What decarbonized urban planning really means

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An impressive view where green landscape meets urban area and snow-capped mountains - photographed by Daniele Mason.

Wer über nachhaltige Stadtentwicklung spricht, kommt an Dekarbonisierung nicht vorbei – doch was bedeutet das eigentlich jenseits von Buzzwords und politischen Sonntagsreden? Wer wirklich wissen will, wie sich Städte von der Kohlenstofffalle befreien können, muss tiefer graben: in Bauprozesse, Materialkreisläufe, Mobilitätskonzepte und Governance-Strukturen. Dekarbonisierte Stadtplanung ist weit mehr als ein grünes Feigenblatt – sie ist ein radikaler Paradigmenwechsel, der unsere Städte, Quartiere und Freiräume von Grund auf transformiert.

  • Präzise Definition: Was Dekarbonisierung in der Stadtplanung wirklich umfasst und warum sie für die urbane Zukunft entscheidend ist.
  • Bausteine der Dekarbonisierung: Von Materialwahl über Energieversorgung bis hin zur urbanen Mobilität und Kreislaufwirtschaft.
  • Relevante Regularien, Standards und politische Rahmenbedingungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
  • Innovative Praxisbeispiele aus Städten wie Zürich, Wien, Hamburg und Basel – und was sie tatsächlich bewirken.
  • Herausforderungen: Warum Dekarbonisierung kein Selbstläufer ist und welche Stolpersteine es für Planer gibt.
  • Rolle von Digitalisierung, Urban Data und partizipativen Prozessen in der klimaneutralen Stadtentwicklung.
  • Wie Dekarbonisierung Planungskultur, Verantwortlichkeiten und Kommunikationsprozesse verändert.
  • Risiken und blinde Flecken: Greenwashing, soziale Schieflagen und technologische Sackgassen.
  • Strategien und Werkzeuge für Planer, Stadtverwaltungen und Landschaftsarchitekten.
  • Ein Ausblick: Warum Dekarbonisierung nicht das Ende, sondern der Anfang der urbanen Transformation ist.

Was Dekarbonisierte Stadtplanung wirklich bedeutet – und warum sie mehr ist als CO₂-Reduktion

Kaum ein Begriff wird derzeit in den Fachkreisen so inflationär verwendet wie „Dekarbonisierung“. Kaum ein Begriff wird zugleich so oft missverstanden, verkürzt oder im besten Fall als Synonym für CO₂-Reduktion verwendet. Doch wer sich ernsthaft mit zukunftsfähiger Stadtentwicklung beschäftigt, erkennt schnell: Dekarbonisierte Stadtplanung ist kein singuläres Ziel, sondern ein systemischer Prozess, der alle Bereiche urbanen Lebens durchdringt – von der Materialwahl über die Mobilitätsinfrastruktur bis hin zur Frage, wie wir Quartiere organisieren, Freiflächen entwickeln und soziale Teilhabe sichern.

Im Kern bezeichnet Dekarbonisierung den konsequenten Ausstieg aus fossilen Energieträgern und kohlenstoffbasierten Lebens- und Bauweisen. Konkret heißt das: Die Stadt von morgen muss mit möglichst wenig Primärenergie auskommen, ihre Stoffströme in Kreisläufen führen, Emissionen minimieren und dabei eine hohe Lebensqualität gewährleisten. Das klingt zunächst nach Planungsutopie – tatsächlich aber ist es längst eine Notwendigkeit, die durch internationale Abkommen wie das Pariser Klimaabkommen, die EU-Taxonomie und nationale Klimaschutzgesetze verbindlich eingefordert wird.

Doch wie sieht das im Alltag der Stadtplanung aus? Dekarbonisierung beginnt weit vor dem ersten Spatenstich. Sie startet bei der Bedarfsanalyse, hinterfragt die Notwendigkeit von Neubauten, setzt auf Bestandserhalt und fordert die Umnutzung brachliegender Areale. Materialien werden nicht mehr nur nach ästhetischen Kriterien ausgesucht, sondern nach ihrem Lebenszyklus, ihrem CO₂-Fußabdruck und ihrer Fähigkeit, Teil einer urbanen Kreislaufwirtschaft zu werden. Die Energieversorgung muss regenerativ, dezentral und resilient organisiert werden – Stichwort: urbane Energiesysteme.

