What can target images achieve? – Vision-based urban planning explained

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A moment from everyday urban life: heavy traffic on a German street, flanked by tall buildings. Photo by Bin White.

Stadtplanung auf Basis von Zielbildern klingt nach Wunschdenken? Weit gefehlt: Visionsbasierte Planung ist längst ein strategisches Werkzeug, das Realitäten schafft – wenn man es richtig einsetzt. Zwischen Powerpoint-Poesie und transformativem Leitbild entscheidet sich, ob Zielbilder Motor oder Märchen der Stadtentwicklung sind. Wer wissen will, wie aus Visionen konkrete, nachhaltige Stadt entsteht, liest besser weiter.

  • Definition und Rolle von Zielbildern in der Stadtplanung: Was sie sind und warum sie unverzichtbar sind
  • Wie Zielbilder den Planungsprozess strukturieren und Innovation ermöglichen
  • Fallstricke, Missverständnisse und Risiken: Visionen zwischen Utopie und Umsetzbarkeit
  • Best Practices aus Deutschland, Österreich und der Schweiz: Von visionären Leitbildern zur realen Transformation
  • Partizipation, Kommunikation und Governance: Zielbilder als Werkzeug für Dialog und Konsens
  • Die Zukunft: Digitalisierung, Daten und die nächste Generation visionsbasierter Planung
  • Kritische Reflexion: Wo Zielbilder scheitern und wie sie zu lebendigen Prozessen werden

Zielbilder – mehr als schöne Bilder: Fundament, Kompass und Motor moderner Stadtplanung

Wer in der Stadtplanung tätig ist, begegnet ihnen auf Schritt und Tritt: Zielbilder, Leitbilder, Visionen. Sie zieren Wettbewerbsbeiträge, sie leuchten auf den Titelseiten von Masterplänen, sie werden in Workshops und Bürgerdialogen diskutiert. Doch was steckt hinter diesen Begriffen? Zielbilder sind weit mehr als schicke Renderings oder wortgewaltige Mission Statements. Sie sind das Rückgrat strategischer Stadtentwicklung, das Bindeglied zwischen Gegenwart und Zukunft, zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

Ein Zielbild beschreibt eine wünschenswerte Entwicklung für einen Stadtteil, ein Quartier oder gleich die ganze Stadt – konkret genug, um Orientierung zu geben, offen genug, um Spielräume zu lassen. Es geht dabei nicht nur um Ästhetik oder Marketing, sondern um die Definition gemeinsamer Werte, Prioritäten und Qualitäten. Zielbilder übersetzen gesellschaftliche Erwartungen, politische Leitlinien und fachliche Expertise in eine verständliche, motivierende und steuernde Erzählung. Sie sind das Gegenmittel zu Kurzfristigkeit und Flickwerk, das in vielen Verwaltungen und politischen Gremien nur allzu bekannt ist.

Für Planer ist das Zielbild ein Arbeitswerkzeug: Es strukturiert die Analyse, gibt den Rahmen für Entwürfe und Szenarien vor, hilft bei der Priorisierung von Maßnahmen und macht komplexe Entwicklungsprozesse überhaupt erst steuerbar. Im besten Fall ist das Zielbild kein starres Dogma, sondern ein lernendes System, das in Iterationsschleifen weiterentwickelt wird. Gerade in Zeiten von Klimakrise, Digitalisierung und gesellschaftlicher Transformation braucht Stadtplanung mehr denn je einen langen Atem – und ein gemeinsames Bild davon, wohin die Reise gehen soll.

Der Erfolg von Zielbildern hängt maßgeblich davon ab, wie sie entstehen. Werden sie nur am grünen Tisch entworfen, drohen sie zur staffagehaften Utopie zu verkommen – fernab der Lebensrealität der Menschen. Werden sie hingegen als partizipativer Prozess gedacht, in dem Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft gemeinsam an einer Zukunftsvision arbeiten, entsteht ein kollektives Commitment, das über Legislaturperioden und Einzelinteressen hinaus trägt. Zielbilder sind dann keine Luftschlösser, sondern mächtige Steuerungsinstrumente, die Planung, Politik und Stadtgesellschaft verbinden.

