Urban agriculture as a resilience factor – from concept to implementation

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Idyllic landscape of a sustainable village with houses and trees in Switzerland, photographed by Ilia Bronskiy

Urbane Landwirtschaft ist längst mehr als ein hipper Trend für Start-ups mit Hochbeet und Instagram-Kanal. In Zeiten von Klimakrise, Ressourcenknappheit und zunehmender Urbanisierung entwickelt sie sich zum echten Resilienzfaktor – für Städte, die nicht nur grün sein wollen, sondern grün funktionieren müssen. Doch der Weg vom Konzept zur Umsetzung ist voller Stolpersteine, Missverständnisse und überraschender Synergien. Wer wissen will, wie urbane Landwirtschaft wirklich zur Zukunftsfähigkeit beiträgt, braucht mehr als Tomaten auf dem Dach. Willkommen bei der G+L-Expertise rund um das grüne Rückgrat der Stadt von morgen!

  • Definition und Entwicklung urbaner Landwirtschaft im deutschsprachigen Raum
  • Resilienz als Leitmotiv: Ökologische, soziale und ökonomische Perspektiven
  • Technologien, Flächentypen und planerische Instrumente für urbane Landwirtschaft
  • Herausforderungen bei der Integration in Stadtentwicklung und Stadtplanung
  • Best-Practice-Beispiele aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Verknüpfung mit Klimaanpassung, Biodiversität und sozialer Teilhabe
  • Rolle von Governance und interdisziplinärer Zusammenarbeit
  • Innovationspotenziale: Aquaponik, Vertical Farming, essbare Städte
  • Risiken, Fehlschläge und Kontroversen: Was kann schiefgehen?
  • Pragmatische Handlungsempfehlungen für Planer, Verwaltung und Politik

Urbane Landwirtschaft – Begriff, Bedeutung und historische Entwicklung

Urbane Landwirtschaft ist mittlerweile in aller Munde, doch der Begriff bleibt oft diffus. Im Kern beschreibt sie sämtliche Formen landwirtschaftlicher Produktion im urbanen Raum – von Gemeinschaftsgärten auf Brachflächen über Dachfarmen bis hin zu professionellen Gewächshäusern und innovativen Indoor-Farmen. Dabei reicht das Spektrum von kleinmaßstäblichen Selbstversorgerprojekten bis zu großflächigen, kommerziell betriebenen Anlagen. Was alle eint: Sie durchbrechen die klassische Trennung von Stadt und Land, von Produktion und Konsum, von Natur und gebautem Raum.

Historisch betrachtet ist urbane Landwirtschaft kein neues Phänomen. Bereits im Mittelalter bestimmten Stadtgärten das Bild vieler europäischer Städte. Kleingartenkolonien entstanden als Antwort auf Wohnungsnot und Versorgungskrisen während der Industrialisierung. Im Zweiten Weltkrieg waren Stadtgärten Überlebensgaranten. Erst mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der Nachkriegszeit und dem Siegeszug der Supermärkte geriet die Produktion in der Stadt aus dem Fokus – bis Themen wie Klimawandel, Ernährungssouveränität und Flächenkonkurrenz sie wieder auf die Agenda hoben.

In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die urbane Landwirtschaft neu erfunden. Was einst als Nischenprojekt galt, ist heute Teil internationaler Leitbilder wie der „edible city“ oder der „productive city“. Weltweit experimentieren Städte mit neuen Formen der Nahversorgung, mit partizipativen Gärten, Urban-Farming-Start-ups, solidarischer Landwirtschaft und vertikalen Farmen. Im deutschsprachigen Raum haben Projekte wie die Essbare Stadt Andernach, die Prinzessinnengärten in Berlin oder die Landwirtschaft auf Münchner Dächern den Diskurs geprägt. Dabei zeigt sich: Urbane Landwirtschaft ist kein Add-on, sondern kann integraler Bestandteil der Stadtentwicklung werden – wenn man sie lässt.

Doch warum jetzt dieser Hype um urbane Landwirtschaft als Resilienzfaktor? Zum einen sind die Herausforderungen gewaltig: Hitzeinseln, Starkregen, fragile Lieferketten, soziale Polarisierung, Artensterben. Zum anderen bieten urbane Agrarsysteme überraschend viele Antworten darauf – von der Verbesserung des Mikroklimas über die Förderung von Biodiversität bis hin zur Stärkung sozialer Netzwerke. Die zentrale Frage lautet daher: Wie gelingt der Sprung vom ökologisch-romantischen Projekt zur systemrelevanten Infrastruktur?

