Where do people sit? AI analyzes sitting behavior in public spaces

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Two bicycles parked next to each other on the side of the road - Photo by Dominik Ferl

Sitzen ist das neue Flanieren – zumindest für Künstliche Intelligenz. Wer wissen will, wo, wann und warum Menschen im öffentlichen Raum Platz nehmen, muss heute nicht mehr zählen, schätzen oder hoffen. Mithilfe von KI-gestützter Analyse wird das Sitzverhalten in Parks, auf Plätzen und an Haltestellen zum offenen Buch – und zur Grundlage smarter Stadtgestaltung. Was steckt hinter dem Hype um KI-basierte Auswertung von Sitzverhalten? Wer profitiert, wo liegen die Fallstricke – und wie weit ist die Praxis in Deutschland, Österreich und der Schweiz? Ein Deep Dive für alle, die wissen wollen, wie aus Daten lebenswerte Städte werden.

  • Was bedeutet KI-gestützte Analyse des Sitzverhaltens und wie funktioniert sie technisch?
  • Warum ist das Wissen um Sitzorte und Sitzzeiten für Stadtplaner, Landschaftsarchitekten und Kommunen so wertvoll?
  • Welche Methoden und Tools werden eingesetzt – von Computer Vision bis zu anonymisierten Sensordaten?
  • Wie werden Datenschutz, Akzeptanz und ethische Fragen in der Praxis gelöst?
  • Welche internationalen und deutschsprachigen Projekte zeigen die Potenziale und Grenzen der Technologie?
  • Wie kann KI zur Schaffung inklusiver, nutzerzentrierter und nachhaltiger öffentlicher Räume beitragen?
  • Was sind die Herausforderungen bei Implementierung, Auswertung und Governance solcher Systeme?
  • Wie verändert sich der Planungsprozess durch datenbasiertes Wissen über das Sitzverhalten?
  • Welche zukünftigen Entwicklungen sind absehbar – und wo ist Skepsis angebracht?

Sitzen im Fokus: Warum das Sitzverhalten im öffentlichen Raum für die Stadtentwicklung so relevant ist

Wer den öffentlichen Raum plant, denkt oft an Wege, Sichtbeziehungen, Begrünung und Aufenthaltsqualität. Doch ein scheinbar banaler Aspekt entscheidet maßgeblich darüber, ob ein Platz, ein Park oder eine Promenade tatsächlich belebt und angenommen wird: das Sitzen. Es geht nicht nur um die Anzahl der Bänke, sondern um deren Lage, Ausrichtung, Zugänglichkeit, Wetter- und Nutzungsbedingungen. Jahrzehntelang basierten Planungen auf Erfahrungswerten, Nutzerbefragungen oder gelegentlichen Zählungen. Doch diese Methoden sind subjektiv, oft lückenhaft und bilden nur einen punktuellen Ist-Zustand ab. Die Frage „Wo wird wirklich gesessen?“ blieb so häufig unbeantwortet – oder wurde mit Bauchgefühl beantwortet.

Das Sitzverhalten ist jedoch ein Seismograf für die Qualität und Nutzbarkeit öffentlicher Räume. Wer wo wie lange sitzt, verrät viel über Mikroklima, soziale Dynamiken, Sicherheitsempfinden und gestalterische Qualität. Ein Platz, der zwar architektonisch beeindruckt, aber niemals zum Verweilen einlädt, ist letztlich eine Fehlplanung. Umgekehrt können bereits kleine Interventionen – etwa die Umplatzierung einer Bank in den Schatten oder in Sichtweite zu Spielplätzen – große Wirkung entfalten. Für Planer, Kommunen und Investoren ist es daher von unschätzbarem Wert, Sitzmuster nicht nur zu vermuten, sondern empirisch zu erfassen, auszuwerten und in Planungsprozesse einzuspeisen.