Wer meint, Dekarbonisierung sei ein reines Technikthema, irrt gewaltig. Sie ist ein sozialer, kultureller und politischer Aushandlungsprozess. Es geht um Verteilungsgerechtigkeit, um Flächengerechtigkeit, um die Frage, wessen Bedürfnisse Vorrang haben. Dekarbonisierte Stadtplanung kann nur gelingen, wenn sie alle Akteure mitnimmt: Verwaltung, Planer, Landschaftsarchitekten, Investoren, Zivilgesellschaft. Und sie verlangt einen neuen Umgang mit Unsicherheit, mit Zielkonflikten und mit Komplexität. Denn die Transformation ist nicht linear, nicht widerspruchsfrei und schon gar nicht bequem.

Es gilt also: Dekarbonisierung ist mehr als eine technische Aufgabe. Sie ist ein neues Denken – über Räume, Prozesse und Verantwortung. Und sie ist die zentrale Herausforderung für alle, die Stadt nicht nur bauen, sondern gestalten wollen.

Die Bausteine der Dekarbonisierung: Materialien, Mobilität, Energie und Kreislaufwirtschaft

Wer sich mit der Umsetzung dekarbonisierter Stadtplanung beschäftigt, kommt an den großen Hebeln nicht vorbei: Baustoffe, Energieversorgung, Verkehrssysteme und das urbane Stoffstrommanagement. Jeder dieser Bereiche bietet Chancen – und birgt Risiken, wenn er isoliert betrachtet wird. Beginnen wir mit den Materialien: Beton, Stahl und Ziegel dominieren nach wie vor das urbane Bild, sind aber wahre CO₂-Schleudern. Studien zeigen, dass allein die Herstellung von Zement global für rund acht Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich ist. Der Wechsel zu biobasierten Materialien wie Holz, Lehm oder recycelten Baustoffen ist daher kein Nischenthema, sondern ein Muss. Doch Holzbau ist nicht automatisch klimaneutral – entscheidend sind Herkunft, Verarbeitung und spätere Nutzung im Kreislauf.

Im Bereich Energie stellt sich die Frage nach der richtigen Mischung. Photovoltaik auf Dächern ist inzwischen Standard, doch reicht das nicht aus. Wärmenetze, Geothermie, Solarthermie und die Nutzung von Abwärme aus Industrieprozessen rücken in den Fokus. Besonders spannend: die Kopplung von Sektoren – also die intelligente Verzahnung von Strom, Wärme und Mobilität. Hier können Quartierslösungen echte Effizienzgewinne bringen, vorausgesetzt, sie sind gut geplant und flexibel anpassbar.

Die Mobilität ist ein weiteres zentrales Feld. Die Dekarbonisierung verlangt nicht nur den Abschied vom motorisierten Individualverkehr, sondern eine echte Neuorganisation der Wege in der Stadt. Das reicht vom Ausbau attraktiver Fuß- und Radwege über die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs bis hin zu Carsharing, Mikromobilität und digital gesteuerten Mobilitätsplattformen. Dabei darf nicht vergessen werden: Soziale Aspekte wie Erreichbarkeit, Barrierefreiheit und Teilhabe sind integrale Bestandteile einer dekarbonisierten Mobilitätsplanung.

Ein oft unterschätzter Aspekt ist die urbane Kreislaufwirtschaft. Hier geht es nicht nur um Recycling, sondern um geschlossene Stoffkreisläufe: Gebäude müssen so geplant werden, dass ihre Materialien am Ende der Nutzungsdauer wiederverwendet werden können. Urban Mining – also das gezielte Rückgewinnen von Rohstoffen aus bestehenden Bauten – gewinnt an Bedeutung. Das setzt voraus, dass Gebäude digital dokumentiert und ihre Materialpässe offen zugänglich sind.

