

Ausblick und Empfehlungen – Wie viel Smartness braucht die Stadt?

Smart-City-Dashboards sind gekommen, um zu bleiben – und sie werden die Stadtplanung, das Infrastrukturmanagement und die Bürgerbeteiligung nachhaltig verändern. Doch wie viel „Smartness“ verträgt die Stadt, und wie bleibt sie handlungs- und steuerungsfähig? Klar ist: Der technische Fortschritt lässt sich nicht aufhalten, aber die Art und Weise, wie Städte mit Dashboards umgehen, entscheidet über die Qualität des Wandels.

Für Planungsteams, IT-Abteilungen und Stadtverwaltungen gilt: Der Weg zum erfolgreichen Dashboard beginnt mit einer klaren Strategie. Ziele, Anforderungen und Rahmenbedingungen müssen von Anfang an definiert, Governance-Strukturen aufgebaut und Beteiligung konsequent mitgedacht werden. Die Entscheidung zwischen Open-Source und proprietär ist dabei zentral – und sollte nicht von kurzfristigen Kostenerwägungen, sondern von langfristiger Souveränität und Innovationsfähigkeit bestimmt werden.

Die Integration von Dashboards in bestehende Planungs- und Verwaltungsprozesse ist eine weitere Herausforderung. Schnittstellen zu Geoinformationssystemen, Urban Digital Twins, Beteiligungsplattformen und Fachanwendungen sind unverzichtbar, um Synergien zu heben und Insellösungen zu vermeiden. Gleichzeitig müssen Datenschutz, IT-Sicherheit und Barrierefreiheit von Anfang an mitgedacht werden – nicht als nachträgliche Pflichtübung, sondern als integraler Bestandteil der Entwicklung.

Städte, die Smart-City-Dashboards konsequent als Plattform für Innovation, Beteiligung und Steuerung verstehen, gewinnen doppelt: Sie werden resilienter gegenüber Krisen, können schneller auf neue Herausforderungen reagieren und schaffen mehr Transparenz und Vertrauen. Die Gefahr liegt jedoch in der Technokratisierung: Ein Dashboard ersetzt keine politische Entscheidung, keine Bürgerbeteiligung und schon gar nicht die lokale Expertise. Es ist Werkzeug, nicht Ersatz für demokratische Prozesse.

Abschließend bleibt festzuhalten: Die Zukunft der Stadt ist smart – aber sie bleibt gestaltbar. Wer auf Offenheit, Kooperation und strategische Entwicklung setzt, macht aus Dashboards das, was sie sein sollten: Motor für eine lebenswerte, nachhaltige und gerechte Stadtentwicklung. Wer sich treiben lässt oder auf kurzfristige Trends setzt, riskiert Abhängigkeit, Akzeptanzprobleme und den Verlust an Steuerungsfähigkeit.

Smart-City-Dashboards sind der Schlüssel zur Stadt von morgen – aber nur, wenn sie offen, nachvollziehbar und im Dienst der Gesellschaft stehen.

Zusammenfassung: Smart-City-Dashboards sind weit mehr als digitale Spielereien – sie sind zentrale Werkzeuge für die datenbasierte, strategische Stadtentwicklung. Die Entscheidung zwischen Open-Source und proprietären Lösungen ist dabei eine Grundsatzfrage, die über Souveränität, Innovationsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit entscheidet. Praxisbeispiele aus dem deutschsprachigen Raum und internationalen Vorreiterstädten zeigen, wie Dashboards Transparenz, Beteiligung und nachhaltige Steuerung ermöglichen können – vorausgesetzt, Governance, Datenstrategie und Kommunikation stimmen. Die Stadt der Zukunft braucht smarte Werkzeuge, aber vor allem klare Ziele, Offenheit und Mut zur Gestaltung. Nur so werden Dashboards zum echten Motor für eine lebenswerte und resiliente Stadtentwicklung.

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Retired police parking garage

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An old parking garage in Amsterdam has become obsolete. An office designed by Ronald Janssen Architecten is now located in the existing building. Photo: Sebastian van Damme

Ronald Janssen Architecten's design for the new offices revitalizes the old building. The view for Aham employees. Photo: Sebastian van Damme

An old police parking garage in Amsterdam has had its day. The building is now used as an office building. Nothing here is reminiscent of a parking garage. The design by Ronald Janssen Architecten impresses with its minimalism, exposed concrete slabs and the view of one of the city’s most important waterways.

An old police parking garage in Amsterdam has had its day. The building is now used as an office building. Nothing here is reminiscent of a parking garage. The design by Ronald Janssen Architecten impresses with its minimalism, exposed concrete slabs and the view of one of the city’s most important waterways.

Aham Vastgoed normally brokers real estate from and in Amsterdam. But when the company itself was looking for a home for its offices, it turned to Ronald Janssen Architecten. The architect from Amsterdam redesigned existing architecture from 1969 for this task. More specifically, an old parking garage belonging to the Dutch police, which also served as storage space for the Stadgenoot social housing association. However, the conversion as a sustainable solution is only one aspect of the design. It draws another quality from the location. The building is located directly on the Singelgracht waterway, which encircles the entire center of the Dutch capital. And it was precisely this proximity to the water and the resulting quality of stay that the architects wanted to exploit for their conversion.