Darauf gibt es keine einfachen Antworten. Aber klar ist: Urbane Landwirtschaft muss heute mehr leisten als nur hübsche Fotomotive oder Selbstversorger-Nostalgie. Sie braucht Strukturen, Flächen, Know-how – und vor allem den politischen Willen, sie als Teil der Daseinsvorsorge und Resilienzstrategie ernst zu nehmen. Nur dann kann sie ihr volles Potenzial entfalten.

Im deutschsprachigen Raum wird urbane Landwirtschaft inzwischen von Städten, Kommunen und der Fachplanung als Werkzeug für Stadtentwicklungsprozesse erkannt. Gleichwohl bleibt der Weg von der Vision zur Umsetzung anspruchsvoll. Die Gründe dafür liegen sowohl in planerischen als auch in rechtlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Hürden – und nicht zuletzt in der Frage, wie viel produktive Landwirtschaft sich die Stadtgesellschaft tatsächlich zutraut.

Resilienz durch urbane Landwirtschaft: Mehr als grüne Kosmetik

Resilienz ist das große Zauberwort der Gegenwart – und urbane Landwirtschaft gilt als einer der vielseitigsten Hebel, um Städte widerstandsfähiger gegen Krisen zu machen. Doch wie genau funktioniert das? Zunächst einmal auf ökologischer Ebene: Stadtgrün, das produktiv genutzt wird, verbessert das Mikroklima, bindet CO₂, speichert Wasser und mindert Hitzestress. Gemeinschaftsgärten und urbane Farmen fördern die biologische Vielfalt, weil sie oft artenreich bepflanzt werden und selten mit Pestiziden arbeiten. Sie schaffen Korridore für Insekten, Vögel und Kleinsäuger – ein Gewinn für die urbane Biodiversität.

Auch in Sachen Klimawandel bietet urbane Landwirtschaft handfeste Vorteile. Dachfarmen und vertikale Gärten helfen, die Aufheizung von Gebäuden zu verhindern und die Luftqualität zu verbessern. Regenwassermanagement wird durch bepflanzte Flächen effizienter, die Gefahr von Überflutungen sinkt. Und nicht zuletzt trägt die lokale Produktion zur Verkürzung der Lieferketten bei – ein entscheidender Faktor, wenn Transportwege durch Krisen oder Ressourcenknappheit gestört werden.

Die sozialen Effekte sind mindestens ebenso relevant. Urbane Landwirtschaft schafft Begegnungsorte, stärkt das Gemeinschaftsgefühl und bietet Bildungsangebote für alle Altersgruppen. Sie kann soziale Isolation abbauen, Integration fördern und Nachbarschaften neu beleben. Gerade in durchmischten oder benachteiligten Quartieren entfaltet sie ihre integrative Kraft: Wer gemeinsam ackert, erntet nicht nur Gemüse, sondern auch Vertrauen und Zusammenhalt.

Ökonomisch betrachtet ist urbane Landwirtschaft ein unterschätztes Innovationsfeld. Sie schafft neue Arbeitsplätze, ermöglicht soziale Unternehmungen und kann zur wirtschaftlichen Diversifizierung beitragen. Von der Direktvermarktung über Urban-Farming-Start-ups bis zu sozialen Initiativen reicht die Palette der Wertschöpfung. Gerade in Krisenzeiten, wenn globale Lieferketten wanken, kann eine starke lokale Produktion einen entscheidenden Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten.

Resilienz entsteht jedoch nicht automatisch. Sie ist das Resultat bewusster Planung, intelligenter Flächennutzung und kooperativer Governance-Strukturen. Urbane Landwirtschaft muss in die Stadtentwicklung integriert, an bestehende Infrastruktur angebunden und als Teil der öffentlichen Aufgabe verstanden werden. Erst dann entfaltet sie ihr volles Potenzial – als Bollwerk gegen Krisen und als Motor für nachhaltige Stadtentwicklung.