Insgesamt zeigt sich: Die Bausteine der Dekarbonisierung sind eng miteinander verknüpft. Wer an einer Stellschraube dreht, beeinflusst das Gesamtsystem. Deshalb braucht es ganzheitliche Konzepte – und den Mut, Neues auszuprobieren, auch wenn nicht jede Innovation auf Anhieb gelingt.

Regulatorische Rahmenbedingungen und politische Steuerung: Die Spielregeln der Dekarbonisierung

Kein Fortschritt ohne Regeln – das gilt besonders in der dekarbonisierten Stadtplanung. Die politischen Vorgaben auf europäischer, nationaler und kommunaler Ebene setzen den Rahmen, innerhalb dessen Stadtplaner und Landschaftsarchitekten agieren müssen. In Deutschland ist das novellierte Klimaschutzgesetz mit seinen ambitionierten Sektorzielen ebenso maßgeblich wie die Baugesetzgebung, die Musterbauordnung und die einschlägigen Normen. Die KfW-Förderprogramme, die EU-Taxonomie und die nationale Wasserstoffstrategie sind weitere Bausteine, die den Handlungsrahmen abstecken.

In Österreich und der Schweiz gelten vergleichbare, teils sogar noch ambitioniertere Vorschriften. Die Stadt Zürich beispielsweise hat sich das Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu werden – und setzt dafür auf eine Mischung aus CO₂-Bepreisung, energetischer Gebäudesanierung und Förderung nachhaltiger Mobilität. Wien wiederum punktet mit dem „Smart City Rahmenstrategie“, der als Blaupause für viele andere Städte dienen kann. Basel hat mit seinem CO₂-Gesetz Maßstäbe gesetzt und zeigt, wie konsequente politische Steuerung in der Praxis aussehen kann.

Doch Papier ist geduldig. Die größte Herausforderung ist oftmals die Umsetzung auf kommunaler Ebene. Hier entscheidet sich, ob ambitionierte Ziele Realität werden – oder im Dickicht der Zuständigkeiten und Interessenkonflikte versanden. Ein entscheidender Hebel sind verbindliche Klimaschutzleitlinien für städtebauliche Wettbewerbe und Bebauungspläne. Immer mehr Städte schreiben Klimaneutralität als Entwicklungsziel fest und machen sie zum Kriterium für die Vergabe von Grundstücken und Fördermitteln.

Eine besondere Rolle spielen Standards wie die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), das Schweizer Minergie-Label oder das österreichische ÖGNI-Zertifikat. Sie setzen Qualitätsmaßstäbe, schaffen Transparenz und erleichtern die Orientierung im Dschungel der technischen Möglichkeiten. Doch auch hier gilt: Standards sind kein Selbstzweck, sondern müssen laufend weiterentwickelt und an die dynamischen Anforderungen der Praxis angepasst werden.

Schließlich darf die Bedeutung von Governance nicht unterschätzt werden. Dekarbonisierte Stadtplanung braucht klare Verantwortlichkeiten, transparente Entscheidungsprozesse und eine Kultur des Austauschs zwischen Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Wer das ignoriert, läuft Gefahr, dass ambitionierte Pläne im Verwaltungsalltag versanden – und Dekarbonisierung zur Worthülse wird.

Innovationen, Herausforderungen und blinde Flecken: Was in der Praxis (noch) schiefläuft

Innovationen sind der Motor der Dekarbonisierung – doch auch sie stoßen an Grenzen. Viele Städte experimentieren mit neuen Ansätzen: Zürich setzt auf kreislauffähige Baustoffe und digitale Gebäudepässe, Hamburg integriert Wärmeplanung in die Stadtentwicklung, Wien testet autofreie Quartiere. Doch bei aller Euphorie zeigen sich auch blinde Flecken. Ein zentrales Problem ist das sogenannte Rebound-Effekt: Effizienzgewinne werden durch erhöhten Konsum oder veränderte Nutzungsmuster wieder aufgezehrt. Beispiel: Energiesparende Gebäude führen zu sinkenden Betriebskosten – was dazu verleitet, größere Flächen zu bauen oder längere Nutzungszeiten zu ermöglichen. Die eigentliche Emissionsreduktion verpufft.