Floor-to-ceiling windows and sliding doors with wooden frames, concrete columns and prefabricated façades made of exposed aggregate concrete divide the water-facing side of the building evenly into five sections. Two of these five sections also reveal the heart of the architecture from the outside – the large, high office space. From here, employees not only have direct access to the terrace on the canal, but also to meeting rooms, function rooms and lounges, including a kitchenette. While the interior spaces are oriented towards the waterway, Ronald Janssen Architects positioned the entrance and parking spaces towards the inner courtyard. A solid wooden door leads to the entrance area, which is ultimately just a long corridor with a concealed checkroom. It connects the mixed-use sanitary room with the open-plan office and a medium-sized meeting room.

Photo: Sebastian van Damme, Plans: Ronald Janssen Architecten

The materials and colors used by Ronald Janssen Architecten follow the motto “less is more”. The existing structure was cleaned, the walls painted light and the ceiling dark. The dark gray carpet connects the rooms. Windows, doors and cladding are made of iroko wood. The exposed aggregate concrete panels on the façade also pick up on the warm wood color. The colorful icing on the cake is green and is literally on top: the flat roof is greened with moss.

A building in which the color green is the main protagonist is located on the school campus of Naters in the Swiss canton of Valais – the learning villa by Office Oblique.

Although it is a new building, asp architects have created a central component for the energy supply of a district with their parking garage in Stuttgart. And it’s green too: Neckarpark Stuttgart parking garage.

Garden shows 2019 – an overview

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Everything about the 2019 garden show year

The first garden shows of 2019 opened their doors just in time for the spring-like Easter weekend. In addition to the Federal Garden Show in Heilbronn, this year there were also state garden shows in Baden-Württemberg, Bavaria, Brandenburg, Saxony and Upper Austria.

Heilbronn used the BUGA event (April 17 to October 6, 2019) to renew itself from the inside out on a 40-hectare area in the immediate vicinity of the train station. Situated on an island between the Neckar Canal and the Altneckar, the isolated site had been used as an industrial and commercial location and freight station for over 100 years and had long disappeared from the consciousness of the people of Heilbronn. Following the relocation of a section of the B39 federal highway and the extensive removal of explosives and contaminated sites, the future Neckarbogen district will eventually provide living space for 3,500 people and 1,000 jobs in the coming years. The first three completed building plots were already integrated into the garden show as an “urban exhibition”.

In order to create a sustainable living space worth living in for the people of Heilbronn, the city took a new approach to neighborhood development (read the article by Thomas Armonat in G+L 4/2019). A colourful and diverse mix of usage concepts, buildings and residents, along with reduced car traffic, short distances and a modern energy supply, should make the neighbourhoods flexible for future adaptations to changing living conditions.

Pictures: Federal Garden Show Heilbronn 2019 GmbH

Garden shows 2019: experiencing nature in the middle of the city

The concept of the Berlin landscape architects from sinai played a key role in the quality of life of the Neckarbogen. They created four landscape ribbons from the existing patchwork of landscapes. As a result, visitors pass urban cores at the raft harbor with nine-storey buildings and within 15 minutes find themselves at Karlssee lake, which has been landscaped with reed zones. This also serves as a retention basin and filter for rainwater from the neighborhood.

At the same time, a spectacular landscape structure was created towards the Neckar canal. Since then, a cliff up to twelve meters high has shielded noise from the industrial Neckar Canal. Towards the garden show grounds, the shotcrete surface, which is reminiscent of the rocky edges of the surrounding countryside, conceals a vertical playground with climbing and sliding facilities. Gabions filled with local natural stone also border the sides as a compensatory measure for the habitats of lizards and other animals. With the new riverbank design and a 600-metre-long wooden footbridge in the Neckaruferpark, the landscape architects are not only bringing the river back into people’s consciousness, but also enabling them to experience nature in an impressive way – right in the middle of the city!

You can read a detailed article on the BUGA Heilbronn concept in G+L 7/2019.

The concept for the Brandenburg State Garden Show in Wittstock an der Dosse (April 18 to October 6, 2019) also comes from sinai. The town of 15,000 inhabitants is located in the Prignitz region between the Elbe and Müritz rivers. In the south, the 13.5-hectare garden show grounds form a semicircle around the historic brick ring wall of the well-preserved medieval town. To the west of the city wall, the River Glinze flows through the listed Friedrich Ebert Park dating from 1925 with its old trees. To the east, a newly designed and ecologically improved oxbow of the Dosse – the Dossebogen – borders the park on the Bleichwall, which begins at the foot of the former Bischofsburg. There, between an existing row of lime trees with an accompanying promenade and the city wall as a historical backdrop, the landscape architects staged an open meadow space. The “Bleichgärten”, meanwhile, are based on the former commons and, as citizens’ gardens, invite communal appropriation.