Dabei braucht es eine neue Sicht auf die Stadt: Nicht als konsumorientierte Nutzfläche, sondern als produktives, lebendiges Ökosystem. Urbane Landwirtschaft kann helfen, diese Perspektive zu etablieren – wenn sie von der Vision zur gelebten Praxis wird. Und genau hier liegt die große Herausforderung für Planer und Städtebauer: die Transformation von der grünen Kosmetik zur resilienten Infrastruktur.

Von der Theorie zur Praxis: Werkzeuge, Technologien und Flächentypen

Die Umsetzung urbaner Landwirtschaft ist ein komplexes Unterfangen, das weit über das Anlegen von Beeten hinausgeht. Es beginnt bei der Flächenakquise: Wo in verdichteten Städten noch Raum für produktives Grün schaffen? Hier kommen innovative Flächentypen ins Spiel, von Zwischennutzungen auf Brachflächen über Dach- und Fassadenbegrünung bis hin zu Agroforstsystemen in städtischen Randlagen. Auch Brownfields, Parkplätze oder ehemalige Industrieareale können transformiert werden. Erfolgreiche Beispiele zeigen, dass flexible Zwischennutzungen und temporäre Projekte oftmals Türöffner für dauerhafte Lösungen sind.

Technologisch hat sich die urbane Landwirtschaft in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Vertical Farming, Aquaponik und Hydroponik ermöglichen den Anbau von Lebensmitteln auch auf engstem Raum und unabhängig vom Wetter. Sensorik und digitale Steuerungssysteme optimieren Wasser- und Nährstoffverbrauch, minimieren den Ressourceneinsatz und steigern die Erträge. Gerade in Pilotprojekten in Berlin, Zürich und Wien zeigt sich, wie Hightech und Lowtech Hand in Hand gehen können – vom klassischen Gemeinschaftsgarten bis zur vollautomatisierten Indoor-Farm.

Planerisch braucht es neue Instrumente, um urbane Landwirtschaft in Stadtentwicklungsprozesse zu integrieren. Bebauungspläne müssen produktive Flächen explizit ausweisen, Gestaltungssatzungen und Förderprogramme anpassen. Stadtentwicklungsstrategien sollten die Potenziale urbaner Landwirtschaft systematisch erfassen und bewerten. Tools wie Geoinformationssysteme (GIS), digitale Flächenregister oder Urban Digital Twins können helfen, geeignete Areale zu identifizieren, Nutzungskonflikte zu erkennen und Synergien zwischen verschiedenen Akteuren herzustellen.

Ein weiteres zentrales Instrument sind Kooperationsmodelle. Urbane Landwirtschaft funktioniert selten im Alleingang – sie braucht starke Allianzen zwischen Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft. Partizipative Planungsprozesse, Pachtmodelle, Genossenschaften oder Public-Private-Partnerships sind nur einige Wege, um die notwendigen Strukturen zu schaffen. Erfolgsentscheidend ist dabei, die unterschiedlichen Interessen unter einen Hut zu bringen und rechtliche wie organisatorische Hürden proaktiv anzugehen.

Innovative Ansätze wie die Essbare Stadt Andernach, die solidarische Landwirtschaft in Zürich oder der „Urban Farming Hub“ in Wien zeigen, wie vielseitig die Umsetzung aussehen kann. Allen gemeinsam ist die professionelle Planung, die enge Verzahnung mit anderen Stadtfunktionen (wie Wasserwirtschaft, Energie, Mobilität) und die Offenheit für neue Technologien. Die eigentliche Kunst liegt darin, aus vielen kleinen Puzzleteilen ein funktionierendes Gesamtsystem zu bauen, das die Stadt als lebendiges, produktives Gefüge begreift.

Doch auch hier gilt: Ohne Mut zur Lücke und Experimentierfreude bleibt urbane Landwirtschaft ein Randthema. Es braucht Pilotprojekte, Laborflächen und eine Fehlerkultur, die Rückschläge als Lernprozesse begreift – und nicht als Beleg fürs Scheitern. Nur so können innovative Konzepte vom Prototypen zur skalierbaren Lösung reifen.

Herausforderungen, Risiken und Kontroversen: Was kann schiefgehen?