Die Kunst besteht darin, Zielbilder so zu formulieren, dass sie inspirieren und zugleich zur Umsetzung herausfordern. Sie müssen ambitioniert, aber erreichbar sein. Sie dürfen Widersprüche und Zielkonflikte nicht ausblenden, sondern müssen sie sichtbar machen. Und sie müssen laufend überprüft, angepasst und weiterentwickelt werden – sonst drohen sie zur Folie für Beliebigkeit oder zum Alibi für Nichtstun zu werden. Wer in der Stadtplanung mit Zielbildern arbeitet, übernimmt Verantwortung für Zukunft. Das ist keine geringe Aufgabe – aber auch eine große Chance.

Vom Leitbild zum Werkzeugkasten: Wie Zielbilder Planungsprozesse steuern und Innovationen ermöglichen

Die eigentliche Kraft von Zielbildern entfaltet sich erst im praktischen Planungsalltag. Hier zeigen sich ihre vielfältigen Funktionen: Sie sind Orientierungsrahmen, Prüfstein, Kommunikationsgrundlage und Innovationsmotor zugleich. Ein gutes Zielbild ist keine statische Folie, sondern ein dynamisches Werkzeug, das den gesamten Planungsprozess strukturiert – von der ersten Bestandserhebung bis zur Umsetzung konkreter Projekte.

Zunächst bieten Zielbilder einen verlässlichen Referenzpunkt, an dem sich alle weiteren Schritte ausrichten. Sie ermöglichen es, unterschiedliche Interessen, Ideen und Fachperspektiven zu bündeln und auf gemeinsame Ziele auszurichten. Gerade in komplexen Situationen – etwa bei konkurrierenden Nutzungsansprüchen, Zielkonflikten zwischen Klimaschutz und Wohnraumschaffung oder schwierigen Flächenentwicklungen – ist das Zielbild die Richtschnur, die Entscheidungen transparent und nachvollziehbar macht.

Darüber hinaus sind Zielbilder ein Katalysator für Innovation. Sie eröffnen Raum für neue Denkansätze, experimentelle Formate und kreative Lösungen, die im engen Korsett klassischer Planung oft keinen Platz finden. Indem sie den Horizont erweitern und bewusste Irritationen zulassen, fördern sie die Bereitschaft, neue Wege zu gehen und Bestehendes zu hinterfragen. Die besten Zielbilder entstehen häufig an den Schnittstellen von Disziplinen, wo klassische Stadtplanung, Landschaftsarchitektur, Mobilitätsplanung, Digitalisierung und soziale Innovation aufeinandertreffen.

Ein weiteres zentrales Element ist die Funktion von Zielbildern als Kommunikationsmedium. Sie übersetzen komplexe Fachinhalte in verständliche, bildhafte Sprache und machen die Auswirkungen von Planungsentscheidungen für Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit greifbar. Gerade in Beteiligungsprozessen können Zielbilder Brücken bauen, Missverständnisse auflösen und gemeinsame Identität stiften. Ein überzeugendes Zielbild mobilisiert Akteure, schafft Vertrauen und fördert die Bereitschaft, auch schwierige Veränderungen mitzutragen.

Nicht zuletzt helfen Zielbilder dabei, Planungsprozesse resilient und flexibel zu gestalten. In einer Welt, in der Unsicherheiten und Dynamik zum Alltag gehören, ersetzen sie keine detaillierten Fahrpläne. Vielmehr schaffen sie einen robusten Rahmen, der auch auf unerwartete Entwicklungen reagieren kann. So werden Zielbilder zum Werkzeugkasten, mit dem Stadtplanung nicht nur auf Sicht fährt, sondern strategisch und proaktiv gestaltet.

Risiken, Fallstricke und Erfolgsfaktoren: Zielbilder zwischen Vision, Utopie und Realpolitik

So verlockend die Arbeit mit Zielbildern klingt, so groß sind die Herausforderungen und Risiken, die mit ihrem Einsatz verbunden sind. Allzu oft werden Zielbilder mit Zukunftsutopien verwechselt, die zwar inspirieren, aber an der harten Realität von Flächendruck, Haushaltszwängen oder politischen Machtspielen zerschellen. Der Grat zwischen ambitionierter Vision und naivem Wunschtraum ist schmal – und nicht selten entpuppt sich das vermeintlich innovative Zielbild als buntes Feigenblatt für längst beschlossene Pfade.