Ein weiteres Problemfeld ist das Greenwashing. Viele Projekte schmücken sich mit dem Label „klimaneutral“, ohne tatsächlich alle Emissionen zu erfassen oder zu kompensieren. Hier braucht es transparente Bilanzierungsmethoden und unabhängige Kontrollen. Auch die soziale Dimension wird oft vernachlässigt: Dekarbonisierte Stadtplanung darf nicht zur Luxusveranstaltung für Wohlhabende werden, sondern muss bezahlbaren Wohnraum, soziale Infrastrukturen und gerechte Teilhabe sichern. Sonst droht die Spaltung der Stadtgesellschaft.

Technologische Innovationen wie digitale Zwillinge, Urban Data Platforms oder KI-gestützte Planungstools eröffnen neue Möglichkeiten, bergen aber auch Risiken. Sie können Prozesse beschleunigen, Szenarien simulieren und Beteiligung erleichtern – vorausgesetzt, sie werden transparent, offen und partizipativ eingesetzt. Die Gefahr besteht, dass algorithmische Verzerrungen, Datenmonopole oder technokratischer Bias die Planung dominieren und demokratische Entscheidungsprozesse aushebeln.

Ein weiteres Dilemma: Die technische Machbarkeit hinkt oft den politischen Zielen hinterher. Die Verfügbarkeit nachhaltiger Baustoffe ist begrenzt, Lieferketten sind volatil und Fachkräfte fehlen. Gleichzeitig sind viele Kommunen finanziell und personell überfordert, die Transformation mit der nötigen Konsequenz umzusetzen. Kleine und mittlere Städte geraten so ins Hintertreffen und laufen Gefahr, abgehängt zu werden.

Schließlich bleibt die Frage nach der Resilienz: Wie robust sind dekarbonisierte Stadtstrukturen gegenüber Krisen – seien es Pandemien, Energieknappheit oder Klimafolgen wie Hitzewellen und Starkregen? Dekarbonisierung darf nicht zur Einbahnstraße werden, sondern muss flexibel auf neue Herausforderungen reagieren können. Nur so wird sie zum nachhaltigen Fundament der Stadt von morgen.

Strategien und Ausblick: Dekarbonisierte Stadtplanung als Startpunkt der urbanen Transformation

Der Weg zur dekarbonisierten Stadt ist lang – und er beginnt mit klugen Strategien. Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die Integration: Dekarbonisierung kann nicht im Silo gelingen, sondern muss alle Bereiche der Stadtentwicklung durchdringen. Das erfordert fachübergreifende Teams, offene Kommunikationskulturen und die Bereitschaft, Routinen zu hinterfragen. Pilotprojekte sind wertvoll, aber sie dürfen kein Selbstzweck bleiben. Entscheidend ist die Skalierung: Erfolgreiche Ansätze müssen systematisch übertragen, weiterentwickelt und an lokale Bedingungen angepasst werden.

Beteiligung spielt eine Schlüsselrolle. Dekarbonisierte Stadtplanung ist dann erfolgreich, wenn sie die Menschen vor Ort einbindet – von der ersten Idee bis zur Umsetzung. Digitale Werkzeuge wie Urban Digital Twins, Partizipationsplattformen und Visualisierungen können Beteiligungsprozesse erleichtern, Transparenz schaffen und Akzeptanz stärken. Doch sie ersetzen nicht den persönlichen Dialog, das gemeinsame Aushandeln von Interessen und das Ringen um Kompromisse.

Ein weiteres zentrales Element ist die Förderung von Innovationen. Städte brauchen Experimentierfelder, in denen Neues ausprobiert werden kann – ohne Angst vor dem Scheitern. Living Labs, Reallabore und Innovationsquartiere bieten Raum für kreative Lösungen, die später in den Regelbetrieb überführt werden können. Wichtig ist dabei: Fehler sind erlaubt, solange aus ihnen gelernt wird. Dekarbonisierung ist ein iterativer Prozess – mit Rückschlägen, Fortschritten und Überraschungen.