So vielversprechend urbane Landwirtschaft als Resilienzfaktor erscheint, so groß sind die Stolpersteine auf dem Weg zur flächendeckenden Umsetzung. Ein zentrales Problem ist die Flächenkonkurrenz: In wachsenden Städten kämpfen Wohnen, Gewerbe, Verkehr und Freiraum um jeden Quadratmeter. Urbane Landwirtschaft muss sich in diesem Spannungsfeld behaupten – und oft wird sie als nachrangige Nutzung betrachtet. Hier braucht es politischen Rückhalt, planerische Kreativität und überzeugende Argumente, um produktives Grün gegen kurzfristige Verwertungsinteressen zu verteidigen.

Ein zweiter Stolperstein ist die rechtliche Unsicherheit. Viele Flächen sind für landwirtschaftliche Nutzung nicht ausgewiesen, Nutzungsänderungen sind aufwendig oder rechtlich heikel. Haftungsfragen, Baurecht und Umweltauflagen erschweren Investitionen und langfristige Planungssicherheit. Erst wenn urbane Landwirtschaft als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge anerkannt und rechtlich abgesichert ist, kann sie ihr Potenzial voll entfalten.

Auch soziale Konflikte sind nicht zu unterschätzen. Wer darf mitmachen, wer profitiert, wer entscheidet über die Nutzung? Gerade in heterogenen Quartieren können urbane Landwirtschaftsprojekte zur Polarisierung führen – etwa, wenn Gärten als Aufwertungsinstrumente missbraucht werden oder bestehende Nutzergruppen verdrängt werden. Hier sind transparente Beteiligungsprozesse, inklusive Governance-Modelle und eine klare Kommunikation unerlässlich.

Technisch und wirtschaftlich gibt es weitere Herausforderungen. Hightech-Lösungen wie Vertical Farming sind teuer, energieintensiv und oft noch nicht wirtschaftlich tragfähig. Viele Projekte scheitern an der Finanzierung, an fehlender Marktanbindung oder am Übermaß an Bürokratie. Auch das Wissen um Anbau, Pflege und Vermarktung ist in der Stadtgesellschaft nicht selbstverständlich vorhanden und muss oft erst aufgebaut werden.

Schließlich gibt es auch kritische Stimmen, die urbane Landwirtschaft als Feigenblatt für ungelöste Strukturprobleme sehen. Soziale Ungleichheit, Flächenversiegelung und industrielle Landwirtschaft lassen sich nicht allein durch Urban Gardening lösen. Die Gefahr besteht, dass urbane Landwirtschaft als grünes Alibi missbraucht wird – anstatt strukturelle Veränderungen anzustoßen. Es bleibt die Aufgabe von Planern, Verwaltung und Politik, den Anspruch an urbane Landwirtschaft realistisch zu halten und sie als einen Baustein im Gesamtgefüge nachhaltiger Stadtentwicklung zu begreifen.

Das alles zeigt: Urbane Landwirtschaft ist kein Selbstläufer und keine Wunderwaffe. Sie verlangt Fachwissen, Ressourcen, Durchhaltevermögen – und immer wieder den Mut, neue Wege zu gehen. Wer sich diesen Herausforderungen stellt, kann jedoch enorme Potenziale für die Resilienz der Stadt heben.

Handlungsempfehlungen und Ausblick: Urbane Landwirtschaft als Infrastruktur der Zukunft

Wie also gelingt der Sprung von der urbanen Landwirtschaft als Projekt zur urbanen Landwirtschaft als Infrastruktur? Zunächst braucht es das klare Bekenntnis, sie als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge zu verstehen – und entsprechend zu fördern. Stadtentwicklungspläne sollten produktive Flächen explizit ausweisen, Förderprogramme und Innovationswettbewerbe gezielt auf urbane Landwirtschaft ausrichten. Auch die Integration in Klimaanpassungsstrategien, Biodiversitätskonzepte und soziale Stadtentwicklung ist unerlässlich.

Verwaltungen und Politik müssen rechtliche Rahmenbedingungen schaffen, die Experimentierräume ermöglichen und langfristige Nutzungssicherheit bieten. Dazu gehören flexible Bebauungspläne, erleichterte Genehmigungsverfahren und transparente Kooperationsmodelle. Insbesondere Zwischennutzungen und temporäre Projekte sollten als Innovationslabor verstanden und nicht durch starre Regularien ausgebremst werden.