Ein zentrales Risiko besteht in der Überambitionierung: Wenn Zielbilder zu abstrakt, zu weitreichend oder zu technokratisch formuliert werden, verlieren sie die Bodenhaftung. Dann drohen sie zur Alibi-Dekoration zu verkommen, die weder Orientierung bietet noch zum Handeln motiviert. Gerade in Beteiligungsprozessen ist Vorsicht geboten: Werden Zielbilder ohne ehrliche Auseinandersetzung mit Zielkonflikten oder Interessensgegensätzen entwickelt, droht Enttäuschung oder gar Vertrauensverlust.

Ein weiteres Problemfeld ist die Umsetzung. Zielbilder entfalten nur dann Wirkung, wenn sie mit klaren Verantwortlichkeiten, messbaren Zwischenzielen und ausreichenden Ressourcen hinterlegt werden. Fehlt es an Governance-Strukturen, Monitoring oder politischem Rückhalt, bleiben sie folgenlos. Hier zeigt sich: Zielbilder sind kein Selbstzweck, sondern brauchen Management, Pflege und Kommunikation – sonst werden sie zum Papiertiger.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Gefahr der Instrumentalisierung. Zielbilder können missbraucht werden, um unbequeme Entscheidungen zu verschleiern oder partikulare Interessen zu legitimieren. Sie sind anfällig für „Buzzword-Bingo“ und inhaltsleere Modebegriffe, die mehr verschleiern als klären. Deshalb gilt: Wer mit Zielbildern arbeitet, braucht Mut zur Ehrlichkeit, zur Selbstkritik und zur permanenten Überprüfung der eigenen Annahmen.

Die gute Nachricht: Es gibt zahlreiche Beispiele, wie Zielbilder erfolgreich zur Transformation beitragen können. Voraussetzung ist, dass sie als Prozess verstanden werden – nicht als abgeschlossenes Produkt, sondern als lernendes, adaptives System. Sie brauchen Verankerung in Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft, sie müssen Konflikte offenlegen und Lösungen aushandeln. Nur dann werden sie zum Motor für nachhaltige, resiliente und lebenswerte Städte.

Best Practices und neue Perspektiven: Zielbilder als Hebel für nachhaltige Stadtentwicklung

Ein Blick auf die Praxis zeigt: In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es beeindruckende Beispiele, wie Zielbilder echte Wirkung entfalten. Die Stadt Zürich etwa hat mit dem Stadtentwicklungskonzept 2040 ein Zielbild entwickelt, das nicht nur ambitionierte Klimaziele setzt, sondern diese auch mit konkreten Maßnahmen, Monitoring und breiter Beteiligung verknüpft. Das Leitbild „Wien 2030“ wiederum definiert klare Prioritäten für Mobilität, Klimaanpassung und soziale Inklusion – und wird laufend in partizipativen Prozessen weiterentwickelt.

In Deutschland hat Leipzig mit dem „Zukunftsbild Leipzig 2030“ einen breiten Bürgerdialog angestoßen, der die Stadtgesellschaft zur aktiven Mitgestaltung eingeladen hat. Das Zielbild diente als Grundlage für zahlreiche Detailkonzepte – von der Innenstadtentwicklung bis zur Grünraumstrategie. Entscheidend war hier die Verknüpfung von visionärer Leitidee und konkreter Umsetzung in Projekten, begleitet von transparentem Monitoring und regelmäßiger Fortschrittskontrolle.

Auch kleinere Städte und Gemeinden setzen zunehmend auf visionsbasierte Planung. In Tübingen etwa wurde das Zielbild „Klimaneutrale Stadt 2030“ als Leitplanke für alle Fachplanungen etabliert – von der Bauleitplanung bis zur Verkehrssteuerung. Der Clou: Das Zielbild ist kein starres Dokument, sondern wird in agilen Prozessen kontinuierlich überprüft und angepasst. So bleibt es anschlussfähig an neue Herausforderungen und Erkenntnisse.

Ein weiteres Erfolgsmodell ist die Kopplung von Zielbildern mit digitalen Tools. Immer mehr Kommunen nutzen Geoinformationssysteme, digitale Beteiligungsplattformen und szenariobasierte Simulationen, um Zielbilder greifbar und überprüfbar zu machen. Die Verschmelzung von visuellen Darstellungen, Datenanalyse und partizipativer Prozessgestaltung eröffnet neue Möglichkeiten, Zielbilder als lebendige Steuerungsinstrumente zu nutzen – und sie vor Manipulation, Missbrauch oder Entfremdung zu schützen.