Gerade in Zeiten des demografischen Wandels, zunehmender Hitzebelastung und wachsender sozialer Vielfalt wird das Wissen um Sitzgewohnheiten zum strategischen Asset. Es entscheidet über die Aufenthaltsqualität für Senioren, Jugendliche, Touristen oder Familien. Es beeinflusst die soziale Durchmischung und kann Barrieren – physisch wie sozial – sichtbar machen. Wer weiß, dass bestimmte Gruppen bestimmte Orte meiden oder bevorzugen, kann gezielt gegensteuern, Angebote schaffen oder Risiken minimieren. Städte wie Zürich, Kopenhagen oder Barcelona setzen daher längst auf eine detaillierte Analyse des Sitzverhaltens als Grundlage für adaptive und inklusive Stadtgestaltung.

Doch die klassische Beobachtung stößt an Grenzen. Niemand kann rund um die Uhr an allen Orten zählen, protokollieren oder befragen. Die Erfassung ist teuer, aufwändig und datenschutzrechtlich heikel, wenn sie auf individueller Ebene erfolgt. Hinzu kommt: Der öffentliche Raum ist dynamisch. Wetter, Tageszeit, Veranstaltungen oder Baustellen beeinflussen das Sitzverhalten ständig. Wer wirklich verstehen will, wie öffentliche Räume funktionieren, braucht daher flexible, skalierbare und möglichst objektive Methoden – und genau hier setzt die KI-gestützte Analyse an.

Die Bedeutung des Sitzens erschöpft sich jedoch nicht in der Nutzungsintensität. Sitzverhalten ist auch ein Indikator für Lebendigkeit, Integrationsfähigkeit und Resilienz urbaner Räume. Ein Platz, der bei Hitze leer bleibt, hat ein Mikroklimaproblem. Eine Bank, die nachts nicht genutzt wird, steht oft an einem Ort mit subjektivem Unsicherheitsgefühl. Wer diese Zusammenhänge erkennt, kann mit gezielten Gestaltungsmaßnahmen, Beleuchtung, Begrünung oder Aktivierung reagieren. Die Analyse des Sitzverhaltens ist damit kein Selbstzweck, sondern ein Schlüssel zu nachhaltiger, sozialer und zukunftsfähiger Stadtentwicklung.

KI, Sensorik und Computer Vision: Wie Sitzverhalten heute technisch erfasst und ausgewertet wird

Die technologische Revolution in der Erfassung des Sitzverhaltens begann mit der Verfügbarkeit kostengünstiger Sensoren, leistungsfähiger Kameras und fortschrittlicher Algorithmen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz. Während klassische Methoden noch auf manuelle Zählungen oder stichprobenartige Beobachtungen setzten, ermöglichen digitale Systeme heute eine kontinuierliche, weitgehend automatische Analyse – und das bei minimalem personellem Aufwand. Doch wie funktioniert das im Detail?

Im Zentrum stehen meist zwei Technologietracks: Zum einen die visuelle Erkennung mittels sogenannter Computer Vision, zum anderen die indirekte Erfassung durch smarte Sensorik. Bei der Computer Vision werden Kamerabilder in Echtzeit von Algorithmen ausgewertet, die Personen, Sitzpositionen und Bewegungsprofile erkennen. Moderne Deep-Learning-Modelle können dabei nicht nur zählen, sondern auch zwischen Sitzen, Stehen, Liegen und Gehen unterscheiden. Wichtig ist: In den meisten Projekten werden Gesichter und individuelle Merkmale automatisch verpixelt oder gar nicht erst erfasst, um die Privatsphäre zu schützen.

Die zweite Methode arbeitet mit Sensoren, die in Sitzmöbeln, Bodenplatten oder im städtischen Mobiliar integriert sind. Drucksensoren, Infrarot-Lichtschranken oder kapazitive Flächensensoren registrieren, wann und wie lange ein Platz besetzt ist. Vorteil: Es werden keine Bilddaten erhoben, sondern rein objektbezogene Nutzungsdaten. Nachteil: Die Installation ist aufwändiger, und die Sensorik muss regelmäßig gewartet werden. In besonders sensiblen Bereichen – etwa in Parks oder an Spielplätzen – ist diese Methode oft die bevorzugte Wahl.