Planer sind gefragt, urbane Landwirtschaft als Querschnittsaufgabe zu denken und in andere Infrastrukturen einzubetten. Dazu zählt die Verknüpfung mit Regenwassermanagement, Energieerzeugung, Mobilität und Freiraumplanung. Digitale Tools – von GIS bis Urban Digital Twins – können helfen, Synergien sichtbar zu machen und neue Flächenpotenziale zu erschließen.

Die Zivilgesellschaft wiederum sollte als Partner auf Augenhöhe einbezogen werden. Partizipative Prozesse, transparente Entscheidungswege und niedrigschwellige Zugänge sind entscheidend, um breite Akzeptanz und Mitwirkung zu sichern. Bildungsangebote, Austauschformate und offene Werkstätten können Wissen und Motivation fördern – und die urbane Landwirtschaft als Gemeinschaftsaufgabe etablieren.

Schließlich gilt: Ohne Innovationsfreude und Experimentierkultur bleibt urbane Landwirtschaft Stückwerk. Städte sollten Pilotprojekte, Start-ups und Forschung gezielt unterstützen, Erfolge sichtbar machen und aus Fehlern lernen. Nur so kann urbane Landwirtschaft zur flexiblen, resilienten und vielfältigen Infrastruktur werden, die den Herausforderungen der Zukunft gewachsen ist.

Der Ausblick ist klar: Urbane Landwirtschaft ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit für die Stadt von morgen. Sie macht Städte nicht nur grüner, sondern auch widerstandsfähiger, sozialer und innovativer. Wer jetzt die richtigen Weichen stellt, kann aus der urbanen Landwirtschaft das Rückgrat einer echten Resilienzkultur machen – und damit die Stadt als Lebensraum für Mensch, Natur und Wirtschaft nachhaltig stärken.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Urbane Landwirtschaft ist weit mehr als ein grünes Feigenblatt für die Stadtplanung. Sie ist ein vielseitiges Instrument zur Stärkung ökologischer, sozialer und ökonomischer Resilienz. Ihr Erfolg hängt entscheidend von der Integration in Stadtentwicklungsprozesse, von rechtssicheren Rahmenbedingungen und von interdisziplinärer Zusammenarbeit ab. Wer urbane Landwirtschaft als Infrastruktur der Zukunft begreift und gezielt fördert, kann nicht nur Ernährungssicherheit und Klimaanpassung vorantreiben, sondern auch soziale Teilhabe und Innovation stärken. Die Stadt von morgen wächst nicht nur in die Höhe – sie wächst auch ins Grüne. Und das ist gut so.

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Center for Community Life: Vella timber construction by HAZ Arquitectura

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The Center for Community Life: the Vella timber construction by HAZ Arquitectura

There is a new community center at the entrance to Barcelona: Porta Trinitat by HAZ Arquitectura is a wooden building that serves as a multifunctional complex and has the characteristics of a passive house. The architects wanted to create a cozy place in Trinitat Vella that attracts people with different needs.

Portra Trinitat is located on one of Barcelona’s central streets on the outskirts of the city. The surrounding buildings promote an introspective design. For the “Center for Community Life”, the architects from HAZ designed two buildings that are oriented towards the two main streets Meridiana and Carretera de Ribes. There is an inner square in the middle.

In the community center, a modern wooden building, there is space for an open-air cinema and many other uses. The building is open to people from Sant Andreu and Nous Barris. As there were many waves of immigration from southern Spain here in the 1950s and 1960s, the district is characterized by strong cohesion and solidarity. The Center for Community Life supplements the missing living spaces and offers a meeting place for everyone.

The interior of the building in Trinitat Vella is organized around two inner courtyards that provide light and ventilation. The entrance hall consists of a spacious room that serves as a foyer for the auditorium and provides space for various activities and exhibitions. There is also a reception and a canteen. On the second floor there is a center for social services and a contact point for women. Offices and rooms for neighborhood facilities and associations occupy the other floors.

What makes the Centre for Community Life special is its building material: it is made of wood, a warm material in the midst of the rather inhospitable urban environment. The architects buried pipes during the excavation work, which now provide clean air. The subsoil regulates the temperature of the air and releases it into the two covered inner courtyards, which thus act as air ducts. The ventilation is cool in summer and warm in winter. Thanks to this old Mediterranean method, pleasant temperatures of around 18°C prevail all year round, meaning that additional heating is only required on a few days.