Pictures: State Garden Show Wittstock/Dosse 2019

Frankenberg in Saxony is just ten minutes from Chemnitz. Dresden can be reached in half an hour, Leipzig in three quarters of an hour. The attractive location for commuters is a welcome ray of hope in the structural change for the once industrial community of 16,000 inhabitants. As part of the Saxon State Garden Show in Frankenberg, Berlin-based landscape architects Weidinger Landschaftsarchitekten designed two differently characterized parts of the site: a six-hectare, robust leisure park on the Zschopau floodplain to the west of the town center and the landscaped, almost five-hectare valley along the meandering Mühlbach stream to the east.

The heart of the park on the Zschopau is the so-called Zeit-Werk-Stadt, an experience museum for urban and industrial history. To the north of it, a bridge by Sauerzapfe Architekten known as the “snake” spans the B 169 federal road and the Zschopau for pedestrians and cyclists and now connects higher-level cycle paths. Visitors can reach the valley, which the Mühlbach stream has cut around 15 to 20 meters deep, via the town center. The city has added flood protection and ecological water restoration to the wild and romantic atmosphere there. Thanks to a new pedestrian underpass and newly laid out footpaths and cycle paths, many people will in future pass through the Mühlgraben located above the park, which the landscape architects have restored to its historical course as an open channel.

In Baden-Württemberg, 16 municipalities in the Rems Valley, east of Stuttgart, have joined forces to create an atypical state garden show: from the source of the Rems in Essingen via Schwäbisch Gmünd, Schorndorf and Waiblingen to the mouth of the river Neckar near Remseck. They are all located in the Rems Landscape Park, for which the Planstatt Senner office from Überlingen originally worked together with the municipalities on the topics of tourism, cultural landscape and settlement areas. The focus was on improving the quality of life along the river and closing the gaps in the accompanying cycle path network. The good cooperation between the municipalities subsequently led to the idea of hosting a joint Remstal Garden Show in 2019 (May 10 to October 20, 2019).

In addition to the “16 Stations” architectural project, for which each municipality developed a landmark, Schorndorf and Schwäbisch Gmünd – where a state garden show was held as recently as 2014 – also hosted adventure gardens that were open to the public. In Schorndorf, for example, the Munich-based firm Lohrer.Hochrein gave the castle park and the town park a contemporary look. They presented the castle on an open lawn. Meanwhile, a square with water fountains rising from the ground was created at the intersection of the path axes. In the city park, on the other hand, densely planted edges and entrances carved out of them now define the space traversed by a circular path. Flattened bank areas towards the lake even allow visitors to lie down on the grass by the water.

Instead of a large-scale garden show like the one in Rems Valley, the Bavarian municipality of Wassertrüdingen, located halfway between Nuremberg and Ulm, organized a so-called Small State Garden Show (24 May to 8 September 2019). The Berlin-based Planorama office designed two landscaped parks on 13 hectares: the Wörnitzpark to the south of the town center and the Klingenweiherpark to the north. Both are also connected by a path through the city center. Between the Baudenhardt recreation area in the north of the city and the Oettinger Forst forest in the south, a green belt now also extends the urban area. This has also created ecological retreats and recreational areas for residents in the floodplain landscape of the Wörnitz.

Along the Klingenweiher ponds in the north, the landscape architects also added footbridges, pathways and vantage points to the area, known as the Weihersteig. Another architectural highlight is a golden platform that juts out into the water. The hill of a former landfill site has also been turned into a viewing point. To the south, the Wörnitzpark links the town center to the adjacent floodplain landscape. Seating steps border the Mühlweiher pond not far from the old town wall. A gap in the wall at the Entengraben is now closed by a metal lattice construction as a reminder.

Close to the Czech border, the Upper Austrian municipality of Aigen-Schlägl in the Mühlviertel region hosted a regional garden show (May 17 to October 13, 2019), which was dedicated firstly to the themes of conscious living and secondly to the use of resources. For the garden show, the municipality also cooperated with the Schlägl Premonstratensian Abbey, which has been in existence for 800 years, and the Schlägl Organic School, both of which are located on the 15-hectare site. The concept – a circular path linking the gardens and fields of the organic school, the new garden and leisure area for the town and the monastery along with the brewery and the founder’s garden – was also created by the Berlin office ST raum a.

A good fit for the organic cycle, which on the one hand explains to visitors how organic food gets onto their plates and on the other hand addresses how we want to design gardens and agriculture in the future. One of the biggest lasting attractions for Schlägl residents will be the newly created “Aigen-Schlägler Terraces”. There are not only new picnic and barbecue areas for residents, but also community gardens. In addition, the gardens in the Sacred Grove are intended to bring visitors closer to the themes of Christianity, peace and finding oneself. Narrow side paths branch off from the circular route, allowing visitors to discover small, enchanted or special places.

Do you remember the garden shows three years ago? If not, you can also find a review of the 2016 shows here.