Die Lehre aus diesen Beispielen: Zielbilder entfalten dann maximale Wirkung, wenn sie als gemeinsames Projekt verstanden werden – als offener, iterativer Prozess, der Diversität, Dissens und Dynamik nicht scheut, sondern produktiv nutzt. Sie sind Hebel für nachhaltige Stadtentwicklung, wenn sie Lust auf Zukunft machen, Orientierung geben und zum Handeln motivieren. Und sie sind dann besonders wertvoll, wenn sie nicht als Endpunkt, sondern als Startpunkt für kollektive Lernprozesse begriffen werden.

Ausblick: Die Zukunft visionsbasierter Stadtplanung – Digitalisierung, Daten und der nächste Entwicklungssprung

Die nächste Generation visionsbasierter Stadtplanung steht bereits in den Startlöchern – angetrieben von Digitalisierung, Big Data und neuen Beteiligungsformaten. Was bislang als statisches Leitbild auf Papier oder als Powerpoint-Folie existierte, wird zunehmend zum digitalen, interaktiven und datengetriebenen System. Zielbilder verschmelzen mit Urban Digital Twins, Simulationen und Echtzeitdaten zu lebendigen Steuerungsplattformen, die Planung, Betrieb und Beteiligung miteinander verzahnen.

Digitale Zielbilder eröffnen neue Dimensionen der Partizipation: Bürger können künftig nicht nur an der Formulierung von Leitbildern mitwirken, sondern deren Auswirkungen in Echtzeit erleben, bewerten und mitgestalten. Szenarien lassen sich durchspielen, Zielkonflikte transparent machen, Alternativen visualisieren. Die Grenze zwischen Planung und Umsetzung, zwischen Vision und Realität, wird durchlässiger. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an Governance, Transparenz und Datenschutz – denn digitale Zielbilder sind nicht nur Werkzeuge, sondern auch Machtinstrumente.

Ein weiterer Trend ist die Kopplung von Zielbildern mit Performance-Indikatoren, Monitoring-Systemen und lernenden Algorithmen. So kann die Entwicklung der Stadt laufend überprüft, gesteuert und an neue Herausforderungen angepasst werden. Zielbilder werden damit zu lernenden Systemen, die nicht nur Orientierung, sondern auch Feedback liefern – und so für nachhaltige, resiliente Städte sorgen können.

Die große Herausforderung der kommenden Jahre wird darin bestehen, diese neuen Potenziale verantwortungsvoll zu nutzen. Es braucht Regeln, Standards und ethische Leitplanken, um Manipulation, technokratischem Bias und Intransparenz vorzubeugen. Zielbilder dürfen kein Selbstzweck werden, sondern müssen immer wieder auf ihre Wirksamkeit, Legitimität und Anschlussfähigkeit überprüft werden. Nur so bleiben sie lebendig und zukunftsfähig.

Fest steht: Wer heute visionsbasierte Stadtplanung betreibt, muss mehr sein als ein guter Gestalter. Gefragt sind Kompetenzen in Prozessmanagement, Datenkompetenz, Moderation und Kommunikation – und vor allem die Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven produktiv zu integrieren. Die Zukunft der Stadt entsteht nicht im stillen Kämmerlein, sondern im offenen, kollektiven Dialog. Zielbilder sind der Kompass, der diesen Prozess steuert – wenn man sie klug, mutig und nachhaltig einsetzt.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Zielbilder sind weit mehr als dekorative Zukunftsbilder oder politische Lippenbekenntnisse. Richtig eingesetzt, sind sie das strategische Herzstück moderner Stadtplanung – Kompass, Werkzeug und Katalysator zugleich. Sie strukturieren Prozesse, fördern Innovation, schaffen Identität und ermöglichen Beteiligung auf Augenhöhe. Ihre Kraft entfalten sie jedoch nur, wenn sie als gemeinsamer, offener und lernender Prozess gestaltet werden. Die Verbindung von fachlicher Expertise, partizipativer Aushandlung und digitaler Innovation eröffnet neue Horizonte für die Stadt von morgen. Doch Zielbilder sind kein Selbstläufer: Sie verlangen Mut, Ehrlichkeit und Ausdauer – und sie sind so lebendig wie die Stadt selbst. Wer sie als Chance begreift, kann Stadtentwicklung nicht nur denken, sondern wirklich gestalten.