Ein dritter Ansatz kombiniert Standortdaten aus Mobiltelefonen mit statistischen Analysen. Anonymisierte Bewegungsdaten erlauben Rückschlüsse auf Aufenthaltsdauern und -orte, ohne dass einzelne Personen identifizierbar sind. Auch hier steht der Datenschutz im Vordergrund: Die Auswertung erfolgt aggregiert, oft mit zusätzlichen Algorithmen zur Verfremdung der Daten. Die so gewonnenen Informationen bieten ein großflächiges Bild über das Nutzungsverhalten verschiedener Räume, leiden aber an geringerer Präzision bei der konkreten Sitzplatzauslastung.

Unabhängig von der Methode ist die Datenfusion entscheidend. Erst die Kombination verschiedener Quellen – etwa Wetterdaten, Veranstaltungskalender, Verkehrsdaten und Sensormessungen – erlaubt es, das Sitzverhalten im Kontext zu verstehen. Warum ist ein Platz am Vormittag beliebter als am Abend? Welche Rolle spielen Schatten, Lärm oder die Nähe zu Wasserflächen? KI-Modelle helfen, diese Zusammenhänge aufzudecken und in Algorithmen zu übersetzen, mit denen künftige Planungsszenarien simuliert werden können.

Die Auswertung erfolgt heute vielfach in Echtzeit. Dashboards für Stadtplaner, Landschaftsarchitekten oder Kommunen visualisieren die Sitzplatzauslastung, Veränderungen über Tages- und Wochenverläufe sowie die Auswirkungen von Interventionen. Wer eine neue Baumreihe pflanzt, kann so binnen Wochen messen, ob sich die Aufenthaltsqualität tatsächlich verbessert. Diese Art von „Urban Analytics“ macht die Stadtplanung messbar, adaptiv und evidenzbasiert – eine Revolution gegenüber der klassisch-intuitiven Herangehensweise.

Zwischen Datenschutz, Akzeptanz und Governance: Herausforderungen bei der KI-basierten Sitzanalyse

So faszinierend die Möglichkeiten der KI-basierten Sitzanalyse sind, so komplex sind die Herausforderungen im Alltag. Datenschutz steht dabei ganz oben auf der Agenda. Gerade in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Sensibilität der Bevölkerung für Überwachung und Datenmissbrauch hoch. Während in asiatischen Städten wie Singapur oder Seoul kamerabasierte Systeme mit Gesichtserkennung längst Standard sind, müssen Planer und Kommunen hierzulande deutlich höhere Hürden nehmen. Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) schreibt vor, dass personenbezogene Daten nur mit Einwilligung oder auf klarer gesetzlicher Grundlage verarbeitet werden dürfen. Das hat unmittelbare Auswirkungen auf die Wahl der Technologie, die Gestaltung der Prozesse und die Kommunikation mit der Öffentlichkeit.

Projekte in Berlin, Zürich oder München zeigen, dass Akzeptanz nur dann erreicht wird, wenn die Erhebung vollständig anonymisiert erfolgt, Kamerabilder nicht gespeichert und Auswertungen transparent kommuniziert werden. Bürgerbeteiligung und Aufklärung sind daher integraler Bestandteil erfolgreicher Projekte. Wer das Gefühl vermittelt, dass Sitzanalysen der Kontrolle oder Ausgrenzung dienen, riskiert Widerstand und negative Presse. Ein offener Umgang mit den Zielen, Methoden und Ergebnissen ist daher unerlässlich.