The building’s stairwell is located between the two inner courtyards. It receives light and lighting. There are other rooms around the central core that capture the air through the terrace façades. According to the architects, this can be compared to the gills of a fish.

The timber construction in Trinitat Vella is outstanding in terms of its energy efficiency and qualifies as a passive house. In addition to geothermal energy, the terraces also play an important role as ventilation openings. There is also a ventilated façade made of larch wood, which offers vapor barriers with different permeability thanks to various layers of gypsum fiber boards and rock wool. This prevents condensation.

The larch wood slats along the façade also serve as sun protection. They extend horizontally to the south and vertically to the east and west. And thanks to the reduced building weight with a steel skeleton and CLT timber panels, it was possible to reduce the community center’s CO2 emissions. Small pipes and installations can be routed between the beams as required.

There are also photovoltaic panels on the roof, which have an output of 60,000 watts. This is enough to operate the elevators, regulate the climate in addition to the geothermal energy, provide lighting and power normal building use. The geothermal energy also helps with the pre-treatment of fresh air via a Canadian well. The resulting condensation water from the well is collected and later used as irrigation water.

The Barcelona Energy Agency has selected the HAZ Arquitectura building as a pilot project to be studied and optimized over time. Among other things, this involves the reaction of larch wood to fire. This material covers the entire façade. It is particularly hard and weather-resistant. With the help of a stain, it is possible to reduce darkening over time, making the wood suitable for use in the Mediterranean region. To make the wood fireproof, the moisture was extracted and a waterproof glaze applied. This needs to be replaced after an estimated five years, which should be possible using a spray gun from a lifting basket.

Overall, the building is designed for a 50-year service life. It was designed as a dry construction and detailed using BIM technology. This made it possible to produce virtually no waste during construction and to assemble the building quickly and precisely. At the end of its useful life, the cataloged components can be used for new locations and projects.

The project is the work of architects Manuel Sánchez-Villanueva and Carol Beuter from HAZ Arquitectura, a Barcelona-based studio with extensive experience in the construction of public and private facilities in the health, cultural and social sectors. The Center for Community Life is the first building in the future complex. The architects therefore opted for a simple, abstract exterior design that opens out onto a future square.

Wood is the most commonly used material in the construction of the center. It was chosen for its comfort and low environmental impact. As a passive house, it shows how energy and material consumption can be minimized. At the same time, Mediterranean traditions are used to regulate ventilation and temperature – a true innovation in the form of a community center.

Johannes Ludwig – 2170 apartments in Munich

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The Munich architect and university lecturer Johannes Ludwig (1904-1996) is best known for his church buildings, such as the Paul Gerhardt Church in Munich-Laim, his school buildings and the interior design of the Collection of Classical Antiquities in Munich. However, he also planned and realized a total of more than 2,000 apartments in Munich, including the Mollau housing estate in Sendling, terraced buildings and high-rise buildings in the […]

The Munich architect and university lecturer Johannes Ludwig (1904-1996) is best known for his church buildings, such as the Paul Gerhardt Church in Munich-Laim, his school buildings and the interior design of the Collection of Classical Antiquities in Munich. However, he also planned and realized a total of more than 2,000 apartments in Munich, including the Mollau housing estate in Sendling, terraced buildings and high-rise buildings in the Bogenhausen park district, multi-storey apartments in Maxvorstadt and accommodation in Milbertshofen.

Residential buildings were built in rows, in blocks, in city-expanding estates or as solitary buildings, which together still characterize the image of the city today. All “without false ambition” and “without pizzazz”, as Johannes Ludwig himself put it. At first glance, they appear rather harmless and unpretentious, but a closer look reveals that this is precisely their special quality and how clearly, finely and sparingly they were designed and how precisely the architectural decisions were made.

As a contribution to the current debate on housing construction, the Bavarian Chamber of Architects, in cooperation with the TU Kaiserslautern, is showing these unagitated and unspectacular everyday buildings in an extensive exhibition until November 23: current photos and drawings created with students from the TU Kaiserslautern document Ludwig’s work and are juxtaposed with historical photos, plans and references.

Information about the exhibition

Admission to the exhibition and architecture club is free.

Opening hours
Mon – Thu: 9.00 a.m. to 5.00 p.m.
Fri: 9.00 a.m. to 3.00 p.m.
Closed on 01.11.2018

Exhibition duration
until November 23, 2018

www.byak.de