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Elisabeth – a figure on the threshold of two wills

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The depiction in which Mary meets Elizabeth has been depicted particularly frequently in art. Photo: Domenico Ghirlandaio, Public domain, via: Wikimedia Commons

The depiction in which Mary meets Elizabeth has been depicted particularly frequently in art.
Photo: Domenico Ghirlandaio, Public domain, via: Wikimedia Commons

Elizabeth is one of the few female figures in the New Testament whose theological significance extends far beyond her brief presence in the text. As the mother of John the Baptist, she stands at the intersection of Old Testament expectation and New Testament revelation – a position that has fascinated both the Bible and the visual arts. Hardly any other biblical figure combines prophetic witness, maternal authority and spiritual insight so impressively in a single figure.

Within the story of Jesus’ birth in the Gospel of Luke, Elizabeth plays a structurally indispensable role. Her story opens the first curtain of the drama of salvation: long childless and living in a priestly environment, she becomes the mother of John the Baptist through divine intervention. Luke’s Gospel thus deliberately draws on Old Testament narrative patterns – think of Sarah, Hannah or Ruth – in which barrenness is understood as a trial and overcoming it as a sign of election. In this literary tradition, she is not a marginal figure, but a theologically calculated intervention: the miraculous pregnancy of the old woman prepares the even more miraculous pregnancy of the young Mary.

The first chapter of Luke’s Gospel portrays Elizabeth as righteous before God, which is particularly important in the ancient context, as childlessness was considered a social and religious stigma. When the angel Gabriel announces the impending birth to her husband Zacharias, this marks a turning point that characterizes the entire narrative structure of the Gospel. The change from barrenness to fertility is no mere miracle – it is a signal of salvation history. The figure reaches its theological climax at the moment of the so-called Visitation, when Mary visits her relatives. At the sound of the greeting, the child leaps in Elizabeth’s womb – a prenatal recognition of Jesus, which is interpreted in the exegetical tradition as the first prophetic act of John the Baptist. Elizabeth’s words spoken in response – “Blessed are you among women, and blessed is the fruit of your womb” – were incorporated into the later Ave Maria, making it one of the most quoted phrases in the Christian liturgy. Here she does not act as a passive observer, but as a prophetic witness who names the identity of Jesus’ salvation even before his birth and thus linguistically crosses the boundary between the two testaments.

No pictorial motif in which Elizabeth appears has had such a lasting impact on art history as the Visitatio – the Visitation. Since the early Middle Ages, it has been part of the established canon of Marian picture cycles, and the motif unfolds its full iconographic complexity in the High Renaissance at the latest. Giotto di Bondone depicts the encounter between the two women in the Cappella degli Scrovegni in Padua (around 1305) with physical immediacy: the intimate embrace becomes a visible form of divine grace that takes place in human contact. Giotto’s composition thus sets a standard for all subsequent depictions.
Domenico Ghirlandaio adopts the motif in his fresco of the “Visitazione” (1491) in Santa Maria Novella in Florence and anchors it in the spirit of Renaissance humanism: the two women meet in a balanced, almost symmetrical composition against a moderate architectural backdrop. The age difference – Maria is youthful, Elisabeth more mature and experienced – becomes a formal device that emphasizes the miraculous nature of both pregnancies. In northern Europe, Albrecht Dürer takes up the theme in his woodcut series The Life of Mary (around 1502-1510): The scene is more narratively condensed, embedded in a richly detailed everyday setting that transfers the sacred into the familiar.

In addition to the Visitation, Elizabeth can also be found in the depiction of the birth of John the Baptist. In late medieval panel paintings, she often lies in childbed surrounded by servants while the newborn is being bathed – an iconographic parallel to the birth of Mary, which embeds her role as mother in family and social contexts. A particularly impressive example is Rogier van der Weyden’s altarpiece with the “Birth of the Baptist” (c. 1455, Gemäldegalerie Berlin), in which the reclining Elizabeth forms the center of a carefully arranged group of women with quiet dignity.
In the Baroque period, the emotional energy of the visitation scene intensifies considerably. In his “Visitation” (c. 1612), Peter Paul Rubens lends it a dynamic physicality: Elizabeth confronts Mary with sweeping gestures, while light and color heighten the spiritual excitement of the moment to a pathetic level. Here she is not a silent companion figure, but a woman whose devout joy is directly expressed in her movement and posture.
Characteristic of her portrayal across all epochs is the pictorial emphasis on age. Greyish hair, finely drawn facial features and a measured posture allude to her advanced years and emphasize the wonderfulness of her motherhood. At the same time, these features lend the figure a special dignity: she stands for constancy and fidelity in faith, for a depth of experience that complements the youthful Mary.
The enduring presence of the figure in painting, sculpture and stained glass – even in contemporary interpretations – demonstrates how productive the few verses of Luke’s Gospel have remained as an artistic template. In Elizabeth, female experience of faith, prophetic clarity and maternal authority are condensed into a figure that asserts its own unmistakable voice between restraint and theological effectiveness.