Ein weiteres zentrales Thema ist die Governance der Daten. Wer betreibt die Systeme? Wem gehören die erhobenen Daten? Wer entscheidet über deren Nutzung? Während in Pilotprojekten häufig private Dienstleister oder Forschungseinrichtungen die technische Umsetzung übernehmen, besteht die Gefahr, dass wertvolle Daten in kommerzielle Hände gelangen oder nicht im Sinne der Allgemeinheit genutzt werden. Hier sind klare vertragliche und organisatorische Regelungen gefragt, die Datenhoheit und Nutzungstransparenz sicherstellen. Viele Kommunen setzen daher auf offene Datenplattformen („Open Urban Platforms“) und kooperative Modelle, bei denen die Stadt die Kontrolle behält und die Öffentlichkeit Einblick in die Datennutzung erhält.

Auch die technische Robustheit und Wartung der Systeme ist nicht zu unterschätzen. Sensoren müssen regelmäßig überprüft, Software aktualisiert und Fehlerquellen beseitigt werden. Gerade im rauen Klima oder bei Vandalismus können Ausfälle auftreten, die zu Datenlücken oder Fehlinterpretationen führen. Ein professionelles Monitoring und eine kontinuierliche Qualitätssicherung sind daher Pflicht – nicht Kür.

Schließlich stellt sich die Frage nach der Skalierbarkeit und Übertragbarkeit der Systeme. Was im kleinen Pilotprojekt funktioniert, ist nicht automatisch im großen Maßstab machbar. Unterschiedliche städtische Kontexte, Budgetrestriktionen und rechtliche Rahmenbedingungen erschweren die flächendeckende Einführung. Hier zeigen sich die Unterschiede zwischen Vorreiterstädten wie Wien oder Zürich und Nachzüglern, die noch mit ersten Tests experimentieren. Doch eines ist klar: Ohne einen klaren strategischen Rahmen und eine langfristige Governance drohen Insellösungen, Datenfriedhöfe und Frustration bei allen Beteiligten.

Die ethische Dimension der KI-Analyse darf nicht unterschätzt werden. Algorithmen sind nie neutral – sie spiegeln die Annahmen, Trainingsdaten und Zielsetzungen ihrer Entwickler wider. Wer entscheidet, welche Muster als „wünschenswert“ gelten? Welche Interventionen folgen auf bestimmte Befunde? Die Gefahr eines technokratischen Bias ist real. Deshalb plädieren Experten für einen partizipativen Ansatz, der Fachwissen, Bürgerperspektive und technologische Kompetenz vereint. Nur so wird aus der Analyse des Sitzverhaltens ein Werkzeug für mehr – und nicht für weniger – urbane Demokratie.

Von der Theorie zur Praxis: Erfolgsprojekte, Learnings und Zukunftsperspektiven

Ein Blick auf konkrete Projekte zeigt, wie unterschiedlich KI-gestützte Sitzanalysen in der Praxis umgesetzt werden und welche Erkenntnisse sie liefern. In Zürich etwa startete die Stadt ein Pilotprojekt auf dem Sechseläutenplatz, einem der größten innerstädtischen Plätze Europas. Mithilfe von Bodensensoren und anonymisierten Kameras wurde über Monate das Sitz- und Aufenthaltsverhalten erfasst. Das Ergebnis: Bänke, die morgens im Schatten lagen, waren deutlich beliebter als solche in der prallen Sonne. Auch überraschend: Mobile Sitzmöbel wurden viel häufiger genutzt als fest installierte. Die Stadt reagierte, indem sie zusätzliche, flexibel verschiebbare Sitzgelegenheiten schuf – ein Erfolg, der sich direkt in den Nutzungszahlen niederschlug.

In Wien setzt das Stadtentwicklungsprojekt Aspern Seestadt auf eine umfassende Sensorik- und Datenplattform, die neben Verkehrsflüssen, Luftqualität und Lärmbelastung auch das Sitzverhalten auf öffentlichen Plätzen analysiert. Die Daten fließen unmittelbar in die Weiterentwicklung der Freiräume ein. So konnten etwa sozial besonders exponierte Bereiche identifiziert und gezielt aufgewertet werden – etwa durch mehr Schatten, bessere Beleuchtung oder zusätzliche Spielangebote. Die Akzeptanz unter den Bewohnern ist hoch, weil die Maßnahmen sichtbar und nachvollziehbar auf echten Daten beruhen.