Die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften gewinnt an Bedeutung. Dekarbonisierte Stadtplanung verlangt neue Kompetenzen: Systemdenken, digitale Fähigkeiten, Kommunikationsstärke und ein Verständnis für soziale, ökologische und ökonomische Zusammenhänge. Hochschulen, Kammern und Verbände sind gefordert, entsprechende Angebote zu schaffen und den Wissenstransfer zu fördern.

Schließlich braucht es eine neue Planungskultur: Weg von der Verwaltung von Mangel, hin zur Gestaltung von Zukunft. Dekarbonisierte Stadtplanung ist kein Selbstzweck, sondern der Startpunkt für eine umfassende urbane Transformation. Sie eröffnet neue Freiräume, schafft Lebensqualität und macht Städte widerstandsfähig – gegen die Herausforderungen der Gegenwart und die Unwägbarkeiten der Zukunft.

Fazit: Dekarbonisierung als Motor der urbanen Erneuerung

Dekarbonisierte Stadtplanung ist weit mehr als ein technisches Update für bestehende Prozesse. Sie ist ein Paradigmenwechsel, der unsere Städte grundlegend verändert. Sie verlangt Mut, Kreativität und Zusammenarbeit – und sie bietet die Chance, urbane Räume neu zu denken, nachhaltiger, gerechter und lebenswerter zu machen. Die Herausforderungen sind gewaltig, die Risiken real – doch die Potenziale überwiegen. Wer Dekarbonisierung ernst nimmt, investiert in die Zukunftsfähigkeit der Städte und setzt ein Zeichen für eine neue Planungskultur. Die Stadt von morgen ist nicht nur emissionsarm, sondern resilient, inklusiv und offen für Wandel. Dekarbonisierte Stadtplanung ist kein Ziel, sondern der Anfang einer urbanen Reise, an deren Ende mehr steht als ein klimaneutrales Etikett: Es ist die Vision einer Stadt, die allen gehört – und die Verantwortung für das Klima, die Gesellschaft und die kommenden Generationen übernimmt. Das ist nicht weniger als die größte Chance, die Stadtplanung seit Jahrzehnten hatte. Packen wir es an.

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Focus on heat storage

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Heat storage: Sustainable technology for the efficient storage and use of thermal energy in urban areas. Image by GREGOR from Pixabay

Heat storage: Sustainable technology for the efficient storage and use of thermal energy in urban areas. Image by GREGOR from Pixabay

In times of climate change and rising energy costs, innovative solutions for efficient and sustainable energy use in urban areas are becoming increasingly important. Heat storage systems are a key technology in this context. These systems make it possible to store thermal energy and release it again when required, which brings both economic and ecological benefits.

Heat accumulators are technical systems that are used to store thermal energy over a certain period of time and release it again when required. They play a central role in the efficient use of thermal energy by balancing out time differences between heat generation and consumption.

Functional principles of heat accumulators

There are different types of heat accumulators based on different physical principles:

  • Sensible heat stores: these use the ability of materials to absorb or release heat when the temperature changes. Due to its high specific heat capacity, water is the most commonly used medium for sensitive heat storage.
  • Latent heat accumulators: These accumulators use the phase change of materials (e.g. from solid to liquid) to store energy. The heat of fusion of the material is used, which enables a higher energy density.
  • Thermochemical storage: Here, the energy is stored in chemical bonds. Reversible chemical reactions take place when the heat is recovered.

Areas of application for heat storage in urban areas

Heat storage systems have a wide range of applications in urban areas:

  • In buildings to optimize heating and hot water systems
  • In district heating networks for load smoothing and increasing efficiency
  • In industrial processes for waste heat recovery
  • In combination with renewable energies for better integration into the energy system

Short-term storage

Short-term storage tanks are used to store heat for hours or days. Typical examples are

  • Buffer storage tanks: These are used in heating systems to compensate for short-term fluctuations between heat generation and consumption.
  • Hot water storage tanks: They provide hot water for daily use and can be coupled with various heat sources.

Long-term storage tanks

Long-term storage tanks allow heat to be stored for weeks or even months. They play an important role in seasonal energy storage:

  • Geothermal probe heat storage: here, heat is stored in deep layers of the earth and extracted again when required using heat pumps.
  • Aquifer storage tanks: These use underground water layers to store heat.
  • Large water tanks: In some cities, massive insulated water tanks are used for seasonal heat storage.