Karl & Faber Spring Auction 2025

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Karl & Faber is auctioning the oil painting "Three Women in the Vineyard" by Max Klinger.

Karl & Faber is auctioning the oil painting "Three Women in the Vineyard" by Max Klinger.

The Karl & Faber Spring Auction 2025 will feature outstanding works by old masters and 19th century artists. With works by Max Klinger, Franz Horny, Rembrandt, Albrecht Dürer and Francisco de Goya, the auction offers a top-class selection for collectors and institutions.

With the Karl & Faber Spring Auction 2025, the Munich auction house is once again putting top-class works from European art history up for auction. The focus of the “Old Masters & 19th Century Art” auction is a group of 30 works by the Leipzig Symbolist Max Klinger. Among them is the painting “Three Women in the Vineyard” from 1912, a work with autobiographical references and stylistic depth. The work was valued at 30,000 to 40,000 euros and is considered a key work within the artist’s oeuvre. It combines autobiographical elements, an intensive exploration of music and the artist’s ambivalent relationship with women. It depicts Elsa Asenijeff, Klinger’s partner and muse, as well as his house in the vineyards of Großjena near Naumburg in the background. The offer is complemented by further paintings, drawings, prints, autographs and sculptures – including the pastel Female Nude on the Seashore from 1916 (estimate: 10,000 euros) and the bronze Cassandra, cast in 1903 (estimate: 6,000 to 8,000 euros). Another object from this collection was recently sold in a private sale to the Metropolitan Museum of Art in New York.
Like the painting, the drawings and sculptures on offer by Klinger come from a European collection which, according to the auction house, is of “museum format”.

The focus is also on his drawings: Franz Horny’s Chestnut Tree from around 1822, a finely executed nature study in pen and ink, comes from a private collection in southern Germany and is valued at 60,000 to 80,000 euros. The drawing is one of the most impressive works by the “Deutschrömers”, who died young. It is also one of the few surviving works by the artist, who died young and whose precise depictions of nature were already recognized in the 19th century. The fine drawing is part of a collection of 45 lots of high-quality works on paper.
The Karl & Faber Spring Auction 2025 will also feature one of the most extensive print offerings on the European market this year. There will be 87 etchings by Rembrandt van Rijn, including “The Hut and the Haystack” from 1641, with an estimate of 40,000 to 50,000 euros. Albrecht Dürer is represented with 98 lots. Outstanding is the sheet The Coat of Arms with the Skull from 1503 – a depiction that condenses themes such as seduction, transience and moral criticism into a vanitas symbol. The high artistic density and technical brilliance characterize the work as exemplary for Dürer’s middle creative phase, according to the auction house.

Another highlight is Francisco de Goya’s dramatic etching “Another Madness of Him in the Same Square”, part of the “Tauromaquia” series. The sheet, with an estimate of 30,000 to 40,000 euros, documents the creative process of this important series and impresses with its expressive imagery. It is a rare trial proof in which the floor of the arena is only partially finished – a valuable testimony to the graphic creation process.
A rare, complete set of the series Fall of Man and Redemption of the Human Race by Albrecht Altdorfer completes the Old Master segment. The 40 woodcuts, created around 1500 in Regensburg, show an independent view of space and light and are estimated at 12,000 to 15,000 euros.
This selection underlines Karl & Faber’s position as one of Germany’s leading auction houses for works of classical modernism. The Karl & Faber Spring Auction 2025 offers experts, collectors and institutions a high-caliber spectrum of paintings, drawings and prints from the 15th to the early 20th century.

The works can be viewed at Karl & Faber Kunstauktionen in Munich from May 9 to 15, 2025.

Photos: © Karl & Faber Art Auctions

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