Auch in Deutschland entstehen zunehmend innovative Ansätze. In München wurde in einem Pilotprojekt im Westpark die Verknüpfung von Sensorik und Bürgerbeteiligung erprobt. Die Bewohner konnten nicht nur die Messergebnisse einsehen, sondern auch eigene Hinweise und Wünsche einbringen. Die Kombination aus objektiver Datengrundlage und subjektiver Erfahrung führte zu maßgeschneiderten Verbesserungen – etwa bei der Auswahl neuer Standorte für Bänke und Picknickflächen. Das Projekt zeigte: KI-Analyse und Partizipation schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich ideal.

Internationale Vorbilder wie Kopenhagen oder Melbourne gehen noch einen Schritt weiter. Dort werden die gewonnenen Daten nicht nur für die Planung, sondern auch für das laufende Management öffentlicher Räume genutzt. In Kopenhagen werden temporäre Sitzgelegenheiten je nach Auslastung umplatziert, in Melbourne steuert die Stadt in Echtzeit die Reinigung und Wartung der Sitzflächen. Das Ziel ist ein adaptiver, lernender öffentlicher Raum, der sich an die Bedürfnisse der Nutzer anpasst – und nicht umgekehrt.

Für die Zukunft zeichnen sich mehrere Trends ab. Erstens werden KI-Modelle immer präziser und können komplexere Zusammenhänge erkennen – etwa den Einfluss von Wetterumschwüngen, Veranstaltungen oder sozialen Netzwerken auf das Sitzverhalten. Zweitens wachsen die Systeme zusammen: Sitzanalysen werden mit Mobilitätsdaten, Klimadaten oder Sicherheitsanalysen verknüpft, um holistische Stadtmodelle zu schaffen. Drittens steigt die Erwartung an Transparenz, Beteiligung und ethische Standards. Wer hier frühzeitig investiert, verschafft sich einen Standortvorteil – nicht nur technologisch, sondern auch gesellschaftlich.

Fazit: KI-gestützte Sitzanalyse als Schlüssel für die lebenswerte Stadt von morgen

Die Analyse des Sitzverhaltens im öffentlichen Raum mag auf den ersten Blick wie ein Nischenthema wirken. Doch sie ist in Wahrheit ein Lackmustest für die Innovationskraft, Empathie und Zukunftsfähigkeit urbaner Planung. Künstliche Intelligenz, Sensorik und datenbasierte Auswertung ermöglichen es erstmals, den öffentlichen Raum aus Nutzerperspektive zu verstehen – und nicht nur aus Sicht von Planern oder Investoren. Die Potenziale sind enorm: bessere Aufenthaltsqualität, mehr soziale Teilhabe, höhere Resilienz gegenüber Klimawandel und demografischen Veränderungen.

Doch der Weg dorthin ist kein Selbstläufer. Datenschutz, Akzeptanz, Governance und ethische Fragen verlangen nach klugen, integrativen Lösungen. KI ist kein Allheilmittel – sie ist Werkzeug, das richtig eingesetzt werden will. Erfolgreiche Projekte zeigen: Transparenz, Partizipation und offene Datenplattformen sind die Garanten nachhaltigen Erfolgs. Städte, die heute in KI-gestützte Sitzanalyse investieren, schaffen die Grundlage für adaptive, inklusive und lebenswerte urbane Räume.

Die Zukunft der Stadtplanung ist datenbasiert, aber nicht technokratisch. Sie verbindet das Beste aus beiden Welten: die analytische Präzision der Künstlichen Intelligenz mit der gestalterischen Kreativität und dem sozialen Gespür erfahrener Planer. Wer wissen will, wo wirklich gesessen wird, fragt künftig nicht mehr nach Meinungen – sondern liest es aus den Daten. Und gestaltet Städte, in denen alle Platz nehmen wollen.

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Who was Amedée de Caranza?