Innovative storage technologies

Research is continuously working on new technologies for more efficient heat storage:

  • High-temperature latent heat storage: these use special salt mixtures and allow heat to be stored at very high temperatures.
  • Thermochemical storage with zeolites: These materials can store heat almost loss-free over long periods of time.
  • Phase change materials (PCM): Innovative materials that can absorb or release large amounts of heat during phase change.

Lack of space and structural restrictions

One of the biggest challenges in densely built-up urban areas is the limited space available for installing heat storage systems. Large seasonal storage systems in particular require considerable space, which is often not available in cities. Possible solutions include:

  • The integration of storage facilities into existing building structures
  • The use of underground spaces for storage facilities
  • The development of more compact storage technologies with higher energy density

Technical complexity and system integration

The integration of heat storage systems into existing energy systems often requires complex technical solutions:

  • Adaptation of the hydraulics in heating systems
  • Integration into building management systems and energy management systems
  • Coordination with other energy sources and consumers

Economic efficiency and investment costs

The high initial investment for heat storage systems can be a hurdle:

  • Long payback periods, especially for large seasonal storage systems
  • Uncertainties regarding future energy prices and subsidy programs
  • Need for innovative financing models and operator concepts

Regulatory and legal aspects

The integration of heat storage systems into urban energy systems can be made more difficult by legal and regulatory framework conditions:

  • Approval procedures for large storage facilities
  • Property rights and usage agreements for district-based solutions
  • Adaptation of energy laws and subsidy guidelines

Reduction of the urban heat island effect

Heat storage systems can help to reduce the urban heat island effect:

  • Absorbing excess heat from the environment during hot spells
  • Utilization of stored heat for heating purposes in cooler periods, which reduces the overall energy demand
  • Coupling with cooling systems for efficient building air conditioning

Load management and grid stability

Thanks to their ability to store heat and release it when required, heat storage systems help to stabilize energy grids:

  • Balancing peak loads in the electricity grid by shifting heat demand
  • Enabling more flexible use of renewable energies
  • Improving the overall efficiency of the energy system

Improving air quality

Indirectly, heat storage systems can also contribute to improving urban air quality:

  • Reducing the need for fossil fuels for heating purposes
  • Reducing emissions through more efficient energy use
  • Support the electrification of the heating sector

Neighborhood concepts with integrated heat storage systems

Modern urban development concepts are increasingly focusing on district-wide energy solutions:

  • Central heat storage systems for several buildings
  • Combination of different storage technologies for optimum efficiency
  • Integration of heat storage systems in local heating networks

Sector coupling and power-to-heat

Connecting different energy sectors opens up new possibilities:

  • Utilization of surplus electricity from renewable sources for heat generation and storage
  • Bidirectional heat-electricity systems with heat pumps and heat storage systems
  • Integration of electric vehicles as mobile energy storage units

Smart grids and digital control

Digitalization enables intelligent control of heat storage systems:

  • Predictive control based on weather forecasts and consumption patterns
  • Integration into smart home systems for optimized use
  • Aggregation of many small storage systems into virtual large-scale storage systems

Hamburg: Seasonal heat storage in an energy bunker

A former anti-aircraft bunker in Hamburg has been converted into an innovative energy center:

  • 2 million liter hot water storage tank
  • Supplying over 800 apartments with heat
  • Combination of solar thermal energy, biogas and industrial waste heat

Munich: Geothermal energy and heat storage

Munich relies on the combination of geothermal energy and large heat storage facilities:

  • Several geothermal plants in the city area
  • Large buffer storage facilities for optimal use of geothermal heat
  • Goal: Fully renewable district heating supply by 2040

Vienna: Intelligent load management with heat storage systems

In Vienna, heat storage tanks are used to optimize the district heating network:

  • Large storage facilities at strategic points in the network
  • Dynamic control for load smoothing and increased efficiency
  • Integration of waste heat from industrial processes and waste incineration

High-temperature heat accumulators

The development of high-temperature heat storage systems opens up new application possibilities:

  • Storage of process heat from industry
  • Increasing energy density and efficiency
  • New materials for temperatures above 1000°C

Coupling with CO2 capture

Innovative concepts combine heat storage with CO2 capture:

  • Utilization of absorption heat during CO2 capture
  • Development of storage materials that can bind CO2 at the same time
  • Integration into concepts for the decarbonization of industrial processes

Artificial intelligence and machine learning

The use of AI technologies promises further increases in efficiency:

  • Optimization of storage control through self-learning algorithms
  • Improved forecasts for heat demand and generation
  • Automated fault diagnosis and predictive maintenance

Heat storage systems play a central role in the transformation of urban energy systems towards greater sustainability and efficiency. They offer a wide range of solutions to the challenges posed by climate change and the energy transition. Particularly in the context of urban heat problems, heat storage systems can make an important contribution to improving the urban climate and quality of life.

However, the successful integration of heat storage systems into urban energy concepts requires a holistic approach. Technological innovations must go hand in hand with an adapted regulatory framework, new business models and increased cooperation between different stakeholders. Cities and municipalities are called upon to develop long-term strategies that consider heat storage as an integral part of sustainable energy systems.

With advancing technological development and increasing experience in the planning and operation of large storage systems, heat storage systems will play an even greater role in urban energy supply in the future. They are a key element in the realization of climate-neutral cities and make a significant contribution to overcoming the challenges of climate change in urban areas.

A new tower in the village

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In 2020, the small village of Susch in Switzerland gained a new attraction: the “Tuor per Susch” tower by artist Not Vital.

The small village of Susch in Switzerland is remotely located between Scuol-Tarasp and St. Moritz. Since the Muszeum Susch openedthere in 2019 , it has been attracting more and more visitors interested in architecture and art. A new attraction was added in 2020: a tower by Swiss artist Not Vital.

To the side of the country road between Scuol-Tarasp and St. Moritz, the small village of Susch nestles alongside the River Inn on the meadow slopes at the foot of the nearby mountains. It is home to the newly established Muzeum Susch, which was created by Polish patron Grazyna Kulczyk and exhibits mainly contemporary artists alongside permanent installations in temporary exhibitions. It extends over several historic houses with modern applications.

Until now, the village in the Swiss Lower Engadine had three historic towers: the Romanesque tower of the village church, the residential tower “Tuor La Praschun” from the 12th/13th century and the “Tuor Planta” – the foundations of the latter only dating back to the 13th century. A fourth, gleaming white, modern tower has recently been added to the three existing towers in the village. It was created by the internationally renowned artist Not Vital, who was born in Switzerland in 1948 and has already caused a sensation elsewhere with towers and art installations in the landscape; his sculptural architecture in a landscape context is well-known: “Makaranta”, Niger 2003; “Not Ona”, Chile 2008-14; “The Chapel “Philippines 2016; “House to watch the 3 volcanoes”, Indonesia 2017; “House to watch the wunset” at Tarasp Castle, very close to the tower in Susch.

The “Tuor per Susch” (Tower for Susch) 2020 is hollow inside up to the gable and can be entered – but not climbed – via a rectangular opening in the stone. It was made from a block of marble by Gabriele and Umberto Togni from Pietrasanta, Italy, and was erected after two years of work at the special scenic location on a meadow above the museum. The tower is ten meters high and fascinates with its simplicity, its high design quality
– The perfectly crafted and polished surface – in the setting of the old Engadine houses, the surrounding landscape and the modern museum architecture of Susch.

The tower seems to mediate between the landscape and the village architecture. It changes the landscape and enhances it at the same time. Architecture and sculpture merge into one another.
The museum’s exhibition catalog states: “Its open form, the imposing sense of space [author’s note: the “sound of the interior”] that the viewer feels and the time spent on its creation are linked to the frightening surroundings of this remote location at over 1,400 meters above sea level. Vital says ‘Ars una est. It is all one. I don’t like order, but I like harmony.'” (p. 70, exhibition catalog of the Muzeum Susch, Art Stations Foundation CH)

Here you can read an article about the observation tower on Lake Seljord in Norway.