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Ceramist and faience specialist focused his attention primarily on chemical-technical experiments. Five pieces made around 1905

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The French Art Nouveau glass artist Amedée de Caranza is currently being rediscovered by Scheublein Art & Auctions (Munich). Born in 1843, the ceramist and faience specialist focused his attention primarily on chemical-technical experiments and registered various patents in the course of his life The process of melting shimmering metallic decorations and glazes onto glass surfaces was developed by the Constantinople-born, now almost […]

The French Art Nouveau glass artist Amedée de Caranza is currently being rediscovered by Scheublein Art & Auctions (Munich). Born in 1843, the ceramist and faience specialist focused his attention primarily on chemical-technical experiments and registered various patents in the course of his life

Amedée de Caranza (1843-1914), a Frenchman born in Constantinople who is almost forgotten today, patented the process of melting shimmering metallic decorations and glazes onto glass surfaces back in 1883. Prior to this, he had worked as a ceramist and faience specialist, focusing his attention primarily on oriental decorative techniques, but also on chemical-technical experiments.

Amedée de Caranza experimented ceaselessly with powdered metals, even though the procurement of the necessary raw materials cost an enormous amount of money and most of his business partnerships quickly collapsed as a result. By 1896, however, he had refined his process to such an extent that the glass creations he designed with it made a name for themselves. The Vicomtesse de Réville, editor of the elegant magazine “Le Mode et le Bijou”, which appeared from 1901, enthused: “There are some Caranzas with their metallic shimmering glazes running over the glass that make us dream of the Pompeiian vases we admire so much in the Naples Museum.” The exhibition “Cristaux métallisés” (metallized crystal glass) in 1903 brought de Caranza’s work to a climax. Although only a few centimetres high, the astonishing, iridescent effect of this unique decorative technique can be impressively observed in the glass creations.

Little is known about Caranza’s biography: He was of Italian origin and was born in Istanbul. In 1867, he worked in Paris with Léon Parvillée, who specialized in Islamic-style ceramics, and with Théodore Deck and Eugène Collinot, who both produced ceramics with relief enamelling. Amédée de Caranza was then head designer at the Viellard & Cie manufactory. However, after a dispute with the Vieillard brothers, he left the manufactory and devoted himself solely to glassmaking.

Amedée de Caranza was an artist with a thirst for research

Amédée de Caranza was not only a ceramist and glass artist, but also a scientific researcher who was constantly developing new formulas. He registered his first patent at the age of 25 for a “process for the decoration of terracotta in general by the application of opaque glazes”. He also applied for patents together with his wife, for example for “the decoration of electric lamps and, more generally, of all parts made of glass, crystal and other transparent materials”, with which a metallic sheen could be achieved. The two were granted a patent for the same process in Germany in 1904.

Objects by Amédée de Caranza can be found in the following museums:

Further reading:

Five metallic iridescent liqueur cups by Amédée de Caranza, made around 1905, will be auctioned by Scheublein Art & Auctions on 25 March 2022 together with a private collection of 30 Art Nouveau and early Art Deco glass objects.

Tip: In the run-up to an exhibition at Scheublein Art & Auctions (2018) on the brothers August and Franz Seidel, painter colleagues of Carl Spitzweg and Eduard Schleich, art technological studies were carried out on the works. Read more here.

A modern interpretation of slate

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Very close to the original: slate façade in the DomRömer Quarter in Frankfurt. Photo Rathscheck slate

The narrow building “Am Markt 10” in Frankfurt’s new DomRömer quarter immediately catches the eye with its modern slate façade. The staggered façade with its deliberately raised gable was designed by Berlin architects von Ey.

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With just a few technical details, they have stretched the classic slate façade over the façade front like a sequin dress. The central tripartite windows are designed as bay windows and project into the street space. The classic slate cladding makes this plasticity possible without any problems. The roofing on the gable front of the top floor is also worth mentioning: it runs from the central window to the left and right, creating a mirror image of the gable front. This gives the high gable an aesthetic and elegant appearance.

More information about the slate façade from Rathscheck